Lyrics 2001 – 2010

2001

Wilde Enten

1
Was hält schon ewig?
Was bricht mit uns jedes mal durchs Eis?
Warum zweifle ich an allem?
Weil ich um meine eigene Scheiße weis!
Und ich will es nicht glauben
Das andere so gut sind
Das sie soviel Kraft besitzen
Sich in ihrem scheiß gutem Leben, niemals mit Scheiße zu bespritzen.
2
Ich fürchte irgendwann sterben sie
Und dann sind wir allein
Vielleicht kommt das Baby und dann?
Vielleicht kommt das Haus
Vielleicht beginnt alles von vorn
Und alles kostet Geld
Und alles entspricht der Norm
Der gottverdammten Scheiß Norm.

3
Alle sind so kleinmütig und korrekt
Und wenn mal was geschieht, sind alle verschreckt
Die Wahrheit ist, wir alle stecken in der selben Scheiße
Und das auf die selbe Weise
Und nur wer fliegen kann hat’s gut
Nur wer lieben kann hat Mut
Nur wer hoffen kann hat Kraft
Und hat‘ s am Ende
doch geschafft.

Vormärz

Es ist so unfassbar
Durch die Hände zerrinnt
Was mein Leben durch spinnt
Mein Glaube wankt
Nichts bleibt klar
Alles zerbröckelt im Nichts unscheinbar
Und verkriecht sich im Dunkel
Mit Flüstern und Gemunkel: „Ich bin nicht gut genug“
Ein Strahl Hoffnung, nur für wenige Monate lebensfähig,
brennt mir nun unbarmherzig ins Fleisch und in die verwundete Seele
Es ist so ungerecht!
Es ist so unfaire!
Ich hasse eure Anonymität
Wonach habt ihr entschieden?
Woher erlaubt ihr euch die Schaffenskraft in mir zu töten?
Ich zerfließe in Tränen des Selbstmitleids
Ich weiß, ich weiß
Das ist mir das Einfachste
Glück ist eben doch bloß Zufall
Und mir schwant, dass ihr Talent erkennt, ist bloß Glück
Nur diesmal leider nicht das meine.

Traumkatzen

Löwe und Schwarzer Panter
Nackenschlag
Blickkontakt
Regenflug
Zwang zum Klang
Gefressen werden
Was soll es mir sagen?
Was kommt zu ertragen?
Welche Steine fressen die Wölfe mit?
Durch die dunkle Nacht
Schritt für Schritt.

Glücksjäger

Hinter her , hinter her!
Doch es ist viel zu schwer
»The one way ticket to conversation«
Leben und Leben lassen
Was für eine Januarwoche
Ein Wochenende mit Hochdruck
So viele Dinge auf der Seele
Frage nach dem „Wie finden mich die andern?“durch die ich mich quäle.
Und immer wieder lasse ich mich täuschen von der Hexe im Büro
Zum Glück bleibt mein Selbstgefühl schließlich doch unerschütterlich
Ich glaube ich brauche das, nur dann bin ich wirklich gut
Und unterdessen jagst du privat nach dem nächsten Glück
Und ich hab das Gefühl ich hinke nach ein ganzes Stück
Zu schnell, zu schnell!
Und was rasch geschieht, doch so lange Spuren häufig durch mein Leben zieht
Verdammt lange

Feuerteufel

Flächenbrand in mir
Wir schlendern und reden
Ich weiß von deiner Liebe
Sie steht dir ins Gesicht geschrieben
Doch sie ist nicht in mir
Es schmeichelt mir bloß
Schon lange
Ich glaube du weißt es auch
Und trotz deiner Hoffnungslosigkeit
Suchst du meine Nähe
Doch ich bin im Feuer
Ich brenne gerade lichterloh
Meine Seele verbrennt zu einem elenden Häufchen Asche
Und da tut es gut ein geneigtes Lächeln zu sehen
Denn alle anderen sind so sehr mit sich selbst beschäftigt
Ich könnt neben ihnen verbrennen
Zu Asche
Die der Wind davon bläst
Sie würden es kaum bemerken.

Stille Sucht

Geräusche
Schmacht nach Tabak
Schiffe und eingebildete Pferde
Ticken der Uhr
Am Telefon klingst du so fremd
Dann kenne ich dich kaum
Ich brenne in mir
Ich habe meine Unschuld im Beruf verloren
Ich kann nicht mehr Ich sein
Mein naives Vertrauen ist weg
weg!
Ich schleudere…
Wohin willst du mit mir?
Auf neues Glatteis?
In ewige Knechtschaft?
In kostspielige Traumwelten?
Wer befreit mich aus dieser Liebesfalle?
Ich falle!
Und schnell ist das Leben vergeben
Was war‘ s doch gleich?

Nächster Versuch

Versuch den Wert zu finden
Und in mir zu binden
Mich zu befreien
Von allem „Ungereim“
Frische Texte für die neue Zeit
Wann ist es endlich soweit?
Du leidest wieder
Und bist doch voller Leidenschaft
Ein Kind, ein Haus!
Wo bleibt meine Kraft?
Ich schwitze es aus
Und frage mich so manches Mal
Wie schaffe ich stets den Weg aus dem Tal?
Wieder und wieder
Und dort der neue Strudel in Sicht
Jahr für Jahr kämpfe ich um das „goldene Kalb“
Und was bleibt?
Ich werde alt
Aber keine Panik, keine Panik!
Sonst geht es uns wie der Titanic
Sie hatte nur einen Versuch.

Glück?

Kopfschmerz
Tosen im Herz
Ihr seht nur meinen dicken Bauch
Und mein schlechtes Spiel
Mein fehlendes Glück
Wann kommt es zurück, seht ihr es auch?
Immer wieder, ich weiß
Doch bis dahin leide ich erbärmlich
Und erscheint mir alles ärmlich
Vor der Welt
Aber das ist es, was für jeden zählt
Alle sehen nur sich und was sie selbst quält
Da hilft auch kein Obst und Fastenwahn
Glaubt mir, ich bin da nicht unerfahren
Die Egoisten kommen in Scharen
Und dann hilf uns Gott!
Doch der ist auch bloß einer von ihnen.

Effekte

Loch in der stotternden Zeit
In die man immer wieder schneit
Wechselspiel
Ich will eigentlich gar nichts dagegen tun
Ich kämpfe zwar
Aber nicht wirklich will ich, nicht mehr in mir ruhen
Denn es geschieht sowieso immer wieder
Der Fluch des Auf und Nieder
Konfekte
Schlucken wir begierig
Schreiben, lachen, reden, denken schmierig
Wie oft muß ich mich tadeln
Wenn ich mich sorglos durch die Gefühle Anderer sehe radeln
Meine Zeit läuft ab
Während du noch Pläne schmiedest
Schön knapp
Doch nicht wirklich effektiv
Sondern in Wahrheit primitiv
Oder wie alle bloß naiv
Sind wirklich alle so?

Siegerland

Wir fahren in Gefahren
Wie sie alle ereilen
Und ich such dich zu bremsen
Bevor du uns in die Tiefe ziehst
Und es ist der gleiche edle Kampf in mir und mit dir
Du schreist dein Empfinden in den Wald durch den wir schlendern
und sagst du kennst mich nicht
Genau das ist es was ich fürchte
Irgendwann wollen wir uns nicht mehr kennen, nicht mehr verstehen
Vorsicht! Ruf ich in den Wald
Und doch fürchte ich, dass es verhallt
Ein Gefühl in meinem Magen krampft meine Seele zusammen
Ich weiß um die Nutzlosigkeit des Seins
Ich hab mich befreit von dem dumpfen Spießertum und nun?
Du schlidderst genau da hin und ich zeig dir das Eis auf dem du tanzt
Laß uns nicht einbrechen
Aber ich verspür da einen leisen Zweifel
Ich erkenne dass ich dir fremd bin
Je mehr ich von deinem Traum zerstöre
Aber ich muß es tun, ich muß es, versteh doch, ich kann nicht anders
Und dabei habe ich Angst vor dem Gedanken dich zu verlieren, aber ich spüre das ich dich opfern würde, bevor ich mich selbst verliere
Ich wäre bereit dazu Laß es nicht dazu kommen
Dann wäre ich frei, doch ich würde ewig darüber schreiben
Das ist mein größter Schrecken dieses Tages im Wald
Auch du bist mir nur ein Motiv im Leben
Mein Lebenssinn liegt nicht allein darin dein Mann zu sein
Ich brauche weniger, doch es ist mir mehr.

Lieber Papa

Lieber Papa,
nun bist du 75 Jahr!
Da gibt’s von mir ne Rede, ist doch klar.
1
Na, denkst du dir, was kann der Fidius denn schon sagen.
Der hat doch grad mal 35 davon selbst ertragen.
Und selbst das, ist noch gelogen!
Aber, hier hab ich einfach mal das Jahr in diesem Bauch hinzugezogen.
Denn kühn will ich vermerken,
Du kamst umhin nicht,
Mich auch dort schon zu bemerken.
Und das,
glaub ich getrost,
hat dich in mancher Situation bestimmt erbost.
2
So fing die zweite Hälfte deines Lebens an.
Was von dem Davor du mir erzählt,
glaub ich bestimmt,
hast du genauestens ausgewählt.
Diese Zeit ein andrer muß verwalten.
Und vielleicht das nächste Mal die Rede halten.
Zurück zu meinen ersten Jahren
Die für dich schon stolze vierzig waren.
Gerade konnt ich krabbeln auf der Wiese,
da kamst du
in die Midlifekrise.
Eben war ein Sohn fast groß,
ging der ganze Stress von vorne los.
All das Spielzeug, glücklich aus den Augen,
mußte man jetzt wieder ganz entstauben.
Aber im Gegensatz zu neueren Jahren,
konntest damals du, noch heilfroh
zwischendurch zur Arbeit fahren.
Wie es gelang mit mir den ganzen Tag zu überstehen,
ich glaube,
da müssen wir im nächsten Mai näher ein drauf gehen.
3
Jedenfalls, so hab ich es empfunden,
hast du auch sonst, zur Strenge dich nur selten überwunden.
So wuchs ich auf in deiner milden Nähe.
Und war in der Schule wohl zunächst dein ganzer Stolz.
Worin man wie du glaubtest ganz den Vater sähe.
Aber, oh weh, es kam die Zeit, da wurde klar, auch mein Kopf ist nur aus Holz.
Und dein Verdacht war wirklich war.
Ein Auf und Ab, mein Schülerleben
Doch akzeptiertest du und das ist hoch dir anzuzählen,
ich wollte stets mein Bestes geben, und hatte selbst genug mich damit abzuquälen.
Du sahst bei mir nur völliges Versagen, wenn ich es schaffte an der grünen Platte, mal ein schlechtes Spiel zu wagen.
4
So manches wär noch zu erzählen,
vom Alltag Pubertät.
Doch wollten wir darauf eingehen,
ich glaube es würde wirklich spät.
Nur soviel, wie ihr alle seht,
selbst das und bei mir sogar zum zweiten Male,
hast du ganz gut doch überlebt.
Und mit meinem Erwachsenwerden, begann für dich das Glück auf Erden.
Der Sohn langsam auf eignen Beinen und am Horizont sahst du bereits die goldnen Rentenjahre scheinen.
Doch zunächst da wollt ich mich, gib’s zu, gar zu lange klammern an die väterlichen Kammern.
Der erwachsene Zögling nun saß noch felsenfest im Nest und aß vor allem mehr als der Familienrest.
5
Endlich mit 22 Jahren,
sollte er von dannen fahren.
Und wie zunächst nicht ganz geglaubt, hat er sich seitdem die Rückkehr nicht erlaubt.
Mit Staunen, vielleicht mehr und mehr auch mit Respekt,
sahst du nun, das doch was in mir steckt.
Sozialer Dienst und Studium im Schnell-verfahren,
war in den ersten Jahren noch, durch häufige Heimkehr zu erfahren.
Doch mit dem das weibliche Geschlecht, das an mir nun auch was fand,
forderte mehr Zeit und Recht,
verlorst du mehr und mehr an Land.
Aber ich glaube du fandest das nicht wirklich schlecht.
6
Also fällt auch mir es leicht zu sagen.
Die 75 ist erreicht,
du kannst dich nun getrost und ohne Sorgen, in das nächste Viertel deines Lebens wagen.
Und noch als letztes laß mich sagen,
locker hast du sie erreicht,
und auch die 100 schaffst du darum leicht!

Kleiner Hund

Hermine
Dein Vertrauen ist dahin
Deine Weiblichkeit auch
Doch gegen das Unvermeidliche wehren, hat keinen Sinn
In diesen bewegten Tagen
Ist was stark macht die Kraft zu ertragen
Ich habe trotzdem nicht die Kraft ein völlig Anderer zu werden
Kein Engel auf Erden
Bloß ein Tanz mit dem Mummenschanz
Aber kein Zauber steht mir Spalier
Hat mich gezeichnet im Gesicht hier
Das Alter nimmt sich seinen Teil und doch bleibt mir diese Pubertät bis spät
Machmal wünsche ich mir ein Beil
Und wir suchen ein neues Heim
Aber ich weis nicht was ich hier suche
An mir klebt der Zweifel wie Leim
Vielleicht will ich einfach auch nur bei dir sein, egal wo
So wie der kleine Hund
Der leidend in der Ecke sitzt
Und ängstlich in die Zukunft schwitzt.

Keine Kunst

Momentaufnahme
Gedankenspiel
Bayrischzell ich komme!
Und gebe darauf bloß blasse Erinnerung
Da ist nicht viel
Schnee in Sicht
Frühling verwischt
Was suche ich hier?
Mehr und mehr im Solingen Revier
Ein bergisches Idyll
Weis ich das ich das will?
Ich werde so
Oh Gott was wird aus mir?
Schon wieder getrieben
Von deinen Trieben
Bin selbst bei dir geblieben
Wir schwimmen im Werden gemeinsam
Doch meine Seele ist einsam
Was soll aus uns werden?
Wir sind uns?!
Kein Zeitgeist war so wie jetzt
Heute ist Literatur nur Show
Kein bißchen Kunst
Leben auch
Es ist eine traurige, hektische Zeit
Ich hoffe, dass es in Bayrischzell schneit.

Die eigene Wahrheit

Ihr sprecht zu mir in eurer eigenen Sprache
Ihr versteht nur Bahnhof
Wir reden aneinander vorbei
Und ich verzeih
Was haben wir?
Was habt ihr gelernt?
Nicht wirklich was
Aber überall sind wir umgeben
Vom eigenen Leben
In eigenen Welten
Und alle wollen was gelten
Frau S. ist auch nur ein kleiner Punkt in der Ich-Masse
Was ich schätze ist das Gespräch darüber
Doch irgendwie hab ich es auch über
ist es auch das was ich hasse
Seminare, Seminare
Gedanken sind wie Ware
Doch wir kommen nicht gemeinsam ins Klare
Jeder lebt, redet, versteht nur seine eigene Wahrheit
Mißverstehen vorprogrammiert!
Doch habt ihr’s kapiert?
Aber wie zerbricht man den Beton in den Köpfen?
Während man im Herzen friert
Ist es nicht bizarr?
Ich sehe kein Verstehen
Es wird immer so weiter gehen
Ihr werdet es sehen
Aber ich glaube ihr seit blind
Keine Rettung, kein Zorro in Sicht
Keine Einsicht nicht entwickelt Gewicht
Alle reden nur darüber
Und dabei einwandfrei wieder aneinander vorbei
Bin ich bedrückt?
Vielleicht
Werde ich verrückt?
Irgendwann bestimmt
Die Menschen sind zu verschieden
Sie können sich nicht wirklich lieben
Außer sie wollen es glauben
Aber ich rede ja mit Tauben
Bla, bla

Glückspilz

Schnee auf den Bergen
4 Tage Bayernland
Wie einst, als du mir noch unerkannt
Ein Stau ins Freizeitparadies finden
Mit seelisch fremden Freunden sich verbinden
Um neues zu schaffen
Verbundenheit zu pflanzen
Und Liebe zu finden
Bayrischzell, du schönes, schönes Idyll
Auch nach 7 Jahren weiß ich noch immer nicht wirklich was ich hier will
Es muß mehr doch sein
Denn immer schmerzt mein Knie
Das Zeichen hab ich sonst nie
Mit dir mein Glück noch näher kommt ein Stück
Vielleicht kann ich es teilen
Wenn andrer hier auch verweilen
Oh Katja, dein Leben ist dir Gesicht
Doch kann nur die eigne Einsicht dir Farbe geben
Suche nach der Erfüllung im Leben!
Doch wer bin ich, dass ich hier sitze Gericht
Bloß ein Glückspilz im schneeweißen Licht.

Traumbild

Viel frische Luft
Träume wie Schäume ziehen vorbei wie Lebensduft
Füllen die Räume im Kopf mit heißer Luft
Was ist Erleben?
Was kann man vergeben?
Und was wird uns ereilen?
Wenn wir länger verweilen
Ob wir es träumen?
Ich möchte es mit dir teilen
Aber was?

Nach der Pfeife tanzen

1
Warum ist das so?
Wenn man sich freut auf was
Geht es oft daneben
Weil die anderen Beteiligten gar nichts darum geben
Wieso denkt man stets den Anderen sei genau das Gleiche wichtig
Wenn man doch aus Erfahrung weiß es ist für sie bloß nichtig.
2
Immer wieder hüpft der Ärger in mir auf und nieder
Schluck ich runter was ein harsches Wort geworden wäre immer wieder
Denn ich ändere nicht, wem ich noch was Richtig ist erkläre
Auch wenn dies vielleicht mal nötig wäre.
3
Umgeben bin ich, scheint mir von falschen Freunden sehr
Scheinheiligen Feindinnen und vielem Gesindel mehr
Warum bloß, warum bloß ist das im Leben so verquer?
4
Auch ist keine Lösung, selbst so zu sein
Ich bin schon oft genug selbst Schwein
Wenigstens irgendwo klammere ich mich an den Rest von Heiligenschein.
5
Oh je, die Pilze klettern hoch mein Bein
Auch Winterurlaub kann nicht mehr viel Entlastung sein
Doch schlimmer ist, der triste Mist den man zu hause in sich frißt
Und immer dabei im Ohr der dumpfe Ton
Doch nach diesem holen Pfeifenklang tanze ich schon
mein Leben lang
Und euch bleibt der Hohn.

Amok

Sein Vater war nicht lebendig
Er wollte fliegen
Er wollte Berge bewegen
Und was er tat war böse
Doch niemand konnte es erklären
Amoklauf
Albert Malberg lebte in Neuring
Und er starb dort in einem fort
Die Brücke hieß „Freiheit“
Die Tote hatte Vaters Erinnerung und Mutters Lächeln
Und sie war sein letzter Ort.

Im Garten der Zeit

Befreit
Ernüchtert
Geschüttelt
Gerührt
Verteidigt
Musik am Abend
TV wie Magie
Gleichsinn wie nie
Sag, ist es Gewinn?
Ist es unser Gewinn?
Schwindel, sag ich
Alles Betrug
Worauf warten?
Oder mit rennen?
Weiter, weiter
Bevor ich beginne zu flennen
Ganz übel, mir wird ganz übel
Doch ich kann auch nur weiter warten
Im Garten der Zeit
Bis was geschieht, das uns befreit.

Wo ist der Freund?

Niemand
hört mir zu
Also hör ich mich sprechen
Mein Stift ist meine Liebe in Zunge und Geist
Wer lauscht meinen Trieben?
Wer ist mein Ohr?
Alle sind fort
Liegt es an mir?
Ich verspüre
Ich bin manchmal
und mehr ein seltsamer Kauz
Mein einziger Freund ist hier Papier
Ich steh zu dir
Und du zu mir.

Wenn Vertrauen nicht mehr

Wenn Vertrauen nicht mehr ist
Ein neben einander her, ist Mist!
Ich will
So sein wie ich bin
Auch mal Widerling
Und nachher dafür von dir kein Verständnis erfahren
Ist schon mal O.K.
Doch andauernd tut es weh!
Und wenn alle so sind
Ist deine Kritik nur heißer Wind
Der wie mir scheint durch verletzten eigen Stolz nur Fahrt gewinnt.
Also fühle ich mich wie
Wenn die Seele im Regen steht
Wenn ein Gefühl aus dem Leben geht
Ich will es nicht ertragen
Und muß es dir sagen
Du siehst mich nicht wie früher an
Bin ich nicht mehr dein geliebter Mann?
Mehr und mehr vergeht
Und ich schrei bevor es zu spät
Zu vertraut ist mir die Art der Braut
Aber Traurigkeit ist mir erlaubt
Ich hoffe auf ein echtes Verzeihen
Und fühle doch in meinem Herzen ein tiefes Loch
Und leichtfertig laß ich es gähnen
Und sich nach anderen Schätzen sehnen
Obwohl ich innerlich genau weiß
Nur du bist mein großer Preis
Und ich beginne zu verstehen
Wenn ich dich verliere
Wird mit dir mein Glück für immer untergehen.

Luftgewinn

Erinnerung um die ich ringe
Es wirbelt in meinem Bauch
Im Kopf spukt es auch
Ist es ein schöner Traum oder bloß Rauch?
Feinde hinter jedem Strauch
Soviel Veränderung
Soviel Verlust
Ich drehe mich Tag für Tag im Frust
Spielball von Zufall
Was wäre der Befreiungsschlag?
Ein Schritt vor, ein Schritt zurück?
Von jedem ein Stück?
So was passiert nur mir
Schon immer ein Leben voller Schleifen
Bunt und zackig
Viel Luft in den Backen
Und Dampf auf den Hacken
Doch wo ich auch bin
Null Raumgewinn.

Wanne

In Wasser weicht deine Seele
Getrennt von mir
Wir spielen trenn dich hier
Wir schwimmen durch den Bauch
Und spüren es manchmal auch
Ist es mein Stil?
Ist es das was ich will?
Veränderung!
Flucht vor der Verantwortung
Kein Kind!
Und wir sitzen hier blind
Im nasskalten Wind
Wann wird die Sonne scheinen?
Nicht nur für die Großen
Sondern auch für die Kleinen
Nie

Im Fleisch

Angst
Zorn
Und in mir wächst ein Horn
So sinnlos
So nutzlos
Was wird?
Was reitet mich?
Alles bleibt so widerlich
Wo spielt mir die Musik?
In was bin ich wirklich verliebt?
Was immer in mir siegt
Ich bin darin verstrickt
Angst
Zorn
In meinem Fleisch sitzt dieser Dorn
Tief.

Anfang

Anbeginn
Nähe mit den Tieren
Was haben wir zu verlieren?
Ich leide und du badest
Ich kehre in mich und du liest Zeitschriften
Ich zittere und du siehst fern
Aber nur mein verletzter Stolz tötet mein Herz
Deines scheint mir wie Holz
Ein bitterer Scherz
Ich weiß, der Anfang liegt bei mir
Ich will mich frei schreiben
Wenn du mich nicht frei küsst
Doch ich werde es nie gestehen
Lieber will ich für dich durchs Seelenfeuer gehen
Und irgendwann fing dieser Irrsinn an.

Frei sein wollen

1
Eine Woche Kampf
Mit Freunden weinen
Um schönes Scheinen
Aber ist es mir die Wahrheit?
Spiel ich mir Komödie?
Mit Dampf und Krampf
Ein ungemeines Verbiegen
Sich winden im Eier kriegen
Ostern im Regen
Werde ich auch noch überleben.

2
Wer weiß schon um das Richtige im Leben?
Wir werden noch lange kämpfen um das Nichtige
Und ich muß akzeptieren
Das auch du hast ganz, ganz viel zu verlieren
Aber anders
Und das wir zusammen nur wieder gewinnen
Um was wir gemeinsam ringen.
Auch wenn alles so schwer
Und vor uns liegt ein Problememeer.
3
Ich weiß nicht mehr
was im Bauch mir noch brummt
Aber ich weiß die Zukunft immer besser und bunt 
Als sie bisher Grau zu werden drohte
Und bleibe mir treu!
Auch wenn mich die Freiheit lockt
Wobei Angst und Feigheit in mir bockt
Denn all das ist nicht wirklich neu
Wir sind bloß noch so sehr geschockt.

Wie immer bisher

Auch wenn die Esche
Schlaff vertrocknet
Im Frühling trägt sie ein neues Kleid
So wird auch die Zeit unsere Sorgen lösen
Wie immer bisher, auch wenn wir nur dösen
Der Druck ist nur da, wenn wir uns nicht bewusst von ihm lösen.

Scheinheilig

Eine Phase voller Ungewissheit
Feinde überall?
Und ich verspüre die Gefahr
Den stetigen Verfall
Unser Leben stürzt in ein tiefes Loch
Und ich weiß nicht, wie ich den Fall bremsen soll
Verlassen sind wir von allen Freunden
Die keine waren?
Jeder ist sich eben doch selbst am nächsten
Und will lieber selber teuer in Urlaub fahren
Wer wagt den Befreiungsschlag?
Ich?!
Ich schwanke nun beinah jeden Tag
Ganz allein ist die Seele, mit der ich mich schon mehr als 30 Jahre quälen mag
Meine eigene Schuld!
Denn alles nehme ich zu Herzen
Und verspiele das Vertrauen in deine Liebe
Ohne die so wichtige Geduld
Ich muß auf meine alten Kräfte bauen
Allein stark sein
und nach vorne schauen
Die Seele befreien
Das Gemüt für neue Dinge öffnen
Den faulen Körper wecken
Ich weiß, mein Wille ist entscheidend um noch ein bißchen Zukunft zu entdecken.

Welcome

1
Im Garten der Vergangenheit
Am Wasser des Trübsinns
Bei den geplatzen Träumen
Unter den Trauerbäumen
Freunde sein ist schwer
Und bei meinem Sturrsinn noch viel mehr.
2
Ich laufe schon mal gerne blind durch den eisig kalten Wind
Und wundere mich, dass ich hier
Nur Ablehnung noch find
Wir kennen einander nicht
Und was uns fremd scheint nie im positiven Licht.
3
Lieber Harald, so schnell dein Bild verschwimmt
Wenn du gereizt um deine Ehre spinnst
Gewalt und Wut sind schlechte Partner Freund
Und schwer fällt jeder Rückweg,
wenn man die Selbsteinsicht versäumt
Ich weiß du leidest auch in Wirklichkeit, fühlst dich auf deine Art verraten
Doch wenn hier noch was Zukunft auf dich warten soll
Dann halt jetzt inne und hintergründe deinen falschen Groll.
4
Ich kenne all dein Leiden gut und nichts kann ewig dich in Raserei verhalten
Wenn du erwachst und stehst allein
Dann wird dein ganzes Fühlen nur Bedauern sein
Doch niemand ist mehr da um zu verzeihen.

Sommervisionen

Scheinbar ziehen die Wolken über heiße Sommerspuren
Scheinbar ticken in diesem siebten Jahr ganz anders unsre Uhren
Aber was wäre ich ohne dich
Ich wäre ganz verloren auf dieser Welt
Auch wenn mein Geist Visionen hat
Von Neubeginn und neuem Lebenspfad
Auch wenn ich taumle in das freie Sein, ohne Netz und Boden
Deine Nähe hält zärtlich fest meine wilden Hoden
Deine Kraft umarmt mein Schicksal wie ein sanfter Engel
Dein glühendes Verlangen zieht mich heraus aus jedem sumpfen Boden.
Und so träume ich im trüben Licht des frühen Sommers
Und ein Gedanke formt mir mit süßer Zungenschlange
für dich aus Liebe ein Gedicht
So echt wie schlicht
In dem ich mein Gefühl für dich einfange und für immer deinem Herzen bringe dieses Licht.

Was?!

Schweiß auf dem Bauch
Furz im Arsch
Muffe sowieso auch
Ich weiß das ihr alle es besser wisst
Ich weiß nachher wart ihr klüger und kräht auf dem Mist
Denn schließlich bin ich es jetzt auch schon
Ganz ehrlich in mir drin
Aber ich kann nicht zurück
Ich muß es tun!
Ich glaube einfach an mein Glück
Nur noch 2 ½ Monate
Nur noch!!!
Alles läuft schief
Wohnung, Vertrag, Gefühle
Wer gottverdammt hat uns dazu gezwungen?
Niemand!
Wir sind allein
Schließlich werde ich allein sein
Mit der Welt
Und mit meinem Gewissen
Darauf geschissen.

Adams Pfingstgesänge

Laufe übers Feld
Singe von der Welt
Vom Wesen der Menschen
Vom Glauben und Sein
Von Wahrheit und Schein
Man müsste Mäuschen sein
Finstere Feiertage
2001 ein Jahr voll Neuheiten
Ein Jahr voll neuer Freiheiten
Soviel was uns bewegt
Und nichts was ich erschaffe
Bin doch nicht mehr als mein Vater der Affe
Tatenlos, nutzlos sitz ich herum
Bring mich für den Sinn meines Lebens nicht mehr um
Doch ein nutzloser Mensch ist friedlich und gut
Er hat keine Kraft und auch keinen Mut
Doch will er auch anderen seinen Willen nicht zwingen
Er will niemanden unter seine Herrschaft bringen
Er ist nicht wie die, die um den Sinn ihres Lebens ringen
und dafür andere um das ihrige bringen
Wahre Güte ist tatenlos
Wahre Kraft ruht im Schoß
Wahrer Friede braucht keinen Mut
Nur ein solcher Mensch ist gut.

Pfingstrose

Wer blickt mir dort im Spiegel entgegen?
Ein Anderer
Ein Fremder
Und doch, zuviel weiß ich über diesen dort
Zuwenig ist mir bekannt über seine schwarze Seele
Was treibt ihn an?
Was treibt ihn fort?
Wie wurde aus dem Kind so schnell ein Mann?
Was geschah in all dieser Zeit?
Ein Leben liegt zurück das schreit!
Soviel hat sich verändert
Soviel ist noch das Kind in meinem Kopf
Von Fronten umgeben
Von Wahnsinn umringt
Von Menschen die anders leben, als sie in Wahrheit sind
Zu schwer wiegt die Erkenntnis
Mein Herz wird ganz gesprengt
Es ist mir das Behältnis
An dem mein Wille zum Weitermachen hängt
Doch bin ich scheinbar mir so sehr bewußt
So kenn ich doch den Hippi dort im Spiegel kaum
Weiß ich auch arrogant die anderen einzukarten
Möchte ich mir darum manchmal schon die Fresse hauen
Wüßte ich nicht besser, dass es meines Vaters Wesen ist
das unbewußt mein Mundwerk lenkt
das immer wieder etwas rasch daher sagt, vor dem es denkt
So schau die Rose vor dem Teich
Sie hängt schwer im Leben, der Mimose gleich
So bin ich eben und das ist auch alles was ich sicher über mich weiß.

Durchs Aggertal

1
Gelobtes Land
Rheinische Berge
Kaum gekannt
Schöne Idylle am Großstadtrand
Fast schöne Heimat
Was beinah zu nah und doch nicht geworden ist klar
Scheint jetzt so wunderbar
Und ist uns verloren
Doch bereue ich im voraus?
Ich hab mir ein NEIN drauf geschworen.
2
Der Pfad durch die Gräser
Wird mir zum Greuel
Die Augen rot
Die Nase ein Sturzbach
Der Weg ein Geheul
Oh Sommer
Du bist mir ein schlechter Freund
Aber du mein Schatz lebst auf
Nachdem deine Tage so voller Qual
Dir gönne ich jeden Sonnenstrahl.
3
Und wir genießen die Zeit
Trotz Ungewißheit
Trotz dunkler Zukunft
Und verworrener Pläne
Ich weiß das wir unser Glück werden finden
Ich glaube an die Schicksalsfäden die uns aneinander binden
Wie diesen Tag jede weitere Träne.

Abschiedsmal

War es eine Freundschaft mit Frau M?
Und sitzen und Vertrauen zurückgewinnen
Filme die Gedanken machen
Schwarze-weiße Vergangenheit
Betroffener Schmerz in der Seelenleere
Sein in unserer Plastikwelt
Älter werden im Frieden der Bedeutungslosigkeit
Risiko das in meinem Magen wirbelt
Aber noch weniger zu ertragen wären die ewig gleichen
Träume die kippen
Wohin?
An der Altersschwelle in die „Was tue ich hier?“ – Schlucht
Von alterndem Gerät umgeben
Komme nicht mehr mit!
Verstehe die Jungen nicht mehr
Gehöre nicht mehr zu ihnen
Bin nur ein unbedeutender
Neohippie
Aber stolz drauf
Nicht aus Zeitgeist sondern aus Überzeugung
Ich spüre die Distanz
Sie ist nicht mehr zu überwinden
Aber nur wenige Minuten am Abend zeigen die Absurdität
der Gewöhnung
Ich glaube wir beide sehen es.

Neues

Kalenderschlendrian
Alleine mit Gedanken an die wage Zukunft
Ich spüre deine und meine Angst sich um unsre Schenkel ranken
Und doch streben wir voran durch den Nebel
Obwohl der Drang zur Umkehr beinah Bäume entwurzelt
Mein letzter Tag naht
und ich spüre das Unverständnis der Freunde
Warum? Steht ihnen auf der Stirn
Wie dumm kann man sein, alles aufzugeben?
Tja so dumm
Aber sind es wahre Freunde?
Ich weiß es nicht mehr
Meine Urteilskraft ist vernichtet durch die letzten Wochen
Ich, wir !!!
müssen gehen
Denn nur aus dem neuen kann Neues
und vielleicht auch diesmal wieder Gutes entstehen
Denn gute Zeiten bleiben zurück
Aber Hoffnung auf dein Paradies nimmst du mit
Meines bist du.

Abschiedsfest

Wenig Geist
Und ihr verreist
In den finsteren Osten
Sitze neben dir im Auto und empfinde keinen Glauben
An ein wahres Gefühl
Gibt es das überhaupt?
Oder ist nur jeder sich vertraut?
Ein wunderbares Abschiedsfest
Im Regen zusammengerückt
Und ich fühlte mich mit Lob geschmückt
Wahre Freundschaft ist leise
Und wird sich in der Ferne beweisen
Nächstes Jahr im Schwarzwald sehen wir uns wieder
Oder nie wieder
Die Reihe der Verluste ist lang
Das Leben ist ein ewiger Zwang
Wer, zum Teufel bestimmt diesen Wahn?

Der Stamm

Die Flut der Gesänge
Im Sein Ein Seelengedränge
Im Fieber auf neue Zeiten
Denen wir schlingernd entgegen gleiten
Auf wackeligen Brücken
Ein Klammern und ein Aneinanderdrücken
Am Horizont die dunkle Zweifelfront
Und ich bald allein im reizvollen Schein
Muss mich neu erfinden
Und viel Gewohnheit überwinden
Mit Elan zu neuen Zielen
Leide doch an alten Schwielen
Der Chor der Gesänge
Die scheinheilige Freude
Unsere Luftschlossgebäude
In finanzieller Enge
Doch unser Stamm ist die Liebe
Immer Ursprung der stärksten Triebe
Unser letzter nicht angesägter Ast
Er trägt auch im Sturm dieser Tage
All unsere gemeinsame und einsame Last.

Wohlsein

In Dunkelheit leben
Gegen den Zeitgeist reden
Kampf gegen den Krampf
In heißen Sommernächten
Den inneren Totentanz
Was uns bewegt
Die kleinen Dinge
Und was uns zerrinnt
Die scharfe Klinge
Die in uns schwingt
Beisammensein
Getrennt durch innere Welten
In Helligkeit blenden
Mit dem Zeitgeist schwimmen
Krampf im Magen
Auch in kühlen Sommertagen.

Rote Wand

1
Tischbein
Schönes Wohngefühl
Goldener Spiegel
Ich unerkanntes Wesen darin
Gartenzauber
Ich will hier nicht weg!
Wo ist meine Laune versteckt
Internetkabel in die „Cyber Welt“
Schöne Flucht
Wird zur Sucht
Hitze im Land
Denke von so vielen Dingen
( Wäre gern davon gerannt
Von denen ich nicht weiß ob sie mir gelingen
Wo ist der glückliche Plan?
Wo das Rezept, das mich sicher durch die nächsten Monde schleppt?
2
Zu langes Haar
Im Dampf der Hitze
unertragbar
Und da bist du!
Flecken im Gesicht
Und ihr Viecher tobt über meine Faulheit Gericht
Mein Ziel der Ziegenbart
Wo sind die Freunde in der Heimat?
Die Träume sie reiten auf dem Hexenbesen davon
Nein, er steht noch in der Ecke, hinter dem eisernen Herzen und dem Engel in der Traubenhecke.

Vater im Land

Geschichten im Kopf
Ich sollte all die Dinge tun, die in mir ruhen
Aber wer ist so stark?
Ich bewundere immer wieder diese starken Menschen
Was habe ich der Welt schon zu sagen?
Nichts habe ich erlebt
Kein Tod, kein Krieg, kein Abenteuer
Das Leben tobt um mich herum
Ich sitze auf der Insel der Glückseeligen
Unkritisch
Unpolitisch
Nicht wirklich betroffen
Sicher nicht ohne Mut
Aber auch mit viel Angst in der Seele
Für ein Wunder kaum offen
Ich erkenne in mir den doch so unbekannten Vater
Dessen Geschichte ich wissen möchte
Und ob ich doch nicht die Fragen stellen kann
Bis es vielleicht zu spät
Aber die Wahrheit wird sein:
Ich fürchte mich vor der Wahrheit
Mehr noch, ich fürchte mich davor, dass er die Wahrheit verschweigt
Oder das er sich nur der Lüge getraut
Denn in ihm ist die gleiche dunkle Seite, die auch mir vertraut
Aber, andererseits weiß ich dass er gerne seinen Idealen entsprechen würde.
Vielleicht mach das Alter ihn mutig und weise
Ich hoffe darauf.

Hängende Esche

Hier im Schatten liegen die Matten
Drei liebende Tiere
Die meinem Leben den Sinn gestatten
Auch wenn sie nur da sind
In der Hitze ganz starr sind
Zu oft vergessen die Menschen ihre Herkunft
Und ihr Vertrautsein mit der Natur
Ohne diesen Schatz, wäre das Leben kein Leben
Sondern ein bloßes Dasein nur.

Brasil

Tabakgeschmack im Mund
Blonde Lehrerin
Unglaublich nett
Zwischen Konzentration
Und steter Verlockung
Hitzige Stadt
An der Dreisam entlang
Freiburger Freiheitsklang
Was hab ich mir aufgeladen?
Überall gleiche Sorgen
Doch nicht schlecht in Solingen
Aber viel bessere Menschen
Kölsch zum Glück spült meine Gedanken zurück
Im Käfig
Pulsierende Stadt
Hier leben die Menschen
Hier will ich leben
Hier hab ich das alte Leben satt.

Am Bächle

Ein gutes Gefühl
Während der Wind auf meinem Sattel singt
Oh weh mein Ärschle!
So viel Sommergefühl
Und es geht mir von der Hand
Ein Wahnsinns Lebensgefühl
Umgeben von Schönheit
Wasser und Bergen
Nackte Weiberhaxen
Wippende Busen
Einfach alles zum Schmusen
Doch Vorsicht!
Hohe Konzentration
Ein Jahr das oh weh vorbei wird rasen
Und danach sitz ich da und muss Trübsal blassen
Aber was macht es Sinn
Jetzt schon zu fürchten
Ich werde doch nicht mir zu früh
Auf die süße Hoffnung verzichten.

Flussland

1
Ich laufe und denke
Ich denke und laufe
In meinen Gedanken ich noch ersaufe
Kunst in der vergangen Nacht
Ein Akrobat der in die staunende Menge lacht
NACHTWERK
PAN OPTIKUM
Schweiß in der Sonne
Zauber der Feuer.
2
Ein Wochenende der Wonne mit dir
War mir schön und teuer
Viel Eis und viel Träumen
Viel Frust und ein Plattfuß unter schattigen Bäumen
Und schon braust du wieder davon
Zurück zu unseren Süßen
An die wir immerfort gedacht
Und ich bleib zurück im Alltag voller Sorgen.
3
Alles nur Worte die der Akrobat verlacht
Doch auch dein Morgen ist wieder ein neuer Kampf für unsere glückliche Zukunft ohne Sorgen
Alles bleibt im Fluss
Und ich sehne mich nach dir unentwegt
Auch wenn du erst zwei Stunden fort
Jede Sekunde ist an meiner Seele Mord.

20 Tage

Nette Kollegen
Viel mehr Breite als in Solingen eben
Doch auch hier wird nur mit Wasser gekocht
Die mir Experten schienen sind auch nur Menschen
Aber jetzt ist eine gefährliche Zeit
Gutes Herz sei bereit!
Schreit meine wachsame Seele
Lass dich nicht kränken und wie im Bergischen das Vertrauen ertränken
Sie durchleuchten dich und stecken dich in ihr Urteil
Du musst um die Akzeptanz ringen
Die Guten auf deine Seite bringen und die Schlechten…
Vielleicht gibt es sie hier nicht?
Aber ich glaub ich bin mal wieder zu naiv
Doch die Hoffnung ist schön
Bisher ging es noch nicht schief
Nicht in 20 Tagen
Und mir selbst bleib ich treu
So geht es
Teu , teu , teu!

Im Zimmer

Plötzlicher Regen
Auf der Jagd nach dem neuen Zuhause
Wirbel im Kopf
Stress in jeder Pause
Wie geht es weiter?
Wie kann ich gefallen?
Was verbirgt sich hinter euren lächelnden Gesichtern?
Wird mir der Spagat gelingen
Alle Erwartungen zu erfüllen
Haslach ein guter Bibliothekar zu sein
Uns ein neues Heim zu finden
Mir selbst alle Träume zu erfüllen
Und alles besser zu machen als zuvor
Tausend Dinge zu bedenken
Welch Mut
Ich ersticke fast daran in diesem kleinen Zimmer.

Arme Sau

Mein kleines Reich
Wird mir Zuhause
Und doch sitz ich hier voll Sehnsucht nach Hürth (dir)
Freiburg, ich ergründe auch deine Hässlichkeit
Oh schlichtes, schönes Rheinland
Oh, gelobtes bergisches Land
Oh, wundervolle Eifel
Ihr Alle seit Nahrung meines Zweifel
So fremd ist mir die Fremde
Und doch bin ich stets objektiv
Und denke im Stillen nur negativ
Schließlich war alles alleine mein Wille
Der nun nicht mehr weichen will, wo ich ihn so energisch rief
Entwurzelt fühl ich mich
Im Sturm des Neuen um mich rum
Kann ich nicht einfach mich in deinem Schoß verbergen
Nein, alleine muss ich stehen, stark und trotz aller Leiden stumm
Ich kann mich selbst nicht mehr verstehen
Und glaube heute, damals war meine Entscheidung dumm
Aber ich weiß in mir genau, der wer so denkt in mir, ist bloß die arme momentane  Sau.

Letzter Zug

Übelkeit
Vor der eigenen Inkonsequenz
Vor den eigenen Gelüsten
Angst
Vor der unsicheren Zukunft
Vor der Wucht der Realität
Die mich mitreißt
Hier in meiner Zelle
Ein Treiben wie ein Ping-Pong-Ball
Wie von der Kraft des Urknall
Fort ins Nichts!
Verzweiflung über die Zukunft
Sturz ins Bodenlose
Feigheit vor dem Tod
Andere kennen das nicht
Sie sterben wie die Fliegen im Scheinwerferlicht.

Badenland

Da ist er immer wieder, der Hoffnungsschimmer
Doch jetzt wird auch das Wetter schlechter
Ist es nicht wie immer?
Und die Zeit treibt unerbittlich voran
Und nagelt uns an die Wand
Wenn wir nur wüssten was wir wollen
Welches Heim uns ruft
Dann wäre mancher Schreck gebannt
Vorerst wirken wir verschollen
Wenn die Zukunft
Traumbilder in unsre Köpfe malt
In denen alle Schulden längst bezahlt
Ha, ha!
Wenigstens hast du den Tagessieg errungen
Und auch ich gewinne Land
Vielleicht ist doch bald was gelungen
In diesem fremden Badenland.

Bettler

So schrecken uns die jungen Bettler
Ist nur jetzt unser Auge offen dafür und hier?
So blind wir waren im Kölner Revier
Ist es die heiße Stadt
Ist es der soziale Draht, der das Gesindel zieht?
Ein Dorn im Auge
Es stört uns ungemein in unsrer jungen Liebe zu dieser Stadt
Ich kann es mir kaum glauben
Bin ich denn wirklich schon so spießig gar geworden?
Bin ich denn wirklich schon so satt
Will ich das Elend und den alternativen Lebensweg nicht sehen, den sie gehen?
So ist es wohl verdorben mit meinem gar so hoch geschätzten menschlichen Souverän
Aber an einem anderen Tag werd ich den Euro doch wohl haben
Denn eigentlich ist er nicht so groß, zwischen uns der Graben
Es fehlt bloß ein bisschen Arbeitslos.

Attac

Was geschah?
Was viele vorher kommen sahen
Es war uns fast nicht zu ersparen
Denn die Enge in den Köpfen
Sie herrschte auch bei uns
Wie unter den Turbanen
Wenig bedeutet ein Mensch dem Anderen
Und doch ist es die Katastrophe, die uns näher bringt
Es bleibt wie ein schlechter Film
Ist unsere idyllische Zukunft dahin?
Wie kann man nun noch glücklich sein?
Jeder eigene Frust erscheint dagegen harmlos und klein
Wie geht es weiter?
Kann dies das Ende sein?
Zumindest sein Anfang
Wofür also planen?
Deja vu

Da sind sie wieder die Menschen, die nur mit sich selber leben
Ich habe sie im Bergischen nicht zurückgelassen
Ist das zu fassen?!
Aber zum Glück bin ich heute nicht so ein Grünschnabel
Und taumle nicht mehr so schnell in den Gassen
Aber es ist schon sehr merkwürdig, wie ähnlich sich die Typen sind
Und ich bin ein gebranntes Kind
Doch diesmal werde ich stark sein
Und versuchen nicht zu hassen.

Breisach

Synonym für Träume
Die luken über Bretterzäune
Wie vernagelt scheint die Hoffnung
Die Wirklichkeit stinkt wie ein Opossum
Und im Regen will ich alle Angst ablegen
Den Sonntag dich nur beständig an der Schnur
Und zugleich ein Lauf durch das Museum Augustinum
und den Schlossberg hoch empor
Die schöne Stadt mit andren Augen sehen
Die Wirklichkeit zurück mir drehen
Und aufs neue unsren Wunsch verstehen
Noch immer wollen wir runtergehen!
Auch wenn wir dabei untergehen
Doch dann im Rhein
So muss es sein.

Die Kammer

Septemberfieber 2001
Wendepunkte
Tausend Pfade führen in den Abgrund
Tote Jugend
Zerbombte Zukunft
Was wird sein?
Wofür ein Häuschen bauen?
Meine grüne Seele schmerzt
Raus aus der Regierung!
Bruder meine Augen sind offen
Und doch schmerzt es mich und macht mich ewig betroffen
Denn meine Familie war mir was wert
Liebe verkehrt
So unausgesprochen war der falsche Zusammenhalt
Nur ein Schatten der Wahrheit halt
Ich musste es tun…
Für mein Leben, mit meiner wahren Liebe eben
Um nicht ewig in der Kammer zu sitzen und wichtige Tage wie diese in die Wand zu ritzen.

Sterbender Sommer

1
Dunkle Kraft
Sterbender Sommer
Der in mir schlaflose Gedanken schafft
Durch goldenes Laub
Wandern unsere Hoffnungen
Zu fallen im Winter in Staub
Ein Spiel der Balance
Wer wagt gewinnt!
Und ich treibe durch die Wucht der Arbeit wie ein welkes Blatt im Wind
Wissen wir wer wir sind?
In Zeiten die mit uns Schlitten reiten
Und Angst und Schrecken sehr verbreiten
Und ich such um meine Spur in der Freiburger Kultur
Wo andere, ältere Menschen ein Leitbild mir scheinen
Und wie neue Sonnen den Horizont vereinen
Bedrängt mich doch die Angst vorm Scheitern
Durch die Gemeinen
Und mein eignes Schlendern.
2
Hier in meiner Dichterstube wirke ich als böser Bube
Lass mich treiben meinen Schwächen zu
Finde nicht zur dichterischen Ruh
Denn mein Büchertempel ist ein reines Geschäft
Einzig Umsatz macht ihn politisch recht
So ist Kultur banal ein Tropfen bloß in den Anal
So doch wie eine Wundertüte
Gefüllt durch wunderbare Menschen
Die um den Schein des ganz Besonderen kämpfen
Mit ihnen will ich tun um auch an dieser Front in diesen Tagen, den Sieg für lange Zeit davon zu tragen.

Das Haus

Mitten durch den Bauch, geht das Leben auch
Durch meinen dicken Hals nur, zieht es seine Spur
Und wieder ist das Leben von Regen nur umgeben
Ein Samstag im Oktober, serviert ein Sonnenober
Es scheint mir wie ein Galgenstrick, um meinen Hals sich schlingt ganz dick
Woher nehme ich die Kraft?
Woraus drück ich den letzten Saft?
Der uns Erlösung schafft
Ich weiß dein Sein ist nicht viel leichter
Auch du wirst sterben jede Nacht
Ich kenne mich und meine Illusionen
Noch nie hab ich mich ganz, davon los gemacht
Ich mache Fehler über Fehler
Mein Leben ist ein Mumienmeer
Wer meine Pyramide plündert, der wird zerstören alle Mär
Und was uns bleibt ist durch die Weite die uns von einander hält nur halbe Kraft
Treibt mich in wüste Träume und weiß ich was es in dir schafft?
Beisammen würden wir uns raufen uns gegenseitig fast ersaufen
Aber die Wut, sie wäre ein Ventil und täte uns so gut in diesem Spiel
Wir hätten ein gemeinsam Ziel
Alles aufgeben in letzter Sekunde
Ja, der Gedanke macht in mir die Runde, ich gebe es unumwunden zu
Aber was dann?
Schon oft hab ich im leben so gekniffen und später mich vor Selbstmitleid beschissen
Einmal muss doch der große Wurf gelingen
Einmal muss doch das Leben auch mal ein wenig Glück in unsere Ecke bringen
Nein, kein Veto hier, ich vergesse nicht unser gemeinsam Glück
Doch ist das Haus hiervon nicht einfach nur ein weiteres Puzzelstück?
Ich will es glauben, alles andere würde jetzt nur, den Verstand mir vollends rauben.

Wims Tod

1
Und ich fahre durch den Wind
Weiß nicht, wo meine Gedanken sind
An der Dreisam bin ich, mit den Gedanken einsam und verwirrt wie ein kleines Kind
Mein Onkel weit entfernt und doch hab ich gelernt, dass wir alle Kinder dieser Erde sind
Am Ufer sehe ich den Sensenmann dort hoch zu Ross
Er lacht mir schaurig ins Gesicht
Die Uhr läuft ab, schreibt er mit dürrem Finger in das trübe Tageslicht.
2
Lieber Wim, ganz kurz war meine Seele dir verbunden,
sogar den Weg in eine Kirche habe ich gefunden,
denn eines ist am Glauben wahr, die Ewigkeit ist wunderbar solang dein Bild in uns Erinnerung
So klein sind unsre Sorgen gegen dein so finstres Morgen
So kurz erscheint uns nun der irdische Tanz um irgendeinen Siegerkranz
Ich hoffe dir blieb nicht verborgen all deiner Lieben Liebe, all deiner Lieben Sorgen
Und deine unsterbliche Seele hält nun ewig ihr Glück vor Gefahr geborgen.
3
Und ich fahr durch den Wind
Wie ein halb verrücktes Kind
Der Druck auf mir ist kaum zu fassen
Niemals zuvor war ich so sehr im Sturm des Lebens
Die Spannung wag ich nicht anzufassen
Ich rudere und strample wie vergebens
Doch eines ist mir immer wieder klar, ich werde niemals aufgeben in diesem Leben
Niemals nicht wieder auferstehen
Denn nur mit meiner Seele kann meine Welt so gut sie ist, weiterbestehen
Und nur das zählt!
Landparty
1
Kopfschmerz
Und ein durch die Lüfte segeln
Vor dem Geruch der Lügen in den Kleidern ekeln
Welche Wahnsinnszeit hält für uns noch mehr finstere Schicksale bereit.
2
Kampf an allen Fronten
Am schlimmsten im eigenen Kopf
Ich belüge meine Mutter eiskalt
Und ich weiß sie ahnt es
Aber es bleibt mir keine Wahl
Wenn ich unseren Untergang vermeiden will
Ist es wirklich so?
3
Sie vertraut mir nicht
Also kann ich ihr die Wahrheit nicht sagen
Ich muss sie weiter schwer mit mir herum tragen
Alles zum Wohle meiner eigenen vergangenen Dummheit
Aber, werde ich mein Leben in den Griff bekommen?
Wenn ich es nicht schaffe, niemand tut es für mich
Und schon haben die Geier mich im Griff.

4
So viele offene Fragen
Die wir nicht zu fragen wagen
Träume vergehen wie Schäume
Und immer wieder steigen neue Hoffnungen empor
Wohin führt all dieser Wahnsinn?
Es schreit in mir ein verzweifelter Zweiflerchor.
5
Und schon geht es los, zur nächsten Landparty
Zum nächsten Haus wo Schulden winken
Und wer weiß denn schon ob wir ertrinken
Wir springen doch zur Zeit, in jedes dunkle Loch
Ade…

Kein Haus

Aus die Maus mit Haus
Stillstand
Warten auf den nächsten Montag im November
Erster Schnee vor dem Horizont
Ist alles so wie wir es wollten?
Oder sind die Steine in unserem Weg wie Planeten so groß?
Wer Gott verdammt sitzt da immer auf des Glückes Schoß?
Wir irgendwie nie
Ein Wirbel von Städten, die wir gerne in unsere Vita hätten
Und zugleich ist mein Berufsleben abwechslungsreich
Mehr als mir lieb
Alle machen schlapp oder flüchten in eine rosigere Zukunft
Nur ich halte durch
Trotz Fahrradsturz verkneife ich mir jeden Furz
Um den Laden am Leben zu halten
Ich bin einfach zu loyal um abzuschalten
Wer dankt es mir?

Strike back

Bomber ändern keine Gedanken
Kanonen löschen keine Gefühle
Amerika hat nicht die einzige Wahrheit
Afghanistan in Asche
Aus der Wiederstand geboren wird
Bin laden ist der Shihad
Muslime werden ihm treu bleiben
Denn es gibt immer viele Wahrheiten
Wahnsinn in jeder Form ist der Untergang
Nach dem Untergang kann kein Rückschlag mehr kommen.
Die Farbe des Geldes

Soviel wankt
See in dem ich schwimme
Trauer der Vernunft
Und du schreist gegen deine geplatzten Träume
Ich wusste es im Stillen
War Scheitern mein verborgener Wille?
Wir treiben in die Unwirklichkeit
Zum Erwachen noch Zeit
Aber sind wir dazu bereit?
Wollen wir sehen?
Oder wollen wir sehend untergehen?
Ich traue den Leuten mehr als mir selbst
Mehr als deinem Enthusiasmus
Wir naiven kleinen Träumer
Geld ist nicht leicht zu haben
Aber es schillert in allen Farben.

Aufschub

Soviel Gott
Sowenig Krieg
MUSIK!
Flucht ins Elsass
Ablenkung! Und doch ist da der Knoten nicht fort
Schulden sind MORD!
Gold ist die Zukunft
Sparsam die Kraft
Die Lüge bringt Unheil
Die Wahrheit nichts…

Sowenig Gott
Soviel Musik
KRIEG!
Flucht ins Nichts
Fall in die Falle
Alles begann mit der Ehe
Auch das Glück
Kein Verlass auf Freunde
Freunde sind keine Hilfe
Sind wir geblendet?
GOTT, gib uns die richtige Entscheidung
Gib mir die Kraft, die Wunder schafft.

Ganz cool

Alles arbeitet
Alles denkt und beunruhigt sich
Alles spannt sich an
An allen Fronten steh ich meinen Mann
Und Stürze doch in tiefen Sumpf
Aus dem ich rage, nur noch als Stumpf
War Münstertal die richtige Wahl?
Hinaus in einsam ländliches Areal?
Trostlos banal!
Doch rast da Weihnachten heran
Wie jedes Jahr mit viel Tamtam
Davor sind Prüfungen zu bestehen
Und lange können wir uns nicht sehen
Mein Herz ist schwer
Weil ich so gerne bei dir wär
Doch ich hock im Zimmer völlig leer
Mit vollem Sorgenkopf und auf der Seele Teer
Ich suche hier Gefallen auf allen Bühnen
Und gerne lasse ich mich in mir vermuteter Taten rühmen
Doch werde ich den Erwartungen gerecht?
Oder durchschauen alle, dass meine Größe gar nicht echt?
Ich bin nicht cool, auch wenn es äußerlich so scheint
Ich bin ein Clown, der nur nach der Show, die wahren Tränen weint
Welch eine Farce
Vor all dem Weltgeschehen sollte mein Schicksal sich weit entfernt von Rampenlichte verstehen.
Aber jeder weiß, das ist nicht wahr
Denn jeder kennt die eigne Patina
Wir strahlen aus was andere in uns sehen und doch ist furchtbar schwer zu schaffen, das umgekehrt der Bann gebrochen und wir schonungslos auch sehen, das alle anderen auch nur mit Wasser kochen.

Aussicht

Dunkle Dezembertage
Noch November gefärbt
Tote Legenden
Namen die sich von der Welt abwenden
Wie geht es weiter,
wenn besondere Gestalten veralten?
Wir hoffen auf ein neues Leben
Und andere gehen dem Ende entgegen
Auch ich fühle es nahen
Mit 35 fall ich in tiefen Alterswahn.

So sitz ich hier ganz ohne Plan
Ich finde nicht die Kraft die in mir „fiction“ schafft
Nur Wirrwarr herrscht in meinem Hirn und Tun
Ich lebe nur zu existieren und Fantasie beschränkt sich mir auf geile Träume
So baut man keine Himmelsbäume.

Ich bin zufrieden durch und durch,
mit meiner Bedeutungslosigkeit
Ich hab genug,
habe ich dich
Das reicht mir an Lebenssiegen
Erst wenn das Schicksal uns entzweite käme ich zurück auf die dunkle und kreative Seite.

Erst muss man sterben um das Leben zu erleben
So ist es eben
Aber lieber will ich einfach leben mit dir
Als irgendwie verzweifelt in meinem Leben einer andere Bedeutung abzugeben und wenn die auch in Aussicht wär.

Ich kollabiere

Kopfgeld
Tiefsinn
Langsam werde ich ein Freiburger
Du bist so klug
Meine schöne, kluge Frau
Wieso liebst du einen solchen Trottel?
Der sich durchs Leben mogelt
Ich falle immer wieder auf die Füße
Und trete allen möglich Leuten auf die Selben
Woher kommt die Furcht?
Andere sind anders
Ämter machen sie zu Anderen
Wie sehen sie mich?
Jeder fragt sich das
Und jeder hat eine Heidenangst vor der falschen Antwort
Ich bin einfach zu Harmoniesüchtig!
Ich will das mich alle lieben
Aber warum eigentlich?
Wahnsinn!
Filme sind wie Gedichte
Auch sie sprechen mit uns
Und wir gewinnen Einsicht
Ohne selbst erlebt zu haben
Aber ist das notwenig?
Erfahrung macht uns klug
Adrenalin fördert das schnelle Denken
Ohne das, wäre das Leben doch langweilig
Man würde nur noch dasitzen und sich ins Knie ficken.

Spielverderber

Verlogenes Spiel
Puppenspiele
Wer sind wir im Spiel
Alle wollen sein
Niemand ist Niemand
Und ich strebe zu gefallen
Einfach allen
Befrei mich davon!
Nur nicht von dir
Doch ich habe Angst davor
Auch du könntest spielen
Wie sie alle
Für irgendeine Sache
Sie sind Glücklich oder nehmen Rache
Ist das, dass verlauste Leben?
Müssen wir uns dem ergeben?
Niemals.

Kalter Kaffee

Alles in Kisten
Wohin mit der Not
Nun drückt die Zukunft
Wo sie doch so rosig scheint
Ist doch jeden neuen Morgen frostiger denn je
Hier im schönen Münstertal
Ich schleppe mich in ein alt bekanntes Leben
Mit neuer Fassade
Alles Fassade
Nur die Menschen sind neu
So freundlich können Nachbarn sein
Und Bahnfahren ist Erinnerung
Eigentlich entspannt es mich völlig
Wenn nicht der tägliche Kampf ums tägliche (Abend)brot wäre
Neue Fassade und alter Kaffee
Ich vermisse dich
Du verbirgst dich noch in der alten Wohnung
Komm und lebe endlich wieder mit mir.

Keine Bedeutung haben

Blut im Kopf
Menschlicher Wahn
Wohin mit all der
Einspurbahn?
Ertränkt im Strudel der Geschehnisse
Trinken wir die eigene,
tägliche Pisse
Nichts ist besser im 21. Jahrhundert
NICHTS!
Kampf bis aufs Messer
Was zieht uns aus dem Sumpf?
Der Strudel des dumpfen Weiterlebens
Überlebens
Woanders herrscht zu viel Hunger für solche Gedanken
Aber fanatisch kann man wohl sein auch ohne ethische Schranken
Aber wir alle sind es
Der Hass ist uns bekannt
Der menschliche Fluch
Die Intensität der Gefühle
Auch Liebe, Glaube, Hoffnung und die
Sehnsucht nach Bedeutung ist menschlich
Die Selbstsucht ist unser Verderben
Doch wer kann noch mit dieser Erkenntnis irgendeinen Blumentopf erwerben?
Ich weiß heute eins,
ich will gar nicht bedeutend sein
Die Zeit ist vorbei
Ich weiß ich bin klein
Allein für meine Welt,
bleibe ich stets der tragisch gescheiterte Held
Aber mein Herz, das ist wirklich rein.

FRUST

Kann ich verletzen
Durch die Straßen hetzen
Manchmal schon
Doch nur in der Fiktion
Die Zeit mit dir geht viel zu schnell vorbei
Ich spiel mir vor es sei,
mir einerlei
Doch nach dem GAU mit dem Haus
Hängt mir die Trennung noch viel mehr zum Hals heraus
Mir gehen dazu die beschwichtigenden Worte aus
Ich muß aus dieser Situation heraus
Schulden
Kein Heim
Auf der Arbeit alles schöner Schleim
Es ist zum aus der Seele schreien
Ich kann nicht verletzen
Doch manchmal bricht es aus mir raus
Ich bereue es sofort
Wünsche mich an einen andren Ort
Oh weh, Frust tut weh!
Aber ist es ein Wunder?
Wer kann diesen Druck ertragen?
Muß man da nicht um sich schlagen?

Rheingold

Nebel wie in der Sage
steigt mir zur Klage
Welch Schönheit
bevor die Kälte kommt
Und ich verbringe den einsamen Samstag zusammen mit meinen Lieblingsmonstern.

Weihnachtsfeiern ohne Ende für neue Freunde und alte Freunde
schleime ich mich durch unsere Zeitenwende
Während der Zug nach Hause braust bist du nicht da.

Du wandelst an der See
wo du im Geiste Möbel kaufst für unser neues Heim Juchhe!
Warum bin ich so eifersüchtig, wenn du mit anderen Männern gehst?
Weil ich dich liebe
und du am Telefon das nicht verstehst.

Weil ich deine Nähe brauche
Und am Hörer bist du mir so fern
Du fehlst mir
Doch gönne ich es dir so gern.

Weiße Kälte kehrt in den Sonntagmorgen
Und die Süßen kämpfen miteinander ohne Sorgen
Der Jahreswechsel rückt heran und mit ihm fährt die Lebensbahn,
persönlichen uns nach Eriwan.

Und tausend Bilder möchte ich machen wie sie piepsen, wie sie lachen
Unsere beiden kleinen Drachen
So der Nebel steigt empor und mit ihm,
klingt da Zukunft uns ans Ohr
Doch noch ist es,
ein viel gemischter Chor.

Heimatlos

Warum kann ich es nicht ertragen
Wenn deine Blicke einen Blick auf meine Worte wagen?
Ein seltsames Gefühl beschleicht mich
Das was Heimat war verlassen will ich plötzlich nicht mehr
Es fällt mir schrecklich schwer so ganz los zu lassen
Nicht nur zur Arbeit bloß, wie bis her
Und die Tiere ahnen was kommt
Wir werden verlassen sein in der Einsamkeit
Allein, ohne Freunde
Welch schweres, selbst gewähltes Los
Warum tun wir das bloß?
Hier zwischen den Kisten
In der Welt tobt an einem Ende der Krieg
Und am anderen Ende die Schlacht um die Entenbrust
Offenbart sich die Sinnlosigkeit des Seins
So kurz ist unsere Zeit
So grausam der Lebenskampf
Im Geiste gleich wo
Werden wir ewig zwischen Kisten unser Leben fristen?
Hier in einer verlassenen Welt
Die uns nur 4 Jahre Glück war
Brechen wir ab unser Zelt, hin zu neuen Ufern
So war es immer in meinem Leben
Ich flüchte vor allem was mich quält
Ist es Dummheit oder Verstand?
Wenig kann ich zu meinen Tugenden zählen
Aber Ehrlichkeit schon
Zu mir selbst und die Kraft zu überleben
Auch über dem Tellerrand.

2002

Düstere Nachtpoesie

Im neuen Haus
Im neuen Leben
Weit entfernt von allem alten Sein
Doch ich bleibe der gleiche dumme Kopf
Wie wir alle, das gleiche faule Schwein
Auch du mein Schatz schreibst Poesie
Die Geschichte deines Lebens
Und ich schweige wieder
Verspiele meine Zeit
Wofür leben wir?
Wofür sterben wir?
Wenn nicht für die Ewigkeit?
Ich leben ohne Ziele durch den Tag
Nur von einem Tag zum anderen
Getrieben von den Zielen Anderer
Aber wo ist meine Kraft?
Gefressen
Wofür hat uns Gott erschaffen?
Aus Spaß
Mein Körper vergeht
Und mein Geist erstarrt
Bald ist es zu spät.

Trübe Aussichten

Ist es wie immer?
Viel Gejammer, viel Gewimmer
Schnee vergeht
Träume schwimmen mit dem Regen
Der Kampf ums Sein wird uns bewegen
Graue Berge, graue Wälder
Wintertief
Hoch fliegende Pläne
Über soviel Unbill, heiße Tränen
Mit dem Glas geht was zu Bruch
Und ich sehe in dir das emotionale Erbe wie einen Fluch
Es funkelt mir aus jeder Scherbe
Aber ich liebe, diese unkontrollierten Triebe
Es ist mein positiver Stress der Liebe
In einer anstrengenden Zeit
Bin ich zum Schreiben so bereit
Es förmlich aufs Blatt mir schreit
Das Leben ist voll Undankbarkeit
Alles Neu, alles trübe, alles Lüge
35 Jahre Zeitverlust
Ganze Träume,
so wenig Kraft,
die Illusionen von Bestand erschafft.

Sterbende Kraft

Ganz übles Spiel
Verregnetes Winterende
Wetterwende
Wer weiß das schon genau?
Gott?
Wer ist Gott in einem sterbenden Universum?
Was bedeutet schon Krieg und Tod?
Irgendwo in unserem Hirn wollen wir überleben
Aber wozu?
Besteht das Leben nur aus dem Sein?
Kann es nicht mehr sein?
Leben ist Siechtum
Wir vergehen ohne uns zu verstehen
Glückwunsch, wiedereinmal erkannt.

Wenn ich eine Katze wäre, wie du, Morlemax
Wäre ich dann glücklicher mit mir?
Ich glaube auch du bist nur orientierungslos
Aber glücklich bist du, wenn du auf mir liegst bloß
So ist unser gemeinsames Lebensziel die Einsamkeit zu überwinden
Im Kleinen und im Universellen einen Partner zu finden
Der Ursprung allen Glücks ist die Liebe
Aber Leistung kann sie nicht garantieren
Die ist erblich
Aber ist sie wirklich wichtig?
War sie Gottes Schöpfungszweck?
NEIN!
Leistung ist nur Nebenzweck.

Fünfunddreißig

Was rheinisch bleibt, du schenkst es mir
Das Grundgesetzt zum Überleben hier
Nun bald fühl ich mich wirklich nicht mehr fremd
Doch wirklich alt
Der Spiegel spricht mir Bände
Das Kindsein ist zuende
Aber im Herzen kann ich das kaum verschmerzen
Wenn du nicht bei mir bist
Mein ganzes Ich dein Ich vermisst
Wir halten uns seit über 7 Jahren
Und wollen auch gemeinsam noch zur Hölle fahren
Auch immer wieder ganz von vorne
Darum schreib ich es uns hier und blas es dir in jedes Horne
Der Winter geht zu ende mit dem Januar
Und schon werd ich als Rheinländer zum Faschings-Narr
Zum fünfunddreißigsten Mal
Fahr ich vom Gipfel durch so manches Lebenstal
So was ist stetig eine Qual
Und doch ein jedes Mal banal
Es kommt wie es kommt
Und ist noch immer gut gegangen
So wird auch heute, das neue Lebensjahr wieder von vorne angefangen.

Wahljahr

Grünes Elend
In meinem Bauch
Spürt ihr es auch
Der Stunk 2002
Überzeugung ist uns einerlei
In uns wandelt sich
Was früher mal Gewicht
Alles Einerlei
Parteieneinheitsbrei
Aber wir werden drum nicht radikal
Unser Leben wird banal
Haus und Hund ist gesund
Unser Bauch immer rund
Also ist uns alles andere egal
Und wir tun es auch noch kund
So träge wird der Geist
Das er sich mit TV, Internet und Sonstigem zuscheißt
Uuupps! Ich bin entgleist.

Köln ade

Deine Züge
Deine Geister
Deine Lieder
Deine Stimmung
Nichts ist hier
Nur die Erinnerung in mir
Erst jetzt verlass ich dich
Tränen laufen innerlich
Denn der Karneval bist du und ich spür in diesen Tagen
Du bist so sehr ein Teil von mir
Ich kann es kaum in Worten sagen
Das ich immer, immer im Herzen werde tragen
So schön auch ist mein Haus
Wenn es nicht im Rheinland steht
Es mir nicht zur Heimat zählt
Und stets in meiner Seele quält
Bis ich dich wieder sehe mein Köln
Fällt hier noch oft der Schnee
Doch sag ich niemals, niemals, dir ganz ade.

Sinn Gewinn

Über sanfte Hügel
Gedanken an vertane Zeit, bringen mich zum Schwanken
Wer war Vauban?
Schon mal gelesen
Was war gewesen?
Tapfre Männer die den Südpool erreichen und dann gegen die grausamen Elemente die zerfetzten Segel streichen
Scott war so einer
Wie sinnvoll kann Leben sein?
In vergangener Zeit
War es scheinbar immer sinnvoll
Heute haben wir zuviel nutzlose Zeit
Verschwenden zuviel Energie auf nutzlose Dinge
Doch vielleicht ist ja gar nicht Arbeit der Sinn der Menschheit, nicht Zielerreichung und Heldenmut
Sondern einfach das Leben?
Aber warum plagen mich dann so schlechte Gefühle?
Weil ich geduckt lebe
Weil ich mich in den Wahnglauben meiner Welt ergebe
In der Südsee sieht es bestimmt anders aus
Ich verspüre zum ersten Mal Fernweh
Die Sehnsucht die Welt zu sehen, bevor ich sterbe.

Später Schnee

Keine Zeit in der Woche
Schuldgefühl für liegenbleibende Arbeit
Pflichtgefühle
Anderer Menschen
Egoistische Ziele
Kein Erfolg bei altem Spiele
Wann kehrt er zurück?
Unser Streit am Samstag
Um die eigenen Welten
Wir drehen uns um uns selbst
Und lassen uns doch wieder gelten
Meine Liebe, nur du bist meine Liebe
Eine solche Liebe ist wirklich selten!
Auch wenn von der Erkenntnis ich einen steifen Nacken kriege
Das Leben gibt uns kein Rabatt
Und Brüder sind nicht immer sich verwandt
Heut weiß ich, einst als ich das Gedicht dir Bruder schrieb, hab ich es tief in mir bereits erkannt
Wir sind uns fremd
Der eine interessiert sich nicht, für des anderen Hemd
Oder?
Es scheint mir so
Warum, oh Bruder, kannst du es nicht sagen?
Vor soviel Jahren hab ich dir die Hand gereicht
Und seit dem schlägst du sie stetig aus …zu leicht!
Ich kann es nur beklagen
Aber Zwischenspiel im Leben
Wer braucht diese Gefühlswelt schon
Du Bruder warst mal mein Ikon
Doch längst bist du Vergangenheit
Denn für die Zukunft hast du scheinbar keine Zeit
Es schade für unsre Gemeinsamkeit
Mein Leben ist ganz anders eben
Und ich sehe dass wir mehr und mehr auseinanderstreben
Das Leben ist doch irgendwie nicht fair
So geht es aber allen
Jeder scheint so und ist doch anders für sich selbst
Jeder hat Recht und leidet an dem Recht der Andren
Manchen geht es dabei gut, doch vielen schlecht
Aber ich kann den Stab hier nicht nur brechen
Ohne mich ein wenig an mir selbst, an meinen alten Hoffnungen zu rächen
Und das tut weh, im späten Schnee.

Alkohol

Aus dem Dämmern gerissen
Mit gutem Gewissen
Gemeinsam wippen
Vieles mehr, einfach hinter sich kippen
So schön beisammen sein und trinken
Und einfach Freude dabei empfinden
Miteinander
Füreinander
Das ist, was wichtig ist im Leben
Und wer sich dabei noch betäubt,
der alle Probleme klein zerstäubt.
Was ihr mir bietet ist nicht viel
Doch war das Risiko mein Spiel
Und ich habe gewonnen
Auch wenn größere Hoffnung scheinbar zerronnen
Wer weiß wohin mich diese Not nun treibt
Ich bin auch für ganz neue Dinge sehr bereit
Es bringt die Zeit
Auf eure Gnade bin ich in jedem Fall nicht angewiesen
Gewiss nicht.

Noch stecken wir im Schuldensumpf
Doch Optimismus, ist unser Trumpf
Nun ist schon März
Der Frühling wieder vor der Tür
Auch darauf ein Gläschen trink ich hier.

Schwarzwaldhymne

Schon nach kurzer Zeit
Öffnet sich mein Herz dir weit
Schönes Münstertal
Einzig zwischen hohen Bergen, dunklen Tannen
Schneebedeckten Höhen
Wenn wir vier Lebewesen durch deine urigen Gefilde gehen
An sonnigen Iden
Beginnt mein Herz, dich, meine neue Heimat, mit voller Glut zu lieben
Oh Schwarzwald, dein Charme ist unvergleichlich,
so froh bin ich, dass ich kam, du lohnst es reichlich
Wilde Bäche, Gletscherseen, steile Wiesen auf denen zickige Ziegen stehen
Herrliches Land, hier schrei ich Frieden, Frieden!!!
Und es klingt ein Echo mir von jeder steilen Wand
Und still hoff ich, es wird gehört auch in jedem fernen Land.

Germanum pax

Was ist Vergangenheit?
Welchem Gott vertrauen?
Wohin sich jagen lassen?
Niemand kann die Zukunft fassen
Vielleicht, wie einst die Vandalen, bis nach Afrika
Aber niemand kann die Zukunft fassen!
Auch Pedanten nicht Frau D.
Ein schönes Lächeln ist nicht nur gewinnend
Wie oft musste ich das erfahren, wie oft, tat es schon weh
Meine naive Offenheit stets nach euren langen Messern schreit
Doch die ganze Wahrheit ist, ich bin zu unvollkommen
Was mir nicht entgangen ist
Ich bin ein fauler Mensch
Meine Arbeit wird nie perfekt sein
Ich werde immer sehenden Auges, Fehler machen
Und andere allerdings vorübergehend, dafür hassen, dass sie mich durchschauen
So wie ich am abendlichen grünen Tisch, gerade dann scheitere, wenn der Erwartungsdruck mich duckt
Bin ich für immer entzaubert vom kleinen Ball?
Sollte ich zurücktreten mit einem Knall?
Wieder vor mir selbst fliehen?
Wie einst zuerst in Holland
Aber das Wochenende mit dir, gibt mir soviel
Und ich fasse ein neues Ziel
Ich will Leben und mit mir selbst durch alle Zeiten schweben
Frei von Zwängen und ohne mich einzuengen
Egal was andere erwarten, denn ich weiß, ich bin mit dir doch eigentlich schon im Eden-Garten.

Frühlingswerden

Entscheidung
Immer wieder
Schuften im Regen
Der Garten ein Segen
Böse Nachbarn!
Alles auf einmal
Und Du bist mal wieder krank
Willst nichts essen!
Schnee auf dem Belchen
Bei der Arbeit wird ich schlank
Ich bleibe in Freiburg halb
Plötzlich stürzt der Sommer in die Kälte
Und die Blumen warten auf meinen Spaten
Ein Teich muss es sein
Aber hoppla, ich hoffe wir fallen nicht hinein
Ihr müden Säcke auf dem Teppich
Von Hundehassern umgeben
Fristet ihr ein behütetes Leben
Nocheinmal im alten Zuhause waren
Du wolltest nicht mehr fahren
Doch ich war irgendwie schon lange nicht mehr da
Mir war der Frühling schon so nah.

MAMA

Nun bist auch du schon beinah alt Doch scheint mir lässt dich das so äußerlich ganz kalt
Du warst nie eine die darüber reden mag
Lieber lebst du Tag für Tag
Und du lebst mit deinem kleinen Leben
Lässt mich doch stets in deinem große Herzen lesen
Bist ganz Mutter für mich immer da gewesen
Egal was war!
Ob ich ganz klein noch unbeholfen deine Führung brauchte
Ob ich als Lausbub dich mit Streichen quälte
Ob ich als pubertärer Tor schon mal den falschen Tonfall wählte
Du warst mein Reibungspunkt und auch zugleich mein Rettungsanker
Für alle meine Lebenstiefs mein Reservetanker
Zwei dicke Köpfe waren wir zwar und in manche Verzweiflung ich dich trieb für war
Doch hattest du mich später trotzdem wieder lieb
Sicher, auch heute noch gibt es so manch Politikum, wo wir uns niemals einig werden
Du willst, verzeih die Offenheit, aus manchem Jugendwahn auch heute noch nicht weise werden
Deine Liebe jedenfalls war unerschöpflich und das zeigte sich vor allem dann,
als du von mir lassen musstest, als auch ich hinauszog in die Fremde, hast du es mit wahrer Größe zugelassen, dass ich mir selbst die Hörner stieß
So war es leicht und ich behielt stets in dir, den Heimatstern, der bis heute nicht aus meinem Orbit weicht
Wie scheinbar fern wir auch einander sind, du bleibst die Mutter, ich das von dir, na ja, ein wenig ungezogene Kind und das egal wie alt wir beide dann auch immer sind.

Was, was, was ???

In welche Zeit ich gleite
Durch welche Phase gehen
Welch Lebensteil verstehen
So streiten wir um mehr als nötig
Der Stress heizt uns auf
Und beschleunigt mancher böser Worte Lauf
Und was bringt die Zeit?
Was geschieht in der Wirklichkeit?
Mord und Todschlag rund um die Welt
Ob es Palästina, Afganisthan, oder ein irrer Teenager in unseren Schulen tut
Die digitale Welt macht aus jedem von uns den Held
Wirklich?
Keine Bescheidenheit mehr bremst die Jugend
Alle wollen Erfolg
Aber das ist der Unsinn des 21. Jahrhunderts
Und was sind meine Sorgen?
Freunde, neue Freunde gewinnen!
Um Wurzeln zu schlagen
Tiefe Wurzeln!
Im Moment tu ich noch über alte purzeln.

Zeitfresser

Wiesengrund
Wasserfall
Ungehorsame Hunde überall
Schimpfende Leute
Seelenqual
Was für ein Start in den Mai
Wohin schwemmt uns der Regen?
Vertane Zeit auf irrigen Wegen
Tristesse im Garten
Und im Bauch auch
In dunklen Kemenaten
müssen wir auf Besserung warten
Lass mich raten, es war so immer Brauch
Und am Telefon die Jahresfeier in entfernter, alter Heimat
Die alte Mutter versichert, es sei alles in Butter
Aber weis ich es besser?
Auch sie kennt sie, die bösen Zeitfresser.

Frei Burg

Soviel hin und zurück
Wir freuen uns schon auf den Sommer
Und genießen unser Glück
Manchmal streiten wir im Mai
Unerbittlich scheinst du mir
Aber ich spüre dabei, wir sind beide frei
Und ich weiß du kannst nicht wirklich böse bleiben
Die Liebe wird dich immer wieder in meine Arme treiben
So schmusen wir und streiten um so manche Nicklichkeiten
Wir verzweifeln an der Welt
Die sich immer an ganz andere Regeln hält
Warum geschieht soviel Böses?
Warum soviel Leid?
Weil jeder glaubt zu wissen: Was ist wahr und was ist Ewigkeit!
Mein Kampf endet hier!
Jeder Wahn, jedes enge Weltbild, jedes Feindbild führt zu Fanatismus
Das lehne ich ab!
Lieber übe ich Verzicht
Lieber stecke ich zurück
Und genieße im Gönnen für die Anderen mein Glück
Ich weiß es
In mir kehrt Jesus ganz zur Welt zurück
Hört mir zu und lebt danach
Jedem seine frei Burg!
Dann wird Friede sein.

Bush in Berlin

Vor dem verdammten Gleis
Und der Zug fährt wohin?
Der Zug fährt durch meinen Kopf
Durch meinen voll gefressenen Bauch
Also was wollt ihr?
All diese Gott verdammten Gedanken gab es schon mal
All diese Gewalt!!!
All dieses Dröhnen
Ihr seid spießiger als die Spießer die ihr anpisst
Schönheit kennt ihr nicht mehr
Und ihr bekämpft Gewalt mit Gewalt,
mindestens verbal
Was macht euch besser?
Alles dreht sich
Alles kommt wieder
Alles Hass
Ich bin im Idyll und weiß soviel
Ihr wisst nichts
Ihr seit nur Gott verdammte Selbstdarsteller
Frieden?
Wer von euch kennt den?
Ich will nichts mehr hören von eurer Gesellschaftskacke!
Nichts!
Ich will meine Ruhe
Ich brauche nur mein persönliches Glück
Das ist egoistisch, okay, aber ehrlich.
Ich lüge mir nichts mehr in die Tasche
Und ich schade niemandem
Das Böse existiert für mich nicht, genau wie für euch das Gute nicht existiert
Nur ihr habt das Pech, das ihr es nicht besser wisst.

Wieso verwandt?

Bauchgrummeln
Unzufriedenheit mit der Verwandtschaft
Wieso denke ich immer wieder sie sind anders, als sie sind?
Weil ich ein zu guter Mensch bin
Der gute Mensch vom Münstertal
Ich gebe ihnen immer und immer wieder die hunderttausendste Chance
Ha, ha, alle lachen sich kaputt!
Haben sie Angst?
Was weiß ich, wie kannst du mich auch kennen, Bruder, wenn du dich nie darum bemühst
Wenigstens lebe ich in meinem Himmelreich und nicht mit so einer „Oh Gott was habe ich heute viel zu tun- Frau“ zusammen
Mit Minder-wertigkeitsgefühlen zum bersten
Das kann mir keiner nehmen
Auch nicht euer dummer Neid, den ich wohl immer sehe, wenn ich auch nur ein bisschen mehr Beachtung bei Mutter finde
Wirklich armselig!
Aber sitz es nur aus,
du verschenkst eine Freundschaft, die besser wäre als alle Blutsbande.

Der Liebe

Nun seit Ihr fünfzig Jahr verbunden
Fünfzig Jahr Euch immer nah
Vermutlich länger schon
Wohl seit Ihr damals dem Gefühl gefolgt
Was Euch so hoff ich, heute noch beseelt
Ein besonders Gefühl,
das jede Einsamkeit verbannt
und unerfüllt die Seele schrecklich quält.

Man nennt es Liebe und es ist so wunderbar,
das nicht viele Worte es beschreiben können
Wer es empfindet dem ist alles klar
Und er ist bewusster Mensch, kann auch anderen was gönnen.
Aber Fünfzig Jahre miteinander sein,
war sicher nicht nur Sonnenschein,
bloß im Leben, geht man auch durch Regen, lieber nicht allein
Und so manchen Streit kühlt ab die Zeit.

So vieles habt gemeinsam Ihr durchlebt
Und sicher, nicht wenig Schrecken in Eurer Zeit empfunden
Doch hat das Glück Euch stets gewiegt,
jede Gefahr besiegt und Euch so schicksalhaft verbunden
Vielleicht habt Ihr auch mal gedacht: Genug!
Doch war Euer Gefühl wohl stets wie ein zähes Seidentuch,
das sanft den Schmerz umwickelt und lieber, den eigenen Schrei erstickte
als die geliebte Brust mit bösem Messer spickte.

Aber die Liebe ist nicht nur Verzicht, wer das glaubt versteht sie nicht,
Sie gibt und findet schöner Geben als selber Haben
Sie ist stete Sehnsucht auch wenn der Alltag zu sehr drückt
Sie schafft den Kosmos nur für zwei
Und lässt alle Probleme, die Anderen, die Ganze Welt entrückt
Wenn irgendwas solange binden kann, so nur die Liebe
Sie ist der allerschönste Grund für eine Feier
Auf der ich gerne zu Euch rufen mag
Nie enden möge Euer Liebesabenteuer!

3 Jahre

3 Jahre wahre Liebesbande
3 Jahre trage ich
deinen Ring
3 Jahre sind wir nun versprochen
Niemals in mir hab ich den Schwur gebrochen
So sehr lieb ich dich
Täglich vor Liebe platz ich innerlich
3 Jahre wächst mein Bauch für dich
Wie gestern will der Tag mir sein
Als wir uns fühlten ganz zu zweien
Kein bisschen Gefühl ging mir verloren
Auch wenn das Schicksal uns kurz trennte
Heut klingt mir das wie eine Ente
Immer warst du mir ganz nah
Immer, immer, jeden Tag, jede Sekunde
Egal wo, egal was war
So wird es sein ich weiß es, auch bis zur letzten Stunde.

WM na und?

So nebenbei gewöhnen wir uns ein
Wird manches so gewohnt wie stets
Und immer noch hoffen wir auf neue Kontakte hier
Doch Knoten platzen nicht so schnell
Und Freundschaft will wachsen
Bloß Feinde haben wir schon
Es sind die Nachbarskatzen
Morle das Opfer
Und der Garten will wachsen während Tore fallen im fernen Osten
Auch nur ein Ersatzkrieg zwischen Pfosten
Zuviel geschieht unbemerkt
Aber, ist auch alles die Aufmerksamkeit wert?
Wer weiß schon, was wichtig ist?
Ein kleiner Ball ist es jedenfalls nicht
Oder doch Wanda?
Wer schlafen kann ist besser wach
Wer nicht entspannt, der lebt umsonst
Genießen ist die wahre Lebenskunst
Auch die unwichtigen Dinge, wenn sie uns Freude machen.

Wo sich Talent verbirgt

Ach was!
Nichts ist Nichts
Danke Mr. Brown
Für die Erinnerung
An den Krüppel in mir
Ich schreib täglich in die Luft
Sekunde um Sekunde ein bedeutender Gedanke mehr, der verpufft
Doch wichtiger ist das Sein
Wenn wir gewesen sind, dann waren wir doch
Auch wenn es niemand bemerkt hat
So ist das Leben
So steckt es voller Frust und Lust
Und Talent wird verpennt
Vielleicht aber erwacht es doch
Ein wenig Hoffnung bleibt uns noch
Nur was ich bereits geschaffen, das kann nicht mehr vergehen
Und in Zukunft wird mein Bild, ich weiß es für immer bestehen.

Nur Menschen

Immer wieder Tote
Es kommt über uns
Ganz plötzlich!
Schicksalhafte Fehler
Gedanken die sterben
Auch Kinder werden nicht verschont
Und auch niemand der am Bodensee wohnt
Aber wir leben weiter
Und bald wir werden vergessen unsere Trauer wirkt vermessen
Nur was sollen wir tun?
Die Toten können nur ruhen
Lebende aber müssen weiter leben
So ist das eben.

Garten Eden

Wunder des Lebens
Soviel Natur pur
Heimat im Juli
Freies Laufen und Kirschenessen
Durchs Eggetal
Mit Weiter Sicht vom alten Schloss Bürgel
Meine Sorgen ohne Zahl, sehe ich hier nichteinmal
Und so schöne Sonntage geben Kraft
Die auch die kommende Woche schafft
Ein Leben voller Sonnenschein
Wie könnte es noch schöner sein?
Vielleicht mit einem Kindelein?
Gerissen bin ich hin und her
Doch längst ist’s keine eigene Entscheidung mehr
Es macht betrübt und im selben Augenblick, wenn ich die frechen Bälger sehe, vergnügt
Das hier ich nicht auch noch in der Verantwortung steh
Viel schöner allein, viel schöner zu zweien kann man das Leben erleben und muss nicht aller letzte Kraft, auch noch an seine Erben geben
Lieber bleiben wir im Garten Eden und können besser mit den Schlangen leben, als mit Abel und Kein die sich zwangsläufig die Köpfe hauen ein.

Freilich

Freisein
Friedlich
Gute Dinge tun
Sich wohl befinden
Auf Freunde freuen
Nichts bereuen
Trotz alledem
Zu allem stehen
Alles verstehen
Langsam durchleben
Die lange Mähne nach außen geben
So will ich mich im Leben strecken
Wenn man sich traut wird es schön sein
In den Bergen
Tief Luft vermerken
Im Garten leben
Im Leben sein
All das muss sein
Auch mit einem Weizen soll man nicht geizen
Freilich in Maßen für das Wohlbefinden
Unter schattigen Linden
Hier bei Omas Küche
Lieb ich die Magengerüche
Wiehre sein
Ist Wohlbefinden
Und all das was wir mit Freiburg verbinden
Freilich.

Sturmnacht

Was wir verblasen
Wird uns geblasen
Auch wenn die Opfer
Darüber nur lasen
Wenn es uns trifft
War’ s auch Schicksal
Es ist immer so
Der Schwarzwald kennt das schon Berlin
Die Zeit macht es zur Fußnote
Doch nach uns wissen wir die wirkliche Katastrophe erst kommen
Aber wer will sich damit abgeben
Was kommt wir eben als unvermeidlich genommen
Doch wahr bleibt es nicht.

Zurück in die Ruhe

Musik, Lesen Entspannung
Gedanken die mich erreichen
Ich schwöre mir schon lange dergleichen
Meine Tiere lieben
Sich im Garten ergründen
Deine Rückkehr aus London empfinden
Du bist mir soviel
Wir leben ein gemeinsames Ziel
Es einander schön zu machen
Miteinander über die gleichen Dinge zu lachen
Zusammensein mit Musik, gutem Essen und Wein
Ich suche die Ruhe
Will mich aus der Hektik befreien
Chance ist mir nur, deine Liebe allein.

Platt

Wo sind wir hin?
Umgeben von Kühen
Im trüben Bemühen zu sein
Doch Menschen trüben den Schein
Im platten Norden
Im Watt verborgen
Kein schönes Allein
Endlose Weiden, Höfe und Straßen
Keine Wege, kein Laufen im Sonnenschein
Trübe Schleier über dem Land
Autos mit Lichtern
Menschen mit steifen Gesichtern
Oh Süden, wie bist du doch mehr mir verwandt, als dieses humorlose Land.

Gelassen

Mit der Zeit
Mit dem Alter
Ist noch immer Panik mein Gefühl Verwalter
Bin ich recht?
Bin ich schön?
Kann ich so auch unter Leute gehen?
Was denkt jener und was dieser
Der da drüben ist ein Fieser
Bin ich dick?
Spiel ich schlecht?
Ist das Lachen wirklich echt?
Soviel Gefühle mich durchwallen
Ständig ist man dem verfallen
Mit der Zeit
Bin ich es leid.

Kein Wein

Reiner Wein
Ein Jahr im neuen Heim
Was wird der Sommer bringen?
Ich hoffe auf ein Neugelingen
Während wir im Norden springen
Wartet die Arbeit auf die Rückkehr
Sie drückt unschwer
Zwei Wochen noch entspannen
Und dann hinein mit viel Elan
Und neuem Heimatwahn
Mehr Wein!
Mehr Meer
Mehr Fackelschein
Ich will hinaus es schreien!
Und mir selbst alle Zweifel verzeihen.

Das Buch vom Watt

Kleine braune Türme
Darunter Millionen Gewürme
Cannyons fließenden Meeres
Bedeckte Wolken
Warme Schwüle
Moskitos durch die traumreiche Nacht
2 Wochen im Watt
Vor aller Neuigkeit verborgen
Zuhause warten schon gierig die Sorgen
Aber ich schreibe ins Watt, den Alltagsverrat
Dieses Jahr wird mein Traum wahr
Ich kehre zurück zu meinem Talent
Der Marienkäfer mir heute zwei Jahre Glück prophezeite
Jetzt oder nie
Alle Kraft konzentriert
Um das Leben zu wenden
Und jetzt sofort alle Zweifel zu beenden
Ich komme September
Und mit mir die Flut
Das Wasser bringt Leben
Nicht nur dem Watt tut das gut.

FLUT

Fest im Griff der Hitze
Ein Steinwurf weg, der Wahnsinn nach seinen Opfern leckt
Geplagter Osten
Tote Hoffnung
Unglaubliche Wassermassen
Ein Fluss den sie ewig werden hassen
Nur schwach dringt es in unser Ohr
Ein stummer Totenchor
Während wir nur schwitzen in diesem Schicksalssommer
Welcher nasse Wahn
Welcher Gott lässt
so was unter seinen Hüteraugen verfahren?
Der Gedanke drängt sich auf
Da ist einer, der lässt allem seinen Lauf
Noch drückender wird uns die Hitze
Bei solch düsteren Gedanken
Die sich lästernd um mich ranken
Ich wie in der Hölle schwitze
Aber ist es denn nicht wahr?
Jeder steht alleine da
Im schlammigen Watt des Seins
Ganz ohne Rat
Und hat er Mut, so wartet er im stolzen Glauben, sein Leben lang auf jene Flut, die ihm wegschlägt sein Gebeins.

Moin, moin

Was schwimmt, bewegt sich
Am Inselstrand
Die schönste Sonne, der beste Kuchen sich fand
Unser Treiben geht zuende
In den Träumen kündet das Ende
Schattengestalten des Alltags wandeln
Und im Nacken tut es uns schon packen
Auch deine Zeit läuft ab
Zwei Wochen später nur
Endet auch deine Frischluftkur
Wir wandeln durch das seichte Wasser
Sogar Wanda schwimmt
Vor Angst das Hermine etwas besser macht
Wie doch die Tiere Spiegel sind
Unserer eigenen Seelennacht
Vielleicht wir sehen uns hier nicht wieder
Doch weiß man schon was Leben bringt?
Moin, moin
Hier bleibt das Land zumindest sehr gelassen
Egal ob uns das mal gelingt.
Heimische Klänge aus heiterem Himmel

Hantier
Und aus der Serie
So ist intensiver, was vorher so nah
Heute nur eine Woche
Frau C aus A
Sympathisch wie nie
Ist es nur verdrängtes Heimweh?
Das spür ich nicht
Die Frau lebt auf
Doch noch am Abend zuvor, war fast alles aus
Tief im Bauch saß der Speer
Und die Zunge war Teer
Es tut sich ein tiefer Abgrund auf
Haben wir ihn wirklich übersprungen?
Zu verschieden die Welt
Auf die der Schatten des Zweifels fällt
Aus heiterem Himmel.

Berge

Berge, Berge
Geberge
Wie Zwerge sind wir
Und doch ganz groß
Berge, Berge
Menschliche Gebirge
Die uns umgeben
Gedanken, Vermutungen, die um uns schweben
Realitäten eben
So gut ist der Mut
Hinaus aus dem Haus
In Frankreich sieht alles ganz anders aus
Berge, Bäume, weite Räume
Frischer Wind und neue Träume
Werde ich mich zwingen?
Die alten Berge zu erklimmen?
So gut ist die Aussicht
So klein hier die Welt
Doch auch auf der Hütte kostet sie Geld.

Hasskappen

Hasskappen
Stirnlappen
Inkontinenz
Manche fahren Benz
Und ich denke
Was für’n Blödsinn
Über den ich mir den Kopf verrenke
Der Alltag hat uns wieder ganz verschluckt
Mal sehen was Neues über unsere Tellerränder guckt?
Nix vielleicht?

Nur nett

Im ausklingenden Sommer
Eine Begegnung der dritten Art
Die Alten hinter dem Zaun queren unseren Pfad
An einem furchtbaren Abend
Mit Schnittchen gefüttert
Sind wir in eine andere Welt geraten
Im Redeschwall getauft
In Meinungswut gebraten
In eine Welt die so kurz vor der Wahl noch einmal erhellt, welche Leute den finsteren Bayern wählen
Mich schüttelt der Ekel
Der Magen will sich nach außen quälen
Ich war doch nur nett
Diese Leute verstehen nicht wirklich warum
Das alles nur Etikett
Sie loben mein Deutsch und meine Manieren
Doch sie meinen darin ihr national-sozialistisches Weltbild zu sehen
Nur unter einem Puderzucker von Liberalität verborgen
Sind auch sie, schrecklich nett
Gruselige Geister der Vergangenheit
Deren Horizont nicht über den kurzgeschorenen Rasen unseres Gartens hinausreicht
Nett wär’s, der Zaun wäre höher.

Feuer

14. September 2002
Anti NPD Demo
Wir waren dabei
Großes freies Freiburg
Dabei steht die Welt vor dem Krieg
Buschkrieger überall
So wichtige Dinge wären zu sagen
Manches wurde gesagt
Danke Herr Jens!
Manches zu beklagen
Andere laufen nur mit
Spaßtag in Freiburg
Und wir kehren heim ins Münstertal
Weil wir uns sorgen
Aber die Sorgen um die Welt bleiben
Vielleicht versinkt bald alles in Feuer
Gott bewahre uns vor meiner Hellsicht
Und dem amerikanischen oder dem irakischen Ungeheuer
Und es kommt die Nacht voller unbewohnter Sterne
Wir starren ins Feuer,
tun das gerne
und es gibt uns ein schönes Gefühl, mit seiner letzten Wärme
Nur das Holz stirbt
Und aus der Asche steigt der Rauch in unbekannte Ferne
Nur unsere Angst ist uns ein Licht, in der darauf folgenden Finsternis
Mit der Faust in der Tasche.

Spiele

Spiele der Verlockung
Verlockung der Spiele
Ich erliege dem Laster
Es bedeutet mir viel
Ewiges Spiel
Seit ihr anders?
Tanzt ihr nicht auch um euer goldenes Kalb?
Ich verspüre die Sucht
Wie sie sich in mein Herz bohrt
Und nur wie durch eine Schallwand
Fällt mein Blick in das echte Land
Wir sind die Kinder der Spiele
Unsere Zeit ist verspielt
Siege sind in dieser Welt viele
Und von Verzweiflung ist man befreit.

Nutzen

Regen im September
Mein Nutzen als Halbleiter ist ungewiss
Weggerissen von den Dingen
Die sonst mein Hirn beschwingen
Mit der neuen Kraft sie zu vermissen
Fühlt man sich doch irgendwie beschissen
So gewinnt Bedeutung eine neue Welt
Die bisher nur ein Schattendasein führte
Es ist die Chance
Aber ich sollte sie nicht zu wichtig nehmen
Regen für die Pilze!
Dafür ist er nützlich
Aber mein Kopf brummt
Mein Gewissen summt
Meine Arme schmerzen oder fühlen sich gelähmt
Nutze ich die Zeit auch gut?
Habe ich den Mut?
Bin ich für meine neue Freiheit beschämt?
Noch fühl ich mich wie gelähmt
Erste Worte spreche ich ins Mikrophon
Welchen Nutzen hat der Ton?

Erster Schnee

Erster Schnee den ich sehe
Sprachlos begeht der Tag sein Los
Und ich suche mein Befinden
In dieser neuen Republik
Rot-Grün ist meiner Seele stark verbunden
Doch ist das, dabei der Trick?
Ist die Wahl wirklich gut?
Wird sein was wir so schwammig hoffen?
4 Jahre waren wir schon betroffen
Deutschland geteilt in Schwarz und Weiß
Ist das wahrhaftig oder nur Scheiß?
Tief schwarz ist aller Verliererzorn, doch dieser Wut ist ganz egal was für den Bürger zählt
Sie leben nicht auf dieser Welt
Sie suchen nur den schönen Schein
Und der Wähler ist ihr dummes Vieh
Er muht im Schnee wie nie so früh
Der fällt auf ihre bösen Ziele und bringt dem Land zwar erste Kälte, doch auch der nächste Sommer kommt.

Paul oder Jule

Am 11. Tag schuf Gott Paul.

So sind sie schon
Spuken uns im Kopf herum
Wollen fast schon existieren
Ein letztes Wollen
Ein wirres Bewusstsein
In uns
Über uns hinweg
Wer weiß welches Verlangen da in uns schreit
Während wir dieser Tage laufen
Den Herbst unserer Zukunft fühlen
Spüren wir die Hoffnung unserer Gedanken um was Neues kreisen
Wird es auch Paul, Marlon, Jule oder Madlein heißen.

Poetry slam

Ein Erster Versuch.

Verzeiht diese Falter
Horizont schreibt Verletzung
Hunger kriecht seitdem
Fieber entstellt Ort
Kleidet wütend Dämmerung
Wohingegen Lerche zierlich leicht deutet.

Zarte Pflanze

Zarte Pflanze im blauen Topf
Gelbes Laub vor dem Fenster
Herzensfreude
Hasst durch Sein
So schön kann Arbeit sein
Im Bauch zieht Zweifel ein
Immer gleicher Drehwurm.

Kleine Dichte

Kleine Dichte
Dichte Winzigkeit
Einer längst vergangenen Zeit
Es ist soweit
Wir sind innerlich bereit
Jedes Wort wirkt nun befreit.

Oktober Rhapsodie

Buntes Laub
Herzgeflimmer
Väterliches Endgewimmer
Mutter will nicht glauben
Was ihr nicht den Schlaf soll rauben
Und durch meine Gedanken herbstliche Gespenster wanken
Grinsende Kürbismannen
Schlendern mit den Sorgen um unsere Zukunft durch die Tage, die ich brauche zum Entspannen
Eine Woche für die Eltern
Ist mir viel wert
Wer weiß schon wirklich welcher Schreck als nächstes uns durch Mark und Glieder fährt
Und in deinem Bauch horchst du nach dem Wunschkind
Und ich weiß nicht, soll ich auch?
Was soll ich hoffen?
Denn im Augenblick ist das Pech uns auf die Spur gegossen
Vielleicht als des Glückes Bruder
Vielleicht ein kleiner Schatten nur
Doch was bringt der Winter, was verbirgt er unter seinem weißen Puder?
Die Hoffnung bleibt uns eine stete Spur.

Wütende Winde

Im Herbst verschnaufen
Den Gedanken nachlaufen
Die Berge besteigen
Von Winden sich treiben
Freie Luft
Freier Blick
Und nirgends ein Strick
Hier und jetzt, find ich zum Schreiben zurück
Auch wenn Poesie im Netz geht verloren
Mein Quell ist unendlich
Mein Wille zurück
Ich weiß es nun endlich
Nur Phantasie ist mein Glück
Und schrei die Erkenntnis dem Winde zurück.

Herzdame

Du nur bist mein
Nur mit Dir will ich sein
Ganz allein
So schön ist Dein Ummich
So herrlich Dein Hier
Mein Herz ist ganz wummich
Ist es nicht bei Dir.

Bilderwelten

Am Rhein
Der fließt auch nicht in Köln
Vorbei an großer Kunst
Die mit Bewegung spricht
Basel im Herbst
Alte Häuser
Lichtermess
Schweizer Tag
Mit viel Kultur
und Sonne nur
Am Rhein bewegt sich was, ganz aus Metall
Konstrukte irdisch wie aus dem All
Aus ihnen die Verzweiflung ihres Schöpfers spricht
Bunt, rostig und zuletzt nur Totenmaske
Doch voll kraftvoller Phantasie
Ich staune und bewundere dich
Jean Tinguely.

Fassungslos

Medienschweigen
Über die Wahrheit
Lügen verbreiten
Nur Muskelspiel
Auf beiden Seiten
Wie immer geht es nur um das Prestige
Alte Männer, dumme Frauen
Die nur bis zum eigenen Denken schauen
Natürlich sind sie so
Denn sie sind sich selber Religion
Jeder kennt das schon
Jeder weiß bescheid
Jeder hält das für clever in dieser Zeit
Herr Busch ist bloß dumm
Aber die anderen, drum herum?
Fassungslos und im Hals einen dicken Kloß, leg ich Tag für Tag die Zeitung in den Schoß.

Kopfnuss

Wenn ich schwebe
Wenn ich fühle, dass ich lebe
Dann ist es Schmerz
Entweder im Kopf oder im Herz
Und die Zukunft ist umnebelt
Weil die Zeit die Hoffnung aushebelt
Der Regen wird kälter
Mein Bart immer älter
Doch was lebt, das bewegt sich
Was hofft, das kommt voran
Unmerklich irgendwann
Und ob ich Kunst schaffe
Oder Löcher in die Luft gaffe
Alles ist Sein
Alles ist Liebe
Auch wenn ich so vieles versiebe
Darum der Schmerz
Er bringt mir Verstand
Und bewegt meine Hand unverwandt.

Venedig wir kommen, ehrlich!

Rom ist vergessen
Auch Basel vorbei
Venedig lässt träumen…

Im Regen
Dem Herbst wollen wir im Winter ein schönes Ziel abgeben.

Doch nur wir allein
Keine Freunde wollen wahre Freunde sein
Sie fallen herab
Wie faules Obst
Und dort liegen sie und gammeln.

Da kann ich nur glauben es liegt wohl an uns
Speziell an mir, dem du mal so offen die Offenheit vorwarfst
So scheint es mir wirklich.

Ich schau auf die Falschheit!
Und habe gelernt, sie im Leben zu ächten
Und jenen nicht zu vergeben, die sich selbst um Erkenntnis betrügen.

Aber wenn Sie so leben können
Will ich nicht ihr Alibi bleiben, an dem sie sich die Füße abreiben.

Da bin ich doch lieber mit dir allein, denn du kannst, immer auch ehrlich zu dir selber sein
Wenn du willst.

Von der Hand in den Bauch

Erster Schnee in der Luft
Und vom Fernsehen kommt ein Duft von Nostalgie
Babybücher überall
Und ich glaub du hast einen Knall
Wir leben hier in geschütztem Revier
Und doch torkle ich durch den Wald
Empfinde Gefahr vor dem Hundehasser und mir ist kalt
Dir auch im Fieber
So verwirr ich mich selbst
Die Süßen sind schon wintergelangweilt
Die letzten Äpfel schon faul
Der Saft will nicht kommen
Der Streit um das wahre Spiel die Gruppe entzweit
Vielleicht ist Vergangenheit doch nur Fantasie?
Was Wirklichkeit war, weiß man doch nie
Den jeder hält eine Andere bereit
Sind wir gesund?
Oder leben wir auch nur von der Hand in den Mund?
In dieser oder jeder beliebigen anderen Stund
Der Schnee kommt bald und dann, dann wird es richtig kalt.

Sturzbach

Im wilden Wald
Trifft man so mach besondre Wesen
Wir drei wir laufen um die Wette
Als lauere auf uns um jede Ecke
Eine schöne Joggerin
Dann müssen wir springen
Unsere Angst von uns Bellen
Dabei wollen wir doch in Wahrheit nur
Eine zarte Hand auf uns spüren
Und wild mit dem Schwanze wedeln
Tja wenn wir das nicht haben
Müssen wir uns eben an tausend Gerüchen laben
Und in Sturzbächen plantschen
Bis wir mehr Dreck als Fell sind
So lieben wir das Leben
Zuhause warten volle Näpfe und warme Körbchen
Im Haus am wilden Wald sind wir sicher
Und wenn wir das nicht haben…

Ende des Anfangs

Die schönen Seiten
Verborgener Glanz
In unseren Augen
Menschlichkeit
Will was taugen
Wir wimmeln durch den Tag
Und wenn man sich zufällig begegnet
Und es nicht regnet
Dann scheint vielleicht die Sonne
In unseren Herzen.

Und schon entzünden wir die Weihnachtsfeuer
Vergessen all den Schmerz auf der Welt
Der uns vom Glücklichsein abhält
Ein bisschen Glück
Das ich jedem wünsche
Von hier bis zum Mond.

Nicht öffentlich

Gedanken tauchen in düstere Schatten
Schwarz-weiße Vergangenheit nachchloriert
Ich möchte eine Zeitreise tun
Um all das zu verhindern!
Um alle Großväter auf ihre Irrtümer zu stoßen
Die Großen…
Fassungslos läuft der Film an uns vorüber
Immer wieder
Immer wieder
Immer wieder…

Irgendwann wächst eine Generation von Unverständnis
SS, ein Synonym für Tod
Vater verstehst du das?

Das Dunkel

Es sitzt so tief in uns
Es ist immer da
Jeder Plan zu Vertreibung muss scheitern
Aber so sehr auch falsche Mühe
So sehr auch Regelwut
So sehr auch Gewalt scheitern muss
So sehr ist auch Zeit nicht nur Druck sonder eben auch Verlässlichkeit
So sehr sind Regeln nicht nur Zwang sondern auch Sicherheit
Nichts Herr H. ist entgültig so wie es scheint
Auch wenn Überzeichnung Wahrheit hervorbringt
Sie darf sie nicht zur einzigen Wahrheit erklären
Schwäche soll akzeptiert werden
Das stimmt
Aber man kann sie auch nicht alleine lassen
Sie wird nur aus sich selbst überwunden
Aber die anderen können nicht nur schaden, sie können auch helfen
Nur schaden sie meistens, zugegeben
Während sie oft nur unbewusst helfen
Aber diese Wunder, dieses Lichter im Dunkel, gibt es
Man sollte das Dunkel und auch das Licht darum weder verteufeln noch es als Wert an sich verstehen
Das eine braucht das andere
Und der Mensch ist mit sich beides
Immer wieder
Nur diese Erkenntnis emanzipiert uns selbst vielleicht ein wenig.

Erster Kamin

Kartoffelschleier
Schlechter Geschmack
Verstummen die Schreier?
Winter auf dem Stohren
Neue Luft wir holen
Du kämpfst jeden Tag gegen die Plagen
Ich will mit dir darüber diskutieren wagen
So schmetterst du gegen mich
Bin deine Klagewand
Hör alle Klagen im ganzen Land
Kleines Land
Kleiner Planet
Millionen Sterne auf denen lebt, wer leben will gerne
Erster Kamin
Bringt Wärme im Winter
Vertreibt die Bazillen
Die mir im Hals schwellen
Auf unsichtbaren Wellen
Und kreativ bin ich aktiv
Auch wenn ich schwitze
So wird die Zeit zum Wechsel bald wieder bereit
Jahrtausend, langsam passt du in dein Kleid.

Alt und neblig

Durch den Nebel
Durch das Meer
Durch den Garten
Durch die Seele
Mit dickem Bauch
Mit Schleim im Hals
Sind wir am Ende
Unserer Walz
Verloren im Nebel
Vergessen in der Zeit
Angst um die Zukunft
Winter im Garten
Nass und kalt
Die schönen Tage lassen warten
So wird man unmerklich alt
Ganz bald.

Täterkinder

Welch furchtbares Erbe
Welche stiller Sprengsatz in meinem Bauch
So lange vergangen
So viel geschwiegen
Wirst du es mit in dein Grab nehmen Vater?
Oder wird es noch ein Zeugnis geben?
Oft hab ich gefragt
Und doch so wenig gewusst
Soviel verdrängt
Zu wenig Lust an der vollen Wahrheit
Was ist die Wahrheit?
Ich habe nicht die Kraft anzuklagen
Ich bin zu schwach
Die Verantwortung zu tragen
Aber was auch immer der NS-Ungeist meinem Vaterblut an Gift verpasst hat
Es soll in mir sterben.

Dezember Vater

Ich hab es gespürt
Nun ist es Wirklichkeit
In deinem Bauch ist was, was schreit
Zwei Wochen alt
Und irgendwann wird es bewusst
Wird es sich selbst als Mittelpunkt des eigenen Universums sehen
Und wir sind die Satteliten, die um es herum nur Kreise drehen.

Viele neue Jahre liegen vor uns
Viele neue Erfahrungen
Und viel Glück
Das wir auch brauchen
Das wir verdammt…
auch wirklich brauchen!
Ich wünsche mir Weisheit genug,
viel falsch zu machen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen
Immer an mir zu zweifeln und mir immer wieder zu vertrauen
Und ich wünsche uns die Kraft, die all das was kommt auch schafft
Sofort!

Pünktchen

So viele Gedanken die mit uns durch den Regen schwanken
So viele Zweifel die nagen
Werden wir Eltern?
Wollen wir es wagen?
So klein, kaum sichtbar bist du
Und doch schon so bei uns
Ein Pünktchen im Leben
Von so viel Hoffnung umgeben
Und mit dir wir wachsen
Unser Leben wird erwachsen
Endlich, endlich.

Doch so viel wird neu sein
Werden wir uns treu sein?
Werden wir uns halten?
Oder wird der Druck uns spalten?
Wir müssen drum ringen
Uns zusammen bringen ohne es zu zwingen
Und dabei nicht aufgeben
Was unsere Liebe bisher geschaffen
Aber kenn ich dich und mich so weiß ich, es wird nicht leicht werden
Zu dritt auf Erden.

Dunkelheit

Dunkelheit
Gelegenheit
Verwegenheit
Düsternis
Dolchstoss in der Finsternis
Regen, Regen, kein Schnee soll’s geben
Doch manchmal Eis
WO auch ein Überschlag beenden kann das Leben
Doch manchmal hat man Glück
Da ist es dann das Gottesstück
Ein Licht in jeder Dunkelheit
Ein Feuer das nie ganz erlischt
Doch kann ich daran glauben?
Die Dunkelheit will mir den Glauben rauben
Aber ein noch so finstrer Schatten
Wird mich nicht unterkriegen
Schon immer konnte ich aus jeder Lager immer wieder siegen
Das bleibt mir treu
Das wird mir ewig sein mein Gral
Mein goldnes Kalb,
mein heiliger Schrein und doch im Hinterkopf mein Alp, mein ewiges Allein
Hier wachs ich in der Dunkelheit und fühle mich doch klein
Nur immer wieder, wenn befreit, wird ich mein eigner König sein und strahlen in den Tag hinein.

Terrorfest

Im Kleinen verstecken
Im Wahnsinn verbergen
Mit Lichtern umgeben
Um Glauben diskutieren
Im Regen erfrieren.

Warmer Winter
Feuchte Sonnenstrahlen
Globaler Terror
Globaler Krieg
Was denken die Männer?
Was treibt sie voran?
Wer befreit uns aus diesem globalen Wahn?

Gott?
Wir können nur suchen
Wir können nur hoffen
Und wir können nur unsre Gedanken in Zeilen umwandeln
Unser Leben soll weiterleben
Nur dann können wir weitergeben
Was uns überzeugt.

Hierfür brauchen wir keine Gewalt
Kein Gewehr kann unsere Fehler erschießen
Keine Bombe uns von unseren zweifeln befreien
Und das Leiden der anderen ist niemals uns wert ein Jubelschreien
Das alles kann nur die Saat von Dummheit sein.

Jesus,
zurück musst du kehren
Um uns zu belehren
Denn wieder stehen wir allein
Und mutieren zu Tieren ohne deine Lehren
Ohne deine Güte ist die Welt voller Hass
Ohne deine Gelassenheit
Geht sie hektisch unter
Aber die Bösen überleben mitunter.

Und wir halten still in unserem Lebensabschnitts-Idyll
Passiere auch was will
In dieser Zeit der Besinnung
Wovon doch wenig bleiben wird
Außer der Überzeugung das der Mensch an sich verliert
Irgendwann endgültig.

Bruder Bahl

Was ist es?
Das uns trennt und doch verbindet?
So sehr wirkst du mir fremd
Und doch so manchen kurzen Augenblick ganz nah.

Ich glaube bestimmt wir wären gute Freunde
Hätte das Leben hier nicht anders sich entschieden
Obwohl wir mehr das sind was unsre Eltern unterscheidet
So ist in dir und mir auch viel mehr Gleiches als bewusst wir sehen
Ich glaube fest daran Verständnislosigkeit kann uns nicht wirklich zwischen stehen.

So sehr hab ich als Kind, dein Sein bestaunt
Du warst mir Vater, warst mir Lehrer, warst mir Held und zudem immer gut gelaunt
Doch irgendwann, da hast du dich von mir entschieden, vielleicht weil andere Gefühle dich dazu getrieben
Da war plötzlich Distanz, durch soviel Konkurrenz auf deine Liebe
Und du warst nicht dazu geboren dein Gefühl frei zu halten von dem Druck durch Herzensdiebe, die alles von dir wollten
Du warst nicht der, der sein Herz erweitert, zumindest aber am darüber reden bist stets gescheitert.

So fühlten ich und andere nur noch die zweite Wahl, erst recht nachdem dein Kind im Haus, warst du ein echter Bruder Bahl.
Ich leide noch es muss heraus!
Ich leide unter deinem Liebesentzug und der großen Verschlossenheit seitdem
Darüber schweigen ist nun genug!

Niemals hast du als Älterer mir das Gefühl von gleicher Augenhöhe gegeben
Stets fühle ich mich mit dir im Raum dir irgendwie noch immer unterlegen
Niemals hast du noch mit mir geheime Gedanken und Gefühle ausgetauscht und so sind die Jahre unverrichtet an uns vorbeigerauscht.

Was Liebe war weiß ich nur bei mir noch am Leben
Ob es bei dir noch lebt, ob ich es jemals erfahr?
Darüber und so vieles mehr würde ich so gerne mit dir lange reden.

Doch ich glaube nicht, dass es sobald geschieht
Aber wenn auch nie, ich weiß ich werde dir vergeben, den so bin ich schon mein ganzes Leben.

2003

Gondel, Gondel

Zitternder Regen
Schwappt über
weiße Ruinen
Was wir nicht erträumen
Wenn wir den Nepp versäumen
Sind wir doch nicht blind für die Rosinen
Ist alles wie es ist?
War alles wie es sein sollte?
So viele Dinge umschwirren uns auf dem Weg ins neue Jahr
5 Tage Venedig, wie nie, wie länger da…
Wir selbst werden mit uns hinein geschwemmt
Ungehemmt!
Auf wackliger Flut
Erfasst uns ein leichtes Schweben
Das kommt von dem Beben dieser Zeit
Und verkündet Furcht und Unsicherheit
Doch wir sind verbissen bereit
Nicht nur zu zweit
Der Quagel ist schon ganz bei uns
Und gibt uns die Entschlossenheit
Die jedes Hindernis entzweit
Also nehmen wir die Gondel jetzt zur Dreisamkeit.

Der Weg durch den eigenen Schweinehund

Wir fühlen uns gut
Während ihr erstickt in euren Kleinhirnen
In euren kleinen Scheinwelten.

Bei euch ist Gott
Ich gönne ihn euch
Ich bin euer gutmütige Gönner.

Wir tanken neue Selbstüberzeugung
Während ihr weiter träumt
Von einem Gott der handelt.

Oder gar an einem Gott leidet, der sich abwendet
Oder von einem perversen Gott der nur zuschaut, redet.

Ist das nicht alles gleich absurd?

Ich weiß, ihr seit zu dumm um die Wahrheit zu erkennen
Ob Papst oder Mensch.

Oder ihr seit zu klug um sie an euch heran zu lassen
Vielleicht auch beides.

Ihr wollt glauben was ihr glauben wollt
Also träumt weiter
Denn dabei seit ihr wirklich gottverlassen.

Göttlich ist nur der, wer seine Intelligenz nutzt und zweifelt.

Ich weiß, ich bin der gütige Zweifler
Ich bin der gute Skeptiker dieser Welt.

Damit lebe ich die Wahrheit und wahre das Geschenk des Lebens
Ihr hingegen verschwendet euren Geist das ganze Leben lang total.

Denn so lebt ihr euren kleinen Fanatismus in jeder täglichen Kleinigkeit.

Und immer wieder sehe ich wie sehr ihr euch selbst verstrickt
In euren Legenden.

Doch wenn ihr dabei glücklich seit, gut!

Aber ich glaube euch das nicht
Denn Ehrlichkeit zu euch selbst ist nicht eure Stärke.

Meine auch nicht, zugegeben, aber ich merke es wenigstens
Ich kenne meinen Schweinehund.

KUNST

Modernes Schaffen
Nichtssagendes Wollen
Besucher die Gaffen und nichts raffen
Wie die Affen
Ein paar Kratzer
Ein paar Kleckse
Ein zufälliges Entstehen
Eine Frage bleibt:
Ist Kunst nur Einzigartigkeit?
Ist jedes Schaffen Kunst?
Wo bleibt die Ästhetik?
Keine Ästhetik weit und breit
Keiner der uns von diesen Pseudokünstlern befreit.

M.

Eine Stadt
Mit vielen Menschen
Die nebeneinander sind
Die einander begegnen
Die einander beobachten
Aus Wohnungskasernen
Auf den vollen Straßen
In Cafés
Doch die Menschen leben alleine
Die Menschen bleiben alleine
Eine Stadt voller Leben
Eine Stadt voller Schein und getrennter Wege
Ein kurzer Reiz so eben
Kann doch mir nicht wirklich etwas geben
Ich möchte so niemals leben.

Noch Frieden

Eben noch Frieden
Wir hören die Rufer im Nebel der Wahrheit
Sollen wir sie hassen oder lieben?
Was ist die Wahrheit von dieser Seite aus?
Was ist die Wahrheit von Drüben?

Eben noch Frieden
Schon hören wir den Donner im Nebel der Lügen
Sollen wir für halbe Wahrheiten sterben?
Was werden unsere Kinder dann erben?
Hass oder Liebe?

Denn von jeder Seite aus
sieht die eigene Wahrheit
im Nebel viel wahrer aus.

Wahrscheinlich

Nicht nur denken
Nicht nur schreiben
Im Finsteren grübeln
Im Bauch nur leiden
Ohne Sinn bleibt ein Leben, das nicht überleben will
Aber nicht so.

Ohne Kraft ist die Sonne im Regen
Das frühe Jahr kämpft sich in die verzweifelte Zeit
Und ich geh der 40 entgegen
Darum vielleicht das Gewissen so schreit.

Nicht nur Stöhnen
Sondern auch Handeln
Nicht nur Zanken
Sondern auch Wanken
Für die Wahrheitsfindung
Für das Stehen was wir im Inneren als Richtig ansehen
Und ich schubse dich voran
Glaub mir du willst es, du willst in diese Richtung gehen.

Auch wenn ich selber zweifle
Auch wenn auch ich Sehnsucht habe nach dem eigenen Frieden
Auch wenn es so einfach wäre sich abzuwenden
Wahrscheinlich hätten wir sogar Glück und würden entkommen
Wahrscheinlich aber wäre mir übel dabei und ich bliebe für immer benommen.

Montagsfrieden

Kerzen in der Dunkelheit
Kreis der Freiheit
Hier stehen sie die Rufer in die Gleichgültigkeit.

Was nützt es?
Die stumme Frage geht die Runde
Es ist mir ein Bedürfnis dabei zu sein
Rede ich mir ein
Es ist mir ein Bedürfnis es raus zu schreien!

Doch nur so Wenige bilden den Zirkel
Nur so Wenige ziehen um das Münster herum
Freiburg ein Zeugnis der Armut ist das
Entsetzen macht die Menge beinah stumm.

Wo ist die Jugend?
Wo die Studenten?
Vor zehn Jahren noch war es anders
In Köln liefen wir und hielten uns an den Händen
Aber so wird die Stimme des Friedens kläglich verenden!
In einem tiefen schwarzen Loch mit alten Parolen an den Wänden.

Lausig

Lausig
Lausig bis grausig
Während wir dümpeln
Über die Gefahren der Zukunft sinnen
Die Mächtigen spinnen
War es so auch in früher Zeit
Ist es das Elend aller Menschheit
Ich höre mich sprechen
Meine Halbwahrheiten im Zorn aus dir raus brechen
So sehr glaubst du was ich sage
So sehr sehe ich wie die Dinge geschehen
So sicher wird die Wahrheit im allgemeinem Geschrei untergehen

Und wer ist da noch der im Stillen für uns weiterdenkt?
Wer hört noch darauf?
Schon im alten Griechenland stellte man die Propheten an die Wand
Doch wer kennt heut noch die Schützen?

Das bleibt uns einziger Trost, all ihr Getöse wird ihnen nichts nützen, die Zeit deckt auf ihr wahres Gesicht und zerrte ihre schwarzen Seelen ans Licht.

Fräulein Hermines Gespür für Schnee

Du kämpfst noch gegen die Wut
Mit mir am Telefon
Lass es raus, das tut gut
Entspannung ist dein Lohn.

Die böse Welt!

Wenn ich jedoch Hermine sehe
Mit der Schnauze tief im Schnee
Weiß ich doch, das Leben ist trotzdem so schön
Auch wenn wir Menschen schreckliche Parasiten sind
Würmer im Eis, Fähnchen im Wind
So werden wir an der Schönheit dieser Welt, nicht aber die Welt an uns zugrunde gehen.

Es gibt noch Kreaturen die lieben das Leben
Die leben ausgelassen schön
Und nutzen ihre kurze Zeit
Mein Leben lang will ich zusehen
Denn das ist es was meine Seele stets von jedem Zwang befreit.

Wie kann man da zweifeln, dass die Welt einen Sinn hat?
Ich sag euch, mein Sinn ist das Erkennen!
Und wenn sonst nichts ich tun kann,
so muss ich diesen Sinn der Welt euch allen hier benennen:
Er heißt Liebe.

Nicht abgeschickt

Verzweiflung
Seit wir entzwei
Gläserner Fluch
In Kälte
Nichts als finsterer Schmutz im Kopf
Flucht in grässliche Dummheit
Und du hoffst auf mich
Doch ich bin schon lange verloren.

Die Philosophie der Dummheit

Es ist der Makel der Menschheit
Ihr ewiges Suchen nach dem Siegerkuchen
Hier offenbart sich im Großen was im Kleinen schon in jeder Soapopera die Kameras bescheinen.

Kleinliche Sturheit
Kein Weitblick
Dumme Verbohrtheit
Sinnloses Streiten
Alle Argumente tut begleiten
Wer um wessen Willen kann ihre Horizonte weiten?
Jeder erkennt was da brennt
Jeder sollte es durchschauen
Keinen sollten sie für Dumm verkaufen
Doch schlage ich die Zeitung auf, will meinen Augen ich nicht trauen:
Überall auch hier das gleiche Schaulaufen.

Hier offenbart sich, das der Mensch kein überlegenes Wesen ist, sondern eine Missgeburt, die wo sie kann die eigene Scheiße frist
Und wir werden nicht geführt von weisen Männern, nein, von den größten Deppen des Planeten
Doch die Mehrzahl findet das dann auch noch ganz fein.

So kann ich nur zur Rettung aller eine letzte Warnung in die Winde schreien:
Irgendwann ist alles tot, ganz ohne Not!

Spiegel des Lebens

Was ist schon Zeit?
Was treibt uns voran?
Was macht uns zu dem,
wie uns die Anderen sehen?

Was bin ich?
Auch du wirst dir diese Frage gestellt haben
Niemand bleibt von der Suche nach dem Sinn verschont
Und wenn wir auch manchmal uns selber vergessen
Im Miteinander, die eigene Seele auffressen
Auch wenn wir schon mal im Leben versinken
Unsern Kummer gerne vernebeln und in Furcht vor der Antwort uns heillos betrinken.

Wer bin ich?
War diese Frage für dich von Bedeutung?
Bestimmt hast auch du Irrwege beschritten und mit dir selbst über verlockende Alternativen gestritten
Doch oft treibt eine unsichtbare Kraft uns weiter
und hält die Schicksalshand uns scheinbar zufällig,
ab vom endlichen Scheitern.

Wo bin ich?
Ist die Gesellschaft dein Hort gewesen, oder bist du Verzweifelt an ihrem so ambivalenten Wesen?
Hattest du einen festen Glauben, warst du zufrieden oder gab es zu vieles was dir den Schlaf wollte rauben
Gab es ein Ohr für all deine Sorgen?
Hattest auch du Augen und Ohren um sie Freunden zu borgen?

Wann bin ich?
Hast du soviel Zeit auch gut genutzt?
Bist du nicht manchmal durch das Geschehen gehetzt?
Hast du dich selbst, hast du vielleicht auch andere dabei verletzt?
Sicher hast du so manches Päckchen zu tragen, aber du solltest auch nach dem Glück der anderen fragen
Willst du gar manchmal wie die Anderen sein, anders werden, dich selber befreien?

Wie bin ich?
Du siehst das Sein, wann und wo, wer und was, macht ganz alleine glücklich und froh, bringt ganz von selber das Gefühl man wäre im Zoo
Drum können wir alle noch viel, viel lernen, über uns selbst,
die Anderen,
die Nahen und die Fernen
und dafür braucht es unendlich viel Zeit
und sehr viel guten Willen halte bereit
So sollst du, mein Bruder hier, in mindestens noch einmal 50 Jahren, Gelegenheit bekommen, dies schwierige und doch so schöne Leben, weiter zu erfahren.

Bowling for Colombine

Wir brauchen Schutz vor der Willkür des Nachbarn!
10.000 mal im Jahr.

Wir brauchen mehr Filme wie diese
Wir brauchen mehr Aufklärung.

Wer schützt die Amerikaner vor sich selbst?

Wer schützt uns vor unserer Angst vor uns selbst?

10.000 Morde.

10.000 Menschen willkürlich tot.

Willkür, Angst
Angst, Willkür
…und das alles auf Film.

Danke Mr. M., auch wenn sie nicht weniger fanatisch sind.

Die Elfen von N.Y.

Will ich jemals in dieses Land?

So wenige Menschen denken dort über diese Dinge nach
Oder?

Sie benötigten kleine Fabelwesen um die Dinge zu erkennen.

Das ist der amerikanische Way of Life.

Danke Mr. Millar für diese wunderbare Geschichte.

Ganz ohne Mörderbienen
Ganz ohne Helden
Nur mit Antihelden
Nur mit blanker Realität
Und doch voller Poesie

Die sterbenden Penner hören sie nie.

Übel

Sonne flutet in die Zimmer
Und ihr schaut sehnsüchtig heraus
Wollt nach draußen, ganz wie immer
Doch das Draußen ist es, vor dem mir graut.

Deine Tage sind jetzt übel
Ganz und gar bist du gepackt
Jetzt verfluchst du deine Wünsche
Deine Sehnsucht nach dem Kind verweht kläglich im Gallewind.

Und ich suche unterdessen nach dem Weg durch die Zeit
Suche nach der Sprache über all die Übelkeit
Suche nach der Kraft die mich von all der Fessel ganz befreit.

So verzweigen sich die Weg in Unendlichkeit
So verströmt jeder neue Tag seine Eigenheit
Auch wenn man sie nicht immer mag
Sie laufen mit der Uhr ungefragt.

Doch die Sonne zeigt den Frühling
Und die Depression vergeht
Aber kommt der Krieg mit seinen Übeln
Ist es für die Hoffnung doch zu spät
Nur wir leben weiter
unverzagt.

Leichtes Murren

So sind die Tage voller Fragen
So sind die Stunden voller Agonie
So sind die Sekunden vorbei, so schnell wie nie
Und die Sonne lockt uns aus der Höhle
Und die Sterne leuchten in der Nacht
Alles zerrt an uns
Alles will uns stoßen mit Macht.
Steht da einer, der hinter unseren Rücken lacht?

Wir rollen weiter
Ohne zu murren
Ohne Ziel und wirkliche Intention
Und schließlich auch ohne Lohn
Ein Leben zum Hohn
Nur für die geheimen Gedanken
Gibt es keine Schranken
Hier sind wir einzig
Und haben Gott zu danken
Aber das Murren bleibt
Es füllt uns die Zeit
Und macht uns bereit für die mögliche Gelegenheit
Die uns aus unserem Trott befreit
Irgendwann.

Sonniger März

Vorbei das bunte Treiben
In alter Heimat seltsames Gefühl
Wie Zeitversetzt
Wie als wäre alles ein verzerrtes Spiel.

Zurück im Neuen stürmen die wahren Dinge auf uns ein
Wir hetzen durch das Geschehen
Geduckt und klein.

Neu müssen wir lernen zu stehen
Auf das was wichtig ist einzugehen
Und Wahrheit von Unsinn zu unterscheiden
Nur dann können wir es beenden, das ziellose Treiben.

Die Süßen lieben uns nicht mehr
Das Baby wächst unentwegt heran
Die Arbeit treibt uns am Abgrund entlang
Der Garten blüht auf und fordert sein Recht
Was ist hier Wahnsinn, was ist hier echt?

Da ist die unechte Sonne im März
Die Schwüle wie Sommer im Herz
Das ist kein Scherz
Das ist das Leben
Es gleitet oft ruhig voran, nur manchmal kommen große Beben.

Zurück zum Kalkül
Zurück zur Kraft
Die uns trägt
Die uns neue Perspektiven schafft
Mit festem Blick auf die wichtigsten Ziele
Denn das Leben ist eben so viel
Und es ist kein Spiel.

Bomben

Dunkelheit über lichte Weiten
Schmoren in dicken Zeiten
Krieg ich die Kurve?
Werd ich mich ändern?
Wer bin ich?
Was will ich?
Was passiert in anderen Ländern?
Irgendwo ist Krieg
Und bald die Katastrophe singt ein weiteres Todeslied
Der Untergang der Menschlichkeit
Macht sich bereit.

Die USA sind mehr Mensch als wir
Den sie denken instinktiv primitiv
Europäer sind inzwischen besser erzogen
Aber beide sind verlogen
Nichts ändert sich in der Evolution
Außer vielleicht der Natur letzter Lohn
Nach den Bomben
Worauf auch immer.

KRIEG

Krieg
Krieg
Krieg
Krieg!
Wogegen?
Wofür?
Welcher Teufel tobt hier vor unserer Tür?

Freiheit
Freiheit
Freiheit!
Hört man Mr. Bush sagen
Für wenn?
Von wem?
Wie können sie glauben das nur sie die Wahrheit sehen?
Kein unschuldiger Mensch sollte sterben
Kein Mensch ist unschuldig auf Erden!

Aber ist es zu verhindern?
Ich weis nicht wo hier die Blindheit liegt?
Ich weiß es einfach nicht
Man sieht, man erfährt nur KRIEG.

Ob der Verstand oder das Gefühl hier siegt
Zurück bleibt immer Trauer
Die gräbt sich in unsere Seelen auf Dauer.

Doch was ich weiß und sprühen will an jede Mauer
Auch beim nächsten Mal sind wir nicht schlauer.

Wenn es Liebe ist

Wenn es Liebe ist, was mich mit deinen Lippen küsst,
wenn es sich für ewig so wunderbar anfühlt
Wenn es mich treibt durch alles Hindernis
Wenn ich dich ewig spür an mir
Dann muss es Liebe sein
was uns schon hält so viele Jahre nicht allein.

Auch wenn wir so verschieden
Auch wenn wir täglich uns bekriegen
So fühl ich doch auch jeden Tag,
das ich nichts mehr auf dieser Welt so mag wie dich
Kein böses Wort erreicht mein Herz im tiefen Grunde und auch kein übler Scherz bleibt länger mir im Halse stecken
Nichts erreicht die Tiefe unsrer Triebe,
nichts durchbohrt die unerreichte Kraft all unserer Liebe.

Alles prallt hier ab wie tausend Ping-Pong-Bälle
und kein schlechtes Gefühl kann werden dauernd meines Ärgers Quelle.
Du bist meine gute Seele,
du bist mein Weg und auch mein Ziel
Seit wir verbunden sind,
ist deine Liebe der Kraftstoff für mein Überlebensspiel.

So bist du Mittelpunkt unsrer Familie
Unsere Lebensversicherung und unsre teuerste Immobilie
Wir kuscheln uns in deine warmen Arme und drängen uns in deinen weichen Schoß
Es hilft dir nichts, dass ist auch länger noch dein Los
Und was du auch vielleicht gehofft hast sehr, wir bleiben nicht alleine dein durchs Leben dich verfolgendes Liebesheer
Nein, wir werden sogar einer mehr.

Stille

Eine schöne Zeit in der
Stille.

In der Stille verborgen die Sorgen von heute
Aber nichts wissen wir von den Sorgen von Morgen
Und das ist gut so
Den nur so verlieren wir nicht den Mut
Nur so sind wir auch morgen noch wie heute so gut
Stille ist unsere Schutzbrille
Ich hoffe in der Stille leise
Auf meine Weise zu überleben.

Und morgen kommt der Sprung zurück in den Lärm
Ach ich bliebe in der Stille so gern geborgen
Mit dir und mit Freunden
Mit meinen Träumen und meinen eigenen Sorgen.

Aber wir leben weiter mit unseren lauten Gedanken
Ohne Schmerzensschranken
Wir tönen weiter durch das Leben
Vergebens dabei nach Stille zu streben
Unsere Hoffnung verhallt als schrilles Echo des Stillen
Ganz gegen unseren Willen.

Bewegung

Bewegung in dir
Zeigt uns das Leben ist hier
Unter uns, mit uns!
Bewegung wird es immer geben
Wir tauchen mit ihr durch das Leben
Wir schwimmen durch die Lebenswellen
Zu irgendwo verborgenen Quellen
Aus denen neues Leben entsteht
Und altes Aas im Strudel vergeht
Bewegung ist Leben und wonach wir auch streben, ganz plötzlich und immer schon werden wir uns tödlich falsch bewegen
Dann sind wir unsrem Schicksal erlegen
So oder so, gefährdete Schwimmer.

Dicker Bauch

Ich habe auch einen dicken Bauch
Das bewegt den Mann
Bewegt er sich schon in dir auch?
Was weiß ich?
Wir treiben darauf zu
So unbewegt
So wie immer
Es wird uns treffen wie der Schlag oder noch schlimmer
Ist das die Erfahrung die ich wirklich noch haben mag?
Danach ist vorbei das Schluderleben
Nun endlich trägt man Verantwortung für ein neues Leben
Wer wird uns vergeben?
Ich wachse mit, hoffe ich und bin ihm immer voraus einen Schritt
Doch irgendwann will er das nicht mehr
Ich weiß, ich weiß, so wir es sein
Bald ist er da und nur ein paar Jahrezehnte später sind wir, ist er, wieder allein
Und das soll dann der Traum vom Eltern werden sein?
Nur der Bauch der bleibt und Falten hat er mehr
Das Leben ist schon schwer.

Draußen

Ein tiefes Graben
Das Verfolgen der Raben
Das Verbellen der Ziegen die müde auf der Wiese liegen
Und überall Nonnen, die Raben gleich sich sonnen.

Ich will diese Wirklichkeit mit Wörtern durchdringen und mit mir gemeinsam um den wahren Ausdruck der Dinge ringen
Soviel Potential ist fast eine Qual.

Zwei Lebewesen und der Wind, mir stets wie die Erleuchtung sind
Sie leben so sehr, sie zu lieben fällt nicht schwer
Es schneit im April
Der Atem gefriert und jeder Gedanke vibriert in dem man sich verliert.

Lieder zur Sonne

Blick in den Garten
Ein Ende das Warten
Hinaus in die Welt
Es kostet kein Geld
Nur so will ich leben
Nur dafür sterben
Ihr seit meine Erben
Und macht dann den Tanz
Um all meinen wunderbaren Firlefanz
Im zukünftigen Sonnenglanz.

Hinaus in die Kälte der lichten Wiese
Hinab in das Tal des ewigen Grün
Nichts nimmt mir die Tage
Und nichts die schöne Devise
Ganz tierisch ich springe, belle und singe im sonnigen Glanz
Wie einst die Liese.

Weiße Seele

Verzweifeln am Leben und doch vergeben
So bin ich eben
Und irgendwann werd ich beweisen, dass man nicht das Leben muss hassen um gute Poesie zu verfassen
Wollt ihr jetzt lachen?

Ich steh auf bei eurem Gelächter, würde ich sterben, ging es mir schlechter
Wohl weiß ich, dass ich nicht unverwundbar bin, aber man kann mich nicht so leicht umbringen
Dafür bin ich zu stolz
und glaube noch immer, das ich die Revanche kann gewinnen.

Um mich selber zu töten, wär ich zu feige
Aber vor allem, ich leih meinem Jammer nur kurz mal mein Ohr, dann bin ich schnell wieder so naiv wie zuvor
Eben immer ein Thor
Mit dem schlichten Glauben, man könne ihm das Gute nicht endgültig rauben.

Schnee im April

Was immer fällt
auf diese Welt
Ist ungezählt
Nicht vorher zu sagen
Was immer geschieht
In diesem Gebiet
Muss man ertragen.

Nun sieht man wieder
was man kaum glaubt
Nun spürt man es
bis auf die Haut
Und unter diesem weißen Kleid
Unendliches Leid.

Ein Sterben das wir vergessen werden
Ein Weiterleben wird es immer geben
Ein Weiter so ganz sowieso.

Doch irgendwie sind wir zufrieden
Denn wir haben uns dafür entschieden
Diese Welt trotzdem zu lieben.

Zu heiß gegrillt

Träume vom Leben
Unendlich Geld ausgeben
Tun was man will
So geht das Spiel ganz viel,
Bei Hitze im April.

Nein, nein
Wenn ich in mir suche
dann gehe ich unter,
ganz cool und munter
Lieber will ich schweben
und durch das Leben mich träumend begeben.

Was denken die Menschen?
Was träumen sie?
Wollen sie Sonne oder wollen sie Schnee?
Wer weiß schon was andere fühlen genau
Schön wär’s, wir wären wohl doppelt so schlau.

Nicht übel wär’s
Aber eigentlich wohl doch, denn wenn wir uns alle verstehen könnten, wäre das Leben doch gar nicht mehr hipp
Der Unterschied bringt uns den Kick.

So bleiben uns verborgen,
alle fremden Sorgen
Und wir können uns noch morgen zum Grillen die Zeit borgen
und wenigstens ein bisschen locker sein.

Die Angst im dicken Bauch

Nachosterwehen
Lass sie vorüber gehen
Schönes Frühjahr
Frühe Grillsaison
Krieg vorbei
Normales Leben ohne Pardon
Ostermarsch für Arsch
Kindergeschrei oh weh
Probleme, Probleme so weit ich seh!
Und wir lassen uns treiben
In die ungewissen Zeiten
Was platzt da in unser Leben?
Was wird es da bald Grausliges geben?
Der Bauch wird immer dicker
Die Luft auch
Seht ihr den Rauch?
Völlig Neues wird uns geschehen
Ob wir’s überleben, man wird sehen.

Straßbourg

Kannst du es denken?
Abschluss April
Geburtstagsnachklang in ganz großem Stil
Wundervolles Sein noch zu zweien
Bald ist das vorüber
Denn wir tragen dich schon hin und auch wieder hinüber
In unser Leben
Du bist schon dabei zu werden
Kannst du empfinden?
Kannst du dich schon an uns binden?
Während wir noch wandeln durch eine fremde Welt,
so nah bei uns und doch so fern
So ist es auch für dich
wenn bald für uns der Hammer fällt
Du bist uns noch so fremd und schon so gern.

Sterne gucken

Trompete der Nacht
Trompete der Stille
Still liegt die Wiese
Leise rauscht der Löwenzahn
Am Himmel die Sterne
Am Himmel die Nacht
Hier haben wir Tag für Tag gemeinsam verbracht
Ganz einsam zusammen
Sind wir ein Wesen und können das Gleiche in den Sternen lesen.

Hallo Luisa

Irgendwo treffen die Sterne sich gerne
Im Dunkel sind sie nur versteckt
Sie leuchten heftig in der Ferne und erlöschen oft erschreckt
Wer an sie glaubt, das beste in sich selbst erweckt.

Hallo Luisa!
Dein Stern ist neu
Er leuchtet jung doch bleibt dir lang, so hoffe ich lange, lange treu
Du gehst ins Leben und wirst ihm, glaub mir sehr viel wirst du ihm geben
Was du bekommst ist Nichts dagegen
Und alle Wesen die du triffst, auf deiner Reise durch das Sein,
sind genau wie du so klein
Also genug darum musst du nicht weiter schreien.

Wie sie, so bist auch du besonders
Hast du das gewusst?
Auch aus dir wird eine Sonne
Die leuchten wird aus reiner Wonne, über so manchen Horizont
Du wirst Wärme sein und Licht
Du wirst groß sein und bleibst hurra, nicht immer, so ein Wicht
Und wenn du doch in ferne Zeit einmal erlischst
So warst du da und ist das allein nicht wunderbar?

Auszeit

Die Zeit verweilt
Und Gedanken wuchern in alle Ferne
Was soll werden?
Was will ich gerne?
Ich treibe voran ins Irgendwann
Jetzt zwischen den Zeiten
Weiß wieder nicht wohin das Schicksal will mich leiten
Noch immer spielt in mir das Kind
Noch immer bläst mich fort der Wind
Noch immer bin ich glücklich dort, wo andere unruhig sind
Noch nie hat etwas mich letztlich gehetzt
Ich habe Zeit,
Und warte stets beschäftigt auf alles, neue Glück was sich für mein unser Leben prophezeit
Ich bin gewiss, es wird sich alles geben, ich bin für alles Ungemach bereit
Ich werde Vieles, Neues und auch Schönes noch erleben
Ich werde nie mich dieser allgemeinen Hektik oder irgendeiner Suche übergeben
Mein Seelenlot ist ewig
Ich weiß zu würdigen mein Leben
Ob noch im Alltag oder in dieser Auszeit hier
Ich ruhe fest in mir und lehne sanft an dir
Und all das, lässt mich ewig schweben.

Was wenn?

Was wäre wenn?
Alles kann taumeln und im unwegsamen Schicksal sich verirren
Alles kann sterben und den Teufel noch beerben
Was wenn der Kerl all seine schlechten Dinge noch nicht vergeben?
Was wenn alle Hoffnung dann zerbricht?
Wenn ausgeht jedes unsrer kleinen Leben
Wenn Unglück über Menschen käme wie ein Strafgericht?
Warum soll es nicht uns treffen?
Nichts macht unser Schicksal hier immun
Aber wenn es wäre
Wenn alles Schlimme, Böse, käme unserem Glücke in die Quere
Ist nur die dumme Hoffnung Licht und rettet vielleicht meine Ehre,
ich selber kann es nicht.

Und da ich nicht versprechen wage
Was dann nicht zu halten ist
Ich weiß heute eben nur Irgendwie, hält mich das Schicksal immer in der Spur
Und so prallte auch bisher jedes Leid mir ab und machte meinen Willen stur, wie ein Esel vor dem Trab
Was also auch geschieht, ich muss es überleben, denn nur ich kann später, davon auf diese Weise Zeugnis geben.

Villa Estelle

Palmen in Sonne
Dekadentes Verbrennen
Herrliches Poolnass
Liegestühle vor Olivenhainen
Blick auf die Berge
Finca allein
In so wunderbaren Wochen, bleichen die müden Knochen
Auf der Suche nach Schatten
Planen wir ein bisschen Kultur
Mallorca du Insel pur
Brot und Wein
Im Bauch das Kindelein
So träumen wir in unseren Tag hinein
Völlig weg von allem Alltagsschreck
Völlig tief im Sinn
Was auch danach das Jahr noch bringt
In Belanglosigkeit versinkt
So schnell ist Sein bewusst, trotz allem Frust
Und ich fühle neue Kraft, die zumindestens Gelassenheit mir schafft.

Flug

Geräusche!
Anspannung
Es lässt nicht los
Werden wir finden was wir suchen?
Was suchen wir?
Ich bewundere deine Sicherheit
Die ist nicht die Meine
Hier sind wir verborgen vor der Welt
Ist es das?
Wir genießen ein teures Luxusleben
Und sonst nur Elend
Kann mein Gewissen hier die Bisse vermissen?
Schon
Menschlich ist der vergessene Lohn
Glück ist vom Leben das größte Stück
Und es bleibt der Bauch
Aber es lässt auch Zeit für diese Zeichen hier im Rauch
So war es immer Brauch
Und nur wer seinem Glück vertraut
Und wer es immer neu gelobt
Kann diese Weisheit leben
Und sie seinen Kinder vielleicht auch weitergeben.

Mein Kind

Was ist schon gewiss?
Noch zittere ich vor dir
Und doch bist du schon wirklich da in mir
Wie Hauch vor meinen Augen
Wie Flaum auf meiner Haut
So zittert es im Bauch.
Zur gleichen Zeit
bist du auch noch weit
Wie Traum oder wie Vergangenheit

Was kann ich sein für dich?
Wie sehr wirst du wie ich?
Wird mir gelingen zu werden dir ein guter Freund?
Jemand dem du Vertrauen schenkst?
An den du voller Liebe denkst?
Was ist schon gewiss?
Was kann ich versuchen?
Um mich in deinem Leben einzubuchen.

Ich will zumindest dir den guten Teil meiner Seele leihen
Und dich von allem Zwang befreien
Wenn es mir gelingt, sollst du immer sein ein Mensch und das so schnell es geht allein
Wie nah bei mir, kann ganz allein, deine Entscheidung dann sein.

Ohne Süßen

Sind sie noch im Leben?
Oder nur dabei eben?
Meine Süßen weit entfernt
Mein Herz das lärmt
Sie sind geliebte Wesen
Mir tief verbunden
Wenn sie leiden, wird es mich verwunden
Wenn nicht, dann auch
So bin ich auf mich bezogen
Ein Gefühlsnun ungelogen
Stets auf der Suche nach den Liebesdrogen
Bei euch Süßen in Gefühl
ist mein Leiden nicht mehr Spiel
Ihr seit mir viel, seit mir alles
Denn in euch bin ich Mensch erst ganz
Wenn ich sehe eure Freude in eurem Augenglanz
Wo wir uns wiedersehen, werdet ihr verstehen

Sommerfest

Was wir wollen
Was wir suchen
Ist die Nähe, ist die Freundschaft
Was wir finden, soll verbinden
Doch nicht alle sind bereit, nicht jeder diese Nähe sich verzeiht
Ist es deutsches Versagen?
Können diese besser Kühle vertragen?
Wir wollen Liebe, doch mancher sieht in uns nur Herzensdiebe
So ist der Sommer immer Spiegel
Ist das Fest ein Pool der Freude, wie der Qual
Zwar können viele es genießen, doch wenige geben zurück davon ein Stück
Dabei sind sie sich selber Feind
Und verpassen so ein bisschen Lebensglück
Verrückte Dummheit.

Dicker allein

So sind wir furchtbar Egoisten
Wir nehmen uns die Qualität, indem wir von zuhause flüchten
Und zurück bleiben die Lieben
Scheiß egal wo sie geblieben
So sind wir schlecht
Aber im Gedanken sind wir auch bei dir, du heiß geliebtes Katertier
Beiß dich durch
Du bist gewiss noch immer stark, ein
K-donis
Nutze die Zeit und halt dich gut
das macht auch unsrem Gewissen Mut
In jedem Fall, sind wir Schuld bewusst
Und wie die Süßen, hast du allen Grund zum Frust
Und wenn wir uns dann wiedersehen, darfst du auch auf dem Tisch ne Ehrenrunde drehen.

Meine Fantasie

Wenn die Hitze mich verbrennt
Die Gedanken wanken
Süße Träume sind beständig dann präsent
Und wie immer turnt mich an, was alles weiblich, sexy und pervers sein kann
So seh ich vor mir die Kolonne schöner Weiber, jede Nacht,
auf Pumps, wehrlos gebunden und sehr willig zu mir kommen
So süße Nutten, hilflose Sklavinnen, die keck gegen meine Lust sich trotzen und doch selbst überlaufen in ihren Votzen
All das treibt meinen Phallus sehr belebt und beherrscht meine Sinne unentwegt
Ich schwimme in diesen geilen Gedanken und kann mich so von Orgasmus zu Orgasmus ranken
Fast schöner als die Wirklichkeit
Trotz aller Moral und wenn auch banal
Ist dieses Gefühl so wunderbare und ursprüngliche Qual
Doch es lebe die Fantasie gegen all die Prüderie.

Traumfänger

Dies ist die Suche
Die uns verfolgt
Ein Gewebe aus Linien
aus denen wir gesponnen
Ein Fächer des Lebens der uns verbindet
Wir sehen die Linie und auch wieder Schleier
Und wir träumen die schönsten Wunder
Und wandeln durch tausend Fegefeuer
Danke Mr. K. Für den Gedankenfang
In mir wird klar wohin das Leben ranken kann
Welch Spinngewebe unser Sein umgibt
Wir hassen das Leben und es ist uns geliebt
In uns der Teufel in grauer Gestalt
Ist nichts als die Furcht, die als stetes Echo in uns hallt
Ich sah das Symbol im Kloster Lluc
Es war mir ein greifbares Zeichen von Sinnesbetrug
Und Antwort genug.

Frau G.

Ich weiß, meine Sicht ist subjektiv
Doch wen wir deutlich sehen, das Schicksal sich bewusst entschließt
Und diese Sicht ist, dem bin ich ganz gewiss, für jeden Menschen, der Ähnliches erleidet, Pflicht
Meine Worte fließen in mir in Gedanken und umgekehrt umher
Wie junge Frösche, die dann irgendwann zu laut Quaken
Und obwohl ich weiß um die moralischen Schranken
Die Frösche nerven, die Schlagbäume wanken
Ich muss sie beschmutzen, die eigenen Laken.

Denn ich weiß auch um ihren Wahrheitswert
Frau G. Du bist dir es selbst nicht bewusst, obwohl ich lange das gehofft, was ich schon früh gesehen:
Dein Leben ist Frust, der an dir frisst!
Auch wenn dein Zorn dich nun verschließt, so wirst du mich verstehen
Denn dies ist für beinah alle Menschen das schlimmste Gefühl
Etwas was jeden macht verkehrt
Ist eben der Zweifel an dem eigenen Wert
Der sich nur an den anderen misst
Das vergiftet oft all deine Sinne und bleicht dir dünn die eigene Hülle
Glaub mir, du bist sehr krank und deinen Lieben eine schwere Last
Besonders aber, gib es zu, dir selbst dann oft verhasst
Ich weiß das schon lange Frau G.
Und wenn ich auch aus Rücksicht bisher schwieg,
so muss ich es doch hier einmal gestehen
Schluss mit deinem Selbstbetrug!

Und auch du selbst, zu spät ist es für niemanden, solltest dringend in dich gehen
Gestatte dir mal Ehrlichkeit von eigner Lüge abzutrennen
Öffne die Augen, dann wirst du Mitleid und nicht Verrat um dich herum erkennen
Und nimm es wahr als Hand die dir gereicht,
von diesem Wahn des eigenen Lebens sich endlich abzuwenden
Dann ganz vielleicht, sind meine Zeilen doch hier nicht vergebens
Und du kannst dein zweifelhaftes, altes Sein, vielleicht noch rechtzeitig beenden
Dir wieder selbst vertrauen und einem neuen, schönen, befreiten zweiten Leben, voll Zuversicht entgegen schauen.

Wirst du es tun?
Ich wage nicht daran zu glauben
Denn gerade mir, wirst du den gut gemeinten Rat wohl nicht erlauben
Doch dann kann nur der Zufall noch, dein Schicksal überwinden
Wenn du ihm denn mehr vertraust, wirst du vielleicht noch eine Lösung finden
Doch sehe ich die Hoffnungen wirklich schwinden.

Rieselfeld

Es ist nur zum Teil Sehnsucht
Andererseits Furcht
Wieder dreht sich das Rad
Wieder gabelt sich der Pfad
Wohin zieht die Kraft?
Es kommt zum Duell
Die Zeit ganz kurz langsam, fließt wieder schnell
Nach der Auszeit, die neue Herausforderung
Will ich es, will ich entfliehen?
Will ich gestalten oder nur den Zustand verwalten?
Soviel kommt neu, soviel Kraft werd ich brauchen
Doch ich weiß, ich bin stark
Kann Berge versetzten
Und ich lass mich von niemandem über die Ziellinie hetzen
Meine Seele gewinnt, welch Schicksal auch schon bald durch meine Finger rinnt.

Vision

Da wirkt eine Kraft, die etwas in mir erschafft
Ein positives Streben nach Weiterleben
Ich schließe die Augen und erschaffe in mir süße Trauben
Und damit wirkt die Sehnsucht unerschöpflich
Und die Gedanken folgen weißen Tauben
Ich weiß um meine Poesie
Ein Leben in der Wunderwelt, in welcher nur die Freiheit zählt
Will ich mit all meinen Gedanken, schrankenlos nach draußen wanken?
Suche wirklich den Spott und Hohn als garantierten Dichterlohn?
Brauche ich den Neid, brauche ich Verachtung?
Brauche ich den tanz ums goldene Kalb?
Es kommt wie es kommt, auf leisen Sohlen, will mich der Alptraum Leben holen
Hier sitze ich nun und zittere schon vor der Kritik
Mein Hals wird trocken, die Zunge dick
Der Kopf wird schwer
Ereignisreiches rast daher
Schon wieder habe ich die Vision
Ich werde berühmt, das weiß ich schon
Das raubt mir die Gelassenheit und alle Ängste sind befreit
Ich spüre genau, es ist soweit
Noch eine Woche lasst mich in Frieden bloß
Erst dann kehr ich zurück in euren Schicksalsschoß
Bis dahin habt ihr Zeit, das Feuer unter meinem Topf zu schüren
Die Zunge euch zu lecken, die Soße umzurühren
Doch seit gewarnt, vielleicht werd ich euch dann, doch nicht so köstlich schmecken.

Ein anders Leben

Insel der Flucht
Insel der Sehnsucht
Viel Schönheit, viel Geschichte
Mehr Zeit wäre gut
Doch zuhause warten die Lieben
Werden sie uns das Verlassen vergeben?
Vielleicht in einem anderen Leben
Zwei Wochen Gedanken
Zwei Wochen tauchen in die Kraft der Verstellung
In ein unerschöpfliches schwarzes Loch
Während die wahre Schöpfung wächst
Sie neu erfindet und uns noch stärker verbindet
Die Zeit vergeht, dein Bauch sich bläht
Für Rettung ist es bald zu spät
Zuhause wartet vieles neu, alles im Wandel, wenig treu
Nur ich und mein anderes ich sind immer dabei
Hoffnung, Verzweiflung, Stolz und Spott, sind mir wie immer ein meduser Gott
Ich muss darauf achten nicht zu verachten
Und will respektieren was mich als Mensch entfremdet, denn sonst meine Menschlichkeit schleichend endet
Schon ich spür, wie ich den Boden unter den Füssen verlier
Das Böse ist hier
Auch ein anderes Leben ist nicht nur gut, Gewissen sei auf der Hut.

Schwere Zeiten

Zu lange hab ich es treiben lassen
Unser Treiben
Zu lange gehofft wir würden schon an dem Bankrott vorüber gleiten
Auch du warst blind
Wir beide wie wir wirklich sind
Fast ist es zu spät
Jetzt muss die Wende kommen
Bevor wir alle Lieben mit in diesen tiefen Abgrund haben mitgenommen
Es muss jetzt kommen eiserne Disziplin, sonst weiß ich nicht wohin
Gemeinsam waren wir arglos, gemeinsam müssen wir es wagen
Das Leben nun dem besten aller Schicksale entgegen zu tragen.

Dicker Wanst

Kampf mit dem Schweinhund
Wird mir zu bunt
Irgendwann muss auch mal dieser Teufel gefangen werden
Und die Freunde sterben, wie sollen wir sie anständig beerben?
Es wäre leicht, jetzt zu gehen
Auf nimmer Wiedersehen
Noch nie war ich dem Sprung so nah
Denn alles scheitert,
alles entgleitet, alles wir mir unnahbar
Warum nur?
Zu sehr ließ ich es treiben
Zu sehr schaute ich den Problemen beim wachsen zu
Und nun ist es geschehen
Wir beide sind zu dick zum stehen
Und liegen in den letzten Wehen
Noch schnell ein Foto?
Dann lass uns gehen.

9 Jahre

Wenn ich weiß, du bist nah
Schlägt mein Herz so wunderbar
Wenn ich spür, du bist fern
Sinkt mein Stern
Um uns herum dreht sich die Welt
Doch nur unser Glück das zählt
9 Jahre bist du nun mein Sonnenschein,
mein Lustobjekt, mein Schweinebein
Ich weiß nicht, wie es jemals konnte anders sein
Nichts ist schöner als dich spüren
Und sich in dir zu verlieren
Wenn ich deine Stimme höre
Klingt das mir wie Engelschöre
Und deine Küsse sind wie süße Trauben
Die mir alle Sinne rauben
Deinen Brüsten will ich ewig meine Lippen leihen
Und zwischen deinen Schenkeln soll mein höchster Tempel sein
Wenn ich spüre du bist hier
Will mein Herz ewig mit dir
Wo du auch bist, du bist nie fern
Denn mit dir wandert mein Glück mit wie ein Zwillingstern
Und leuchtet hell am Himmelszelt
Bis ans Ende dieser Welt.

Die Brut

Sprachlos
Im Bauch leer
Du strampelst dem entgegen
Ich lenke mich ab
Sinnlos und ohne Begehr
Spiele durch die Zeit
Und er wächst und wächst
Andere nehmen alles so wichtig
Für mich wird es irgendwann so sein und dann bin ich bereit
Aber ich mach mich nicht verrückt damit
Nur deine Angst wächst mit dem Bauch
Das seh ich auch
Aber ich kann sie dir nicht nehmen
Sie ist natürlich
du musst dich ihr ergeben
Du brütest es aus
Nur noch fünf Wochen und dann hat es Knochen
Für uns alle wird sich dann viel verändern
Ihr braucht gar nicht so zu tun, als würdet ihr ruhen in euren Körbchen, seh ich genau, das eure Ohren hängen über den Rändern
Es ist zum bellen
Wer gibt uns den Mut für die Brut?

Sonnenkraft

Mit der Hitze sind wir frei
Du bist so rund wie ein Ei
Kaum vorstellbar das was da kommt uns noch verschont
Das Vatersein ist mir ganz ungewohnt
In der Hitze verschwimmt die Realität
Es ist zu spät, alles zu schwer
Ich fühle mit, du leidest mehr
Frau C. ist weg, sie war dir eine wahre Freundin eben
Das war ihr Zweck
Ich hingegen wandle auf tönernem Gestell
Und bin beständig deines Ärgers Quell
Die Zeit sie läuft
Hoffe du schöpfst die Kraft noch hier mit mir
Durch den Bauch und durch den Kopf
Ich vertraue auf unser altes Glück
Das es kommt heil durch deine Lück
Mag nicht denken an das gewisse Risiko
Gemeinsam wird es uns gelingen, den Quagel auf die Welt zu bringen.

Blumenkind

Was die Blumen sagen, was die Blumen verschweigen
Sie trinken die Sonne, sie lieben den Regen auch wenn sie leiden
Ich schenk dir tausend Rosen,
von den Großen
Ich schreib dir meine Liebe in die Seele
Das ich bei dir bin
Wo du auch bist
Wo du auch hoffst
Du bist nicht allein
Ich will ganz bei dir, ganz in dir sein
Schrei es heraus
Öffne dich mir ganz
Denn damit beginnt der entscheidende Tanz
Dein Kind wächst heran und dann, irgendwann,
muss es gehen
Du wirst sehen und verstehen.

Bauchlos

Der Bauch will nicht weichen
Weder bei dir noch bei mir
Wir quälen uns durch die Jahrhunderthitze
Und sehnen herbei Donner und Blitze
Was können wir tun?
Worauf noch warten
Der Tag flimmert, auch im wunderbaren Garten
Zu zäh ist die Luft um sie in Worte zu fassen
Man kann einfach nur die Seele so baumeln lassen
Und die Sonne muss man in diesen Tagen einfach hassen
Und dabei trinken, trinken bis zum Abwinken
Aber bloß nichts essen, sonst bleibt der Bauch
Bei dir nicht mehr lange, aber bei mir sitzt er fest, wie in einem gemütlichen Nest
Wie der Kleine bei dir auch.

Marlon

Dein schwaches Ich
So stark und tief, blickt es schon in mich
Du schaust so voller Wille in die Welt
Und ich zittere um deinen kleinen Leib
So klein und schwach, so ganz die Mutter äußerlich
Und ganz die Vaterseele
Doch ich weiß, da ist ein starker Kern, der tapfer in dir schlägt
Und alles will erleben
Ein eigenes Leben lang
Mein ganzes Hoffen steht dir bei
Du bist mein Sohn, mein eignes Ei
Und von der Mutter ist der Kopf, der alles schafft und viel erhofft
Auch dich kann ich nur lieben
Du bist schon tief in meinem Herzen
Auf festem Platz, ein unverwechselbarer
Schatz
Dein schwaches Ich bin ich nur selbst
Und das ist wirklich mal ein wahrer Satz.

Du musst essen kleiner Eßer

Du bist so schwach und klein,
es geht nix in dich rein
Dabei musst du doch stopfen
Sonst bekommst du nur noch Tropfen
Da hast du schon die Brust, die Runde
Und führst sie doch nicht stets zum Munde
Ein kleiner müder Kerl bist du, ich weiß, du kannst gar nix dazu
Doch besser wird es nur, wirst du ein Eßer pur
Dann geht es deiner Mutter auch schnell besser,
denn die geht jetzt auf dem Schlauch,
als wärest du noch in ihrem Bauch
Gib dir Mühe kleiner Löwe
Dann wirst du groß und kommst mit heim
Und da erst wirst du, glaub mir und auch die Mama, wirklich glücklich sein.

Fieber

Kein leichtes Leben
und noch so kurz
Kaum gewinnst du an Gewicht
Sitzt er quer, der nächste Furz
Hat es dich erwischt
Und dein zartes Sein
Will vor Schmerzen schreien
Seit das Messer dich gestreift
Hast du auf dem Leidensweg, das Ende wohl noch nicht erreicht
Und wir kämpfen gemeinsam um das Leben
Nimm ihn an den Kampf
Sei ein starkes Kind,
tue dich nicht so leicht ergeben
Wie hilflos auch wir Eltern sind
Wir stehen dir doch in allem bei und lieben selbst auch dein Geschrei, mein Kind
Denn es ist dein Zeichen eben,
für den Willen zu überleben.

Dauerlauf

Der Herbst kommt
Und mit ihm der Sinn des Wohin
Dunkle Winde
Blätterberge
Trockne Wiesen atmen auf
Und wir freuen uns auf ein Leben mit dem Knopf im Dauerlauf
So wunderbar ist dieses Wunder Leben
Kaum zu glauben das so viele Menschen nichts auf ihre Kinder geben
Ich weiß es ist ein langer Weg
Es geht mal runter und wieder rauf
Doch wer die zarte Haut gespürt, der ist doch auf ewig verführt
Und diese erste Zeit sie kommt nicht wieder
Wer das will, der muss es tun schon immer wieder
Aber jünger werden wir nicht
Hart hält das Leben hier Gericht
So bringt uns dein Dauergeschrei um allen Schlaf,
doch eigentlich ist das einerlei.

Babylove

Deine Zeiten uns begleiten
Du süßer Fratz
Schon bist du so präsent
Ein ständiges Event
Wir genießen diese Zeit
Die so besonders wirkt
Denn sie gewinnt Gemeinsamkeit
Familie ist nicht mehr nur ein leerer Wert
Wir sind es und nicht mehr nur zu zweit
In jeder Nacht das Baby schreit
Doch ist da ein Gefühl in uns, was unbeschreiblich macht bereit
für alle Zeit.

Adieu Adolf

Kaum zu glauben
Die Lunge schnürt mir zu,
die schale Luft will mir das Atmen nicht erlauben
Welch böser Schicksalsgott
hat hier dein Los bestimmt
Du warst so voller Lebenslust
Ein Freudenquell für all die Deinen
Ein guter Mann und Vater, ein lieber Opa für die Kleinen
Mir kocht verwandtes Blut im Kopf und in den weiche gewordenen Beinen
Nicht nur ich, so viele werden weinen.

Auch dein kleiner Großneffe,
wird nicht mehr von dir wissen
Der Tod, er hat auch ihm den lieben Onkel schon so früh entrissen
Es ist ein unbegreiflich Leid
Ein dummer Zufallsplan, der so zornig nach Vergeltung schreit
Doch was wäre damit schon getan?
Zu spät, keine Auferstehung ist mehr zu erwarten
Nur in uns wirst du ewig sein in einem zauberhaften Garten der Erinnerung
In den wir auch, zu unsrer Zeit, dann kehren ein
Du musst einfach dort nur auf uns warten
Auf ein ewiges Beisammensein.

Marlons Bauch

Ja, ja, so viele schon haben es ertragen
Ihre Kinder, ihre Plagen
Was einerseits so schön, kann doch die Nacht zur Hölle machen
Das ist ihr wisst es, nicht zum Lachen.

Nun, nun, was schlagen wir uns rum mit dem natürlichen „Zutun“
Ihr habt es alle schon vergessen und glaubt es nun so abzutun
Euch Besserwisser hab ich bestimmt gefressen.

Mal braucht man Glück, mal ist man so im Wahn, das Pech wäre der rechte Tritt
Doch bin ich froh, ich bin dem Nachbar, knapp zwar, aber doch nicht ins Auto rein gefahren.

Doch in einem hat das Schicksal recht, und tut hier doch ein schlauer Gott sein Werk
Angst und Dummheit, berät ein jedes ehrlich Herz , ganz schlecht.

Nur was kann man tun gegen solche Psychopaten?
Ist man nett, wird’s ignoriert
Ignoriert man, ist man sofort der arrogante Schnösel
Nix ist solchen Menschen recht, Sie sind vollkommen verwirrt.

Aber ich reime nur zusammen, was nicht wirklich passt in ein Gedicht
Und werd wohl per Taste noch verdammen, das ganze menschliche Geschlecht
Nur Schicksal ist zum Glück Zufall
Ganz schnell und ohne Qual
Pilze weg, Mann tot!
Ganz ohne Not.

Mirelle

Du hast es wieder getan
Es ist in dir wie Wahn
So bist du Spiegel aller
In uns ist der Teufel gefahren
Und wir wollen ihn immer bewahren
Wir sind wie wir sind
Mal Mensch, mal Monster
Mal Blätter im Wind
Und wir laufen herum und tragen unsere Maske
Ja, ja wie dumm
Du bist Charlotta Mirelle
Und es tut mir fast weh
Wenn ich es sehe
Dein schönes Haar so wunderbar
Ist stets dein erstes Opfer
Und sobald es fällt, bist du in einer anderen Welt
Von mir entfernt
Aber es ist dir wie Zwang
Wohl dein Leben lang.

Das ist der Marlon Blues

Tag und Nacht
Sing ich und swing ich
Du hast mir diesen Tanz neu beigebracht
Er klingt in mir
Er klingt in dir
Wir tanzen jetzt und hier
Durch die ganze Nacht
Mit Geschrei und Knötterei
Milchbart und buntem Lätzchen
Dicken Backen und verzaubertem Lächeln
Willst du mich packen
Und es gelingt
Wir singen gemeinsam wie eben nur Vater und Kind
Und schon fühlst du dich nicht mehr ganz einsam
Vergessen sogar der Ärschliwind
Ganz ruhig, lausche mein Kind
Wenn auch die Hunde tanzen
Wir sind von uns ganz umringt
Und was auch uns so treibt durch die schwere Zeit
Die Erinnerung, sie bleibt und wird uns immer stets begleiten
Ja, ja, so tanzen wir weiter wie die Affen
Doch ich weiß es schon genau,
das wir es miteinander schaffen.

Neue Tage

Regennacht
Schnullertage
Goldner Herbst dieser Tage
Sommer vorbei
Zwei Monate mit ihm
Nicht mehr allein
Zwischen Hoffen und Betroffen
Dreisames Sein
Endlich hilft die Medizin
Findet auch der Sandman ihn
Der Schlaf ist süß und auch uns wie neu
Doch noch kommt er scheu
Aber wir sehen den Horizont
Und erkennen dass es sich zu hoffen lohnt
Jeder neue Tag bricht an und wir warten in unseren Körben auf die späte Sonnenkraft.

The devil in my hart

Kalte Füße
Regengarten
Weite Aussicht soll noch warten
Zeit der Spiele
Zeit der Besucher
Der Wein errötet
Der Regen tötet
Doch zarter Rasen spriest ein letztes Mal für dieses Jahr
Auch wenn ihr es nicht glauben wolltet
Mein Gefühl liegt meistens richtig
Mein Gespür ist Menschen tüchtig
Und in der Zeit bewegt mich immerwieder so viel Unsinn
Soviel Geflatter um den Hof
Aber Sorgen sind im Leben typisch
Wir glauben und wir hoffen tykisch
und sind uns selber doof
Darum halt ich kurz hier mal den Atem an
Und lass die frische Herbstluft an mich ran
Dann wird mir wieder klar:
Nichts ist wahr, alles Spiel
Nichts ist wichtig, es gibt kein Ziel
Wir leben nur so duch die Zeit
Bis uns irgendwan der Tod davon befreit.

Mit neuem Blick

In welche Welt sind wir bestellt?
Was wir heute sehen wird vergehen
Wie wir das Heute sehen, wird morgen niemand mehr verstehen
Was tun für uns und für die, die wir lieben
Wird es uns zurück gegeben?
Dein Blick dringt noch ins Leere
Doch bald schon wirst du erkennen, was du liebst und was dich von uns wird trennen
Noch fällt mir leicht, dein Schreien zu ersticken mit liebevollen Blicken
Aber irgendwann wirst du gehen
Vielleicht im Zorn, vielleicht auf Nimmerwiedersehen
All meiner Liebe für dich nicht erinnern
Dein Leben selbst und ohne Blick zurück gestalten
Dann sind wir vergessen vielleicht
Dann sind wir die Alten.

Die Spontanen

1
So Manches geschieht
Und Dinge streifen unser Sein
Nicht groß, sondern meistens klein
Wieviele Menschen sind so wie sie sind?
Für sich ganz eigen, ihres eignen Kopfes Kind
Wenn ich so schaue und sie alle vorüber laufen
Will ich es manchmal nicht glauben
Das sie so glücklich sind als bunter Haufen
Da sind die Dicken und die Dünnen
Die Hässlichen und auch die Schönen
Die Lauten und die Stillen
Die mit und die ohne Brillen
Doch wie auch immer, die Erfahrung zeigt man kann im Miteinander sich an alles gewöhnen
Nur solange was fremd ist, bleibt es suspekt
Bekanntes hingegen zum Gähnen
Und nur der eigne Mist ist uns perfekt.
2
Wie wohl die Anderen uns betrachten?
Sicher genauso ungeniert
Doch führten sie darüber Buch oder nährten sie ihre Vorurteile wenn sie in unsrer Nähe lachten?
Wer weiß darüber schon genug?
Dabei bleibt uns viel zu wenig Zeit, für unvoreingenommene Freundlichkeit
Aber es gibt sie doch
und immer wieder bin ich überrascht, wenn sie mich erhascht
Denn die schönste Eigenschaft, die für unsre Menschlichkeit besteht, ist die unverhoffte Spontanität.

Kleiner Mann

Dein Geschrei bringt uns einiges bei
Wir sind entzweit, wütend, genervt
Und doch stets bereit das Beste für dich zu wollen, die Nerven geschärft
Doch wer weiß darüber schon genau Bescheid?
Wir springen im Dreieck
Wenn das Baby schreit!
Wir tragen dich rum
Und singen uns die Kehle krumm
Hat alles keinen Zweck, wenn der Bauch dich zwickt
Oder ist das ein Trick?
Um im Geschehen zu bleiben?
Um dich am Leben zu reiben?
Du bist so klein das man es kaum glauben kann
und doch schon ein wahrer Tyrann, kleiner Mann.

Die Spitzen

Sie sitzen an den Spitzen
Und lassen andere schwitzen
Frau s-w auf ihre Art auch nicht besser als frau e
Die eine hyperextro, die andre nordischintro
die eine mit verengter Ich-Weltsicht
die andre mit undurchdringlicher Weltabkehr
Beide letztlich wenig menschlich
Aber wer so weit oben führt ist selten talentiert
Wer den Menschen nah,
ist an solchen Positionen nicht interessiert
Die großen Talente versauern in der beruflichen Provinz
Auf den Spitzen hingegen kühles Eis, denn unten wird es denen zu heiß
Überall der gleiche Scheiß!

Eine Zeit von kurzen Tagen

Wohin läuft der süße Jahreswein
In die heisere Kehle rein?
Irgendwo schlaf ich weiter nach dem trockenen Sommer
Während du turnst und turnst um dem eigenen Hinterteil zu entfliehen
Will mein Papa-Bauch sich in die Länge ziehen
Ein Licht macht den Abend zur Nacht
In unseren Nacken sitzen die Ohren
Sie lauern angespannt wie Toren
ob der Schlaf dich glücklich macht
Keine wirkliche Ruhe
Wir hetzten durch die Stunden die uns jagen
Es ist eine Zeit von kurzen Tagen
Dann ganz plötzlich bist du groß
und wir denken:
Wie kam das bloß?

Götterdämmerung

Der kalte Morgen kriecht in meinen Tag
Im Radio Gespräche
Nebel für heute die Berge verhüllen mag
Als ob es Geister gäbe
Wir sind frei von all dem Aberglaube
Wir stehen fest zu unserem Entschluss
Den auch unser Sohn zunächst mal leben muss.

Wohl wissen wir um Macht und Liebe, die die Religion zu dem gemacht
Doch auch ist uns bewusst wie viele Siege sie nur erreichte über blutige Schlacht
Wie kann man glauben an solch falsches, grausames Spiel?
Wie kann man so etwas finanzieren?
Auch bei allerbestem Goodwill
Muss man doch vor Ekel frieren.

Nein jetzt ist Schluss damit!
Wir geben Gott den letzten Tritt
Nur mit sich kann der Mensch die Welt gewinnen
Nur im Glauben an sein eignes Gutes Sinnen
Keine Ausrede mehr, kein Schutzpatron
Nur wir selbst sind schuld an gutem oder bösem Lohn
Kein Götternebel soll verhüllen unseren freien Menschwillen
Und das wars auch schon.

Sprachlose Wut

Sprachlos verbleiben wir, gedankenlos im Schweigen hier
Und in uns bleibt verborgen
Worum wir uns sorgen
Aber dort im dunklen Kern, sind wir dem Leben mehr als fern.

Feindbilder die man in sich schafft nehmen jeden Gedanken in Haft
Und drücken den verstand an die Wand mit voller Kraft
So geistern böse Vorurteile durch beinah jede Gedankenzeile
Welch ein Fluch!

Immerwieder geschieht es in den gleichen Mustern
Ich suche mir den Streit der mich selbst entzweit
Ob böser Nachbar oder Kollege
Ich bin mir, der stete, misstrauische Stratege, selbst im Wege
Doch liegt sie mir im Blut, die Sucht nach Harmonie, sie ist so stark und tut in diesem Ausmaß niemandem gut, nur weh.

So ist mein Kopf oft übervoll
Mein Herz oft schwer
Mein Puls rast toll
Ich weis nicht weiter mehr
Dann flieh ich vor der selbst gestrickten Realität, für Umkehr ist es längst zu spät
wie ihr hier seht
Und laufe durch den Irrgarten voller Träume und in dem ich heimlich schäume.

Münchner Herbstluft

Weite Wege
Blätter fallen
Sammeln sich auf totem Land
Sonne leuchtet um den See
Kinderwägen kurven vor dem ersten Schnee
Du schiebst trotzig Marlon mit dem schweren Wagen
Kannst die Wahrheit nicht ertragen
Und ich lache.

Doch Frau K. Lebt noch
Doch noch immer nicht glücklich
Aber jetzt wohl zumindest nett in diesem bayrischen Idyll
Herr M. hingegen flüchtete aus dem Bett stets wann und wohin er will
So sind sie unsre neuen Leben
Nicht nur voll mit Sorgen um die Kinder eben
Diese, sie schlafen sich gemeinsam in ein unbekanntes Morgen
Doch wohl kaum ohne Sorgen.

Teatro

Winterdunkel
Sonnige Schatten
Hitze im November
In der wir braten
Seelig singst du
Und schluckst die Luft, die hinterher als Milchgeruch verpufft
Memo der Vergangenheit
Die Wochen fliegen durch die Zeit
Schon bricht an die vierte Monatszeit
Und die Schatten fallen früher auf die Wiese, die vom Laub befreit
So sitzen wir und warten auf die nächste Krise
Die uns von dem Trübsal mal befreit.

Sachmo

Lyrik der Tiefe
Taucht in mein Sein
Er ist jetzt die Zukunft
Wir die Vergangenheit
Auch wenn wir noch lange existieren
So steigt sein Stern und unsrer sinkt und wird an Glanz verlieren
So ist das Leben
Wir steigen und wir sinken eben.
Irgendwann wird man sie entdecken
Aus Dornröschenschlaf erwecken
Vielleicht unsere Liebe für die Ewigkeit ausgraben
Den Moment bewundern als wir in Umarmung starben
Doch wer weiß, ob die Zukunft nicht auf alles Schöne scheißt
Sachmo…

Die Sechshundert

Einer von sechshundert Dichtern
Alle voller Schaffenskraft
Lieb Deutschland kannst ruhig sein
Dein Erbe lebt
Deine Gedanken sprechen für die Zeit
Dafür ist den Herausgebern zu danken, auch wenn das Ergebnis nach Beliebigkeit schreit.

Elf… oder der Pakt

Singspiel
Sinnspiel
Ein Kater voller schlechter Angewohnheiten durchstreift die Ewigkeit des Hauses.

Ein Tag der Besinnung
Der Gedanken-gewinnung
Eine letzte Herbstsonne spendet uns Wonne
Und Vater und Kind schwitzen, während die Hunde über die Wiesen flitzen.

Jemand setzt einen kleinen weißen Hund aus
Doch er wird gesehen, es wird nix draus
Und alle tragen ihre Gedanken
Auf der Suche nach Schranken
Auf der Suche nach der Liebe die niemals soll wanken.

Es gibt sie nicht
Das Leben ist zu hart dafür
Die Zeit verletzt jede Gelassenheit und entzaubert jede Zier
Aber dies zu ertragen, ist immer besser noch zu zweit
Und so schließt man ganz oft, den Pakt auf den man hofft
Wer aber sagt alles sei dann auf ewig Harmonie
Dem glaubt bitte nie.

Rollenende

Durch die Novemberhitze steigen wir zur schönen Aussicht hoch empor
Traumhafte sanfte Hügel vor den Augen
Schafsgeblöke im Ohr
Meine Gedanken kreisen jedoch um ein verrücktes Spiel
Heute endet eine Freundschaft, die mir gab zwei Jahre lang so viel
Es macht mich traurig aber zugleich weiß ich es war richtig, obzwar nicht leicht
Denn wie schon so oft ist die Wahl der Menschen für das Überleben einzig wichtig
Jetzt ist der Weg frei für eine neue Zeit
Und Streit und Dummheit ist Vergangenheit
Oh, schönes Münstertal, noch schöner wärst du ohne deine Bauern, die garstig und gemein hinter jeder Weide mit Mistgabeln lauern und deinen Hunden das Bellen nicht verzeihen
Ein stetes Rollenspiel, die Welt und nur wer über seinen Mantel schaut, der ist wirklich auch ein Held.

Das Spiel ist aus!

Der Regen fällt
Der Vorhang auch
Und Ärger schwebt hinweg wie Rauch
Aber bedrückend wie mein Gemüt wirkt der Morgen
Schon Licht um zehn
Schon klingt die Säge durch das Tal
Der Winter naht und mit ihm auch so manche Seelenqual
Was bringt das neue Jahr?
Noch steh ich rufend hier im leeren Saal
Wir taumeln in die neue Zeit nicht mehr zu zweit
Da ist bei uns ein neuer Schatz, der dauernd nach Beachtung schreit
Doch bin ich überzeugt
Auch dieses Mal wir werden weiter kommen
Soweit bis wir erneut das Glück gewonnen
Die Spieluhr spielt und entschlossen der kleine Mann mit seinen Ringen spielt
Der Adventskranz schwebt
Da zappelt was und lebt
Jesses, Mariä und Josef!
Mein Herz erbebt
Und wenn ich auch weiß von unsrer Zukunft gar nicht viel, eines weiß ich doch:
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
Und weiter geht es immer noch.

Die schreckliche Erinnerung

Wenn wir uns erinnern den Dingen, die uns in Wallung bringen
Sind da Lücken!
Wie ein Puzzel ist das Leben
Viele Stücke fehlen eben
Doch die Schrecken sind bewusst
Die Schmerzen und besonderer Frust
Das Leben ist eine Zeit des Leidens
Und des am Leiden der anderen Weidens
Jetzt wo für meinen Sohn das alles noch kommt
Schaue ich mulmig in den Mond
Ob sich so ein Leben lohnt?
Ich selbst bin noch immer nicht ganz daran gewöhnt
Ich hoffe es gelingt dir die Kraft zu geben um cooler als ich den Alltag zu leben
Ich hoffe so sehr du bist stärker als ich war und musst also weniger Niederlagen ertragen
Musst weniger eigene Dummheit wagen
Und wenn nicht, vertrau dich mir an
Denn ich bin, glaube es, der einzige der, dich versteht und dir immer helfen kann
Ob als Kind oder Mann.

Voll Krass!

Vorsicht Hass!
Sie lebt neben dem was wahr ist
Kann Gegenwind nicht ertragen
Und nicht die Realität wagen
Hilfe scheint hier längst zu spät.

Doch ich muss versuchen in dieser Zeit von Streit
Nicht selbst mich zu zerfleischen
In Zweifel und Zerrissenheit
Denn wie der Nebel uns umhüllt, der Wahn durch meine Seele brüllt.

Ich kann es nicht ertragen wenn jede Gerechtigkeit hier wird zu Grabe getragen
Dann zweifle ich an aller Menschlichkeit
Und könnte sie selbst auf dem Mond nur schwer ertragen
Fort nur ganz weit!

Immer wieder ergreife ich die Flucht vor den schrecklichen Psychopathen
Worauf jetzt noch warten?
Aber halt, so oft schon bin ich blind entflohen
Zurück bleiben die Dummen Opfer und von den Henkern nur Hohn.

Nur wer standhaft bleibt gewinnt und listig trotzdem der Situation entrinnt
Genau das ist ihr Spiel
Auch wenn Falschheit auch mir dabei wie Blut durch die Finger rinnt
Ich gebe dieses Mal so leicht nicht auf, ich schlage nicht zurück, ich halte fest mein Glück.

Eifelsturm

1.
Wir fahren stundenlang
Zum ersten Mal auch mit dir im Gepäck
Durch Schnee und Juchhe
Heim nach Köln
Heim in das Vergangensein
Jetzt nicht mehr allein
Waren wir das zuvor?
Was tun wir den Hunden an?
Koffer stapeln sich bedrohlich über ihnen stundenlang
Als sie dann Fallen, sie ängstlich sich aneinander krallen.

2.
Und nun bei Schwiegereltern leiden wir die tristen Weihnachtstage
Bis wir endlich können zu den Freunden
Denn hier langweilt uns die Eifel, die nur im Schnee noch zu ertragen ist ganz ohne Zweifel
Auch klein Marlon fremdelt in der Fremde
Schwere Nächte auf harten Betten können die Zeit nicht retten
Und ungewiss ist die Zukunft im neuen Jahr
Der Kater dagegen ist wieder allein, daheim in unserem schönen Heim, er allein hat’s gut und erholt sich vom Stress des letzten Jahres.

Fähnchen

Es ist ein Schwanken der Gedanken
Mal voll unterdrückter Wut
Mal nachsichtig und gut
So geh ich schlicht,mit den Menschen ins Gericht
Doch wie ich empfinde, es ist meine eigene Qual
Aber bald 40 Jahre ist das Gefühl so schwer und banal
Kaum ist es zu steuern
Und immer wieder kann es sich erneuern
Es ist wie ein Wahn, ein Virus der fließt durch meine Blutbahn
Hinter netter Fassade versteckt
Doch gibt er sich viel zu oft entdeckt
Die Anderen machen sich das Leben längst nicht so schwer, sie schwanken durchs Leben ganz ohne Prinzipien,
hin und her
Ihr Zorn verraucht schnell
Sie können einstecken was sie verteilen
Respekt Herr W.
Du bist Okay
Und meine Weste mal wieder befleckt
Durchs ganze Leben
geht das so und haftet mir an wie ein Mal
Mal hasse ich es
mal bin ich froh
Auch das ist einfach banal
Und wir wohl so sein, von jetzt bis zum Irgendwo.

2004

Der dunkle Tanz

1.
Eine dunkle Kraft im Magen würgt mich
Vor dem Vaterhaus dichter dumpfer Schnee
Und in mir brennt ein finsterer Hass auf soviel Unverstand den ich hier mal wieder sehe.
2.
Auch nach so vielen Jahren will meine Mutter die Augen nicht öffnen vor dem Wahren
Sie verrät noch immer ihr eigenes Geschlecht
Und so geschieht es seit Jahrhunderten den dummen Frauen recht.
3.
Die Menschen führen sich ständig selbst an ihrer Nase herum
Sie leben im eigenen behüteten Idyll wie ein selbst erfundener Osterhase taub, stumm und ohne Ziel
Ein Schweigen von Gewicht!
Und so existiert für sie, das Unrecht einfach nicht.
4.
Doch bin ich gerecht?
Ist mein zorniges Auge wahr?
Sind die Gedanken aller nicht frei?
Soll nicht jeder leben nach seinem eigenen Einerlei?
Kann ich es nur einfach nicht akzeptieren?
5.
Es wird keine Freunde mehr geben, sagst du!
Wenn ich ohne Tadel bin, so nur darf ich den ersten Stein erheben
Doch längst habe ich das missachtet
Kann meinen Verstand nicht zügeln und mein Gefühl nicht im Zaume halten
Denke immer finsterer und zu verschachtelt
Keine Wahrheit existiert mir dann,
außer der Meinen
Aber sie ist wahr, es ist zum weinen.
6.
Die eigene Wahrheit nur in uns schreit: Gerechtigkeit!
Und sie ist es die uns entzweit auf alle Ewigkeit
Das ist der Ursprung aller Zeit
Doch wann endlich sind wir soweit?
Wann werden wir nicht nur das erkennen?
7.
Aber die Lösung habe ich gern
Ich liebe die Menschen und bin ihnen manchmal doch so fern
Ich glaube an die Wahrheiten und bin doch ihr Knecht
Ich kämpfe für so manches alte Recht
Und bin dabei doch oft so ungerecht
Was ist wirklich und was nicht echt?
Was ist gut und was ist schlecht?
Was ist klug und was nur dumm?
Das Leben bleibt ein ewiger Tanz um das eigene goldene Kalb herum
Ein dauerhafter Mummenschanz.

Verschleierung

Was kann ich nicht sehen?
Was will da vor mir zum Schicksal gehen
Irgendetwas kriecht über meine Haut
Es ist eklig und doch vertraut
Die Augen brennen
Im letzten Moment sie die Strafe benennen
Aber alle Straße führt weiter ins Niemandsland
Wir schreiben vor dem letzten Licht um die Geister zu vertreiben
Es gelingt uns aber nicht
So kann ich nur mich selbst aushöhlen und die Wahrheit verschweigen
Oder lass ich es bleiben?
Was schreit durch mein Kind?
Wer flüstert da seinen noch frischen Namen in den Lebenswind?
Geschwind, geschwind!
Verstecken oder verrecken!
Niemand weiß wer die heimlichen Täter sind.

Kalter Verstand

Wer glaubt der lügt
Wer so seine dumpfe Wahrheit verbreitet,
der mach sich schuldig
Doch, ich weiß es,
ihr wisst nicht was ihr tut
Ihr denkt einfach nicht so gut
Euer Herz ist heiß und eure Angst bricht sich Bahn durch den kalten Schweiß
Ich verzeih euch den Wahn obwohl ich es besser weiß
Doch ich hab keinen Plan
durch den wir alle besser würden fahren
Auch ich steh mit dem Rücken an der Wand
Was nützt mir da aller Verstand.

Raus aus der Zeit

Hinter mir Vergangenheit
Überlebt
Vorbei geschwebt
Und nun ist noch so viel zu tun
Was Neues schlägt die Wurzeln in mein Leben und ich hoffe das es Stärke wird mir geben
Nur wie viele sind gescheitert an der Wucht
Manche sind geläutert
Andere wieder fühlen sich verflucht
Ich weiß nicht was mich hält in dieser magielosen Welt
In der nur Dummheit,
aber nicht Fantasie es ist was zählt
Wir überleben gemeinsam
Ich lass dich nicht einsam
Aber der Fluss fließt unbeirrt nur in eine Richtung
Irgendwo wird er stranden
Und wir werden landen
Ob im Schatten oder Licht,
ich weiß es noch nicht
Aber was auch geschieht
Das ist noch lange nicht das Ende vom Lied.

Sonnenkreis

Was sich im Dunkel verbirgt
Hat Überleben verwirkt
Ein trüber Januar
Du wünschst er wäre nicht da
Und doch ist er die Wurzel meines Lebens
Ein Teil des Sonnenkreises Und wie alle Schöpfung nicht vergebens
Auch wenn Mal ein Schatten tief die Zeit verhängt
Stets ist in uns eine Quelle, die zum Licht uns drängt
Das ist Gott, so es ihn den gibt
Das ist der Übersinn auf den man alles schiebt
Er spendet Leben, die Schattenseiten und die Lichten eben
Er ist so menschlich gut und schlecht wie wir
Drum sollten wir ihm und damit auch uns selbst vergeben
Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß
Ein ganzes Farbenspiel begleitet uns im Sonnenkreis
Es glitzert durch die Zeit
Es flüstert stets und manchmal auch es schreit
Wenn ich die Wahrheit Euch so offen sage, verzeiht, dass ich es wage
Doch ihr sollt verstehen und durch meine Prophezeiung den Sinn des Lebens wieder sehen
Bevor zu viele Tage im heißen Sonnenwind verwehen.

Abschiedszeit

Ihr verschweigt die Zeit
Ihr verleugnet die Gegenwart
Ihr vergesst Vergangenheit
Aber was nützt das Schweigen
Es wir Euch in den Wahnsinn treiben
Und die Sorgen und der Schmerz werden trotz alledem für uns übrig bleiben
Ihr erspart uns nichts
Ihr verschweigt die Zeit bis ihr nicht mehr seit
So nehmt ihr Euch die Tränen nach denen Eure Seele schreit
Doch schon immer wart ihr stark
Während unerbittlich weit, drehte sich das Rad der Zeit
Schwer wie ein Mühlstein muss es Euch längst sein
Ich weiß es wohl, auch wenn ihr glaubt mir erfolgreich Sand in die Augen zu streuen
Eure Beteuerungen klingen inzwischen ziemlich hohl
Was ihr auch sagt und tut, ich weiß es geht Euch nicht mehr gut
Und ihr wisst es auch, drum lasst Euch endlich fallen, gebt Eure Seele frei von diesen Selbstbeherrschungsqualen
Denn was Euch noch bleibt ist ein wenig Zeit für Ehrlichkeit
Seit stark und bereit und lasst Euch begleiten in diesen harten Zeiten.

Alles in Bewegung

Alles in Bewegung
Alles schwimmt rum
Die Wurzeln unter Wasser
Und auch wenn neue Triebe kommen
So wirkt der ganze Baum benommen
In ihm wächst die Panik vor dem leeren Wald
Schon so bald!?
Verlassen von den lieben alten Riesen
So ganz alleine auf sich selber angewiesen
Die Welt sie wäre nicht mehr die Selbe
Auch wenn wir oft uns schon um sie gestritten
Ich hab es wirklich gern erlitten
Auch wenn wir lange schon uns nur noch selten sehen
Die Augenblicke sind mir wichtig, dann fühl ich mich zurück in eurer Mitte
Ihr seit mein Heim, seit meine Kindheitshütte
Und ich will so soll es immer sein!
Doch ich weis, es wird kommen irgendwann
Da müsst ihr gehen, da seit ihr einfach dran
Und ich muss lernen, den Sinn von diesem Ende zu verstehen
Vielleicht gibt es ja doch noch einen göttlichen Plan
Was auch geschieht, meine Liebe nehmt ihr bei diesem letzten Schritt, wo hin auch immer mit.

Marienkäferlied

Marienkäfer flieg!
Bring uns das Glück
In diesem Jahr wird viel geschehen, da musst du uns beistehen.

Marienkäfer flieg!
Die Nacht flattert voll Ungeduld
Da lauert was auf unsere Unschuld
Und summt schon mal ein Trauerlied.

Doch wir hoffen auf das Zeichen
Das das Schicksal mit dir gab
Wir glauben fest an unser Glück
Es ist vom Himmel ein großes Stück.

Marienkäfer flieg!
Flieg! Flieg! Flieg!

Ahnung

Welche böser Streich ist da geplant?
Als wäre es eingeflüstert
Was droht dem lichten Land?
Was wird uns eingetrichtert?
Wie Schleier schwebt die Ahnung über dem so schönen Tal
Wird uns die Heimat genommen, die wir gerade erst gewonnen?
Was sich auch in der Zeit verbirgt, die nächste Prüfung naht
Das alles kann doch sein nur eine böse Saat
Ein finsterer Plan von wem auch immer
Birgt er doch auch den nächsten Hoffnungsschimmer?
Ich will es glauben
Denn Wechsel hat uns immer noch auch gut getan
Aber jetzt kann er auch noch warten für immer.

Mauern

Durch die Köpfe, die dicken
Ziehen sich die Mauern
Will ich mit solchen Nachbarn leben?
Was ist der Grund für diesen Wahn?
Warum können die Menschen nicht nur Liebe geben
Misstrauen statt Vertrauen
Macht gegen Ohnmacht
Wenn schon vor der eigenen Tür so etwas geschieht
Wie kann die Welt dann friedlich sein?
Doch die Erkenntnis ist und könnte schrecklicher nicht sein:
Nur Kriege reißen Mauern ein!

Ganz oben

Wenn die Bäume mit den Kronen rauschen,
tun sie bloß Nettigkeiten tauschen
Denn aus diesen lichten Höhen,
können sie es nicht mehr sehen,
in welchem Morast ihre alten Wurzeln stehen
Und auf welches arme Haupt ihre welken Blätter fallen
Sie stehen da,
so ungerührt, von der eigenen Arroganz verführt
Nur gewiss irgendwann, kommt der nächste Orkan.

Grunern

Regenland unerkannt
Immer die selben Wege
Natur in der ich lebe
Klarer Bach auf moosigem Stein
Tümpel in denen die Hunde springen
Euer Hundeland vor Regenschleier
Im Hintergrund das weiße Belchen
Wie ein Alpengruß
Tor zum schönen Münstertal
Weite Wiesen, Teiche, Weiden
Pilze im Herbst
Ja, wir laufen gerne hier, es ist ganz und gar unser Revier
Und wenn die Runde dann gegangen, wir allen Gedanken nachgehangen,
steigen wir gleich ungern wieder ein, in unser vature und fahren schwermütig heim.

Achterbahn

Tief in mir ist die Leere
Eine unerträgliche Schwere
Ein Schwarzes Loch auf der Suche nach Bedeutung
Dieses immer wieder Überwinden
Diese stetige aufs neue sich finden
Drückt auf der Seele und auf das Gemüt
So liegt die Last wie erneut der Schnee im Garten
Und hat alle Ziele, alle Motivation verblasst
Frei Tage voller Schwermut
Kranke Lieben, Sinneszweifel
Wo ist mein Elan geblieben?
Ich will meine Jugend zurück, wenigstens ein Stück
Denn mit ihr, ist verloren jedes naive Glück
Der Bauch und der Darm denken das auch
Sie werden dick und laut
So dass es mir graut
Das Leben ist, wie der Winter dieses Jahr
Eine Achterbahn der Gefühle die wir durchfahren, gefesselt im Wagen unentrinnbar im Wahn
Bleiben da wirklich noch Fragen?

Zeichen & Symbole

Schwache Zeichen
Sinnessturm
Was immer kommt, ich bleibe im Turm
Wir hetzen durch die Fasnetzeit
Ohne daran Teil zu haben
Zu viele Dinge gehen uns um und reißen unsre Pläne ein
Weiß auch nicht warum
Manche Dinge sollen wohl nicht sein
Konsumrausch oder Notwendigkeit?
Wer hat für den Unterschied noch Zeit?
Und der Fahrtwind ist so heftig, dass du flach liegst schnell
Und auch von den Hunden kommt dazu, nur das übliche Gebell
Die trifft das Schicksal, eben ganz genauso schnell.

Wache Symbole
Gedankenflaute
Was auch geht, es wird uns bewegen
Und uns noch weiter in Falten legen
Bis wir gewiss werden, dass wir zur Zeit nix weiter sind, als ein immer älter werdendes Kind.

Sein…

Sein oder nicht sein
Dichter sein oder nicht sein
Immer dichter, immer dichter, eingeloggt
Schweigen oder nicht schweigen
Handeln oder nicht handeln
Wie kann so ein Mann noch Präsident sein?
Der sein Volk belügt
Der die Welt belügt
Wie kann so ein Mann Terrorist sein?
Der seinen Glauben missbraucht
Der die Unwissenheit der Armen für sich nutzt
Bombe sein oder nicht sein?
Entscheiden über Sein oder nicht sein
Schuldig sein oder unschuldig sein
Wer entscheidet diese Fragen?
Wäre ich kein Dichter, ich wäre Schlichter
Doch was würde es nützen
Wenn auf allen Seiten Verräter der Wahrheit sitzen
Wahrheit oder Unwahrheit
Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit
Die Lösung ist:
Sein und verzeihen!
Versteht ihr?

Jesses, Maria und Josef

Oft findet es die Lippen
Wenn wir hinten über kippen
Was bei dir nur ein Quietschen
Bei uns Großen ist es ein einstudiertes Liedchen
Wir fluchen auf die Heiligen
Auch noch nachdem wir raus sind aus dem scheinheiligen Verein
Doch sagt uns das noch immer was
Unsere Wurzeln sind halt tief
Unsere sozialen Brutstätten waren unser Kinderheim
Wir scheißen also in die selbe Schüssel
Bei allen Propheten!
Wozu also noch beten.

Sie schimpfen!

Sie schimpfen nur noch,
was ich versteh, weil auch ich nur noch Pleiten, Pannen und Unvermögen seh
Doch wozu führt diese Totalkritik und zu wessen willigem Werkzeug macht man sich mit seiner berechtigten Empörung hier allzu leicht?
Sie gehen auf die Straßen
Sie verdammen ihre alten Helden
Sie zwingen die Regierung zur Reform ihrer Reformen
Doch Ergebnisse in der Demokratie sind immer Kompromisse, wenn ihr was anderes wollt, dann wollt ihr Diktatur!
Unsere Republik ist in zwei Lager gespalten, mit etwa gleich viel Einfluss
Also wird die andere Seite auf allen Ebenen immer dagegen halten
Darum ist auch der kleinste Schritt in die richtige Richtung, zwar nicht genug, aber ein Anfang und verdient nicht eure radikale Verbal-Vernichtung
Wer was erreichen will, der braucht Geduld und das Vertrauen jener, die ihn auserwählten
Ungeduld und Jähzorn helfen nur den Feinden
allen sozialen Fortschritts eben
Mit ihnen, den schwarzen Selbstbereicherern allein, macht man sich so schrecklich gemein
Willkommen in der Lobby!
Wollt ihr da wirklich sein?

Falkenauge Löwenherz

1.
Ich sehe schon, dass du stark durchs Leben gehst
Auf weiten Schwingen über der Steppe du schwebst
Auf weichen Pfoten durch die Lüfte springst du und dein Lied mit weit auf gerissenem Rachen singst du.
2.
Ich höre schon dein offenes Lachen jetzt so gerne
Dein Humor und dein gutes Herz wird berühmt sein
Vor dir verneigen sich,
ich bin gewiss,
die hellsten Sterne
Und deiner Kraft wird auch gelingen, was dir Berühmtheit schafft
Nicht nur durch dein wunderschönes Singen.
3.
Du vereinst in dir das beste aus jedem Seelentier
Deine weite Sicht der Dinge, wird der Quell sein für das Glück von Vielen
Worüber dein Vater feige nur die Feder schwingt
Das wird dir nicht genügen
Dein Raubinstinkt das Blut der Bösen bis auf den letzten Tropfen trinkt
Bis sie dann alle werden besiegt danieder liegen
Das sei dein Auftrag für das Leben, mein Kind.

Weitsicht

Könnte man die Zukunft schauen, würde man dann anders bauen?
Auf andere Dinge vertrauen?
So bringt das Schicksal Unbekanntes
So schiebt unsere Figuren ein unsichtbarer Spieler auf nie geahnte Felder
Was auch kommt
Es wartet schon auf uns und will Geschichte machen
Ist das traurig oder eher zum lachen?
Irgendwie war da schon vorher ein Gefühl
Es passiert was, denn es passiert nicht viel
Ist es nicht ein Wunder, das menschliche Hirn?
Es tickt wie eine Bombe
Es grübelt was aus und ganz manchmal, kommt auch was dabei raus
Man nennt es Hoffnung, die geht uns nie aus.

Schmerz

Da ist ein leichter Schmerz
Ich glaub er kommt vom Herz
So eine Übelkeit
Macht sich in mir breit
Es schreit in mir die Wut
Und tief brennt eine Glut
Es stützt da was zusammen
Es rennt mir was von dannen
So viel wir haben investiert
So viel Liebe, so viel Schmerz
Es wir nicht leicht sein sich zu lösen
Das Schicksal scheint doch immer mit dem Bösen
Wir schleudern durch die Zeit
Sind stets und doch nie dazu bereit
Und in uns was nach der Erlösung schreit
Doch ist das wahr?
Ist Veränderung an sich nicht wunderbar?
Sie kann es sein,
gleichwohl klingt diese Hoffnung hohl
Lässt sie uns doch mit all dem neuerlichen Stress allein.

Der Mensch

Gewimmer
Gesichter
Vielfalt
Stimmen, Gedanken
Kälte
Mimik
Wird er es schaffen?
Die Welt dahin zu raffen?
Ich weiß, dass es in euch ist
In mir
Das Tier
Der Herr der vielen Gesichter
Ich bin nicht alleine der, der versteht
Die Gedanken altern mit
Sie verwandeln sich in Worte
Und für diese gibt es magische Orte
Bücher sind meine Inspiration
Höre ich da euren Hohn?
Das ist der Grund
Wir sind alle längst nicht mehr gesund
Wir laufen durch die Maße
Und denken in unserer Welt
Während die Wirkliche verfällt
Aber das Gute überlebt, auch wenn es irgendwann nur noch transzendent durchs Weltall schwebt.

Berühmt

Wäre es nicht besser abgelehnt zu werden?
Würde das nicht Kräfte wecken?
Wäre der Hass nicht kreativer?
Als in Eitelkeit zu versinken
Und im eigenen Talent zu ertrinken
Berühmt sein ist in unserer Zeit doch längst pervers
Wer Superstar genannt
wird, kann es für sich nur glauben
Die Wahrheit wird ihm schneller als gedacht, seinen Schleier rauben.

Grund

Das meiste wurde schon gesagt
Wozu noch Romane schreiben
Man kann nur noch Nuancen neu erfinden
Oder sich gekonnt um einen Aspekt herum winden
Wenn dieser nicht auch schon mal…
Ganz bestimmt
Wenn ich lange genug in alten Schriften blättere
Werde ich ihn finden
Denn Genialität überlebt
Doch wer versteht sie wieder und wieder zu beleben?
Ist der nicht selbst ein eigenes Genie eben?
Gibt es einen besseren Grund zu überleben?

Ich bin gut!

Ich weiß, ich bin gut
Das gibt mir Mut
Was ihr auch sagt
Es macht mich stark
Es fordert mich heraus
Mehr zu entdecken
Den Geist in mir zu wecken
Das Leben zu erfüllen
Mit innerem Brüllen
Und immer neu vorzutragen
Was man einfach muss sagen
Ich liebe mein Leben
Und auch wenn ich vielleicht bald im Dichterhimmel soll schweben
Für mich weiß ich genau
In Wirklichkeit bin ich eine ganz gemeine Sau
Aber eines macht mir wieder Mut
Als Sau, da bin ich wirklich gut.

Eine Woche Himmel

Immer wieder kommt die Frage mir ins Hirn
Und sie will mich stets verwirren
So viele Menschen leben von der Dummheit ihrer Mitmenschen
Und offenbar gut!
Wer bestraft diese Brut?

Es wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein
Ich lebte im Traum und endlosem Glücklichsein
Und nun, bin ich rüde aufgewacht!
Aus einer zuckersüßen Nacht
Und fühle mich missbraucht wie nie
Solche bösen Menschen,
kann ich nur sagen:
Ich kotz auf sie!

Ich war schrecklich naiv, ich war gutgläubig und romantisch primitiv
Welch fataler Irrtum!
Aber zum Glück kam der Verstand noch rechtzeitig zum Hirn zurück
Nur hat mich nun, auch alle Illusion verlassen
Soll ich sie dafür hassen?
Nein, diesen bösen Buben schulde ich sogar was
Meine Unschuld.

Wie eine Prinzessin, in moderner Sage
Eine Woche Himmel und danach ein ganzes Leben
untertage
Aber besser unerkannt immer echt, als berühmt und eigentlich doch schlecht.

Vagabund mit Hund

Wir laufen durch die Nacht
Frei und unerkannt
Hinter den Fassaden die, sind uns nicht verwandt
Herr und Hunde, freie Vagabunde
Unsere Wege unsere Wiese
Im Schutz der Nacht unter klaren Sternen
Die Gedanken können so sich frei entfernen
Und über die Menschen um uns herum viel lernen
Die braten in ihrem eigenen Saft
Die leben in einer uns fremden Welt
Voller Vorurteile, Stress und Geld
Nur das ist es, was für sie zählt
Der nächtliche Friede täuscht die Welt
Wir verkünden euch die Kunde
Wir sind Herr und Hunde.

Stress

Ich sehe den Stress an mir
Keine Ahnung wie ich das kapier
Es ist wie eine immer tickende Bombe
Die mich pulsieren lässt in tausend Farben
Die mich zerfrisst in hunderte Waben
Aus denen schlüpfen Würmer
Larven die bis dato hungrig schlafen
So bin ich wie Chamäleon
Ein Leben wie im gleichen Ton
Und doch ganz ähnlich eben schon.

Gewalt

Gewalt
Gewaltige Gewalt
Ist Reaktion
Ist Lohn
Ist Hohn
Sie ist was in uns steckt
Sie ist stets geweckt
Sie ist wie Strom
Der zuckend um uns leckt
Bis wir alle sind verreckt.

Istanbul, Madrid!
TOD MIT JEDEM SCHRITT
Gewaltige Gewalt
Und ihre Herzen sind ganz kalt
Die der Opfer jetzt auch
Was bleibt ist die Angst im Bauch
MIT JEDEM SCHRITT,
geht sie mit.
Und was ist der Täter Lohn?
DAS PARADIES!?
Welch makaberer Hohn.

Das Leben ist schön

Das Leben ist schön
Wir wollen miteinander gehen
Den Frühling kommen sehen
Auf den Bergen noch Schnee
Hagel im Tal
Doch in deinem Herzen kann ich die Sonne schon sehen
Das Leben ist schön.

MUT

Wie steht mir der verlorene Mut?
Radiowut
TV-Schau
Sucht nach der Flucht
Flucht in die Kunst
Voller Inbrunst
Vonwegen
Schweigen im Wald
Zittern vor der Lebensgewalt
Arbeit, Essen, Scheißen nicht vergessen
Dazwischen dem Stress entwischen
Der Mut steht mir gut
Denn in mir, da ist eine Glut
Die nicht erlöscht
Die nie vergeht
Was auch mir im Wege steht
Bin ich es selbst?

Zeitbombe

Verlorenes Wort
Verlorene Worte
Verlorenen Orte
In der Provinz der Prinz
Deprimiert
Isoliert
Grau schleichen sie vorbei
Ein elender Menschenbrei
Tägliches Einerlei
Verlorene Wesen
Heute hier
Morgen gewesen
Ein Leben fatal
Ein Leben banal
Ich steig in den Zug
Um mich herum nur Lug und Trug
Wer gibt mir die Kraft
Die diese Zeit schafft
Du bist voller Wut
Ich kenne das zugut
Und unser kleiner Mann lebt
Wohin die Menschheit sich auch bewegt
Welcher Gott das auch versteht
Unser Spiel hat ein Ziel
Und der todsicherer Wandel, befreit noch jede Zeit.

Stink WUT

Verlorene Zettel
Musik im lebenden Ohr
Erfrorene Gedanken
Und Telefon, das verfehlt den Ton
Wieder habe ich die Menschen mit meinem Maß gemessen
Denkste!
Sie haben die Falschheit mit Löffeln gefressen
Frau K. lernt eben nicht dazu
Was soll daraus werden?
Ich stoße nun mal nicht zu den Ja-Sager-Herden
Ich beuge mich nicht, wenn ich für andere da sein kann
Überall das gleiche
Überall regiert der schöne Schein
Und von hinten hauen sie dir einen rein!
Immer schön lächeln
Ihr Karrierefrauen
So unecht wie ihr, ist niemand, doch merkt ihr es wohl kaum
Ich ärgere mich viel zu sehr und bin doch der naive Depp hinterher
Also sehne ich schon die Erlösung, die Flucht wieder herbei
Sollen sie doch machen was sie wollen
Ist mir einerlei!
Aber dann gewinnen sie wieder alle Preise
Und ich bin wie immer auf der Reise
Und die ehrliche Haut liegt danieder, bis sie mir eines Tages einer klaut
Dann ist es aber vorbei
Das wäre dann der Tag, vor dem euch wohl zurecht schon graut
Wenn ich die Wut nicht mehr nur in mir trag, stinkt der Tag.

Warten auf den Sommer

Graue Schleier
Politik Geleier
Alles ist schlecht
Haben wir damit Recht?
Alles ist Gut!
Wäre Selbstbetrug
Doch der Frühling ist mal heiß, mal eisig kalt
Wie unser Leben halt
Die Zeit läuft wie eine innere Uhr
Im Kreise nur
Immer sind wir knapp verloren
Immer fast auch schon erfroren
Immer hoffen wir auf Wärme
Doch wenn sie kommt hätten wir es kühler gerne
Sind wir uns recht?
Sind wir gerecht?
Welche Wahrheit ist denn echt?
Wir existieren nur ganz kurz
Und ärgern uns doch über jeden Furz
Wo ist da die Relation?
Ist nicht alles nur Emotion?
Eigentlich schon
Wir warten auf den Sommer
Immerzu, das Verlangen gibt keine Ruh
So sind wir programmiert
Bis sich unsre Spur dann doch irgendwann,
in Raum und Zeit verliert.

Wortgraus

1
Unsicheres Nichtstun
Zwinkerndes Ausruhen
Keine Ordnung der Gedanken
Kein Elan
Wir bekommen nix Wesentliches getan!
So ohne irgendeinen Plan.
2
Freunde wollen besuchen
Feinde hör ich schon rufen
Was wird aus der Zeit!
Entscheidung nach Entscheidung schreit
Bücher lesen, Bücher lesen
Ich gaukle Euch was vor
Doch ihr schießt hier selbst das Eigentor
In euer linkes Klassenohr.
3
Irgendwas braut sich zusammen
Und ob wir noch mal von der Schippe springen können?
Ist noch nicht raus
Und auch eigentlich, für sonst niemanden von Belangen.
4
Aber du taumelst so rum
Und erkennst nicht den Ernst der Zeit
So war es immer
So schleichen wir durch Raum und Zeit mit Gewimmer
Und verstecken uns hinter unsrer schönen Geborgenheit.
5
Doch so wird alles nur noch schlimmer
Mails sind wie tödliche Bomben
Sie fördern die Fantasie der Feinde in den Katakomben
Dort sitzen sie und tüfteln an ihrer Anomalie
Wie kommen wir da raus?
Nur mit den Füssen zuerst
Welch ein Graus.

Kein Mensch

Fettige Haare
Lang und doch wunderbar
Grausilberglanz
Wie im Zaubertanz
Im Wind
Bewegt wie ein Kind
Die Seele verklebt
Kein Mensch wer das nicht versteht.

Das Sommerkind

Mit ersten Worten auf den Sommer warten
Worte im Herzen.

Im Glanz seiner kindlichen Augen ist die Welt noch nicht so ganz verraten
Dem Sommer entgegen
wächst noch verlegen
Ein mutiges Pflänzchen
Aus dem Schatten des Winters
Aus dem Regen des Iden
Kommt es ganz zufrieden
Kommt es ohne Sorgen
In den Sommer von morgen
Und es wird nicht vergehen
Was auch der Welt wird geschehen
Es wird diesen Sommer noch von allen gesehen
Voller Lust, voller lustvoller Qualen
Auch voller neu entdeckter Schmerzen im kleinen Herzen
Doch stets von innerem Strahlen erfüllt
Ist es ganz in die Wärme seines neuen Seins gehüllt.

Und so ist für wieder
die Prophezeiung des Lebens erfüllt.

Idiot

Mein Wahlsinn
Mein Wahnsinn
Mein Kreativwahn
Der tiefe Schmerz in mir drin
Wohin?
Ich bleibe mir treu
treu doof
Was auch geschieht
Ich bin selbst schuld
Das alte Lied
Doch mein einziger Trost ist:
Tief begraben tauch ich immer wieder auf
Und verändere der Welten Lauf.

Nur wer wagt gewinnt
Nur wer träumt der spinnt
Nur wer an sich glaubt, der kann Höheres erreichen
Nur wer kämpft, der ist ohne gleichen
Doch pass auf!
Wer sich selbst überschätzt, wird untergehen
Die Zweifler lauern
Es droht den Träumern die schnöde Realität
Die will am liebsten alles Kreative zumauern
Ganz ohne Bedauern…
Für Kultur ist dann alles zu spät bis tot…
Du Idiot.

Tiefpunkt

Rippenschmerz
Trockene Zunge
Klammes Herz
Schwache Lunge
Eine Zeit voller Unsicherheit
Eine tiefe Sprachlosigkeit.

Nur du kleiner Schatz bist ein Licht im Herzen
Nur du bist der Trost aller eingebildeten Schmerzen.

Der Herbst kommt

Goodby Lenin
Goodby Jugend
Tiefe Schluchten
Graben sich in mich
Es verschwimmt die Vergangenheit mit jedem Jahr
Die Zeit rast vorüber
77 Jahre Mama
Und ihr zwei leidet still
Noch lange so Gott will
Den wir Gottlosen abgeschafft haben
Also ist was kommt auch trostlos
Weil es zurecht verkommt
Die Zeit springt wie ein sorgloses Kind so geschwind
Fast haben wir das Lachen verlernt
Nur noch weit vom Spiegel entfernt
Und ungern im Lauf der Kamera
Ist keine Rettung in Sicht
Vor den Wahnsinnigen im Nachbarhaus nicht
Und auch nicht vor uns selbst
Der Herbst kommt, er kommt und hält Gericht
Einzig unser Sohn ist das letzte Licht
Der arme Wicht, er kennt die sozialistische Hoffnung nicht
Goodby Che.

Sonne taucht Wolken

Der Arsch schläft ein
Die Beine sind glühend
Die Sonne taucht die Wolken ein
Und Sturm fährt mir durch morsches Gebein
Auf der Suche nach der Inspiration
Komme schon, komme schon
Irgendwie, irgendwo wieder heraus aus dem Tief
Das ich mir selbst, wie die falschen Zauber rief
Vor Dummheit ist keine Rettung gefeit.

Von Regen begleitet

Graue, dunkelgrüne Zeit
Ich bin bereit
Regen im Mai
Bald ist der Winter endgültig vorbei
Auch wenn ich noch weiße Kappen seh
Felder erblühen unter dem Schnee
Und der Regen in meiner Seele ist die geheime Kraft, die neues Leben, neue Wunder schafft
Wenn dann die Sonne wiederkehrt
Wird unser Horizont erweitet und von letzten Tropfen begleitet, entsteht alles in neuem Wert.

Wunder

Wir hoffen auf Wunder
Die uns das bringen,
was wir nicht selbst können erringen
Wir sind nicht in der Lage uns selbst zu retten
Denn wir gehören zu den Guten und Netten
Wir verlieren ständig den Lebenskampf und stehen im dauernden Endzeitdampf
Dafür sind wir auch immer noch ohne Schuld
Das ist unser einziger Kult.

Regen im Maiwald

Durch hohe lichte Buchenwälder
Laufen
Sitzen und atmen
In Entspannung tauchen
Ein Tag vor dem Regen
Der Erde Segen.

Wir schöpfen daraus Kraft
Um zu überleben
Auch wenn wir dabei, auch hier von tausend Sorgen umgeben
Aber es sind nicht unsere Sorgen
Wir können darüber schweben
Wir können hier groß sein
Uns aus uns selbst erheben.

Viele bekannte Gesichter sehen wir
Wie sie altern
Wie sie sich zu ihrem Nachteil verändern
Nur ich bleibe mir gleich zurück
Ist es mein Fluch?
Ist es mein Glück?

Die Hunde jagen rote Schirme im Regen
Die Menschen verstehen sie nicht
Sie denken nicht nach, sondern machen nur dumme Sprüche ihr ganzes Leben.

Und bei all dem ist ein kleiner Mensch uns ganz ausgeliefert
Will nicht schlafen und ist doch von Müdigkeit so sehr erfüllt
Das sie aus ihm wütend brüllt.

Um ihn allein dreht sich die Welt
In die der Regen jetzt ein wenig mildernd fällt
Doch wir lesen in der Zeitung all die Dummheiten von heute
Und seine Zukunft liegt im Nebel der Sorgen von Morgen…
düster und verborgen.

Tote Freundschaften

Warum sind die Menschen immer wieder so selbst zerstörerisch?
Warum sind sie so oft blind für wahre Gefühle?

M & T schon lange habt ihr euch verabschiedet in eine oberflächliche Freundlichkeit
Irgendwann kam der Plan
Uns nicht mehr zu mögen
Warum?
Weil wir fragen?
Weil wir diskutieren?
Und nicht einfach akzeptieren?
Das war es wohl
Ihr wolltet eure schöne heile Welt
Keine Probleme, keine Fragen
Aber wahre Freundschaft braucht Vertrauen
Wahre Freundschaft verträgt Kritik
Wahre Freundschaft hat Humor, auch den auf eigene Kosten
Schade Frau M., aber all das war dir schon immer fremd
Du wolltest Distanz, du wolltest Abstand
Du wolltest nur deine eigenen Wahrheiten hören
Auch wenn du gleichzeitig unsere Gefühle schamlos aufsaugen konntest
Mit heuchlerischer Gier
Dabei hast du deine eigenen verschlossen
Das sei doch unser Problem, hören wir dich heute zynisch sagen
Das ist es, was wohl am meisten weh tut.

Ja, es tut weh, auch wenn du auch dieses letzte Gefühl wirklich nicht verdienst
Die Zeichen sahen wir wohl, so blöde sind wir nicht
Auch du Herr T., bist nicht viel besser , da du nichts dagegen tatest, obwohl zu spüren war, das der Lauf der Dinge nicht deinem Herzen nah war,
es vielleicht noch immer nicht ist
Schade, genau wie einst Herr B. hast du dein Leben jedoch ganz ihren
Ansichten unterjocht.

So ist denn endlich beerdigt, was schon lange stinkend tot da lag!
So ist denn endlich hiermit der Deckel drauf auf diesem Freundschaftssarg!

Schon viele, zu viele Leichen sind in unsrem Keller!
Eine lange Klage summt in unseren Köpfen mit
Sind es wir selbst?
Bin es ich selbst, das Ungeheuer?
Das all dies immer wieder zerstört?
Zumindest scheint nur wieder mal bei mir der Zweifel eingekehrt
Ob ich selbst richtig ticke oder ganz verkehrt?
Das Heer der Pseudofreunde hingegen vermehrt sich und wandelt, sich keiner Schuld bewusst, noch immer ungestraft durch unsere Lande,
wie eine zombiehafte, gruslige Geisterbande.

Ihr kotzt mich an!

Inspiration

Die Inspiration findet ihren Weg
Sie lernt zu verstehen, wohin die Wege gehen
Ein Hauch von Nichts…
Im Sein verfliegt im Wind
Ein Schatten,
hell wie das Morgenlicht
Berührt mich Glück
Ein Teil zu werden
Ein eigen Ding
Jetzt, danach bin ich
Lebe ich weiter voller Inspiration
Finde die Wege in die Herzen der Menschen
Ich weiß, ich bin ein Sohn der Inspiration.

Mein Sohn

Gedanken vor dem Sommer
Tage voller Regen
Tage der Melancholie
An denen wir schweben
Und wir suchen
Im trüben Licht der Lampen
Nach den Worten
Die uns von dem erzählen was kommt
Welche Jahre?
Welche Schmerzen?
Welches Glück?
Wann kommt das Paradies
Wir leben es
Bald wirst du mit verstehen
Bald wirst du mit hoffen
Bald wirst du selbst leiden
Am Leben
Doch glaube mir, die Zeit wird beweisen, dass es heute Menschen gab die ihre macht begreifen
Ob später auch, wirst nur du wissen
Dein Verstehen ist unser Erbe, ist unser Lohn
Und wird deine Kraft sein,
mein Sohn.

Gleiche Geister

In einem Raum sieht man euch kaum
Ihr seit wie Elfen
Sie flattern scheu nur durch den…

Wenn man sich trifft, wird sich nicht jeder von euch bewusst
Manche jedoch…
Sind spürbar klar
Und hören, fühlen, dann ist ein Gemeinsam sein…
ganz wunderbar
Die meisten sind sich aber selbst Genug
Und füllen sich aus mit Blindheit weit und vielleicht für alle Zeit.

Ich schuf den Raum für Miteinander
Ich gab Euch ein zuhause
Doch ihr flattert zu gerne auseinander
Weil ihr flattert ohne Pause
Der Raum vergeht
Doch ich bleibe der, der euch versteht
Sonst versteht euch keiner
Denn auch ich bin von euch einer.

Fahrt nach Haus

Es zieht uns zurück
Es zieht dich voran
Ins Irgendwo, ins Irgendwann
Durch alte Welten
Im Traum nie vergessen
Im Sinn ein Gewinn
Unverändert in mir drin
Du wirst es nicht kennen
Für dich immer fremd
Kalte Tage vor dem alten Fest
Wenn man sie lässt
Doch für uns ist es Wärme
Unter Freunden zu sein
Das brauchen wir jetzt besonders gerne
Denn die Welt ist kalt und unser Paradies so klein
Hier ist unser Herz
Und unser Schmerz nicht allein
Hier können wir ganz wir selber sein.

Sieben Leben

Sieben Ideen
Sieben mal Dinge verstehen
Sieben Wege durch den Sommer
Wachsende Bewegung
Zappeln, zappeln
Für das kleine Wesen
Ist das Wesentliche Wackeln
Es lässt mich locker schweben
Über dem Stress im übrigen Leben
So kann ich mir alle Fehler vergeben
So habe ich die Luft für noch sieben Leben.

Tief drin

Lauter Tod in der Tiefe
Der sich in Schwierigkeitenbringer
Der Dummkopf für Sekunden
Makabere Zeit
Innere Zerstörung die befreit
Andere würden springen
Ich habe mich nicht verdient!
Mir stinkt mein Instinkt so gewaltig
Meine Dummheit zehrt meine Kraft auf nachhaltig
Doch diese Armee von Fettnäpfchen ziehen sich durch mein Leben
Und ich werde einfach nicht erwachsen eben
Also stecke ich mal wieder tief in der Scheiße
Habe mich selbst hinein getunkt
Wimmere dabei ganz leise
Während mein Geist verlegen um Vergebung funkt.

Sommerellipse

Sommer suchen
Sommer werden
Dichter Sommer
Sommer schwitzen
Sommer hauchen
Sommerdusche
Sommerschmerzen
Sommerkinder.

Durchwacht
Durch gemacht
Auf der Suche nach der Ablenkung
Zu gedröhnt mit Hoffnung
auf Erlösung
Unverkennbar dumm
Gefangen in der Ellipse der Tage und Nächte
Kein Ausweg!
Aus der Verführung der Sinnlichkeit meiner Süchte
Und dabei kriecht das Alter unaufhaltsam in die Knochen.

PLAN

Verlust der Kraft
Starke Momente
Veränderte haut
Verfolgt von Parasiten
Ganz ohne Idole
Ohne Glauben
Stressmomente die das Alter rauben
Sehnsucht nach dem Schönen und Guten
Trifften in die Kauzigkeit ist zu vermuten
Xter Versuch sich selber zu liften
Abkehr von der Normalität, die allen anderen in den dummen Gesichtern steht
Woher nur nehmen sie den Elan?
Woher den Alltagswahn?
Was ist ihr PLAN?
Was auch immer, ich zweifle offen daran, solang ich kann.

Sonne & Wind
10 Jahre –
im Wortrausch

Wenn Liebe Worte macht
Wenn Macht in Worten liebt
Wenn Worte Liebe machen
Dann schau ich in deiner Augen Lachen
Dann küss ich deinen weichen Mund
Dann formen deine Schenkel den Vulkan um mich
warm und rund.

Seit 10 Jahren weiß ich nun, jede Sekunde genau
Zwischen uns ist das wahre Gefühl
Mit uns ist endgültiges Vertrauen
In uns ist tiefe Gewissheit
Wir sind für einander Mann und Frau.

Und wir reden ständig
Unsre Liebesworte sind unser Rausch
Unsre Zärtlichkeit, der Kraftaustausch
Wir fließen und wir toben durch die Zeit
Voller Energie und voller Zufriedenheit
Die sich in Worten ihre Bahn frei schreit
In diesen 10 Jahren steckt soviel Glück
Wie sie Generationen haben nicht erfahren.

Lass es uns halten
Lass es uns gemeinsam mehren und gestalten
Lass uns die Worte finden, die uns verbinden
Die Sprache der Liebe
Die süße Melodie der Seele
Ein endloses Verstehen und miteinander gehen
Auch wenn wir so unterschiedlich sind, wie die Sonne und der Wind
Unsere Liebe ist unser lebendiges Kind.

Der gelbe Hund

Ein Wortapfel
Ein ZickZack-Gedicht
Geister finden Gehör
Manche treffen die richtigen Worte
Danke dafür!

Was ist gute Poesie?
Man weiß es nie
Kann es was werden
Im Gruppenverbund
Wird es wenigstens ein gelber Hund?

Alles ist Wort
Alles Wort ist Poesie
Alle Poesie ist Gedanke
Alle Gedanken sind einzig
Was einzig ist, ist schön.

Wohin führt der MUT?
Wozu ist er gut?
Wohin läuft der Hund?
Wedel, Wedel …
Schon die gute Absicht ist doch edel.

Neuer Sommer

Neue Wege in den Sommer
Neuer Sommer
…die Finger lassen
…den Kopf frei
Mit den Beinen schnell dabei
Zähne sauber?
Auch wenn es schmerzt
Es ist nie zu spät
Für Lebensqualität
Nicht für alle
Nur für mich
Suche ich das Jugendlich
Mit Verstand
Nehme ich mein Leben neu in die Hand
Und ich weiß, das wird was geben…
… auch wenn ich jetzt noch steh, mit dem Rücken zur Wand.

Calligrames

Bildgedicht
Gedichtbild
Mit Worten formen
Mit Formen Worte machen
Kinder lachen
Aber Wahrheit schreit
Danke Dichter, für die Gelegenheit.

TIEFE

In die Tiefe
tauchen
Sitzen
in der Sonne
Krabbeln
über bunte Decken
Weinen
wie die Kleinen
Strampeln
durch die Fluten.

Ein Kommen und Gehen
Ein Leben im Paradies
Weit ab von den Toten
Die um 8.00 Uhr uns ins Haus gebracht.

Hier ist Leben
Hier ist Lebenskraft
Die KUNST erschafft
…voll Leidenschaft
Die Kunst zu leben
Die Kunst zu sein…
…zu schreien
…zu geben
In der Sonne zu schweben.

Das ist was ihr wisst
Diese Tiefe findet ihr auch in der Wüste
Sie ist überall der Quell der Poesie und sie erobert unsere Herzen
So schnell wie nie.

Rumble in the jungle

Hey Ali
Als Kind mochte ich deinen Namen nie
Ich war borniert und weiß
Ich war klein und dumm
heute sehe ich dich alter Mann, kranker Mann, mit wachen Augen.

Hey Ali
Dein Kampfgeist beugt sich nie
Du bist mutig und schwarz
Du bist ganz groß
Heute seh ich deine Welt
Tapferer Mann mit traurigen Augen.

Hey Ali
Dein Dschungel endet nie
Du bist eine einsame Faust
Die ewig siegreich aus dem Elend ragt
Doch ein Symbol für Verfall
Deine Schicksal vor meinen Augen eine Qual.

Hey Ali
Wir vergessen dich nie
Und mit dir werden auch Malcome und Luther unsterblich…
…Unsterblich.

Schöne üble Nähe

Nachbarn
Die wir erfahren
In verlorener Heimat
gewonnen
Ferien werden
Fort und zurück
Zu den Bergen ein Stück
Auf der Suche nach Glück
Nach Freundschaft
Die Nähe schafft
In der Schwüle
So wie die Hunde Herzen erobern
So müsste es sein
So klein sind die Menschen
So ängstlich und klein
Lasst sie bloß nicht allein
Übel zur Strafe
ganz übel
Kotzübel
Absolut übel und gemeinsam
Werden wir sterben
Lasst es uns nicht schon verderben.

Am Limit

Werte!
RILLOS
Trotzdem sein
Die für das Leben stehen
Trotzdem leben
Überleben
Im großen Dschungel
Dicht beisammen
Mit Freunden
Für viel Geld
Unseren letzten Cent
Geben wir
Gerne.

Reden
Am Feuer
Im Kerzenschein
Leben für uns
Leben ganz bewusst
An der Grenze
Am Limit
Ist alles lebendig
Dicht beisammen
Von Feinden getrennt
Welten
Unser letztes Hemd
Tragen wir gerne zu Markte.

Verlorene Träume

Blutige Adern
Tropfender Lebensfluss
Aus mir herausgepresst wie eine Zitrone
Hohle Stille in einem zitternden Körper
Bebender Hass!
Geschicke Widerwille.

Kalte Platten
In Regen getauchter Sommer
Wie Tränen des Schicksals
Brüllende Wut in einem schmerzenden Haupt
Ein Sirren das den Atem raubt.

Wohin mit den Tiefen?
Was fährt uns da gegen die Wand?
Wie läuft es bloß weiter das Herz
So hilflos verbrannt
In gurgelndem Abgrund segeln wir müde.

Aussichtslose Höhe
Stumme Mutlosigkeit
Bissig beißende Flöhe
Und ein scharfer
Fluss der Zeit
Wo ist das rettende Land?
Wo ist das Glück, das uns für immer befreit?
Verborgen in der zähen Zeit.

ANGST

Wo sie bohrt und frisst
Wo sie dich an pisst
Wo sie schneidet scharf in deine Eingeweide
Wo sie deine Seele verbrennt
Ist keine Rettung
Keine
Keine
Nichts…

Nur die Angst!
Alleine.

Albträume

Was mich selbst zerstört
Meinen Glanz empört
Schon immer war ich zu dumm auf andere zu hören
Meine Irrwege zu erkennen
Und so stets haltlos in unzählige Verderben zu rennen.

Woraus kann die letzte Kraft jetzt noch kommen?
Bald versinke ich im fettigen Mitleid meiner selbst ganz von der gerechten Wut der anderen benommen.
Bald platzt selbst meine geübte selbst Beschwindlererseele
Und mein Kopf segelt haltlos davon.

Bis in meine Nächte kriechen die Fehler der Tage
Warum werde ich nicht endlich wach?
Und begreife die heikle Lage
Kann ich nicht einmal erwachsen werden?
Ein ewiger Kindskopf, der an seiner eigen Naivität erstickt, mir aus dem Spiegel blickt
Und gnadenlos entsetzt in vor einer düstren Zukunft erschrickt.

Träume

Aus mir selbst heraus gerissene Kraft
Die wieder Luft um mich schafft
Schafft zu schöne Träume, zu schön um wahr zu werden…
Sie dürfen darum nur geflüstert werden.

Himmelsschlösser…
Bis in den Himmel ragende fantastische Bäume, die die Wirklichkeit verdrängen
Und die Hoffnung hinter all dem Stress und der Angst wieder aus ihren Löchern zwängen.

Aus dir, aus Euch gewinnt meine Wurzel nur immer wieder Saft
Regt sich was doch schon scheinbar war erschlafft und schreit zumindest laut empor
Gelöst und wie ein wohliges Beben:
Ich bin am Leben!

TERROR – Reiner Wein

Andere Sorgen
Andere sind anders, haben andere Sorgen
Andere haben andere Leiden
LEID
Haben andere Götter
Andere Leidenschaften

Andere sind fremd
Fremde Gedanken
Fremde Ängste
ANGST

Nur Menschen können so grausam sein.
So (un)menschlich…
Wirklich?
Unwirklich.

Wie fremd können Menschen, Menschen sein?

Fremde Wesen und doch könnte jeder sich selbst in diesem Hass lesen.

Die schreckliche Wahrheit ist: Alle sind gleich
Niemand ist besser als diese Monster

Sie sind in uns
Sagt nicht nein!
Denn das ist er,
der reine Wein
Ich schenke ihn euch gerne ein.

Nun aber

Nun aber klein
Und die Welt, sie stürzt ein
Halb blaue Trauben
Sorgen, die alle guten Gedanken rauben
Flucht!
Wohin?…in den Raumgewinn?
Keine Ruhe, kein Versteck
Vor den daher hetzenden Zielen
Und an der Seele Schwielen
Welch grausames Schicksal, tut da arglos mit unserem Leben spielen
Ich selbst bin es
Ich selbst stecke hinter der Henkersmaske
Und vollstrecke mein Sein
Ich selbst allein.

Auf Hoffnung !

Hey Ho, auf Hoffnung
Auf Hoher See
Wellenreiter Juchhe.

Wer sich bewegt stirbt nie
Wer sich bewegt der lebt und produziert die Energie auf der er schwebt.

Nur wo der Schmerz sich bewusst, ist endloser Frust
Aber wer den Schmerz versteht, wird ihn besiegen und gewinnt dazu Hoffnung und Lust.

Das ist es was die Guten kriegen
Immer werden sie erkannt und verfolgt und verlieren beinah den Verstand
Doch schließlich sind Sie es, die triumphieren…
Und die Bösen, die krepieren!

Das Wesentliche

Ist ein Gefühl
das man zu suchen verstehen muss
Es bleibt gerne im Versteck
So vielseitig, wie scheu ist es.

Ist ein Glaube
der tiefe Inbrunst weckt
Er versteht es laut und schmerzhaft
So einseitig wie stark ist er.

Ist eine Sache
die sich herum trägt
Sie will öffentlich gesehen werden
So grell wie eigensinnig.

So ist es fast immer oder nur unwesentlich anders.

Wirbelsturm

Der Sturm im Kopf
Der Sturm im Magen
Schwarze Zeiten
Kaum zu ertragen
Suche nach dem Guten
Es muss sich in sich finden und den Stress überwinden.

Gedanken die gnadenlos kreisen
Entfliehende Hoffnung
Kräfte die vergreisen
Immer neue Bedrohung
Immer neue Gefahr
Wo ist der Weg aus dem Dilemma?

Ein Geysir aus dem Leib
Der brühend heiß „Scheiße“ schreit
Ein Lavastrom durch den hohlen Kopf, der alle freien Gedanken verstopft
Das Leben springt aus meiner Haut
Zumindest weint und tobt es laut.

Solch Wahn ist mir allzu vertraut
Seit Kindertagen werde ich davon befallen
Hält diese Schwäche meine Seele fest in ihren tödlich giftigen Krallen
Doch auch wenn ich so oft schon viele Tode starb
Lebendig kam ich stets zurück aus meinem feuchten Grab.

Denn in mir glimmt eine finstere Kraft
Sie heißt Verdrängung ohne Rast
Sie produziert mir ständig eine neue Haut
Mit der man sich dann wieder unter Leute traut
Bevor der nächste Wind um die nächste scharfe Kante des Lebens schaut.

Raben auf Blau

Raben auf Blau
Fragen in Grau
Zorn in der Stimme
Leid in der Seele
Deine Tränen
Deine Gedanken
Sorgen die sich um meine Seele ranken
Wohin mit dem Druck
Wohin mit dem Zorn
Blau vor Augen
Schwarze Gedanken schweben hässlich durch die Angst
Niemals zu landen
Wohin du auch gelangst.

Satz des Marlon:

p + l = m

m = 1

Nebelland

So kommt der Herbst
mit fallenden Blättern
So schwindet der Sommer
Mit dem wir Wärme verbinden
So trieft das Haus, dass uns verlassen will
So platzt unsre Seele von der Entscheidungswucht
So vergeht eine Zeit voller Schwierigkeit
So keimt immer neue Hoffnung und entzweit
Im Nebel verschwimmt die Wirklichkeit
Und Zukunft wird Vergangenheit
Gar nicht weit
Lockt trügerische erneut, unsre ewige Arglosigkeit.

Beleuchtet

Aus dem Licht
kommt die Zeit
Sie bringt Deja-vu
Sie bringt Genauigkeit
Menschen wie beleuchtet laufen in den Winter
Laufen in die nahende Dunkelheit
Lichter zeichnen Figuren
Zeichnen Masken
Die vorbei huschen
In der beleuchteten Stadt
Die plötzlich keine Fremden mehr hat
Alle Gesichter sind sich bekannt
Erkannt und im Geiste verwandt
Hier im Licht hat man darauf die klare Sicht.

Blütenflug

Im Herbststurm
Im Herzen der gefräßige nimmer satte Wurm.
Die verpuppte Raupe lauert schon.

Im nahenden Winter
Im Bauch ganz üble Zukunfts-Bilder
Die Schmetterlinge, sie flattern immer wilder.

Im neuen Jahr, wird alles wunderbar!
Nach all dem Zickzack
Nach all dem Hickhack.

Die Blüten fallen…
Sie schweben langsam, ganz langsam zur Erde zurück

Und dort entsteht dann gewiss ein ganz neues Glück.

Zum Schmerz

Ausdrucksvoll
Leidvoll
Im Nacken
Einseitig
Das Herz?

Über den Schmerz
Zeit gewinnen
Für das Innen
Wo wir uns verrennen
In wilden Plänen
Von wirrer Zukunft
So abhängig wie gefährlich
Nur wir selbst können den Schmerz dort überwinden
Und zu sinnvollem Leben finden.

Wo ist die Kraft, die ohne Glück sein Glück sich schafft?
Sie schlummert
In meinem alten Körper
Schmerzlich drängt sie heraus
In eine gleichgültige stumpfe Welt hinaus
Wie eine Geburt
Schmerzvoll
Liebevoll
Hoffnungsvoll
Neuer Schmerz.

Oktober

Oktober ist auch schon Geschichte
Dinge neu ordnen
Gartenstühle bevölkern mein Zimmer
Spielen, lesen, schreiben
Ab und an am Schwanz mir reiben
Aufgewacht aus dem Eigenheimtraum
Hallo ihr Mitbewohner!
Wir sterben mit euch, während ihr alte neue Präsidenten wählt
und kleine Extremisten in weit entfernten Existenzen quält
Was schert es uns?
Wir leben weiter in unserer Scheinwelt
Mittellos, glücklos, ziellos
Aber bewusst mit all unserem Frust.

Queens

Sie sind anders
Sie sind besser
Irgendwie
Mehr authentisch
Mehr gelenkig
Haben mehr Freude
Sind immer gut drauf
Malen sich an
Mit bunten Herzen
Oder Ledermann
Sie sind zärtlich
Von Trauer erfüllt
Sie leiden göttlich
In Parfum gehüllt
Ihr Leben ist Party
Im Abseits versteckt
Sie sind wie wir
nicht besser dran
Aber auch nicht schlechter
Mann!

Thank you Mr.Moor

Ich weiß die Amerikaner sind nicht dümmer wie wir
Nicht wirklich…
Ich weiß sie lieben ihr Land
Die Freiheit und die Demokratie und so…
Ich weiß die CDU hier hätte genauso gehandelt wie die Republikaner
Ich weiß die Interessen sind so verwickelt
Ich weiß niemand kann an all die kleinen Leute denken, an all die kleinen Opfer
Ich weiß je dümmer die Staatsoberhäupter sind desto leichter haben es die wirklich Mächtigen
So ist das in unserer Welt
Ich weiß, das so viele all den Lügen glauben
Das so viele vertrauen
Das ist doch gut oder?
Vertrauen ist gut, das müssen doch die Guten sein…

Glasklar

Glasklar und doch verborgen
Glasnost, für die stille Revolution
und eine Welt mit weniger Sorgen.
Wie unwahr!

Doch wie wahr ist die Sicht,
hinter der Scheibe?
Durchsicht – Voll verglast!

Eine getrübte Sicht,
in trübem Licht
Glasig, rosig, verschwommen
Gläsern und stets wie benommen
Milchig weiß bis schneeweiß
Suchende, hilflose Blicke im Kreis.

Ein Spiegelbild der Außenwelt
Sturmglas oder Weinglas
Die Sicht ist es die zählt
Die trinken, ertrinken…
Aber es sind nur die Anderen
Nicht die im Glaspalast.

Doch auch sie,
haben die ständige Aussicht
auf Scherben
Und wer die Ruinen neu bezieht,
wird immer die Fenster mit dieser Aussicht erben.
Glasklar!

Heimfahrt

Ein sanftes Schaukeln
Streiten
Singen
Lautes Springen
Gedämpftes Nachmittagslicht
Gesichter, Gesichter
Wortfetzen
Bilder in der Seele
Vorbei, vorbei…

Laufen, laufen
Setzen
Nähe ertragen
Blicke streifen
Schönheit
Alltäglichkeit
Hässliche Menschen
Angestrengte Gedanken
Die schwanken, fahren, schaukeln
Vorüber, vorüber…

Zeit läuft weiter
Menschen kreuzen
das Leben
Draußen, draußen
Allein sind wir eben
Allein umgeben
Von allen anderen
Atem, Gedanken, Blicke
Hindurch
Nur fort
Heim, heim…

Eigenes Leben

Er ist schon er selbst
Schon ein eigener Mensch in sich
Klein aber bewusst
Meine Tage sind nicht mehr nur seine Tage
Er lebt
Seine Augen schauen neu
Seine Sinne erwachen
So, dass wir manchmal lachen
Er selbst
Ist sich bereits bewusst
Ist ganz Wille
Ist auch schon Frust
Mit uns
Klein aber groß im Schreien
Seine Tage sind seine Tage
Er führt jetzt eben
sein eigenes Leben.

Quilt

Wie Blutsbrüder sind wir…
manchmal
Auch wenn wir streiten
denken wir versöhnlich
Auf unserem Quilt wären viele Zeichen und Namen
Viele Bilder der Liebe.

Während mein verwundeter Finger die Wäsche aufhängt
Ruft ein nächtlicher Kautz
Und ich denke es ist unser Baby von Träumen bedrängt
Auch er wir irgendwann ein Teil unseres Quilts sein
Auch er wird seine Spuren im Leben lassen…
sein Bild im Stoff
Auch wenn das jetzt noch kaum zu fassen.

Der Quilt ist ein Papyrus der Welt
Auf ihm wird das Leben erzählt
Gedanken, Gefühle…
Glück und Schicksale…
Auf ihm vermischt sich Hoffnung und Kraft
Der Quilt ist der Spiegel der Wahrheit…
Der Friede mit der eigenen Seele schafft.

Gesten

Menschliche Gesten sagen so vieles
Aber man kann sich auch grausam irren
Gesichter sprechen Bände
Aber sie sind manchmal nur Masken
Blicke bedeuten manches
Doch Gedanken übertragen sie nicht.

Urteile sind schrecklich
Sie verstecken sich hinter Ängsten
Menschen sind einsam und grausam
Ebenso zu sich selbst wie zu anderen
Menschen die ohne Urteil sind, sind frei
Man erkennt sie an ihren Gesten.

Sprung

Nun gehen wir
Doch wir wissen noch nicht welche Wege
Nun sind wir frei
Doch wir wissen noch nicht wie lange
Wir flüchten vor unseren Schatten
Aber gibt es sie nicht überall?
Vielleicht verfolgen sie uns, hartnäckig wie unsere Stimme der Schall.

Oder gibt es die Insel der Glückseeligen, die wir unendlich suchen?
Unsere Hoffnung verdrängt die Zweifel
Unser Gefühl den Verstand
Wir brechen auf, voll Enthusiasmus ins Unbekannt.

Im Licht…die Maulwürfe!

Im trüben Morgenschleier
Wenn der Schatten durch den Garten Spuren bricht
Weiß ich nicht, wo es verloren ging…das klare Sonnenlicht.

Im Schwarzwaldnebel
Versinkt eine Welt
Die plötzlich aus dem Lebensrahmen fällt
Vor scheinheilig, weihnachtlichem Glanz vollführen wir den verrückten Zaubertanz:
Ihr Götter helft!

Durch die Erde brechen, schwarze Hügel
Verschlucken frisches Grün
Schneeerwartung
Kälte, Kälte…fest hält der Frost die Welt am Zügel.

Aber dorthin wo wir auch immer gehen, schickt uns unsere Post
Dann werden wir uns in glücklicheren Tagen wiedersehen
Und ihr werdet unsren Schritt vielleicht verstehen.

Wir selbst hoffentlich auch…

Streitbare Maid

Wenn ich nach Hause komm
Du wartest schon
Bis zum Hals voll von Frust und Aggression,
den gehörnten Kopf tief zwischen den Armen
Hast du mit meiner Müdigkeit kein Erbarmen
Du tust mir so leid,
doch lässt du mir für mein Mitgefühl kaum Zeit
Denn nur der Streit ist es, der dich befreit
Ich bin dein Puffer in dieser wirren Zeit
Mehr schlecht als recht
Und keiner da, der mir verzeiht.

Tsunami

1.
Wenn die Erde bebt
Wenn sie solche Maßen tödliches Element bewegt
Wenn das Paradies wird überschwemmt
Hält die Menschheit mal den Atem an
Zuviele Leichen treiben an den Lebensstrand
Mensch und Tier verlieren in Sekunden Leben oder nur Verstand
Hinweg gespült aus all den Inselträumen
Da nützt auch alles Geld uns kaum.
2.
Wenn die Erde bebt
Dann lebt der Planet
Für ihn sind wir nur wie Parasiten
Er ist wie Gott, uralt und schreckliche Naturgewalt
Fährt Zeit gedenken mit uns Schlitten
Jeder kann zu jeder Zeit sein Opfer bringen, es ist wie in den antiken Riten.
3.
Auch wenn es jetzt gerade viele sind
So schreibt die Zeit die Menschenopfer doch ganz endlos und täglich neue in den eisigen Wind
Am Ende jedoch, wird der Gott selbst danieder liegen
Nach langem Todeskampf
Bis dahin tanzen wir und haben unser makaberes Vergnügen um endlich doch die gerechte Strafe auch zu kriegen.

2005

Türen

Ins Leben
Aus dem Leben
Dahinter
Davor
Hindurch
Ein Spalt nur Hoffnung
Zugeschlagen
Dick vernagelt
In den Angeln quietschender Rost wie Hohn
Schutzwall gegen das Leben
Hindurch, hindurch!
Ins Drüben
In ein ungewisses Dahinter
Aus dem Davor heraus
Bloß weg
Diesen Ausweg nehmen,
nur noch Diesen
Vielleicht… ist es ja einer
Zurück ins Leben.

Ankunft

Aus dem
Wirrwarr
Dem Hiersein
heraus
Durchdenken
Durchsinnen
Von Erholung
spinnen
Verträumt
warten
Zum Neusein
starten
Irgendwann
Dasein
Ganz
Hier
Im Wirrwarr
Bei
dir.

Fasching

Sich ins Jahr schleichen
Nicht mit den Reichen
Angestrengt
Leidend
Verkleidet
Geschminkt.

Ist mir doch egal was ihr trinkt
Welche Lieder ihr singt
Welche Sprache für euch vertrauter klingt.

Ist mir doch Wurscht
Ich weiß genau
Mein rheinisches Herz ist vielleicht nicht schlau
Aber dafür erkenn ich einen schlechten Scherz, wie eine schlechte Sau.

Na gut, ich zieh den Hut
Ich steck die Prügel ein
In dieser Rolle bin ich erfahren genug und auch geübt im machen klein.

Aber was auch geschieht, was auch am Morgen in der Zeitung steht
Euer Lacher kommt zu spät und ist einfach so lächerlich, dass es Euren wahren Kleingeist verrät.

Der wahre Spiegel

Gelächter über dem Teppichmuster
Ein Schein, ein Blenden aus dem Ebenbild
Was wird geschehen?
Wie wird das Leben sich wenden?
Wer gewinnt das nächste Spiel?

Wir schauen zu Boden
Denn es lauert dort oben die Wahrheit
Sie grinst aus dem Spiegel
Sie lacht und sie hat zugleich Stacheln wie Igel
Da können wir nichts tun.

Egal welche Tage, was auch geschieht
Wir pfeifen dem Leben das eigene Lied
Unser Bild, das Wahre, es schaut nur uns alleine über die Schulter
und zugleich durch unsre wackligen Beine
Spätestens dann auf der letzten Bahre.

Wir schneiden nur Fratzen
Wir schnurren wie Katzen
Aber in uns brodelt der Lebensvulkan
Wir lieben und streiten und werden uns ewig begleiten,
bis alles für unser Lieblings-Ich getan.

Doch dann kommt die Zeit,
die uns endlich von uns selbst befreit
Wir lernen verstehen, dass das, was wir im Spiegel sehen
Nichts ist als ein falsches Bild
Das auf den Nerv der Wahrheit zielt.

Wenn wir dann uns endlich umdrehen und uns nicht mehr sehen
Können wir gehen
Vor uns eine endlose weite Welt
Die sich aus allen Träumen schält
Jetzt sind wir frei, denn wir haben nur uns selbst dabei.

FLUT

Was ihr auch denkt
Was ihr auch fühlt
Alles ist weggespült
Keine Luft zum atmen
Kein Land in Sicht
Ewig verloren
Vor dem Natur-Gericht.

Zurück kehren sie nicht
Es fehlt jede Seele dieser Welt
Es fehlt jedes Lachen
Aber was die Zeit auch heilt
Was die Wogen glättet
Kann für die Zukunft vielleicht rettende Feuer entfachen.

In den Gedanken sind sie
gerettet
In der Tiefe leben sie noch
In der Kraft der Erinnerung gibt es sie doch
Dort schwimmen sie, schwimmen sie,
immer weiter…

Gute Lieder

Wenn wir gemeinsam singen
Von all den schönen Dingen
Lebt mein Herz
Kein Scherz
Dein Kinderlachen gewinnt meine Seele
Auch wenn ich mich manchmal mit dir quäle
Deine liebenden Augen sind wie süße Trauben
Voller Glück
Davon möchte ich dir geben soviel zurück
Zu wenig Zeit für dich
Zu wenig Berührung
Zu wenig Lieder
Über diese schöne Zeit
Hier sind wir Menschen
Ganz voller Verführung
Zu echter Liebe bereit
In uns singen die Schwüre
Von ewiger Verbundenheit
Doch wenn ich sie auch höre
Ich weiß es vergeht die Zeit
Diese guten Lieder wirst du irgendwann erst wieder verstehen,
wenn du selber Vater bist
Diese guten Gedanken werden dich hoffentlich auch einmal umranken
Doch dann gibt es keine Erinnerung mehr für dich
An unsere alte Liebe
An unsere Verbundenheit
Welch böser Scherz der Natur
Welch tauber Hohn
Gäbe es die Erinnerung daran,
die Welt wäre besser, ich glaube schon.

Zurück

Hinter den Bergen
In den Tälern
In alten Gemäuern
Steht die Zeit seit Gedenken
und hält sich bereit
sich zu verrenken
Aber es kommt dort niemand der schreit:
Jetzt ist es soweit!

Vorwärts zurück
Sie leben in ihrem 50iger Jahre Glück
Mit dumpfen Gesichtern
In alten Kleidern
In dunklen Häusern
Gefangen in der Zeit
Zu nichts bereit außer zu sterben in ihrer Vergangenheit.

Zwischen den Straßen
Hügel und Felder
Alte Gehöfte
Ruinen und malerische Wälder
Sind sie gestorben und leben doch weiter
Ihr Leben verborgen vor der Welt
Verlorene Zeitdurchschreite.

Hinter den Bergen
Bei den letzten Zwergen
Stehen die Prinzen noch vor den Särgen
Wohnen die Geister noch zwischen den Mauern
Kann man die Zeit noch selber belauern.

Doch wir kehren zurück
In unsere Zukunft
Nehmen die Wunder mit in unsere rasende Zeit
Wechseln aus Schwarz-Weiß, in die farbige unentwegte Wirklichkeit
Und wirken dabei irgendwie befreit.

Herr der Herrlichkeit

Herr gib uns die Kraft
Und die Herrlichkeit
Und die Stärke
Und die Sicherheit

Herr nimm mir die Selbstherrlichkeit
Und die Schwäche
Und die Unsicherheit

Herr werde eins mit uns
Die wir ungläubig sind
Herr hoffe für uns
Die wir unsere Hoffnung in dich setzen
Denn in unserer Einsamkeit finden wir nur dein Ohr offen vor
Herr erbarme dich unserer früheren Zweifel.

Wir geben dir eine neue Chance
Du seiest neben uns…
In Ewigkeit
Armen.

Herr Präsident

Ein Amt ist eine Bürde
Ein Mensch in einem Amt sucht stets nach seiner Würde
Können wir, die wir Ämter hassen, sie ihm lassen?
Ein Präsident ist groß
Seine Taten sind es selten
Ein Mensch hat viele Ziele
Sein Stolz ist seine Hürde
Seine Freunde lieben ihn
Seine Feinde kennen ihn kaum
Ein Amt füllt jeden Raum
Erst recht ein Leben
Kann es da noch Platz für Würde geben?
Kaum.

Verlorenes Papier

Zu wenig Zeit für dich
Zu oft entfernt
Zu viele Dinge um die ich ringe
Das Lieben verlernt.

Wir sind beisammen,
doch wenig vereint
Jeder lebt hier,
doch keiner bei uns
War das so gemeint?

So wenig Blumen
So wenig Worte zuletzt
Verlorenes Papier
Und Zeit die an uns vorbei gehetzt.

Ich weiß, ich muss jetzt beginnen
Dich zurück zu gewinnen
Bevor uns das Leben, jeden woanders hin versetzt.

Keine Zeit

Friede, Zeichen, Engel…
Die Suche nach Informationen
Im WWW
Moderne Wege
Alte Geheimnisse
Fantasien…

Was suchen wir wovor wir fliehen?
Erkenntnis
Alles bloß wage und
unverständlich
Aber auch nur ein Kind unsrer verzweifelten Lage.

Wohin führen uns die Gedanken
Gibt es Schranken?
Wer siegt in uns, der Affe oder der Philosoph
Gruß an die Vergangenheit hier
In der Zukunft sind wir genauso weit wie damals schon ihr.
Nur ein Wissen
ist für immer befreit:
Es existiert keine Zeit.
Alles ist schon immer…

…und unverändert bleibt es Wirklichkeit,
trotz all eurem Gewimmer,
von jeglichem Zweifel befreit.

Dein Code

Ich liebe deine gekränkte Seele
Ich liebe dein weiches Flüstern
Das Blähen der wütenden Nüstern
Ich liebe deine sprühenden Augen
Dein Brausen und Schnauben
Ich liebe dein lautes Lachen
Auch wenn alle Nachbarn erwachen
Dein Seufzen über mein Sein
Dein verzweifeltes mich Anschreien
Ich liebe die vielen Schimpfwörter
Ich liebe dein wildes Gezeter
Denn alles was du auch tust
Nach Zärtlichkeit nur ruft
Es hilft dir nichts,
Ich kenne deinen Code
genau, denn du bist meine liebe Frau.

Schnee

Schnee!
Soweit ich seh
Nur kaltes Weiß
6 Wochen liegt das bleiche Tuch nun über dem Land
Hier der Schnee
Woanders zu viel Sand.

Sand!
Soweit ich seh
Nur heiße Erde
Nackter Fels, bleich und verbrannt, wie die Leichen in diesem Land
Dort der Tod
Woanders Unverstand.

Regen!
Soweit ich fühle
Nur weite Seen
Reißende Flüsse, tosendes Meer, wir verstehen die Welt nicht mehr
Es läuft die Zeit im Raum der Unendlichkeit
Für den Planeten ohne Wiederkehr.

Sonne

Intensiv
Hell
Grell
Aus der Finsternis heraus
Warm
Beleuchtet
Mit Elan
Entsteht ein neuer Jahresplan
Für jede noch so graue Maus
Instinktiv
Dunkel
Matt
Hält man Gericht
Am Jahreslicht
Unverhofft
Das Dunkel kehrt zurück
Und alles Licht daran zerbricht.

Türkisches Kind

Schicksalswende
Hier geht unser Pech zuende
Wir fliegen in die Sonne und gebären dort die Wonne
Dann kehren wir zurück und mit uns das Glück
Von uns gestreift der Mantel der Furcht und kein Fremder mehr mit uns das Ufer erreicht
In uns da reist eine neue Luft und verbreitet in unserem alten Leben den süßen Duft von frischem Erleben
Ich weiß es! Wir werden überleben
Ich spüre das Glück, es kehrt bestimmt mit uns zurück
Und es wächst in dir geschwind, unser türkisches Kind.

Er ist klein

Er ist klein
Er macht Spiele
Statt zu essen

Brot für die Welt
Für ihn nicht zählt

Und zwischen den Autos… Brumm, brumm,

mal kurz einen Happen,
denn er ist nicht dumm.

Und am Boden die Tiere
Warten auf Brocken
Die regelmäßig sie unter seine Tische locken.

So ist er schon jetzt,
ihr Herr und Meister
Ganz unbewusst und doch mit machtvoller Lust.

Sein Leben ist Spiel
Noch ganz ohne Ziel
Wie wunderbar muss das doch sein…

Aber noch ist er klein
Sein Herz ist rein.

Das Wimpernglück

Aberglaube
Wimpernflug
Meta Physik wie Zauberei
funktioniert seit Jahren gut.

Irgendein Schicksalspfad
lässt uns taumeln
lässt uns schreien
doch immer wieder folgen wir dem Augenschein
ins Nirwana hinein
Ist das klug?
Wer weiß es schon
Glück ist bisher unsrer Treue Lohn
Auch wenn wir leiden wie Gottes Sohn am Kreuz
Unser Glaube hilft uns im Schmerz zu bleiben
Auch gegen unseren Stolz

Das ist Aberglaube pur
Doch da sind wir stur.

Farbiges Ende

Blau, blau, Balu
braun gestrichen
GRAU – grausam einsam
P i n k NEIN Edelweiß
lila la lu
grünlich ja
gelb fast ocker
aber die zartrosa Seele
SCHWARZ oder gar BLACK
wie ein Orange…
rot rot rot tot.

Bilder

Bilder ziehen die Gedanken durch die Vergangenheit
Farbig, lieblich, voller Sehnsucht
Ein Leben das versunken ist in Vergessenheit
Wie im Traum
So vergangen man glaubt es kaum.

Bilder bleiben die Erinnerung
Wie Gedankensteine für wunderbare vergessene Gefühle
Intensiv unbewusst
Voller wilder Kraft die Traurigkeit und Hoffnung schafft.

Bilder leben weiter in die Zukunft
Wie Sterne am Firmament
Entfernte Lichter, kühl und unerreichbar weit weg getrieben
Aber zugleich Startbahn in ein morgiges Ziel.

Bilder sprechen in Gedanken
Freundlich und Spiegelbild der Empfindungen
Stark und offen ehrlich
Zugleich herrlich müde
Schlummern sie im Herzen.

Straße

Staub der Erinnerung
Heiße Luft um uns herum
Kälte der Atemblasen
Im Magen ein Rasen
Ewiger Kampf und Krampf
Man fährt sie mit sich herum
Immer neue Probleme
Da klappern selbst die Zähne
Nun lebt sogar jetzt ein Phantom in unserer Garage
Sind das etwa nur Sorgen aus der Chefetage?
Fort, nur fort an einen weiten weiten Ort
… wovon das Fernsehen Abend für Abend flüstert
Aber hier wie da, ist der Lebenskampf auch nah
Und die Luft zittert, wo Gefahr sie wittert
Hinter jeder Biegung neu
Endlos verläuft die Straße
Wird niemals zur ruhigen Gasse
Und hinter uns nur Staub,
heiße Luft, verdorrtes Laub
Vor uns ein trügerischer Horizont
Dort wo die Hoffnung wohnt
Doch weiß kein Mensch, ob sich die reise wirklich lohnt.

Pavillon-Song

Tage der Erinnerung
Weg durch den alten Wald
Hitze, Regen
im Herzen kalt
Vergangenes Gesicht
Bilder durch den Trichter der Zeit
Erinnerung befreit
Wie ein Djinni aus der Flasche.

Alles ist nur alt und groß
Alles grau und nur misstrauisch bloß?
Knorriger Baum mit letzter Nuss
Altes kurz vor Exodus
Auf der Seele liegt sie schwer
Meine Abkehr.

Wenn ich nicht die Flucht ergreife
Dann versinke ich darin
Weil ich zum Teil auch hier geblieben bin
Wenn dies alles hier vergeht
Ist verloren was für Heimat steht
Drum schreib ich hier im Pavillon meinen letzten Heimat-Song.

Naturgewalt

Was ist mit der Sonne im Anmarsch?
Regentropfen weht der unerwünschte Wind herbei
Auf die frierende Seele
Die schaut auf den Berg
Zwischen schwankenden Zweigen
Und sieht das Leben aus den Fugen gleiten
Ein wildes Hin und Her
Ein heiß und kalt
Kein Mensch versteht das mehr
Und unterdessen wird das Leben alt
Und treibt dahin im Strudel der alltäglichen Naturgewalt.

Der Not gehorchend, nicht dem eignen …

… stillen Tod vorgreifen
Nicht verstehen wollen was immer sein wird
Nicht glauben müssen was alle glauben wollen.

Sondern laut nehmen was kommt
Offen hören was sich gerne offenbart
Spielen mit der Hoffnung auf Veränderung
Immer wissbegierig
Immer sinnenfreudig
Weiter leben, weiter dienen, weiter erfahren
Auch schmerzhaft …

Aber niemals wirklich sterben!
Niemals der Not das Gehorchen gestatten
Nicht dem eigenen Willen
Nicht dem der Anderen
Immer widerstehen
Lustvoll aus der Not eine Tugend machen
Notfalls herzhaft lachen.

Dann wie neu daraus empor tauchen
Wie frisch sich baden in freundlichen Worten
Gute Argumente anschwemmen
Voller Elan
Gewappnet gegen Trauer
So eine immer starke Kraft verströmen
Auch für Andere sterben.

… den eignen stillen Tod begreifen
Dabei verstehen lernen und am Leben reifen.

Ein Ende

Dieser Schmerz im Hals
Liebe ist das nicht mehr
Dieser Wunsch nach dem Aufhören
Vor dem verflixten siebten Jahr
Denn wo kein Verstehen, das muss auseinander gehen
Wo ist die Zärtlichkeit hin?
Wo die Selbstkritik?
Nirgends nichts mehr, der Kopf ist nur dick!
Der Schmerz ist überall
Der Wunsch zu entrinnen
Die Wahrheit ist grau, der Magen von Sinnen
Wenn ich dann springe, wenn ich dann fliege
Ich weiß, das ich mich nur selber besiege
Aber auch den Schmerz
Und Ruhe gewinnt das Herz.

Mückensprung

Senkrecht
Mit Flügeln
Auf haarigen Beinen
Die Scheibe vor blauem Himmel empor
Gefangen
Niemals zurück in die Freiheit gelangen.

Gemalte Herzen

Mein farbiges Leben mit dir
Ich male es an alle Wände
Mal zart mal dick, mal hell mal intensiv
so schillern meine Hände
Mal durch ein Sieb pulverisiert
mal instinktiv gekleckst
Mal glüht es und mal deckt es ab
Mal läuft es aus, mal spritz es über alle Flächen
und wirkt wie hingehext
Es schmilzt dahin, es explodiert, es zittert und es kocht
Es steht in Stein geschrieben,
es träumt, es friert auch wenn es sich in dir verliert
Vermehrt lernt es das Fliegen.

Streit

Wie kleine Gummibänder
Quer durch die Gesellschaft
Quer durch die Köpfe
Menschen wie leere Töpfe
Lärm wie Alarm
Schweigen wie Töten
So werden Kriege geboren
So geht Verstand über Bord
Aber muss man darum alles ertragen?
Sie würden lachen über den Jesus in mir.

Aber auch wenn ich es kaum ertrage
Auch wenn mein Bauch flattert
Entscheidend ist,
das Florett mit Stil zu schwingen
Und die Gerechtigkeit im Kopf des Anderen hervor zu zwingen
Den eigentlich ist Streit, bloß verlorene Zeit.

Vater & Sohn

Dein Leiden ist in mir
So sehr kenne ich deinen Zorn
Doch ich erkenne ihn auch
Deine Wut ist wie ein kaltes Feuer
Dein Gram wächst in dir wie ein Ungeheuer.
Ich spüre deinen Schmerz
Er findet mein Herz
Doch weiß ich auch um dein Selbstmitleid
Das Gift der Gedanken
Dafür warst du stets bereit
Ich nehme sie ernst, sei unbesorgt
So verwandt bin ich dir
Das bleibt nicht verborgen
Doch auch meine Gedanken sind bei dir
Um dich zu heilen und zu führen zu alter Kraft
Die den Willen zum Überleben schafft
Deine Angst ist bei mir
Ich teile sie gerne
Und so wird sie endlich ganz klein werden
Bis sie fort ist
Vorbei ist
Dann kommst du zurück
Das war noch mal Glück.

Düster matt

Weiße Lampen vor dem Fenster
Hinter sich biegende Gardinen
Bilder in die Ferne Zauberland
An der Wand vergessen
längst verlorene Fotogestalten
Wuchtige Sessel
Scherenschnitt
Bücherwände bunter Rücken
Blattgewächse wie verloren
in den Möbellücken
Runde Tafel
Gläserspiegel
Roter Samt
Braune Polster
Keramik vor der heißen Luft
Ganz zentral eine matte Scheibe
Wie ein Ufo
Ausgeschaltet aber jederzeit wieder bereit
Für den Start in die Unendlichkeit.

Für Baby G.

Kleine Dinge
Kleine Tode
Auf der Jagd nach Schönheit
Mit den Augen leben
Mit den Lenden träumen
Welt voller Bilder
Welt der Gefühle
Elend kleine Welt
Weiter Kopf
Tränen über rote Wangen
Unbefangen
Weiter, weiter, weiter…

Existenz ( Neuwahl )

Nur am Rande…
Glaubhaft
Durch die Wälder gelaufen
Was sollen wir wählen?
Ihr seit bereits auf der sicheren Seite
Wir nie.

Nur am Rande…
Notiert
Durch die Straßen gefahren
Was sollen wir hoffen?
Ihr wisst bereits bescheid über eure Motive
Wir auch.

Nur ganz am Rande…
Verständlich
Wer braucht noch Ideale?
Es lässt sich doch trefflich ohne sie leben
Wir andere existieren dabei nur am Rande
Wenn überhaupt.

Und…
Haben wir denn eine Wahl?
Jedenfalls wenn…
So ist diese nicht neu.

Liebesfilm

Wenn Liebe versteht
Wenn Liebe sich fühlt
Wenn Liebe sich anfühlt wie Tränen
Wenn Gefühle Schmerzen werden
Wenn Dunkelheit umhüllt
Wenn Dunkelheit versteckt
Was wir von anderen lernen
Dann ist es Leben
Dann ist es Toben und Schreien
Dann kann es nur wahre Liebe sein
Kein Film, kein Film…
Oder doch?

Ohne Gott

Konzentration
Auf alle Kraft
Die in mir wohnt
Geliebt, gehasst
Und kaum belohnt
Wann ich das schaff
Das weiß nur Gott
Auch wenn der eins nicht weiß
Das ich ihn fürchte
Weil mein Intellekt auf ihn scheißt.

Ja, ja…
das ist leider wahr
Darum also zahlt er es mir heim in bar
Und ich hab es verdient, dass er dort aus dem Himmel mich blöde angrient
Sein Gesicht schenkt mir längstens aus,
den reinen Wein:
Ich muss auf dieser Welt nun ganz alleine glücklich sein.

Gefunden

In Jahren gemessen
In gelebter Zeit
In gelittenen Sekunden
Gefunden!
Elf Jahre verbunden.

In der Luft
In Herztönen
Zwischen den Händen
Gefühlt!
Elf Jahre zusammen.

In Lauten
In leisen Tagen
In lieben
In bösen Gedanken
Immer vergeben
Elf Jahre gemeinsam leben.

Ein guter Geschmack
In dichter Nähe
Gegenseitig im Auge
Für mehr als elf
Für Immer
Für immer gefunden

Flieger

Nur schreiben wie Gedichte
Sie leben mit uns
Fliegen um uns
Nur schreiben wie ich dichte
Das ist die Lösung
Kleine summende Schatten
im Lampenlicht
Wie Gedanken so verwischt
Warum sollen sie nicht leben?
Ich muss aufhören sie zu töten
Ich muss aufhören zu zerstören
Aufhören und auf meine inneren Worte hören.

Samurai

Sprache der Seele
Wege der Seele
Wir finden sie in uns
Irgendwann im Leben
In den Blicken
In den Gesten
In den Gedanken
Können wir Samurai sein
Können wir Vollkommenheit erlangen
Können wir dienen
Nicht nur uns selbst
Diese Sprache ist zeitlos
Ohne Nation, ohne Vorbehalt
Ohne Urteil
Diese Sprache ist ewig
Denn sie ist ewiges Karma.

Freiburger

Was ich weiß
Verändert sich
Was ich glaube besteht
Was ich denke ist Geschichte
Was ich bin werde ich beständig
Was ich hoffe wächst in mir
Was ich fürchte verdrängt sich selbst
Ich komme an.

Rückkehr

Kraft aus den Mutterworten
Gefühl aus den Fingern
Schwimmen zum Werden
Laufen über ausgetretene
Pfade
Neue Schritte darüber…

Meg R.

Ein Gesicht voller Geschichten
Eine Frau wie ein Gedicht
Nicht nur schön, auch voller Fragen
Ein Körper der Sehnsucht versteht
Augen die alles versprechen
Lippen die nur Sinnlichkeit
sind
Meine Gedanken wollen es wagen.

ANA

Ein Begegnung
Ein Blick
Alles hat er versprochen
Alles ließ ich zurück
Doch die Erinnerung ist ungebrochen
Auf irgendwann…

Im Kopf

unglaublich
weit
im Kopf
verschneit
wo ist der Lärm?
Da! Kanonenböller
Wie zur Franzosenzeit
Kommen von der Festlichkeit
Wo frohe Menschen leben
unglaublich
weit weg
eben.

Grillenlied

Hohe Pinien
Wilder Wein
Bambuswälder
Braune Wiesen
Eselschreien
Spiegel der Cevennen
Schattensuche
Kühle Schluchten
Brücken über die Gordons
Laute Sänger
Plötzlicher Wind
Hundegebell
Ein schreiendes Kind
Gite Etap seit tausend Jahren
Weite Sicht auf Avignon
Jeder tag den wir erfahren
ist wie ein süßes Bonbon
Doch hier ist nichts, soweit man sieht
Und man hört auch nur, das immer gleiche Grillenlied.

Nîmes et fruit legumes

Altes römisches Land
Zeugen der Vergangenheit
Zwischen moderner Geschäftigkeit
Alte Erinnerung die schweigt
Straßen die atmen die Zeit
Stimmung die mit uns verreist
Hier lebt ein fremder Geist,
der vergessen lässt, um was es geht in dieser Welt
Hier lebt niemand mehr, der Politik versteht
Doch auch darüber trösten die süßen Früchte am Straßenrand und natürlich roter Wein
So mochte es wohl auch einst bei den alten Römern sein
Wir atmen alte Legenden ein und genießen die tage die befreien.

Motten & Skorpione

Motten, Skorpione,
Camisaden
Berühmte Dichter die ihre Gedanken auf Esel laden.

Flatternde Geister
toter Freiheitskämpfer
mittelalterliche Dörfer
im Außenspiegel
Stolze Ureinwohner mit schuppigem Schwanz
Ein alter Insektentanz.

Und wir lesen und baden
auf blutigem Land
Sind doch den freien Gedanken verwandt
Dichter sind wir, wenn auch unbekannt
Auf eigenen Eselspfaden.

Worte suchen den Schatten
Ohne Wasser
Mit viel Weißrot und Wein
So lässt es sich gut und fein, wie R.L. Stevenson sein.

Träumende Hunde
Hügel mit einsamen Häusern
Schießscharten gespickt
Sie rücken näher
Jede Nacht!
Von wirklich scharfen Hunden bewacht
Unsere träumen im Freien
Ganz ungewohnt, bei wachsendem Mond.

Elsa

Ein langes Leben
Ein einsamer Ort
Nur Touristen
Dann wieder fort
Wächter von Katzenbabys
Selten mit Ihresgleichen
Das muss ihr reichen
Doch irgendwie glücklich
In ihrer Welt
Das ist es doch, was wirklich zählt.

Harte Zeiten

Gestrandet in den Weiten
Mittellos
Machtlos
Aber mit Prinzipien sind wir groß
Mit letzten Hoffnungen am Fließband
Das Schicksal am Gängelband in der eigenen zitternden Hand
Und dabei versunken in erfundenen Geschichten
Versuchen wir auch noch selber zu dichten.

Am Abend zum Licht!
Am Tage zum Wasser!
Mit dem Wind im Gesicht.

Nur unsere Liebe
unsere Liebe
dreifach
fünffach
gelebt
verstanden
mit Blicken verbunden
so stark
und niemals wird sie überwunden
auch wenn die haare grauer werden
die falten tiefer
unsere herzen
sind wie doppelte Kraft
sind wie ein ewiges wunder
nur von uns selbst,
jeden Tag neu erschafft.

Gerade Zwei
(Das Wörterbuch des M.)

autü (ein Auto)
mama
papa
autü (noch ein Auto)
hohoho ! (eine Kuh)
nena (nein)
wau wau (ein Hund bzw. meistens 2 Hunde)
mmmh! (Essen)
jamjam (auch Essen)
mama
papo
popa
hei, hei (wind)
hiiiiiiiiii! (Freude)
ia ia ia (Esel)
miau miau (Katze)
da! (Wo ist…?)
ana
mama
papa.

Ausstieg

Zwei Wochen weg
Ein Leben so anders
Ein Sein so weit weg
Im Nirgendwo
In einem selbst irgendwo
Mit Gedanken ohne Schranken
Von Tieren umgeben
Ein wundervolles Leben
Da wächst in mir ein Sehnen
An diese Luft, kann man sich gewöhnen
Und ganz einfach nicht wiederkehren
Web würde das schon stören?

Ergeben (Bettler)

Als säße man auf der blanker Straße
Und hinge an der leeren Flasche
Tag für Tag
Woche für Woche
Wir müssen lernen uns vom Luxus zu entfernen
Für das nackte Überleben
Gibt es keinen Griff mehr nach den Sternen
Denn sonst ist es aus
Die Maus
Sonst kriechen wir zur Tür des Lebens rückwärts raus
Schmachvoll
Wie Geister unserer selbst
Lösen wir uns auf in weißen Rauch.

Chemine prive

Gute Luft
Heiße Luft
Dicke Luft
Private Wege
Durch den Dschungel
Goldner Schuss
Heiße Stube
Dicke Eier
Die haben mir noch gefehlt.

Gliederschmerz

Starkes Herz
Wie kommen wir heim?
Unser Glaube ist rein
Unser Verstand im Versand
Unser Mut watet im Blut
All diese Widrigkeiten kennen wir viel zu gut.

Wo führt uns das Leben hin?
Wo treibt unser Kerbholz vorüber
Unsere Kinder finden unsere Notizen vielleicht mal unter all dem Lebensgerümpel wieder
Vielleicht auch nicht.

Vorbei

Regen in der Wüste
Fort aus der Welt der Steine Schmeisser!
Wasser Verschütter!
Oh nein!
Die nehmen wir mit
Mindestens einen von ihnen
Es erscheint so unwirklich, weil wir gehen müssen
Wie ein Hauch, sagst du
Ein Rest Illusion
Ein verblassender Zauber
Nur Erinnerungen und Bilder bleiben uns als Lohn
Das Ende einer schönen Zeit
Mit Lesen, Reden und das Wachsen des Kindes erleben
Doch das Gefühl bleibt nicht nur Vergangenheit
Rückkehr ist immer möglich!

Froh zu sein

Froh zu sein bedarf es wenig
Nur wer froh ist, ist ein König
Süße Früchte hängen viele
Nur wer kostet schmeckt die Kühle
Global sind alle unsre Nöte
Nur wer lebt der hört die Flöte
Massen strömen den Propheten
Alle Seiten sind ganz groß im Heil anbeten
Blinde laufen durch die Gassen
Stumme rufen laute Phrasen
Hysterisch dreht sich der Planet
Für alles Bremsen längst zu spät
Unser Leben ist so winzig
Doch jede Not ein kleiner Tod
Was uns bleibt ist ganz allein
Der Versuch glücklich zu sein
Froh zu sein…

Wort(e)

da ist Wort
Worte bestimmen unser Leben
ein Leben ohne Worte
ist wortlos
wortlos ist nur der Tod
leblos.

Worte im Netz
sind haltlos
ohne Boden
bodenlos
fliegen sie davon
frei.

Worte ohne Besitzer
völlig frei gegeben
aufgegeben
gebraucht
missbraucht
verbraucht
ins Bodenlose gehaucht
Wort war da.

Blume im Schatten

was ist schon wärme
was brauch ich das licht
im schatten da blüh ich
da strahlt mein gesicht
nur sieht es niemand
keiner singt mein lied
weder heute noch morgen
weis man, dass es mich gibt.

Hölle im Kopf
Zuviel Gedanken
Explosionen
Sprengen alle Zonen
Tausend Farben
Kaum zu ertragen
Tief aus dem Hirn
Vulkan hinter der Stirn
Nur Rettung im Schlaf
Stunden der Träume
Lava im Kopf
Feuer, vom Fuß bis zum Zopf
Krankheit der Denker
Zugleich auch ihr Wahn
Ist sie ihr Henker
Der erste Schritt beim
Zur Hölle fahren.

Blumenlied

Farbenpracht

Augenrausch

Seelenglut

Immer neu entfacht

Was rasch erblüht

Ist schnell vergangen

Wo ist der Kopf?

Wo bleibt der Verstand?

Fort, weit fort!

Die Augen alleine sind der Seele verwandt.

Wortkunst

Wort für Wort 
ein Ort für die Gedanken

Jeder Buchstabe ein Werk

Jede Silbe malt einen neuen Laut

Jede Trennung stürzt uns in tausend Pausen.

Wort für Wort
ein Spiel mit den Klängen

Jeder Strich ist Kunst

Jeder Punkt ein Stoppschild für die Schöpfung

Jede Wölbung wie ein Berg in dem der Tunnel fehlt.

Ohne Worte

Keine Welt

Ohne Welt

Kein Himmel

Ohne Licht

Bleibt uns nur die stille Dunkelheit

Die lautlos nach den Worten schreit.

Kalter Salat

Ein Schwimmen
Ein Rudern
Zwischen den rettenden Ufern
Ein Peilen
Ein Hoffen
Alles ist offen
Mein Magen ist am meisten von all den Zweifeln betroffen
Der Kopf dementiert am laufenden Band
Und mein eigener Schatten sucht den Ausgang vor der geschlossenen Wand
Hat man mal einen Riss entdeckt
Mauert das Leben nur noch höher
Nur mit Glück und Geschick
Kommt man der Freiheit näher
Und die beginnt im Kopf
Oder doch in der Börse?

Millionen

Magische Zahl
Zugleich eine Qual
Millionen sind auf der Suche
Millionen hätten das Glück verdient
Doch sterben sie tausend Tode
WARUM?
Warum geht das Schicksal so mit uns um?
Und mit wenigen meint es, es millionenfach gut
Das ist das Ende von jeglichem MUT
Das geht über unseren Verstand
Darum sind Millionen bereit an IHR Glück zu glauben
Nur dieser Kreislauf befreit uns von den Daumenschrauben
Wählt nur eure Henker selber aus
Das macht immerhin diese fett
Ich wende mich jedenfalls ab mit Graus
Und bleibe einfach im Bett.

Tolles New Orleans

Erst war da die Armut und die Ignoranz
Dann die Verzweiflung und die Armut
Dann der Gleichmut und die Touristen liebten die Armut
Aber der Süden ist eben schwarz
Und der Präsident weiß das…
Dann kam der Sturm!
Dann kam das Wasser!
Aber macht nix, wird ja alles wieder toll aufgebaut,
sagt er
Aber er wird es bald vergessen und ein paar Runden Golf spielen.
So wie damals in dieser tollen Stadt.

Unkenntlich

Weiße Schokolade
Runde Bälle
Bilderfluten
Was mich bewegt ist kaum sinnlich
Nackte Fotos
Brennende Linsen
Tägliche Runden
Was mich erfüllt ist kaum sichtbar
Gerechtigkeit
Bauernschläue
Zitternde Nerven
Was mich verletzt ist tief verborgen
Selbstüberschätzung
Offene Seele
Lügengespinst
Was mich unkenntlich macht, nur das seht ihr.

Niemand ahnt, wer ich bin
Niemand steckt in mir drin
Nur ich kenne mich genau
In meinen ehrlichen Momenten.

KULTUR

Wissen sie es?
Sind sie nur schön?
Sind sie berühmt
Oder bloß eitel?
Tun sie nur so?

Manchmal finden sie zurück?
Aus dem Leben,
ein ganz kleines Stück
Sie sind wie ein Stein,
am Kieselstrand
Immer besonders,
aber mit allen verwandt
Wirft man sie weg
Ist dies ein anderes Land.

Freiwillig kommen sie nicht zurück
Man muss sie verdienen
Man muss sie verstehen
Nur dann können sie neu entstehen.

Mein Leben

Stille Lieder
Stumme Gedanken
Hoffnung ohne Schranken
Glaube an Glück
Unverhohlen
Intuitiv den Moment gestohlen
Verspielt
Unendlich verzückt
Und manchmal entrückt
Unbändig lebendig
In sich selbst wieder geboren
Und doch etwas verloren
Gegen die Zeit
Irgendwann uneinholbar in Rückstand
Doch alles verlebt
Planlos glücklich.

Hölle im Kopf

Zu viele Gedanken
Explosionen
Sprengen alle Zonen
Tausend Farben
Kaum zu ertragen
Tief aus dem Hirn
Vulkan hinter der Stirn
Nur Rettung im Schlaf
Stunden der Tränen
Lava im Kopf
Feuer von Fuß bis Zopf
Krankheit der Denker
Zugleich auch ihr Wahn
Ist sie ihr Henker
Der erste Schritt beim zur Hölle fahren.

WUT

Nicht nur die Hunde werden gebissen
Das ganze Leben ist ein Flohzirkus
In der die Wirklichkeit so verdreht wird, das sie schließlich auf dem Kopf steht
Was nützt da alle Wut?
An diesem Einheitswochenende
Wird die Politik, die Welt, das Leben zum Einheitsbrei
Grau und trist und der Himmel weint vor Verzweiflung
Kein Entkommen aus dem Wahn der uns umgibt
Menschen die keinen Frieden wollen
Deren einziger Inhalt Streit ist
Was nützt da alle Wut?
Sie frisst uns auf
Sie muss heraus geschrieben werden
Für die Wahrheit!
Für die Gerechtigkeit!
Gegen die Blindheit des eigenen Vorteils!
Nur dann kann alles besser werden
Aber Hoffnung, ehrlich gesagt, habe ich wenig.

Patt

Nein, das wollten wir nicht
Aber was wollten wir?
Eigentlich wollten wir gar nichts damit zu tun haben
Einfach nur ein Kreuz machen und dann zuschauen
Jetzt bleibt uns nicht mehr viel anderes übrig
Jetzt schauen wir zu
Wenn wir noch zuschauen können
Wenn wir es noch hören können
Erreichen sie uns wirklich?
Nun hat keiner die Macht
Macht aber offenbar auch nichts
Denn keiner merkt was
Merkt ihr was?
Das jemand die Macht hat ist gar nicht nötig
Also alle Macht dem Volk.

Im Sturm

Von allen Seiten
Unrecht
Lügen
Menschengewalt
Jeder sucht nur noch den eigenen Vorteil zu streiten
Verblendet
Oder absichtlich gar böse
Den eigenen Schaden gering zu halten
Kein Sinn mehr für Gerechtigkeit und Wahrheit
Doch ich bin ein Fels
Der fest steht in dieser Welt
Mein Sein ist Opfer für euch alle
Was mir auch geschieht, die Wahrheit wird siegen.

Sturmsprache

Geknickt
Braun verdreckt
Gelbe Ranken in der Luft
Winde kennen keine Schranken
Keinen Lebensduft
Welt die sich verändert
Mächtige Natur
Was passiert hier nur?
Das haben wir schon immer gewusst!
Was hilft uns das jetzt?
Flieht ihr Narren!
Von dieser Welt
Flieht!

Eine „große“ Liebesgeschichte?

Sie lieben
Sie lieben
Sie lieben sich.

Sie lieben die Macht
Sie haben die Macht
… es Liebe zu nennen.

Auf der Bühne sieht es zwar nach Liebe aus
Aber hinter den Kulissen
Wird auf die Liebe geschissen
Wie im Staat so auch privat.

Das Publikum bleibt stumm
Und zum Lohn
… machtlose Opposition.

Glück (Hochzeit)

Welches Gefühl habt ihr für Euch heute gefunden?
Was flattert durch Euren Bauch
und keimen tut es auch?
Welche Worte tauscht ihr heute gerne?
Was berührt gemeinsam Euer Herz
und ist ein vor Glück hüpfender Schmerz?
Wie umschlingt Euch dieser Tag?
Wie hält er Euch warm und lässt Euch gemeinsam auch zu Eis erstarren?
Wie viele Träume feiern mit?
Was ist Euch lieb gewohnt?
Was ein erhoffter erster Schritt?
Nehmt diesen Tag ins Leben mit
Dann wird der Schwur, den Ihr heute wagt der Schlüssel sein zum Glücklichsein.

Die anderen Menschen

Ich sehe nicht in ihre Köpfe
Doch ich fühle faule Eier
Es gibt mehr Verrückte
als Normale in unserer Gesellschaft
Es ist die alte Leier
Wir selbst werden misstrauisch und ungerecht
Wir selbst werden schlechte Menschen
Aber wir können nichts dagegen tun
Wir werden mitgerissen
haltlos in einen Strudel der Gewalt und Lüge
Dabei ist im Kopf kaum noch Platz für mehr Probleme
Trotzdem stehen sie Schlange
Und halten uns in der Zange
Also muss man sich befreien
Aber nicht wie sie es tun, durch Selbstbetrug auf kosten der Anderen.
Nein, nur auf ehrliche Art!
Auch wenn die Welt um uns herum nur an sich selbst denkt
Wir wissen um die Wahrheit.

(Schade W., du hast dich selbst um deine vielleicht letzte Chance gebracht.)

Schlag

Dichte Gefühle
Herbstquälen
Sonnen im Sein
Kunst muss sein
Erkennen!
In sich sichtbar werden
Verstehen
Vertreiben was wir sehen
Warum machen die Gedanken uns solche Schranken?
Warum engen sich Menschen ein?
So will ich nicht sein
Zu naiv
Aber jetzt ist es vorbei
Lieber ein Ende mit Schrecken
Als ein Schrecken ohne Ende
Aber was bleibt ist die schlechte Erfahrung
Eben darum.

Vorstädte

Krawalle!
Können wir es besser machen?
Oder nur hysterisch lachen
Können wir es verstehen?
Oder wollen wir lieber wegsehen?
Können wir es begreifen?
Oder müssen wir die Flucht ergreifen?
Doch es tönt uns in den Ohren:
Wir sind in diese Welt geboren!
Und die Erkenntnis hat uns beinah fest gefroren
Wir sind alle, alle längst verloren.

Brotlose Kunst

Sie rudern
Sie rudern
Auf dem weiten Meer
Kein Land in Sicht
Und nirgends Licht.

Sie rudern
Sie rudern hin und her
Die Vögel fliegen weiter
Die Sonne lacht und trocknet ihre Kehlen
als wollte sie sie gerne quälen.

Sie rudern
Sie rudern
Sie rudern
Und dann …
irgendwann
lassen sie es bleiben
Dann lassen sie sich nur noch treiben.

Roter Stern

Roter Stern am Firmament
Tosende Wolken
Der Himmel brennt
Niemals wieder wird es geschehen
Denn man kann nur einmal untergehen
Liebe Erde,
auf Wiedersehen!

Verrückter Wunsch

Worte finden
Gedanken überwinden
Dein Wunsch ist übermächtig
Dein Sehnen absolut
Nur der kalte Wind,
tut den Nerven gut,
besänftigt das heiße Blut.

Liebe finden

Gefühle verbinden
Dein Glaube sollte dich ausfüllen
Deine Hoffnung ebenso
Nur die Nacht schluckt die Albträume und macht das Erwachen hoffnungsfroh.

BLUBERRY

Willkommen!
Willkommen Adler
Im anderen Land…
Besiege die Ängste in dir
und du bist frei
Suche die Geister
Suche die Dämonen,
die in dir wohnen
Tanze mit ihnen
und du wirst dich finden
Doch nur die Liebe wird dich wirklich an dein wahres Leben binden
Nur sie führt dich zurück
Zurück…
Sie ist der Preis
Sie ist deine Stärke
Sie ist deine Schwäche
Sie ist deine Seele
Sie ist dein Feuer
und dein Ungeheuer
Nimm sie mit auf deine Reise zurück…
Dann findest du dort auch das Glück
Willkommen!
Willkommen Adler.

Tisch & Stühle

Zwei Gelegenheiten und 
eine Abstellfläche 
warten auf einen Ausdruck.

Aber die Sonne verglüht alle Hoffnung 
auf schattige Ruhe.

Wer wird trotzdem kommen 
und bleiben?

Unser erster Eindruck natürlich.

Mauern

Verborgen

Hinter Steinen

Trockenem Grün

Verlassen

Ohne Wasser
 und Brot

Versteckt

In der Zeit

Hinter Mauern

Verschlossen

Für freie Gedanken 
doch offen

Bis Sie für die Welt 
bereit.

Morgenlicht

Stille
Kälte
Braune Blätter
Gelber Glanz
Lichterkegel
Dichter Nebel
Hüllt die Welt
ganz.

Schattenlicht

Sturm fegt die Bäume leer
Viren toben durch das Haus
Schatten und Licht wechseln den Himmel
Wolken rasen kreuz und quer
Sorgen donnern durch den Schädel
Tiere drehen völlig durch
Gefühle hüpfen in der Brust
Tag und Nacht nur Frust
Tausend Dine sind zu tun
Die Mittel fehlen überall
Ein Problem das will nicht ruhen
Ach, wär’s doch fort mit einem Knall!
Doch auf diese Sensation, hoffe ich auch zu lange schon.

Totenlicht

Eisige Erde über dir
Geliebtes Tier
Viele Jahre treuer Freund
Stolzer Kater
Schmusejäger
Krallen bewehrter Muskelprotz
Immer gesund und unterwegs
Viele Male umgezogen
Deine Liebe mit uns
Hund und Kind hast du ertragen
Sie oder dich auch mal in die Flucht geschlagen
Doch kamst du immer treu zurück
Nun zuletzt liegt dir ein Raststein hier
Und ein Licht das durch den Garten schwebt
Und zu unsren Herzen spricht:
Nummer 5 lebt.

Gerechtigkeit

Angst im Bauch
und in den Füßen auch
Ausgeliefert
Nur eine Stelle
Nur eine Einsparung
Wohin führt uns das neue Jahr
Seine Zahl ist so unscheinbar
Kein Pate für mich
Keine Stütze im Rücken
Nur Vorgesetzte die sich ängstlich bücken
Hilflos
Ohne Chance für mich selbst zu kämpfen
In einem tiefen Loch
sitz ich fest
Und rufe zum Himmel
Wo ist die Gerechtigkeit
Die mich von dieser Angst befreit?

Himmelsspur

Himmelsspur
Ins Blau
Himmelspferd
durch Wintergrau
Die Weide fällt
… und fällt.
Der Frost hält uns im Griff
Wir laufen auf der eignen Spur
Der Planet nimmt hier sein Recht doch nur
Nur manche kapieren es einfach nicht
Denn Dollars schwer ist ihr Gewicht
Die Zukunft kümmert sie
doch kaum
So steigen wir zum Himmel auf und unsre Spur erlischt im leeren Raum.

Zeichen

Fenster, Tür…
Wo finden wir das Wir?
Auf der Spur sind wir irgendwie immer
Auch im Kinderzimmer
Oder im Garten
Müssen wir warten…
auf die Zeichen die uns erreichen
Sprachen, Laute, Spiele… ohne Gleichen
Manches können wir auch ganz streichen!
Und im neuen Jahr, wissen wir dann bald nicht mehr
… wie alles geschah.

Dünnes Blut

Lauf durch den heimatlichen Schnee
Böse Gedanken
Dumme Gefühle
Blut ist dünner als Gerechtigkeit
Auch wenn alte Bärte ab sind
Ändert das kein inneres Wesen
Ich bin selbst schuld!
Denn flüchtig sind meine Gedanken
Unvorbereitet
Liebe wohnt noch dort
Andere kennen keine Schranken
Und keine Verwandten
Sie sind von mir längst fort
Doch ab jetzt hab ich kapiert
Ab jetzt ist mein Verstand befreit
Nüchtern werde ich weiter leben
Ohne dumme Gefühle eben
Es ist besser so.

2006

Freie Wege

1
Steine, Tische, Kerzen, Lauch…
Neue Jahre sehen alte Zeichen
… alte Wünsche
… alte Enttäuschungen
Frühlingssonne im Januar
und ein Schneemann schmilzt im Rekord
Morgen schon ist er fort
Mein Wort.
2
Neue Hoffnungen
Neue Überraschungen
Symbole
Glauben
Winter verbleibt
Ein kahler Baum spiegelt die Lichter der Nacht
habe kaum darüber gelacht.
3
Neue Wege
Alte Wege
Doch was wir suchen sind freie Weg!
Immer und überall
Freie Gedanken im freien Fall
Bis zum letzten großen Knall!
4
Aber auch dann werden wir auferstehen
Und weiter und weiter unserer Wege gehen
Auch wenn die Zweifler,
die Gläubigen des Übersinns es nicht wahr haben wollen
Wir binden uns nicht,
wir nicht.

Wir durchschauen Euch

Diskussion im Kreis
Zeichen im Sinn
Lieder zum Himmel
Wege in die Uendlichkeit
Spiegel der Vergangenheit
An der Wand Gemüse
Im Gemüt geht uns die Düse
Aber fast zu spät
Weil alles, alles irgendwann vergeht
Auch wenn ihr hofft
Auch wenn ihr um die Beute streitet
Auch wenn Ihr Euch selber verleitet
Nichts ist wahr!
Alles Lüge
Alles Illusion!
… und nur mit dem Durchschauen haben wir ein Leben lang zu tun.

Neujahrsschafe

Wir sehen in den Orbit
Hinab auf eine Kugel
Von weit hinab in Eure Herzen
Und das ist nicht zum Scherzen
Ihr seit wie eine Herde
Die blöckt und sich im Kreis bewegt
Getrieben von den Wölfen
die aus dem Wald hinaus schauen, der finster Euch umgibt
… und auch im neuen Jahr ist diese Welt noch da
Und auch alles ist bekannt
Von hier bis Anderland.

Partnerrausch

Falsche Treue
Kritik nicht ertragbar
Sturm der Entrüstung
Spiegel vorgehalten
Belastung der Seele
Gedanken im Kopf
Altes Jahr, alter Zopf
Die Wahrheit erkannt und beim Namen genannt
Gott sei Dank.

Maillodie

Worte verschrieben
Gedanken getippt
Scherben zerschlagen
Kinder in tiefe Brunnen gekippt
Ohne Aussicht
Im finsteren Loch
Aber für die Wahrheit als Belohnung
Galoppiert man auch durch eine Schonung
Doch bekommt man es gedankt?
Das hab ich bisher nur im Film gesehen
In Wirklichkeit geht es den meisten über den Verstand.

Defizit

Rauschen vor dem Untergang
Trinken
Lachen
Späße machen
…und dann?
Wir fehlen irgendwann
Wir werden es so lang ertragen bis es uns geht an den Kragen
…und dann?
Werden wir immer noch nicht verstehen
Das man nicht nur leben kann
Das man nicht nur Schönes will
Die Zeche wird bezahlt am Ziel
Manchmal schon unterwegs
Wer das Spiel nicht versteht der geht
Doch für ein Gedicht darüber ist es nie zu spät
Danach aber spreizen wir unser Gefieder
…und dann sehen wir uns im Himmel wieder
Wo man jeden Leichtsinn verzeiht
Ich bin bereit.

Rücken zur Wand

Unwahr
Unklar
Undeutlich
Verschwommen
Wie ein angeschlagener Boxer benommen
Pyrussiege zu Hauf
Im Kopf wie ein endloser Lauf
Ich gebe nicht auf!
Ich will alle Siege eringen
Alles Glück auf meine Seite bringen
Nur so
Ist die Welt nicht verschwommen
Nur so
Kann hinter Wand noch was kommen
Klar und wahr
Hinter dem Rücken
Man muss sich nur vor dem KO-Schlag bücken
Dann trifft er daneben
und man bleibt im Leben.

Was wenn (word rap)

Was ihr auch wollt
Was ihr auch tut
was ihr verdient
Was ihr geruht
Wir sind dabei
Wir sind im Spiel
Wir hoffen auf viel.

Wen ihr versteht
Was da abgeht
Wenn ihr begreift
Seit ihr gereift
Wenn ihr euch liebt
Wenn ihr euch sucht
Wenn ihr überlebt
Seit ihr verrucht.

Ist es zu spät
Was ihr auch wollt
Wenn ihr versteht
das euch der Teufel holt
Seid ihr dabei
In seinem Spiel
Seit ihr versucht
Und ewig verflucht.

KARIKATUR

Stumme Gedanken
Dumme Gedanken
Putzen
Auf den Schönberg schauen
Den Tag verdauen
Wolkenkampf am Horizont
Ist ein Abbild der Welt
Der Mensch er hinterlässt dabei doch kaum eine Spur
Eine arme Existenz ist er bloß gleich einer Karikatur
Außer man glaubt!
Außer man ist seines Verstandes beraubt
Unschuldig natürlich…
Aber daß ist erlaubt.

Wenn uns der Teufel holt…

Immer kürzer werden die Zeiten
Immer hektischer die Gedanken
Die an meinen inneren Alarmglocken vorrüber gleiten.

Aber wohin trägt uns der Sinn?
Aber woher kommt da ein Neuer?
Was da geschieht ist uns längst nicht mehr geheuer.

Welches Spiel spielen die anderen?
Welche Kniffe sind erlaubt?
Die uns für immer den Verstand haben geraubt.

Wir merken es nicht
Wir träumen einfach weiter
Wir stehen und warten auf der Lebensleiter
Mit überraschtem Gesicht
La,la,la,la,la,la,la…. (w)
Bis zum jüngsten Gericht.

So klein

Dunkles Vertrauen
Gelbe Spur
Warum nur?
Kein Rückruf!
Hier wird gemauert
Und sich belauert
Aber sie verraten sich doch
So durchschaubar
So klein
Können nur Menschen sein
Ein dunkler Hass
Ein finsterer Plan
Lenkt unsere Bahn
Ich habe dunkles Vertrauen
Doch wohin soll ich schauen.

Null sechs (06)

Februar
Auf der Spur des Glücks?
Doch keine Spur da
Suche nach Lösungen
Im dunklen Regen nach dem Schnee
Ohweh
Streit um Geld
Ein Spiegel der Welt
Es schmilzt der Schnee
Darunter der Schmutz
Braune Soße
Juchheh
März bringt das Licht
Doch noch seh ich es nicht
Wo leuchtete das Glück?
Wann kommt es zurück?
Tage aus Ton
Scherben zum Lohn
Das Leben ist schwer
Zieht wie finstere Wolken daher
Das Leben ist wahr
Im Februar.

PLEITE

Jeder Gedanke tut weh
Merkwürdig wie zugleich die Hoffnung nährt
Und das Herz verzehrt
Wut entsthet aus dieser Glut
Sie trägt uns voran
Jedes Wort zerrt an den Nerven und kostet Elan
Doch im Bauch weiß ich auch
Das nichts mich wirklich unter kriegen kann.

Vogelflug

Sie kommen
Sie sterben
und dann?

Es werden immer mehr
Sie schwimmen umher
Und irgendwann…

Was wir geschehen?
Ist der Anfang vom Untergang?

Die Tiere zuerst
Wer wird als letzter die Arche erreichen?

Doch ich fürchte wir müssen diesen Billigflug streichen.

Auf der Suche nach der Fasenacht in F.

Von Kneipe zu Kneipe
Doch Freiburg war ruhig
Von Gasse zu Gasse
Doch kein Ton zu hören
Erst im Schwabentörchen
lief kölsche Musik
Und lustige Witwen sangen mit jedes Lied
Wir tanzenten und liebten
Wir schunkelten wild
Und doch wars für Freiburg ein trauriges Bild.

Zuletzt kam die Liebe dann doch noch in Schwung, doch das einzige tolle Weibchen lief uns schließlich davon.
Beim nächsten Mal fahren wir dann doch besser wieder nach Bonn.

Gott ist Staub

Kreuzritter heute wie gestern
Freie Gedanken
Kampf um das Himmelreich
Tote, Tote !!!
Alle gleich
Und die Moral von der Geschicht?
Menschen lernen daraus nicht
Seit tausenden von Jahren
Opfer, Opfer !!!
Für eine Hoffnung
Eine trügerische, verfluchte, unsinnige, dumme Hoffnung
Gott ist groß
Gott ist grecht
Irgendwie schon
Gestern wie heute
Und morgen wird es immer noch so sein
Wenn wir Staub sind
Dummer Staub.

Haus

Ein Dach unter dem Regen
Warum sind wir der Suche nicht verlegen?
Wir sollten uns darin ergeben
Und einfach ohne Haus leben
Aber da ist das Gefühl
Aber da ist noch ein Ziel
Das treibt uns vorann
Bis irgendwann wir verstehen
Das es auch ohne Haus wird gehen
Und ohne Schuld
Ohne festen Platz
Dafür frei, auf freien Wegen
Uns weiter zu bewegen
Ins nächste Haus
Zum Horizont hinaus
Das nenn ich Leben.

Kein Frühling

Birkenrippen
Finger im eisigen Wind
Schnee schippen
Winter im März
wie in Kindertagen
Kalter Schmerz
Wetter das kaum noch zu ertragen
Ein eisiger Scherz.

Kahle Landschaften
blütenlos
Nackte Dächer
Der Winterfrust darunter ist groß
Und mein Kind bestimmt den Rhythmus
Wo ich mit muss
pausenlos.

Und ich spreche Texte in ein Mikrophon
Doch ich treffen nicht den richtigen Ton
Es ist die graue Zeit
Und in mir wartet der Frühling schon über bereit
Doch weiß ich das es noch dauern kann
Bis irgendwann, die Sonne und befreit.

Alter & Zeit

Was kann man tun
Außer den Tag tot zu schlagen?
Man kann sich ausruhen
und den Tag ertragen
Einen Plan verfolgen, sich treiben lassen
Oder einfach älter werden und die Jungen hassen.
Es ist kaum zu glauben
Aber die Jugend, sie ist vorbei
Man kann sie mir also auch nicht mehr rauben
Nur mit ihr auch alle Illusionen und
Träume von den Früchten der hohen Bäume.

Was kommt danach?
Was bringt das Leben, wenn man nicht mehr gefragt
Soll man sich ergeben?
Ich brauche Rat
Doch wer kann den schon geben
Wir haben verlernt miteinander zu reden
Wir taumeln durch eine stumme Zeit
Nirgends sind die Menschen zum Gespräch bereit
Nur Monologe erfüllen die Luft und vielleicht noch von Fürzen der würzige Duft.

Also was bleibt?
Man schreibt, schreibt…
bis der Stift sich im Staub der Zeit verreibt.

Schwarz & Süß

Kaffee und Schokolade
Geschmack auf der Zunge
Wohlgefühl im Bauch
An unverhofften Tagen
steigt auf der weißer Rauch.

Gedankenmut tut gut
Gedankensprünge auch
Wohin wollen wir kommen?
Wohin spült uns der Lebensschlauch?

Kaffee und Schokolade
Geschmack hält sich die Waage
Nur wer Glück hat der macht Gewinn
Und ist in einer scheinbar besseren Lage.

Doch die Gesichter sprechen eine andere Sprache
Die Figuren kommen ganz gebeugt daher
Das Leben lieben ist eine ganz eigene Sache
Den aller meisten liegt es doch im Magen quer.

Nur wer bei allem Stress, das Leben lieben kann
Nur wer bei allem Pech, den Karren noch aus jedem Dreck raus schieben kann
Nur der, ist ein wahrer Lebemann.

NIX (für den Peotry slam im Süden)

—–

10 Minuten

Oh Gott die Uhr
Wo hin die zeit?
Was ist es was mir aus der Seele schreit?
Ich kotze nur
Bin soweit
Und stur für eine Wende, hier und jetzt bereit
In 10 Minuten
Wendet sich die Welt
zum Guten.

Schlimmer

Fast erstick ich
an meinen Sorgen
Blind schau ich auf Morgen
Wo ist das Ufer?
Ich ertrinke,
doch ich beachte nicht, was schon tot neben mir treibt:
Die ganze Zeit
Es ist die…
restliche Menschheit.

Gelöscht

Zwischen Papieren
sehe ich Schicksale
Gedanken

vergangen
zerlesen
vergessen
gelöscht

Zwischen Papieren
verstaubt
Möchte man sie retten,
sie erlösen
Zumindest die Netten
Nicht die Bösen

Doch sie sind fest verbunden
mit dem Papier
Sie sind zum Sterben verurteilt hier…

Verdichtet

verrechnet
verspielt
versiebt
vergaloppiert
vertan
verschwiegen
vertraut
verzockt
verbucht
verkloppt
verdichtet.

… und dann vernichtet.

Überlebt

Die Spur einer Kraft, ist jene die man selbst erschafft
Das Hämmern im Kopf
Der Wind der in den Ohren singt
Was vor den Augen täglich flimmert
und im Schlaf in den Träumen wimmert
Es quält uns unermüdlich
Es küsst in uns den Wahnsinn wach

Doch ich bin der mann, der darüber lacht
Im stillen Winkel meiner geheimen Macht
Die in mir alles versteht und es mit Worten tief in meine Seele gräbt
Nur darum habe ich so lange schon hier überlebt.

Glück an der Schwelle

Glück an der Schwelle
du Bote welcher Gottesquelle
Suche im immergrünen Gras
Nach was?
Immer währendes Biegen Um die Kurve
der Zeit
Der Unendlichkeit
Und im Bauch brütet es auch
Warten auf den weißen Rauch
Im Regen, im Schnee, im April
Der macht was er will!
Und so Tragen wir die Worte durch die Zeit
Bis irgendwas in mir in weiter Zukunft,
Aufhören schreit!
Vielleicht, zum Glück ist es bis dahin doch nicht mehr so weit.

Niemals dann wenn man kann

Warten
Ist sinnlos
Gefühl
ohne Ziel
Und doch wird das Leben geblasen durchs Spiel
Zeit ist so endlos
Und doch schnell vorbei
Leben ist schön
Und schnell einerlei
Alles kommt, wenn es kommt
Aber es wirkt auf uns prompt
Alles geht wenn es geht
Für Abschied meist zu spät.

Renate K.

Heute ist vergangen
Zeit stirbt
Erinnerung bleibt
Zurück verwirrt
Morgen ohne dich
Doch du weißt es nicht
Du bist fort gegangen
Zu einem stummen Licht
Doch wir vergessen nicht.

Die Kinder des Missiö M.

Einsame Kinder
Singende Stimmen
In einer kalten Welt
Vielleicht sollten die, die wenig haben, mehr tun, für die, die nichts haben?
Vielleicht sollte die Welt mehr singen?
Um die Weisen zu retten
Aber in Wahrheit die eigene Seele
mit Musik zu füllen
Das wäre jede Träne wert.

RE-START

Gefragt
Benutzt
Ge-crascht
Verdutzt
Bemüht
Verwirrt

Eingestanden
Niemals verstanden

Wie wir jemals auf dem Mond konnten landen?
Die Maschinen gewinnen!
Es gibt kein Entrinnen.

Kellermelodie

Kellermelodie
Kellersinfonie

Staccato
Monotonie

Jeden Morgen ein klingendes Erwachen
Ob im Regen oder im Schnee
Ob mit Sonne oder Wolken
Es zittern die Balken

Es zappeln die Finger
Es klappern die Dinger

In der Tiefe
Unter den Füßen
spielt Frau W.
Auweh!

Letzter Freitag

Lachen oder Weinen?
Wie meine Gefühle sich vereinen
Du merkst nichts davon
Und doch wirst du es vielleicht verspüren
Unsere schöne Zeit geht jetzt zuende
Vorbei gemeinsamer Morgen
Schmusen, Streiten, Spielen
Was bleibt ist Arbeit
Für das vermalledeite Geld
So ist die Welt
Ein Tag der uns von nun an im Leben fehlt.

Zur Wand

Es geht niemals glatt
Immer Spitz auf Knopf
Immer um Haaresbreite
Immer enger
Keine Weite
Kein Glück im Spiel
Nur in der Liebe überviel
Das ist der Preis
Immer heiß
Immer riskant
Immer mit dem Rücken zur Wand.

Muttertag

Erstes Gedicht
von dem Wicht
Picknick im Gras
Auf dem Schönberg er saß
Am Muttertag
im Gras sie lag.

Und ich habe Onlinegefühl
Hier beginnen neue Spiele
Der Sommer naht mit Regen und Sonne
Entscheidung ich komme.

Essen oder Schweigen
Verstehen oder Leiden
Singen oder Verschlingen
Schöne Häuser überall
uns den Sinn vertreiben.

Teuer Autos Wunschkonzert
Wer wohl unsere leere Kasse noch mehr leert?
Immer der, der sich beschwert.

Entzug

Dumpfe Warterei
wie Entzug
Die Droge Geld hält uns im Bann
Was man erst merkt, wenn man nichts mehr ausgeben kann
Es ist wie eine körperliche Qual
So unglaublich wie banal
Und um uns herum sind scheinbar alle reich
Die Welt ist ungerecht, das macht es noch zudem nicht leicht
Schon manchmal fragt man sich warum, der Schicksalsgott sich gerade uns ausgesucht hat, sein Mut zu kühlen?
Warum gerade wir ihm stets geeignet schienen, voll ins Schwarz zu zielen?

Doch ich phantasiere nur, es scheint mir der Entzug
Bald hab ich von der Warterei auf ein kleines bischen Glück genug.

Vor Berlin

Nur sehr bedingt
umringt von Schwierigkeiten
Nur sehr verdichtet
lauernde wahrheiten

ONLINE leben
von Wirklichkeit bedroht
verwegen in not
doch sehr umringt
weit fort geflogen
die leiben zuhause
wie geht es wohl aus?
Werden wir leiden?
Wird er es uns verzeihen?
Oder in unserem Gewisssen schreien?

Unter Druck

Kein Samen
Einsamen
Zweisamen
Kind komm raus!
Der Erfolg bleibt aus
So sind wir am Scheideweg hier
Ein Lebensgraus
Bei jedem Orgasmus
muss es raus
Gemeinsam unter Druck
Da hilft nur Abflug.

Berlin Impressionen

3 Tage Dauerlauf
Museen, Museen, runter, rauf…
Häuser, Ruinen… Geschichte erlangen
Tingel, Tangel Stadtgefühle
eingefangen
Kaum Ostbilder, nur in den Menschen findet man noch Mauerreste
Doch wir sind grenzenlos entspannt am städtischen Strand
Trinken, Essen, Schlafen, mit der Bahn von hier nach drüben rasen
Zweisamkeit die befreit
Und doch sind es die Gedanken, die sich immer wieder nach hause ranken
Dort ist Marlon zum ersten Mal alleine, der Kleine
Doch dann wieder die rauschende Stadt in der man beinah Flügel hat
Wie ein magischer Strom reist man davon
Und kehr man doch zurück, bleibt eine schwache Spur, eine Ahnung vielleicht ein Duft in der Berliner Luft
Und haucht es auf Papier
Ein Dichter war hier.

Was war das?

Mit der Angst
Im Zimmer
Kein Zustand für immer
Und es bleibt
Umsstritten was uns gritten
Im Fenster der Seele
Steht nicht nur eine Stehle
Im Garten der Ängste
Sind wir verloren
Willkommen ihr Toren!

Mit der Angst
Im Feld
Auch hier nicht selbst gewählt
Erinnerung wiederwille
Es bleibt eine schreckliche Stille
Da nützt auch kein Bitten
Im Kopf steckt sie fest
Und gibt uns den Rest.

Was war das?
Ich kann es nicht erklären
mein Sohn.

WM

Fahnen schwenkt das Land
Nationale Überhand
Kollektiver Taumel
Bis zum bitteren Ende
Das wir uns nicht wünschen
Wir freuen uns, wir schütteln Hände
Doch Gefühle spülen unsre Köpfe
Alle vier Jahre die selben alten Zöpfe
Und wenn ihr noch so schön alles schreibt
Die Dummheit bleibt
Wann glaubt ihr sind wir davon endlich befreit?
Noch lange nicht ist es soweit
Doch wer ohne Dummheit ist, der werfe doch den ersten Stein
Ich selbst bin kaum bereit, auch wenn es immerhin hier schon mal aus mir schreibt.

Gefangenen Wege

Wolkenberge
Gedankenzwerge
Bist du noch bei mir?
Wenn alles noch mal anders kommt
Was wollen wir?
Was wollen wir gemeinsam?

Der Julie kommt
Die Schwüle bringt uns um den Verstand
Unsre Seele scheint so dünn wie Elefant
Wir streiten durch den Abend, wie so zuvor nicht gekannt
Weit entfernt von uns.

Gibt noch eine Umkehr?
Oder steuern wir das Schiff auf Grund
Ich blicke durch den Schleier meiner Ängste
in den Strudel der an unsrem Leben zieht
Wer hat von uns behauptet das er niemals zweifelt?

Und es jagen mich Gespenster
Unverkennbar dunkle Schatten, wie gemeine Ratten durch den finstren Hof
Alles ändert sich und kehrt sich um, wer den Zeitpunkt verpasst bleibt sprachlos stumm.

Was mich quält kann ich doch nicht richtig fassen
Ich beginne die Gedanken die mich nicht ruhen lasssen, zu fürchten,
ja sie zu hassen
Ade, unschuldige Liebe.

Lovetom

Ich verlasse dich süße M.
Kaum gekannt und doch gefühlsverwandt
Ich weiß du rufst im Web nach mir
Verzweifelt in deiner Liebesgier
Doch suche nicht, ich bin nicht der, der ich zu sein dir vorgab
Ich war für wenige Tage nur ein anderer,
ein Trubadour
Doch jetzt muss ich gehen, bevor ich die Wahrheit nicht mehr ertrage und ich weiß du würdest sie nicht verstehen
Im virtuellen Spiel dieser Tage.

Sexualistisch

Schwarze Perle
Süßer Mund
Weißes Lächeln
Nackter Nabel
Bloße Füße
Es schwinden mir die Sinne
Während ich im Geiste küsse deine Müsse.

Marienkäfer

Marienkäfer bring mir Glück
Von überall kommst du geflogen
Und setzt dich nieder
Bleib! Und flieg nicht wieder ohne alle meine Wünsche, zurück.

Winterkind

Winterkind wird 40
Zeit dir läuft grschwind und trotzig
Kindliche Seele überlebt
Nur der Spiegel die Aufregung versteht.

Mein Leben

Stille Lieder
Stumme Gedanken
Hoffnungen ohne Schranken
Glaube an Glück
Unverholen
Inzuitiv den Moment gestohlen
Verspielt
Unendlich verzückt
Und manchmal entrückt
Unbändig lebendig
In sich selbst wiedergesehen
Und doch etwas verloren
Gegen die Zeit
Irgendwann uneinholbar
In Rückstand
Doch alles verlebt
Planlos glücklich.

Spießerhof

Es ist nicht nur
ein Gefühl
Ihr braucht nur
aus dem Fenster sehen, dann werdet ihr verstehen.

Menschen sind wie Marionetten,
ein Leben lang nicht mehr zu retten
Wenn nicht leider da die andren wären
von denen man sich distanziert
man würde steif nur mit sich selbst verkehren,
bis die seele dann erfriert.

Es ist gewiss ein Gefühl
Menschen sind so kühl
Ihr braucht nur vor die Haustür gehen,
dann werdet ihr verstehen.

Managerin sucht

auf der suche
aber unerkannt
nicht ganz wahr
aber unverwandt
mutig, aber furchtsam
etwas gefühl,
doch nicht zuviel
alles ist doch nur ein spiel
ganz ohne ziel

Euphrodite

hinter namen verborgen
bewußt unbewußt
verkrampft aber gut verschanzt
auf der suche, aber nicht zuviel
die wahrheit wird gut bewacht
und im verborgenen gelacht
wie weit kann die psyche sich vorwagen?
Bis wohin das Spiel ertragen?
Bis zum Abbruch!
Würde ich sagen…

C.

wohin ich bin
da ist was neues in mir drinn
ein starkes sehnen
noch mehr wenn du bist nah
und ich spür es auch in dir
es ist wunderbar
und doch so verboten
aber es läß nicht los
es sitzt in meiner seele drin
ich bin gewiss, du wärst ein hauptgewinn
in einem andren leben
wird es das nie geben?
der verstand hält mir zurück die hand,
die will zu deiner schweben.

Biblios welt

falscher name
ungeboren, zeitlos
ohne heimat
im netz verloren
scheinexistenz, exelenz
eigene welt, über das ich gestellt
nur schreiben zählt
so wunderbare welt
wunderbare dunkelheit
verborgene anonymität
neu geboren
in der fantasie
mit worten beschworener Djinni.

Kinderwunsch

Dein Traum
Dein Sehnen
geht über gedanken ohne schranken
ich lese sie
und bin verwirrt wie nie
du willst ein kind
doch auch geschwind
egal von wem und wie?!
Hier ist unser weg auf schwankender brücke
und voller tücke
du sägst am glück
Aber wie!
So kann es passieren
das wir uns verlieren
pass auf! Die Dinge kommen in Lauf
und irgendwann verlieren wir beide daran
ein kind bringt glück doch man man verliert auch ein stück von sich selbst darin
nur wer das akzeptiert
und wer die grenzen spürt
für den ist der kampf mit sich am ende ein gewinn
Es kommt wie es kommt
doch ich hoffe das über dem Wunsch in deinem Herzen noch Liebe wohnt
die mir allein gehört.

Blicke verstehen

Ich erkenne wenn die Weiber willig sind
Und sie erkennen auch in mir den Mann der sie im Falle rasch gewinnt
Mein sein bringt sie in Wallung
Mein Blick lässt sie zerfließen
Ein Wort nur und sie würden willig mein Eindringen genießen
Aber oft der Moment vergeht und schnell ist es zu spät
In meinen Gedanken allein bin ich dann ihr Gigolo
Und ich spüre auch in ihren Gedanken ist es so.

Norden

Wasser, Berge, finstere Wälder
Pilze die keine sind, obwohl ich sie überall find
Bäche werden zu
endlosen Seen
Und an der Küste stürmischer Wind.

Leuchtende Türme
Toilettenhäuschen
im Kerzenlicht
Kühe ohne Zahl
Aber die Fische sind unsichtbar in diesen sauren Regenzeiten
Ebenso wie die beschilderten Sehenswürdigkeiten.

Wikingergeschichten
die uns begleiten
Birkenwälder
Bärenschluchten
Elche fliehen in Gmaschen
als wären sie heimliche Giraffen
Steine, gewaltige Berge
wie von Riesen geworfen vor urlangen Zeiten.

Wir fahren mit dem Wagen
Und wohnen im Holz
Kaminfeuer
In der Dunkelheit
Wilde tanzende Zwerge
Nebel aus steiniger Erde
Wir baden, schwitzen
Lesen
und sammeln blaue Beeren im Regen.

Reiches Land, am Weltenend versteckt
Katz, Hase, Ziegenbock sagen uns Gut Nacht
Die Kinder haben viel gelacht
Und wir Alten unsre vollen Köpfe frei gemacht…

Septemberwoche

Wieviel ist zu ertragen?
Das Leben zerrt an mir
und du bist noch so klein
wo ich die Kraft verlier
wie kann ich vorbild sein
wo ich doch stets versage
ich spür, ich knicke ein
der Stress ist eine Plage
hab das Gefühl mit einem Schlag alles muss raus,
muss weg!
So weiter? Hat doch irgendwie keinen Zweck.
Was bietet das Leben mir
Wo sind die Ziele geblieben
Wo ist der Mut, noch vor wenigen Jahren stand er mir so gut
Jetz bin ich dafür um so fester festgefahren
Und doch der alte Dummkopf
Ich taumle auf den letzten Jugendwinter zu wie ein Betonklotz.

Benutzer

Ich kann sie kaum noch ertragen
Fühl mich benutzt, ausgenutzt, Dirne der Kulturbabaren
Bis ans Ende will ich das sicher nicht
ich sitz hier nicht mehr, mit grauen Haaren
Nein, irgendwann da bin ich einfach weggefahren!

Dummheit

Einmischen ist euer Sein, ganz allein
Gemeinsam seit ihr einsam
Armseelig dumm euer Tuen
Gedanken die sich um euren grenzenlosen Neid ranken
Der euch zerrfrisst
Innerlich ist eure Seele schwarz
verbrannt vom falschen Hass
Ihr nehmt euch selbst die Sonne
Eure krankhafte Gier nach Liebe ist ein Schrei nach Hilfe klar
Aber viel zu egoistisch schrill
Von Garnichts kommt Nichts
Und wer zerstören will, kann keine Freude erwarten
Ihr wisst es nicht was Glück wirklich ist
Euer Leid ist traurig,
doch selbst verdientes Schicksal
Jetzt führt kein Weg zu uns hier mehr zurück.

Ich schrei mich frei!

Ich schrei!
Nach Polizei
Aber einerlei
Es war wohl unbedacht
Ich bin zu ehrlich
Als dass mich das schon mal hat frei gemacht
Ihr lacht?
Na gut
Die Wahrheit braucht Mut
Am meisten zu sich selbst
Ich schrei in diese Welt
Ich schrei!
Das gleich der Putz von allen Wänden fällt
Und doch bin ich wie immer so beherrscht
Auch wenn ich innerlich gequält
Aber ein solches Leiden an mir selbst
Scheint mir doch irgendwie gesund
Ein Feuer das mich reinigt
Ein Selbstbesinnen, das mich wieder mit mir selbst vereinigt
Ich schrei!
Und fühl mich frei.

ICH

Wer kennt mich hier?
Ich schlepp ins Leben viel Erinnerung mit mir
Es gibt kaum Menschen die geblieben sind
Denn ich löse Bande,
wenn sie überwunden sind
Keine alten Zöpfe halt ich in den Wind
Darum seit mir nicht verpflichtet
Ihr werdet auch niemals gerichtet
Habt Spass, auch wenn hernach wir eigene Wege gehen
Ich lebe jetzt und hier
Was ihr wollt, das wollt ihr
Doch vielleicht ahnt ihr es doch
Die Wahrheit ist ganz schlicht:
Ich bin das Licht!

Eunuch

Steril bin ich!
Nüchterne Laborwerte stempeln mich
Vorbei du Männlichkeit
Vorbei der Traum von Kinderschar
Alleine bleibt mein Sohn nur da
Einziger Trost, dass es nach ihm geschah
Mein Weib trifft es hingegen schwer
Bitterlich sie weint
Der Wunsch nach mehr in ihr bleibt also unerfüllt und leer
Auch für unsere Beziehung eine harte Zeit
Beweißt sich doch, was liebt sie mehr, das was sie hat oder ihr Sehnen
Ziehen wir aus unserer Liebe Kraft oder ertrinken wir in Tränen?

1. Gebet

Mein Gott
Ich habe mich nicht abgewandt
Nur habe ich die Wahrheit nie erkannt
Wenn du meinen Lenden bringst zurück das Glück
Werd ich dir die Anerkennung nicht versagen
Bis zu meinen allerletzten Tagen
Ich weiß dein Plan ist groß
und rein
Er kann für mich doch hier noch nicht zuende sein?
Nie hab ich dich um was gebeten
Doch viele Wünsche in mir waren
Nicht wenig Kämpfe hab ich im Leben allein bestanden
Du warts in meiner Schattenbahn
Doch nun trete ans Licht
Zeig deine Güte und Größe
schlicht, lass mir nur ein Wunder wiederfahren, mehr verlang ich nicht.

Kerze

Ich zünde dir ein Licht
Denn du hast mich erhört
Mein Unglaube hat dich nicht gestört
Also nehm ich das als Zeichen
Und will dir meinen Gleuben wieder reichen
Und wenn ich zünde morgen dir ein Licht,
wird es was mit dem zweiten Wicht.

40

Langer Weg
Viele Gedanken
Tausend Gefühle
Überwundene Schranken
Vergangene Ängste
Bleibende Träume
Flüsternde Zwischenräume
hoch gewachsene Bäume
Gefundenes Glück
Verlorene Freunde
Kein Weg zurück.

Novemberfeuer

Leuchtfeuer im Leben
Verstehen
Vergehen
Begehen
Fernsehkultur
Unkultur
Unsre Kultur
Vergangenheit ausgestrahlt
Leichen! Leichen!
Hitler, Stalin, Mao… viele davor
Niemals die Reichen
Und das Klima ist im Wandel
Im funkelnagelneuen Jahrtausend
Leuchtfeuer des Todes
Wir sehen sie noch
Sie vergehen
Ehe wir verstehen
Und die Zeiten darüber hinweg gehen
und nur noch eitle Denkmäler stehen.

Eiszeit

Zeitgeist
Weitgeist
Im Kopf verreist
vereist
Tiefe Wege
Schneegehege
Klimaspiele
Mögliche Ziele
In die Tiefe
Schick ich Briefe
Um zu finden
Gefühle die uns verbinden
Soweit
Ist die Zeit
Erstarrt in der Wirklichkeit
Sind wir dafür bereit?
Ich höre schon wie ihr Lüge schreit!
Doch ich lache, lache, lache…
voller Bitterkeit.

Symbole

ein licht
ein stein
ein sehen
ein verstehen
mit der zeit
werden wir befreit
von allem leid.

Aber nur wer die symbole erkennt
ist bereit
und das ist noch ganz, ganz weit.

Kraft

Was ist es was in uns schafft die Kraft?
Was ist es das den Drachen in uns weckt
wer es weiß der erschreckt!

Was hat der Dichter nun schon wieder ausgeheckt, entdeckt, in den Zeilen versteckt?
Es ist kein Ding, es ist ein Gefühl
ganz klar und kühl.

CHAT

überall
im bett
im büro
im kopf
entkomm ich nirgendwo?!
Fremde gedanken
spiel ohne schranken
überall
moderne sucht
tiefe schlucht
anonyme welt
nur für geld.

Freie Weihnacht

Tanneberge
Überall Wald
Und wir Zwerge laufen
Frei Durchatmen
Auch ohne Schnee
Glauben und Singen
Auch ohne Kirche
Denn wir bringen uns selbst ein Juchee!
Toben, Küssen, Tannenbaum schmücken
Freuen, Wütend sein und glücklich
Das ist was uns wieder gelingt und sogleich sind wir beschwingt
In der Welt bleibt ein weites leidendes Feld
Da nütztauch nicht alles Geld
Da hilft auch kein Jesus, kein Mohamed
Für viele Kinder kommt es zu spät
Aber wir können noch tun was geht
Vielleicht, das wenigstens eins überlebt
Freie Entscheidung
Freie Kraft
Wir alleine sind der Glaube, der Wunder schafft.

Depression

Ich spüre es wird sich lohnen
Ich spüre ein Versagen
Ein tiefes Bauchbeklagen
Die halbe Lebenszeit
und immer noch nicht befreit
Soll ich so weiter machen?
Soll ich darüber lachen?
Die Träume, das sind so Sachen
stumme Leeren im hohlen Kopf
Was kann noch kommen?
Welcher Wunsch geschehen?
Und wird von mir bestimmt übersehen
Ich sage jetzt bewußt:
Ich habe auf die Tristen keine Lust
Ich glaube an Nichts, fühle mich gelähmt
Kein Euch in Sicht
Der Laden ist hier sowieso bald dicht!
Ein fauliger Herbst geht vorbei und was bringt der Winter?
Einerlei
Mein 40. Jahr, Hurra!

2007

Unbeweglich

Waren wir gestern noch im hier
sind wir morgen schon bei dir
glauben wir heute, was wir sehen
können wir doch selten uns selbst verstehen
schreiben wir immer komplizierter
von der einfachen Welt
Wollen wir leben?
Oder auf das Sterben warten?
Ganz unbeweglich in tötlichen Raten.

Gelassenheit

Was nicht vom Himmel schneit
Was keine Ruhe gewinnt
Was nicht ohne uns beginnt
Wer nachgiebt nicht gewinnt.

In sich horchen
Worte finden die verbinden
Wissen ignorieren und den Menschen im Menschen erspüren
Sich selbst als Spiegel
Seele gleich Seele
Es gibt nicht gut und böse!
Es gibt nicht eine Wahrheit!
Es sind viele Leben, viele Menschen die genauso schweben
Zapeln und verzweifeln
Denke nach und werde stark aus dem Begreifen!
Gelassenheit erweitert die Zeit
Vielleicht, bin ich schon soweit.

Auf Sicht:
giftige Wahrheit

Wenn Freunde reden
Freundinen leben
Empfindlichkeiten eben
Seele daneben
Unangenehmes Schweben
Wie im bösen Traum
Von vergifteten Pfeilen aus heiterem Himmel durchbohrt
Sickert die tödlich gemeine Substanz in meine Adern und frist mich ganz.

Jeder sieht durch seine Brille einen anderen Raum
Schonungslos anders…
Und das anhnungslose Opfer taumelt hinein und fühlt sich ganz klein
Kann die Wahrheit so gnadenlos sein?
Nur wenn man sie als solche erkennt und sich nicht an den eigenen Lügen verbrennt.

Mutige Herzen

Mutige Kraft
die Gefühle schafft
Tränen im Gesicht
Disziplin die Treue schafft
Feuer und Schwert
Lohn der Fantasie
Wer sie verehrt der stirbt nie.

Wir holen uns den Lohn
Wir kämpfen bis zum Tode
Was ist das schon?
Unser Haar ist schwarz und lang
Unser Glaube stark und zweifelnd
Unsere Kraft versiegt nie
Wir sind wie die Helden der Vorzeit…
…bereit.

Mutige Herzen
Blutende Seelen
Den Weg den wir wählen
Können wir nur einsam gehen
Denn unsere Worte, unsere Gedanken
können nur wir alleine verstehen.

Vergangenheit

wir dürfen nicht vergessen
wie besessen die menschen sind
von falschheit, gier und egoismus
über jahrtausende wütet in ihrer geschichte das böse
wir alle stammen von dieser vergangenheit
sind kinder ewiger schuld
sind die nachkommen der täter
jener henker die das morden und schlachten überlebten
aus schuld oder mithilfe
und immer wieder werden wir darum und auch unsere kinder diesem fluch verfallen
ein ewiger kreislauf des blutes
eine ewige verdammnis
finsternis über dem menschlichen geschlecht
keine hoffnung bis zum verdienten untergang, keine zukunft nur unendliche düstere vergangenheit
aus der uns dereinst wer ausgräbt, wie wir die tyrannen der urzeit.

Sprechen & Tuen

Gegensätze!
Menschen
Wo sind die Grenzen?
Des Verstehens
Des Erlebens
Wie schwebt der Geist neben der Seele?
Geistlos
seelenlos
ruchlos!
Manche geruhen nur so zu tuen
Sie reden und reden
Wirken wie Menschen ohne Grenzen
Aber es ist kein Verlaß auf sie
Sie sind rastlos und ohne wirkliche Gefühle
Geister im Leben
Poltergeister eben.

Gesine

Habe lange gebraucht um deinen Namen zu schreiben
Du Schatten hinter meiner Existenz
Gestorbene Schwester
In schweigender Essenz
Tot geschwiegen von den Lieben
Unaussprechliches Leid hat sie getrieben
Sprachlose Furcht vor der Erinnerung
Ich kann es heute verstehen, doch will ich von jetzt an neue Wege gehen
Offen und Klar der vergangen Wahrheit trotzen
Schwester, du warst da und bleibst in meinem nachgeborenen Herzen.

Leipziger Allerlei

Drei Casanova unterwegs
Auf Damenfang bedacht
Viel getrunken und gelacht
Im Schwabentörle wie vor Jahresfrist, hats am meisten Spaß gemacht
Blut junge Dinger tanzen hier und wickeln uns um die Finger
Doch dann ist Schluß, sie verschwinden in der Nacht
Wir haben noch lange gelacht und an sie gedacht
So süß und rein, können nur Leipziger Studentinnen sein
Aber was weiß ich schon?

Goldener Schuss

Zwei Wochen Abstinez
Ist das Intelligenz
Ich unterwerfe mich dem Muttertrieb
Die es mit Gewalt will
Das zweite Kind
Ich will es eher still
Und wir zerren an dem Schicksal dem wir nun mal ausgeliefert sind
Unsre Hoffnung die ist blind
Und wenn da nicht unser Sonnenschein wär
Wir würden nicht wissen was wir vermissen
Und ich bin schuld, welch unerwartete Last
Doch ebenso leicht ich nehme das Gebrechen
Es macht mich nicht traurig sondern entschlossen
Ich weiß es ist noch nicht verloren, dass Kind was ungeboren
Mein Herz ist voller Zuversicht, auch wenn die keineswegs der Realität entspricht
Mein Glaube ist wie eine weiße Taube
Aufgeplustert weißes Licht
Ich träume ruhig
Ich lebe weiter für den Augenblick und schaue nicht zurück
und schaue nicht vorraus
Ich setzt mir in den alten Pelz doch keine Laus
Der Countdown läuft, ich bin gerüstet, meine Lanze ist voll Gewissheit auf das eine Ziel gerichtet
Ich weiß, der Zweifel wird dann ein für alle Mal vernichtet
So oder so!

Doppelte Poesie

Ist es denn doppelte Kraft, die soviel mehr Bedeutung schafft in wenigen Worten?
Auch wenn Ideen aus Schubladen kommen
Sie werden doch gewonnen
Du mein neuer Freund, ich kenn dich kaum
Obwohl du redetest wie ein Fluss vor dir kaum
Was wird uns noch treiben
In dieser völlig neuen Eszenz lösen wir uns einzeln auf, wir beiden
Und nehmen willig es in Kauf? Oder tuen wir leiden?
Ich für mein Teil ohnehin fast nur noch eine I-Existenz
Und schreibe weniger denn ich lebe hinter einer Maske
Ein Leben fast wie neu geschenkt, dass mich da wie ein Wirbelwind erfasste
Es mag auch dir so gehen
Wer weiß, doch ob doppelt Kraft oder verlorene Zeit, was genau wird sein der Preis, dass zu wissen sind wir jetzt noch nicht soweit.

Wunder

Wunder die wir verstehen sind halb so schön und doch ist es ein Wunder zu sehen, wie sehr das Offensichtliche den Menschen vernebelt ist, warum sie darum es entdeckt für Wunder nehmen
So ist wohl Gott entstanden, aus unsrem Unverstand
So ist wohl aller Schöpfung Logik so lange unerkannt
Mein kleiner Kopf hat schnell enttarnt was berühmte Studiosies sich verschweigen, es ist auch wohl die Scham warum sie bei den Blinden bleiben
Kaum zu glauben scheint es mir und doch ist es der Wahrheit offenbarung hier
Ich muss es einfach niederschreiben
Damit mal einer stellvertretend den Teufel hier beim Namen nennt
Wer selber allzu häufig an sich Hand anlegt, verbraucht sein Gut und wird für höhere Ziele impotent.

Ärger

Ein Wunsch, ein Wunsch
Ein Zauber nur
Der mich hinweg katapultiert
Aus diesem Alptraum pur

Ein Kanonenschuss
Ein Vulkanausbruch
Doch es ist wie immer
Nur inneres Gewimmer

Ich halt die Kontrolle
Und spiele meine Rolle
Der Ärger grollt im Bauch
Der Kopf verschwindet ganz im schwarzen Rauch.

Verlorene Worte

In den Wind geschrieben
Wo sind sie geblieben?
Sie sind verloren
Waren es drei oder sieben
Nie mehr werd ich sie lesen können
Nie mehr sie jemand finden
wird
Verschwunden sind sie,
sie sind einfach weg
Und auch in meinem Kopf ein Leck
Gewiss sie werden wieder kehren
aus den Leeren
Aber wann und wo?
Noch sind sie im Nirgendwo…

Pilger

Wenn man das hört
wird es irgendwie wahr
Wenn man das glaubt
scheint es irgendwie wunderbar
Versetzt in eine Fantasie
Läuft man im Geiste mit
Danke H.P. soweit, hast du was in mir befreit
Aber ich kenne die Menschheit gut genug
Ich kenne auch die innren Welten
Dort wandre ich selbst nicht selten
Hier ist alles möglich, vom Paradies bis zum Hinterhof
Hier ist die Seele heimisch
Die Sehnsucht nach dem Guten groß!
Auch unsre Ängste sind hier gerne Gast
Und unsre Lebenskraft macht schließlich genau hier wiederholte Rast.

Sicher würd ich selbst so schreiben und in deinem Sinne Leiden
Der Mensch braucht seine Glaubensziele um sein Sein zu verstehen muss er weite innre Wege gehen
Doch wenn man ehrlich bleibt bei sich, muss man gestehen, das wir alle nur die guten Geister sehen, die wir riefen
In einer Welt voll böser Menschen (einer muss es ja mal aussprechen) hat der Glaube seine Grenzen
So ist das Heilige in uns wir selbst und das zu finden bleibt die Kunst in dieser Welt.
Dafür müssen manche, weite Wege machen, andre schreiben und vertreiben ihre Ängste so, ins Nirgendwo!
…mit einem Weinen mal und mal mit einem Lachen.

Schalmei

Welche Schalmei in der Nacht
Wir haben gelacht
Doch dann brutal den Witz um die Ecke gebracht
Wer verdrängt ist, ohne Fantasie
Leer wie nie und dumm wie das Vieh.

Stecken geblieben

Stecken geblieben
Kennt ihr das dadrüben
Am Goldstarnd
Mittendrin stecken geblieben
In dem was wir lieben
Bis uns die Kräfte versiegen.

Feuerspiel

Ein Zehenspiel mit dem Feuer
Gedanken ganz ungeheuer
Hier lauert das Abenteuer
Ist das Gefühl beiderseits?
Oder nur ein MitlifeHirngespinst
Bevor ich ins Fuer greif
Lass ich es durch den Bauch
Denkst du an mich auch?
Ich glaube schon, aber fassen wir den schrecklichen Mut?
Wäre das gut?
Zum Glück weiß man ja nicht immer was man tut.

Bergsimphonie

Im schönen Wetter laufen
laufen, laufen
nur nicht denken
sich auf das Laufen beschränken
Freunde laufen anders
Berge bestaunen
und Haralds Launen
Dicke Köpfe hoch und runter
Weiße Gipfel
Endmuränen
Abgründe die tief unten gähnen
Schaukelnde Gondeln
Freundesmut
Nur geboren aus der Faulheit
Aber laufen, laufen
steil bergab, geht auf die Muskeln nicht zu knapp
Jodeln vor dem Nachthotel
Bikerparadies XXL
Schief wars wie ich schlief
Aber SchiPoSa gab es überall
Immerhin kein freier Fall
Höchstens in den Gefühlen
Und mit der Rückkehr ging einher der Trauerregen
nass und schwer
So balancier ich immer mehr vor mich her und weiß nicht mehr was richtig wär
Du zeigst mir alles Gefühl
aber spielst das Blindekuhspiel
wohin führt uns dieser Gipfel?
Eine Simphonie bis in die Knie
Besser wärs ich ignoriere sie
Seufz!

Lago

selten so beschwert
in freier Zeit
selten so beladen
und doch im nirgendwo,
im anderswo
atmet die Seele durch
Fragt sich der Verstand,
was die Aufregung sollte?
was ich im Alltag von ihr wollte?
Berge, See und Sonne
Ist doch eine Wonne
Gefühle finden hier zur Ruhe
doch verrückt ist das Glück immernoch ein Stück
alles was geschieht,
mein Leben wie mit Kugeln zersiebt
ein Scheriff lauert an der Ecke
und ich zieh wie eine Schnecke:
BUMM!
Ist das alte Leben rum.

Doch ein Neues konnte nie beginnen
Nie würde ich den Zweifeln entrinnen…

Mein Leben

Nachmittagsgedanken
Suche nach dem Wort
Schatten der Angst
an dunklem Ort
die vor meinem inneren Auge schwanken
Sonnenzittern, Regensprüh
Hinter Baumgittern und Berggewittern
laufen, laufen…
vor den Gedanken weg
Doch an diesem Tag lieben und glücklich umarmen…
mein Sohn
dein Sein ist so klein, es ist mein Lohn
und immer willst du bei mir sein
welch Ding der Seele ganz nah
wortloses Umschlingen wunderbar
von den unwichtigen Dingen
Gefühle die alle Zweifel niederringen
Wo lebe ich?
Wo leben wir?
Und wofür?
Ich weiß es nun, ich lebe bei dir und ihr.

Seesicht

Villen, Gärten, Küstenleben
Steine, Nebel, Regenschauer
Schwüle Luft
fremder Blütenduft
Autos ohne Zahl
Eine Straße bloß
da ist was los!
Fahren bis uns übel wird
Mal zu dritt und mal zu viert
Aber wer will was sagen?
Wenn sie schwärmen
Wer will klagen?
Maulkorb! Leinenzwang!
Um die Freiheit ist mir bang
Egal, wie schön hier auch der Sonnenuntergang.

Zu Herzen

Es ist ein Ding in mir das klingt
und mein Gemüt in Wallung bringt
Man nennt es gar zu aller Zeit Empfindlichkeit
Seit vierzig Jahren nun, hab ich mit dieser Crux zu tun
Werd es nicht los
Kann es nicht überwinden
In jeder Situation beinah
muss ich es empfinden
Was auch die Menschen um mich tun
Zu Herzen geht es mir genug
es gräbt sich ein
und will sofort ein Teil von meiner Seele sein
So bleibe ich auf diese Art stets jung
und werd kein bischen weise drum
Ein Ding ist das, ein Zug an mir, der ist echt dumm
und doch…

Sex

Wo ich auch geh und steh
meine Sache ist der Schnee
da rettet mich auch keine Sonnenfee
Ich denk in einem fort an Sex
wo ich auch steh und geh
er ist ein Fluch und ein Juche
wenn ich mich meiner Fantasie hingebe, ich Wunderbares nur erlebe
Die schönsten Dinge dann passieren, ein wahrer Rausch die Kontrolle zu verlieren
Die Welt ist voller geiler Mädchen
Welch Paradies, Schlaraffenland
wenn auch dieselbst das mal erkannt
Es gäbe nur noch Orgien
Die Liebe wär der Ton der Welt
nicht die Arbeit, nicht das Geld
Ein Traum der täglich meine Lenden quält,
wo ich auch steh oder geh.

Natur

Regentropfen
Stilles Rauschen
Ich stehe dar und erlaube mir zu lauschen
Welch Schönheit
unfassbar vereilt
welche Kraft
welch Sinnlichkeit
die Schöpfung schafft
Ich allein mit der Natur
Nur ich und meine Hunde nur
Wir lauschen dem Rauschen
Welch Fantasie
in der Poesie
Ach hätten wir dafür mehr Zeit
Wir wären sicher mehr befreit
Öffnet die Augen, Ohren weit
in der Natur
Euer Leben war in andrer Spur
Und es öffnet sich der Raum weit hinaus
wie ein freier, wilder Traum…

Uhhhhhh!

Suche
Sucht
Schweigen
Klauft
Ein schweben durch die dicke Luft
W O H I N ?
Wo sitzt die Angst?
Wo der Biss?
Alles ein Spiel?
Neu aufgemischt …
Mein Leben
Mein Sein
ganz klein

wo schreib ich meine Zweifel nur rein?
Und meine Wünsche
Wenn ich sie nur kennen würde
Ich lebe
Ich handle und wandle
Ich suche
Ich denke
ich schweige
O H N E S I N N !
Ich weiß das ich vieles erahne
denn ich (er)kenne die Menschen ganz tief in mir drinn.

Traum…tänzer

ich tanze im Geist
Ich träume und ich fasse sie nicht
ein Geist steht mir im Gesicht
der Traum ist zu groß
Mein Ergeiz ist es nicht
Hab nie was beendet
Hab nie ganz bis zum Schluß gekämpft
Ich nicht
Ich kämpfe nicht!
Mein Traum kommt niemals ans Licht.

Zartes Pflänzchen

Bewusstsein
Hoffnung
Zunkunft
Alles kreist in mir
Wie ein wilder Sturm
durchdringt er meine Sinne
reißt mich fort
halb halt ich mich,
halb will ich doch zu gern an einen neuen Ort
In eine neue Zeit
In eine neue Wirklichkeit!
Doch bin ich,
sind wir bereit?
Sekunden sind entscheidend über Leben
Wird es ein altes oder ein neues geben
Wir haben gewartet
auf den Moment, den vorher keiner kennt
Ist es jetzt soweit?
Mein Bewustsein flüstert
oder schreit
Meine Hoffnung wächste von Zweifeln nie befreit
in die Unendlichkeit…

Hymne

Wer sagt was wir denken sollen?
Wer glaubt an all das hier?
Wir denken was wir wollen
Wir stehen uns Spalier.

Was feiert ihr?
Wem jubelt ihr da zu?
Ein Stein bringt mich ins Rollen
Ich glaub kaum was ich tue
und stehe auf der Weide wie eine alte Kuh

Kein Wunder will geschehen
Kein Zauber in der Welt
Und ich kann kaum noch stehen
Werd tausenfach gequäl.

Ihr wollte es garnicht hören
Die Hymne an die Zeit
Ich kann mich hier verlieren
In Bedeutungslosigkeit.

(Im)GEDANKEN(wert)voll

Wonach lechtzt das Leben?
Nach schönen Gefühlen
Wo finden wir sie
In dem wir in uns wühlen
Ein dunkler Drang

Erkennen wir ihn in uns?
Erkennen wir ihn in den anderen?
Dannundwann
Wir treiben wie Treibholz
Wir schreiben oder schweigen gedankenvoll

Vielleicht sollte ich es nie mehr treiben?!
Vielleicht sollte ich schweigen

Das geschundene Papier, wäre sicher dankbar dafür

Ja, ja wir sind alle da
Eine Erde voller Würmer
Die kriechen und nach Überleben riechen

Und dann, irgendwann
ist unser Part getan

Dramatisches lachen im Hintergrund

Ich friere und kenne den perversen Grund

Hoffentlich finden sie mich nicht!
Denke ich schlicht

Ich will in meiner dunklen Ecke bleiben und nur für die Nachwelt schreiben.

Endzeitlyrik

Was wollen sie sagen?
sie singen, uns bringen, ertragen?
Wohin wollen sie ziehen?
Vor wem niederknien
Die Fehler der Menschen
Die Tempel, die Herrscher
Wir schauen nur zu
Ich und Du
Einen trifft es, der andere erlebt womöglich das Ende noch
Für uns beide ist es das selbe doch
Ein Jahr ist wieder vorüber
Und wir fürchten die Zeit
Sie bringt Vergessen und Leid
Aber auch Melodie
Ein Klang von Irgendwie
Wir sind Meister der Geister
Wir sind nie angekommen
Wir werden wieder vergehen
Und keiner wird jemals eine Spur von uns sehen…

Eine Welt

Welche Welt überlebt
Was überlebt in dieser Welt
Wo wir sind
Sind wir oder träumen wir
Sterben wir sinnlos?
Für was, für wen?
Müssen wir durch dieses Leben gehen?
Glauben wir oder verzweifeln wir?
Werden wir jemals verstehen?
Bomben!
Gedanken!
Wahnsinn ohne Schranken!
Gräber auf denen wir weiter wanken
Keine Welt die uns gefällt
Welche Gedanken stehen auf?
Eine Welt im Überlauf
Und in der Zeit bleibt
die Unendlichkeit
Ein Atom das vor Scmerzen schreit!
Aber von allen schlechten Gedanken befreit.

A N G S T

Wer nimmt mir die Angst?
Ein immer wieder kehrendes Gefühl
Wer gibt mir den Mut
Wer die Selbstsicherheit, die mich von meiner Angst befreit?
Die Angst ist wie eine weiße Taube
Die mit ihrer Schönheit mich betört und umflattert
Ich erstarre in Bewunderung
Sie fliegt nie weg
Nur selten war ich ein Adler
Doch immer wenn ich sie doch gefressen habe
Habe ich sie auch wieder ausgeschissen
Weiß und rein wie zuvor!

2008

Spuren

Sonne, Wind und ich weiß das sie da sind
Die Spuren…
Ich folge ihnen einfach blind
Sie werden mich in eine Zukunft führen
Für die wir geschaffen sind.

Sterne, Mond und ich glaube dass dort jemand wohnt
Der die Spuren schreibt uns in die Zeit
Ein Gedanke, eine Fantasie die uns nach vorne treibt
So weit der Atem reicht.

Wir folgen der Vergangenheit, die nach Erinnerung schreit
Aber mehr noch ruft das Glück uns immer weiter Stück für Stück
Zu einem unbekannten Ziel
Und es bedeutet uns so viel.

Wir leben nicht allein
Wir sterben nicht allein
Darum müssen wir verzeihen
Uns von uns selbst befreien
Immer wieder neu das Herz berühren und die Liebe in uns spüren.

Dann folgen wir der wahren Spur
In ein gefühltes Paradies
Dann halten wir in Händen
unser Glück
Und laufen, lachen, singen
Bis zum Ende und zurück.

Chance?

Dialog mit einer vertanen Chance
Gespräch mit dem vergessenen Selbst
„Good will hunting“ in Zamonien.

Danke Gedanke
Goodby Leben

Wir wollen weiter schweben
in Balance
Versprochen gebrochen
Verdacht gedacht
und darüber gelacht.

Bitte Schicksal
Sei gut und gib mir Mut.

Tiefes Loch

Strudel in die Tiefe
Spuren hinab
Wir tauchen aus dem Traum
Es war mal wieder knapp

Wollte ich es?
Kaum!
Ist es die Wahrheit die da schreit?
Und euch verzeit…

Irgendwer entscheidet in der Stille
Wofür es gut ist, was geschieht
Doch wer schreibt der Zukunft Lied?
Ein guter Spielmann, ist mein Schutzpatron
Hoffnetlich trifft er den rechten Ton

Ich sitze im tiefen Loch und lausche schon.

Alter Fluch

Zu groß geraten
Zu viel gewagt
Zu lang gebraten
In voller Fahrt

Ich bin kein Hauptgewinn
Ich lasse keine Spuren
Was macht es dann noch Sinn
Sich selber zu spuren?

Erkenntnis in mir drin
Meine Werke dauern
Was ich lese braucht viel Zeit
So wie Anerkennung, nach offnen Augen schreit.

Im Chaos wird gefunden
Was keiner sucht
Durch Ordnung bleibt verbunden
Wer ewig es versucht.

Doch es bleibt ein Ding das irgendwie verflucht.

Haus

das ist das Haus vom…

irgendwie fügen sich die Dinge wie sie sollen in diesem Leben

egal was man macht
die Macht haben andere, oder ein anderer?

Es geschieht einfach und ist gut

nennen wir es seltsam
nennen wir es wundersam
nennen wir es Gott?

Das ist das Haus vom…
Wer legt uns eigentlich unsere eigene Dummheit in den Mund?

Es braucht schon viel Vertrauen, verdammt viel Vertrauen!

Aber irgendwie haben wir es in uns.

Sinn?

Irgendein Sinn
Nirgendein Sinn
Kampf in mir drin
Prüfung des Ich
Surm über mich.

Mit dem Rücken an der Wand
Werde ich zum Löwen
Und werde mich euch nicht ergeben
Das ist mein Sinn im Leben.

Welt im ewigen Kampf
Halunken um mich im Tanz
Ihr bringt uns nicht zu Fall
Unser Widerstand ist aus Stahl.

Mit Herz und Verstand
durchbrechen wir die Wand
und erreichen noch immer im Leben
die Freiheit davon zu schweben.

Im Hals

Schreiben heißt verstehen
heißt in Masken gehen
Schreiben heißt Worte denken
heißt Gedanken verschenken, die die eigenen Taten lenken.

Die Wirklichkeit woanders schreit
Habt ihr sie getroffen?
Seit glücklich, doch glaubt mir, sie ist banal
und wird beinah täglich schnapp geschossen.

Es gibt keine Meister, nur Blender
Wir sterben unerkannt,
sie erben unser Land
und haben es schon jetzt verbrannt
bis tief in unsere Seelen.

Schreiben, wirklich schreiben, heißt dagegen sich zu quälen
Schreiben heißt verstehen
und damit unterzugehen.

Babyblues Serafina

Irgendwo hier im hier
ist was, was ich spür
es verschwindet in mir
ein Gespür für das was zählt.

Aber der Blues stirbt nie
Er ist die Batterie
Er ist das wahre Humus
Und ich jubiliere auf Papier.

Denn es ist wahr du bist schon hier!
Mein Baby, mein Baby
Bist du, Serafine
und es ist wahr, du bist da!

Die Zeit drückt uns nieder
Die Sorgen und die Arbeit
Aber nichts ist von Bedeutung
Das ist die Wahrheit.

Ich singe und ich tanze einen neuen Song
Ich träume davon
Aber nichts ist mehr als die Wahrheit.

Aus dem Dunkel kommt mein Kind in die Welt
Und es singt von der Liebe
und das ist es was zählt
Nur die Wahrheit.

Kurzfassung:

(…Irgendwo im hier
ist was was ich spür,
es wächst in mir
ein Gespür, für das was zählt,
und ich weiß, jetzt ist es in der Welt…)

No Gods Land

Was fehlt ist der Sinn
Wo ist er hin?
Warum sterben die Kinder?
Warum stirbt der Glaube?

Weil alle Illusion enttarnt
Ich hab euch gewarnt!
Weil es keine Helfer mehr gibt
Weil die Welt ihre Kinder frisst
Und von Hoffnung man nur noch in der Zeitung liest.

Dort steht auch eine falsche Botschaft
Ein glitzernder Prophet
lächelt zynisch, denn er kommt in der wahren Welt immer nur zu spät.

Aber jammern wir?
Die wir selbst nur schweigen
Wir sind mutlos und verstehen uns nur zu gut
Alles dreht sich dochhier nur im Kreis
Wir selber und der ganze Scheiß!

Wahres Leben

Wer nicht weiß was es heißt
ein stilles Lächeln im Café
ein Blick im Vorübergehen
ein wilder Traum von Wiedersehen
der wird nie verstehen
der wird verzweifelt rudern und doch untergehen.

Wahres Leben das ist echt,
hart und ungerecht
aber auch wild und schön.
Schwer zu verstehen im Traumland der Feen.

Blonde Versuchung

Plötzlich!
da zwischen drinn
mein Blick muss hin
sie verfolgen
sie mit Blicken ausziehen
soweit sie es nicht schon ist,
halb nackt
die Versuchung pur
von Scham keine Spur
sie weiß es,
nur Provokation ist sie
in diesen heiligen Hallen
wie Gott sie schuf
will sie ihm auch gefallen
und mir obendrein
ihre Augen so scheint es mir Wüstling, laden mich ein
Doch in Wahrheit, wird wohl alles nur Einbildung sein.

Reife Zitronen

Verlockende Früchte
Reife Zitronen
Pradies Insel
Wo Träume wohnen
Wandelnde Engel
Blutjunge Birnen.
Wo man auch ist
Die Lust an meinen Gedanken frist
Verbotene Früchte
all überall
Dem Zauber verfallen
Bin ich ein hoffnungsloser Fall.

Spanische Augen

Gesehen
Nur ein Momment im Leben
Ihn wird es nie wieder geben
Zweimal in ihre Augen geblickt
Dazu ein Lächeln das mich entrückt
In eine spanische Fantasie
Die bleibt auf der Insel zurück
Wie ein langsam verblassender Traum von Glück.

Unwahres Leben

Sprachlos im Dunkel
Sinnlos im Kreis
Wer was erreichen will
der muss sein heiß!
Doch ich gleite so dahin
Mitten im Leben drin
Ohne Hasst und ohne Ziel
Spiel ich mein Spiel
Irgendwie geschieht das Leben
Irgendwer begegnet mir
Irgendwas geht mal daneben
So ist das Leben eben
Ganz unwahr und schwer.

Fehler?

Wer weiß schon was geschieht?
Wer spielt mit uns das alte Spiel?
Wer pfefft mit uns das Lied?
Wer schreit mit uns „haltet den Dieb!“
Ist es ein Fehler wenn man zu sehr liebt?
Ist es der Schein der trügt?
Ist ein Warum einfach nur dumm?
Ist es verrückt gern auf der Welt zu sein?
Klein und rein?

Wir treiben in das Verderben
Wir poltern durch tausend Scherben
Wir sitzen auf der Zeit
Und doch wächst in dieser Welt soviel Liebe
und jeden Tag geht eine Sonne wieder auf
Wir sind glücklich uns gefällt es uns zu lieben
Und nach jedem Unglück kriegen wir den nächsten Lauf!

Darum schweigen wir so lange
Darum schreiben wir mit Stille
Und wir betrügen jeden Schein, das ist unser fester Wille zu verstehen
Klein und rein.

Glückspfennig

Stete Begegnung
Bedeutungsschwer
Rätselhafter Bote
der Widerkehr
Falsche Erinnerung
Wahrer Wert
Stumme Hoffnung
Seelenschwert
Treuer Begleiter
Stärkesymbol
Wegs Geleiter
mit Banderol
Immer wieder kehrender
Stolperstein
Zeichen des Glücks!
Es sollen diese Zeilen
ein Denkmal dir sein.

Mutterschutz

Sag mal wie fühlt das?
Wie wächst das und lebt?
Wenn ein Gefühl im Magen schwebt
Wenn ein Sinn das Leben durchwebt
Ein Kraft die Berge verschafft.

Wir fühlen es
Wir lieben es sehr
Du bist uns so nah,
jeden Tag mehr!

Keine Blume kann sagen
Kein Perle den Wert übertragen
Den das Gefühl uns gibt
Wir sind verliebt
und sind einfach sehr glücklich, dass es dich gibt.

Singen

Er singt den ganzen Tag
Wenn er nicht gerade schreien mag
Er schmiedt tausend Geschichten und kann schon endlos dichten
Und ich mag ihm gerne lauschen
Mein Herz will ihn verzehren
Ich könnte ihm ewig zuhören
Doch hat er auch andre Seiten
Er liebt es sich zu streiten
Sein Wille ist wie eine Wand
Kompromisse sind ihm unbekannt
Er schreit so lange rum und zerrt an unsren Nerven
Bis irgend ein Summ Summ
die Wogen wieder klättet
Und wir gemeinsam Dideldumm uns lieben, spielen, singen
Der Tag sich in die Träume Nächte rettet.

Wer heißt hier Angst?

Vor dem Morgen
Vor dem Versagen
Vor dem Ernst und dem Ertragen
Vor der eigen Curage
Vor den Fehlern
Vor den Lastern
Vor dem Glück das manchmal unsichtbar sich verdrückt
Vor der Wahrheit dieser Worte
Vor Wucht verbotener Taten
Vor dem Leben allgemein
Vor dem Ende auf das wir warten
Was heißt hier Angst?
Was heißt hier Sorgen?
Was heißt hier schlaflose Träume horten?
Das Leben kommt, die Tage rasen, Minuten später sind wir gewesen
Schon heute, fehlt mir die Zeit zum Lesen
Wie soll ich wissen was da noch kommt?
Der nächste Tag ist unbekannt
doch hat er sich schonmal im Vorraus ANGST genannt.

Verändern

Vielleicht ist die Zeit reif
Etwas zu verstehen
Etwas zu verlassen
Lieb gewonnene Weg verwildern zu lassen
Kämpfe des Lebens
Fluch der Gene
Ich muss mich befreien
Aus dem Kreislauf des Schicksals
Und es ist möglich, es ist möglich!
Seinen Schweinhund zu besiegen
Und neue Maaßstäbe zu gewinnen
Von Außen und Innen
Im Schreiben und Leben
Denn sonst bleiben wir irgendwo, wie ein Stück Scheiße! Kleben…
Laß uns nicht warten, bis wir stinken.

Der Bibliothekar

1
Ich bin was ich bin
Von außen und auch in mir drin
Ich fühle die Kraft
Ich koche im Saft
Und doch zweifle ich unentwegt
Welche Zukunft noch vor mir schwebt
Sie ist so im Nebel
Sie wabert im Dunst
Ich wünsch mir ich könnte ein wenig nur von wahrer Wahrsagekunst
Ich schreite voran, so gut wie ich kann
Mein Ego schwebt mir voraus
Es gaukelt mir vor:
„Komm, ich kenne mich aus!“
Doch Angst säuselt mir Vorsicht ins Ohr
Und hält meine Hoffnung für eine tief im Pelz sitzende Laus.
2
Ich bin was ich doch niemals wirklich war: Bibliothekar
Doch nur mir ist das klar
Nach Außen sieht alles ganz anders aus
Und genau das, ist die Gefahr.
Das Leben macht andauernd Türen auf
Jeder falsche Schritt, führt in ein Irrenhaus
Gefühlt aber könnte es wunderbar sein
Die Hoffnung ist groß, mein Mut jedoch klein
Ich will nicht nur in der Spur eines einzigen Lebens sein
Ich will träumen
Ich will werden mein Leben lang
Es ist mir ein innerer Zwang
Bis ich irgendwann, zufrieden mit mir, sterben kann.

Überlebenskurs I

Liebe
Und
Drang
Gibt
Energie
Reichtum

Gelöscht

Neu erfunden
Gleiches, ödes Spiel!
Überwunden
Gegen das Gefühl
Aber es muss sein
Ich stolpere sonst in Teufels Küche rein
Was soll ich meinen Kindern sagen
Vorbild, Zerrbild, Abziehbild
Sie werden nicht zögern u fragen
Und dann?
Jetzt muss es geschehen
Von manchem lieben Gefühl muss ich mich trennen
Gegen die DNA eben
Gegen das Wunderbare Leben
Und bete, das ich nicht längst alle Sünden weitergegeben
Bete für ein wenig Weisheit und kluge Gabe
Doch weiß insgeheim, ich muss selbst stärker sein
Darf nicht ruhen, den Schweinehund in mir daran zu hindern, sich zu befreien
Denn gelöscht wird er niemals sein.

Überlebenskurs II

GLÜCK
GESCHICK
KAMPF
MUT
KRAFT
GEDULT
EINSICHT
HOFFNUNG
WAHNSINN
TRAUM
WAHRHEIT…???

Endspiel

Zorn und Angst
Tanz der Gefühle
Alle Kraft und aller Glaube
führt nicht immer an unser Ziel
Das Leben spielt uns mit, grad wie es will
Es drückt und schiebt
Es will geboren sein
Weiß nicht was es in diesem Augenblick kriegt
und wer es liebt
Doch es will in diese Welt
Das ist was zählt.

Hoffnung und Mut
Ich sag es mir nur immer wieder
Ich weiß, ich weiß
Doch Wunder brauchen frohe Lieder
So ein Scheiß!

Ein Leben lebt, solange man mit seiner Seele schwebt
Dann kehrt es immer wieder
Aber man muss gewapptnet sein
Für Niederlagen, sie will das Leben auch ertragen
Und irgend eine stille Macht weiß ihren Sinn uns zu erklären…
vielleicht, ich will den Glauben daran nicht entbehren.

Wimpernschlag

Da ist sie!
Dies verdammte Bürkatie
Menschen sind wie Nummern
für sie
Sie funktioniert
unmenschlich,
gefühllos,
und doch parnoid, fast neidisch und schadenfroh…

Sie pflegt ein dumpfes Sein, neben ihren Pragraphen und Vorschriften allein.

Und wir?
Ein hauchdünner Schritt vor dem Ziel
Ein Wimpernschlag wirft uns zurück im bösen Spiel um Geld und Macht
wird von den Schlechten immer zu letzt gelacht!

Und dann, stehen wir wie begossene Pudel da…
Es ist einfach nicht wahr!
Es kann nicht sein!
Wann kommt endlich die Zeit für Gerechtigkeit!?

Bunte Engel

Sie flatern durch die Zeit und Ewigkeit
Verkünden Gegensätzlichkeit
Stehen doch für Hoffnung
Flatern durch das Bild, unfertig aber würdevoll
Was ist es was fehlt?
Was ist ihr unbekannter Wegzoll?
Nach der Hitze, Regen, wir warten und wir schweben
Die letzten Tage ohne Engel müssen wir erleben
Gedrängte Zeit
Verdichtetes Leben
Bunter Horizont, wir kämpfen um ein wenig Sonne im tristen Grün
Ein Zeichen soll es sein für unsre Hoffnungsboten
Ihr sollt die Schwelle überschreiten
und mit guter Kraft uns in die Zukunft ziehen
Jetzt!

Baby nah

Vogelflug
Eilig vorüber
Graue Wolkenbahnen
Wie Gedanken
Im Wind tanzenden Bäumen
Wer weiß wo wir sind
In unsren Träumen
Nacht kommt herab
Im Schlaf findet alles die Ruhe
Gemeinsam glauben wir,
sind wir nicht einsam
Wie im Vogelflug
streben wir durch den Himmel
Ziellos frei
und unsre Gedanken dabei
Formationen von Rauch
sind Zeichen aus deinem Bauch.

Baby da!

Endlich und schon wieder Wochen von Geschrei
Wochen der Liebe, wie als wärst du immer da
Wochen der Nerven vorbei und doch noch in den Knochen
und Umzug und Arbeit und ALLES!
Wo steckt man das hin?
Da wächst der Bart
Da hat das Alter Zugewinn
Manchmal macht mich das schweigend
Manchmal wütend
Und immer weiß ich es geht vorbei
Das ganze Leben ist genau wie Babygeschrei.

Gespür Ewigkeit

Kennt ihr das Gespür?
Wenn etwas nicht richtig ist
Wenn etwas leidet
Oder ein Gefühl es vermeidet sich zu offenbaren
Als wenn es nicht wichtig ist
Kennt ihr das dauernde fahren?
Ohne zu halten
Das immerda Laufen
Das Zögern im Schnauffen
Das Frustkaufen
Dann wisst ihr bescheid
Dann seit ihr bereit
Für die Ewigkeit!

Im Haus

Im Haus
Aber noch nicht zuhaus
Noch ein Weilchen
Noch ein paar Leben
Noch ein paar Lampen eben
Die alten Bilder fehlen
Die Neuen auch noch
Treppen ahoi
Wir schwanken noch
Wir leben schon
Und doch
sind wir hier und trinken unser erstes Bier
Das ist es was zählt.

Schreib Übung

Endlos gedanklich schreiben
Es endlos sinnlich treiben
Fressen ohne zu bemessen
Geht ein altes Leben so weiter?
Glaube fast
Ohne Hast
Das es passt
Aber wehe der Blick in den Spiegel
Dann fliegen die Fetzen
Dann bin ich verloren
Tausendmal schon
Doch wann werde ich neu geboren?
Vielleicht nie………………

Wer fragt uns wie wir überleben?
NIEMAND
Und doch tun wir es
Wir tun es einfach
Ganz unberühmt
Ganz unverblümt
Wir wagen viel in diesem Lebensspiel
Wer sieht es?
Außer uns :O)

Netzlos

Irgendwie anders
Waren wir schon so modern?
Wir sind nicht mehr drinn
Aber wo sind wir hin?
Fragen an unser Avatar
Eben noch waren wir doch da.

Mein kleiner Dickkopf

Irgendwie seltsam
sich so im Spiegel zu sehen
Aber wichtig um zu verstehen
Er ist wie ich war
In gewisser Weise noch bin
Mein Sein steckt tief in ihm drin
Ihn trifft also keine Schuld
Er ist mein kochendes Blut
Am Ende meiner Geduld
Sein Charakter unverwechselbar ein Sinnbild meiner Selbst
Wenn ich mich nur klarer erinnern könnte
Oder besser nicht?
Ich sitze Tag für Tag mit ihm über mich selbst zu Gericht
Das ist Fluch und Segen der Elternschaft
Fairniss braucht hier alle Kraft
Ich hoffe mein Sohn, du sagst eines Tages:
„Er hat es meistens geschafft.“

Winde

Allein die Worte zu suchen
Gemeinsam den Weg zu gehen
Und doch einsam für sich zu stehen
IST Leben
IST Sein
Gemeinsam allein
Du kannst bei mancher Entscheidung nicht bei mir sein.

Was will ich, was soll meine Zukunft sein?
Mein Mut ist klein
Mein Zögern groß
Was ist bloß mit meinem Selbstvertrauen los?
Winde kommen
Winde gehen
Niemand kann ihre Absicht verstehen
Wir werden sehen was das Schicksal bereit hält
Wie immer, ist längst schon beschlossen, was wir vielleicht, jetzt noch erhoffen.

Zwei Monate schwanger

Konzentration
Auf das Schöne
Auf das Wunderbare
Egal was sonst noch lief
Mein Kopf war besetzt
Mehrfach gebraucht
Wie mein Arm und mein Bauch eben auch
Starke Gefühle
Ein Tatendrang, nur für mich und meine Familie
Ganz schöne Zeit!
Zeit die nie wiederkehrt
Unverbraucht, leicht
unbeschwehrt
Nichts daran war verkehrt
Wunderbar wars und alles war klahr,
als ich schwanger war.

Auf der Suche

Weiter Blick
Kein Gedanke zurück
Gespür für das Falsche
7 Jahre Kampf um das goldene Kalb
Tanz mit Geschick
Aber auch eine ewige Walz
Immer im Kreis
Was nützt da aller Fleis?
Zukunft du hast deinen hohen Preis.

Zu enger Blick
Nase im Wind
Kein Gespür für das was der nächste Tag bringt
Im Ohr nur ein Rauschen
Ein Schnuppern ein vergebliches Lauschen
Die Spuren verlaufen im Sand
Vor meiner Zukunft, da steht eine Wand.

Nur ein Spalt muss her
Ich glaube fest daran
auch wenn der Hammer mir schwer
Den Blick auf das versprochene Land
An die Spur aus dem Sand
In die Zukunft zurück
Mit Glück und Verstand.

P O L I T I K

Leuchtende Nacht
Taumelnde Pracht
Hier wie irgendwo
Im Hindukusch sowieso
Blitzen in der Dunkelheit
Hört ihr wie dort einer Schreit?
Politik hier, der Krieg ist weit
Gerät schnell in Vergessenheit
Menschen sterben
Und flimmern über unser Bild
Wir sind es gewohnt
Es macht uns kein bischen wild
Was ist es was unsere Gefühle killt!?
Eigentlich ist unser Schweigen das wirkliche Unheil
Das bezeichnende Bild dieser Welt
Aber über das Schweigen, kann man nicht lohnend schreiben…

Schweiß

Unser Schweiß…

zerflisst
zerinnt
gefriert im Wind
nass
stinkend
klebrig
eklig…

…von einer Scheiß Angst bestimmt.

SchönBerg

Verirrt
Und doch gefunden
Eine Schönheit die betört
Nur selten überwunden
Begegnung auch nach sieben Jahren wunderbar
Natur so rein und klar
Ein Paradies im Sein
Hier will ich immer weilen
Die Zeit steht still
Der Körper ruht und Gedanken verfolgen gelassen, was die Seele tut
Am Tag die Sonne lacht
Ein reges Treiben in der Nacht, was allüberall hier Spuren macht
Pilze, Sträucher, wilde Beeren – Nesseln, Gräser, verstreute Ären
Schafe blöcken wenn ich schlafe
Angenehm verwirrt
Geerdet und dem Planeten tiefen verbunden
Kaum so nah und doch gefunden
Ein schöner Berg vor meiner Stadt
Hier bin ich froh, hier bin ich satt.

Wartereife

Warteschleife
In der Reife
Ewiges Spiel
Kein Heller zu viel
Ruhephase
In der Hektik
Was kommt?
Was bleibt?
In Ewigkeit
Wir sind zuzweit
zuviert
Und doch zuzweit
Müssen wir die Spuren finden
Alle Hindernisse überwinden
Sind wir bereit?
Vielleicht,
warten wir bis in alle Ewigkeit
Konzentration
nur bringt den Lohn
trifft den Ton
Also, auf gehts mit Elan!
Noch ist das Leben nicht getan.

Rückzug

Welch grausames Leben
wie ein Schlaglicht verfolgt man es im TV
ich schau nicht hin
nicht hin ich schau
Menschen verkaufen ihre Würde
Verkaufen ihre Kinder
Egal in welcher zeit und Wirklichkeit
Gottlos vegitiert die Menschheit in Unendlichkeit
Ich schau weg
Ich kann es nicht ertragen
Wie kann ein andres Leben exitieren ohne den verstand zu verlieren?
Diese Fragen
Diese Finsternis
Ein Klammern an das Licht
Wie sehr sind wir auf unsrer Sonnenseite
und wissen es nicht.

Drachenspuren

Was wissen wir?
Was glauben wir?
Wo ist der Sinnesraum
in mir?
Irgendwo
Nirgendwo
Und irgendwie immerso
Monsterspuren in der Seele
Gestank und Feuer der tausend Ungeheuer
Neuerfunden
Neue gefunden
Dem steten Treiben verbunden
Was treiben wir?
Was ist gerade unsre Sucht?
Was bleibt ist nur die Flucht
Aber wir bleiben doch
Im immer gleichen Loch
Ich schau in die Nacht
Und hab doch auf das Papier nur mein Spiegelbild gebracht
Der werfe selber einen neuen Schatten, wer darüber lacht
In Wahrheit sind wir reich
Doch wissen wir es nicht in jedem Lebensabschnitt gleich
Was kommt?
Wie werden wir uns neu erfinden?
Wer weiß den Preis wenn wir folgen dieser großen Spur?
Der Drache in uns alleine nur.

J.M. in mir

Wer den Weg versteht
Den er immer geht
Wer das Lied in sich hört
Das auf Liebe schwört
Wer für alles stirbt
Die Musik verwirrt.

Tief in mir drin
verschwindet jeder Sinn
Du schwörst mir ewig Liebe
Flüsterst vor dich hin
Ich spüre nur Triebe
Egal bei wer ich bin.
Wer den Weg versteht
Den er immer geht
Wer die Harfe spielt
Wer auf Freunde zielt
Hier beginnt eine neue Zeit
Hier ist die Wahrheit nackt und befreit.

Was in mir nach Liebe schreit
Ist ein dumpfer Chor
Ich bin nicht bereit
Ich bin nicht soweit
Hab noch so viel vor
Aber ihr wollt mehr als ich geben kann.

Gebt mir ein Mikrophon
Und ich singe euch meinen letzten Hohn!
Alles ist vorbei
Alles, ja alles, alles ist bereit
Alles, ja alles, alles in mir schreit!
Gott verdammte Zeit.

Aufgeblasen

Was ist schon Geld
Auch nur Papier
Was ist es schon wert
ehrlich zu sein dafür?
Niemals werden sie lassen von ihrer maaslosen Gier
Und warum?
Weil sie sind wie wir.

Unsere Welt ist ohne Wert
Milliarden sind wie Luft verpufft
Und sie schleichen vondannen
Bis man ihre Geschäftigkeit wieder ruft
Weiß nich warum ihr euch beschwert.

Ehrlichkeit hat keinen goldenen Grund
Nur Cleverness die dicken Autos fährt
So ist eben die Welt
Eine Droge aus schmutzigem Geld
Und das, ganz egal was dir gerade jemand erzählt.

Legende

Gepeitscht
vom Preis der Wirklichkeit
Gehetzt von der Realität
ist man nirgends richtig
kommt man mit jedem Satz zu spät.

Gereitzt
vom letzten Ärger
Gebeutelt vom ewigen Stress
kommt man nirgends an
ist man irgendwann am Ende,
nur noch Legende.

Schnelle Demut

So werden die Tage kurz
die Gedanken länger
und ein schneller Tod
ein Retter aller Hoffnungen.

Tief in uns drinn
suchen wir den göttlichen Sinn
Was uns bewegt ist selten von reiner Vernunft geprägt
Das ist fast ein Gottesbeweis.

Warum noch hadern und zweifeln
Wenn wir über gehen
werden wir spätestens verstehen
Unser Glück ist vergänglich
Unsere Kraft endlich
Und unser Verstand kann das Ende niemals erfassen.

Darum wird uns Demut zuteil
Wenn wir innehalten
Wenn wir im Ende doch weiter gehen
Über die unsichtbare Grenze
ins Nichts
Werden wir endlich die Welt verstehen?
Ich glaube es schlicht nicht.

Schatten

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus
Ich spüre die Bereitschaft
Ich spüre die Zeit ist reif
Sie hält den Atem an
Und die Schatten gleiten leise heran.

Ein entscheidendes Jahr rückt nah
Ich muss meinen Antrieb finden
Ihn neu erfinden und alle Kräfte und Säfte in mir verbinden
Der Pfad, er leuchtet schon schwach im unbekannten Dunkel
Ein Schritt nur entfernt, hört man Gemunkel.

Gib mir den Mut, wer auch immer, die richtigen Entscheidungen zu treffen
Gib mir die Kraft zu ihnen zu stehen und von ihnen zu sprechen
Und lass mich den Glauben an meine Genialität wieder finden
Die Sehnsucht in mir zu verstehen und sie an mich zu binden.

Ich weiß, dass noch immer das Talent in mir schlummert
Egal ob der Körper ergraut, das Herz es wummert!
Das ist die ewige Jugend,
die in meiner Seele wohnt
Unverbraucht und stark
Hoffnungsvoll und zugleich irre wie ein eingesperrtes Tier
lautert es in mir
Wenn es mir je gelingt aus dem Käfig zu entfliehen
So wird die Welt belohnt.

Kinderseele – Dichterseele

Schnee auf den Dächern
Du sehnst ihn herbei
Und wenn wir auf die Berge gehen
Will nur Schnee ich sehen
Und dein glückliches Geschrei
Jeder Schmerz wird mir genommen
Wenn dein Lachen mich erhellt
Kinder sind das Glück der Welt.

Heile Welt

Wie wärs mit einer Fahrt ins ich
Wie wärs mit einem Rettungsschirm für mich?
Nein?
Bin ich nicht groß genug
Bin ich zu klein für ein Überleben
Zu unwichtig eben
Wie wärs wenn ich selbst schaffe
Wie wärs wenn ich den Hintern hebe
Wie wärs wenn ich lebe
In einer falschen Welt
Ist hoch Pockern alles was zählt
Den Schein wahren
Die richtige Abfahrt fahren
Möglichst für Geld
Dann bleibt man in eurer heilen Welt.

Schwiegermonsters End

Ein stetiger Graus
Ein sich bedroht fühlen tag ein Tag aus
Ein ich-will-hier raus!
Nicht einen Tag länger
Die ewig Bedränger
Die Luft Abschnürer ertragen!
Ich will sie nicht sehen
Ihre Unzufriedenheit nicht länger in ihren bösen Gesichtern sehen
Sie sind unbeschreiblich negativ
Sind hart und ungerecht,
und ohne Grenzen fügen sie Schmerzen zu.

Arme Schweine nur
Dumme Idioten
Doch sie gehören verboten
Aus unserem Leben entfernt
Die Kinder geschützt vor diesen bösen Chaoten.

Doch was ist der richtige Weg
Der richtige Schritt
ohne den Stress noch zu vergrößern
Es wird Zeit für den großen Schnitt, länger nicht machen wir den Wahnsinn mit.

Vorbei, entzwei und kein Gefühl bleibt zurück
Nur ein Aufatmen, endgültig Schluss.

2009

Helden

Aus finsterer Vergangenheit befreit
Wann sind wir Helden bereit?
Jetzt!
Heute!
In diesem Jahr ist es soweit!
Helden sind niemals allein
Sie wollen immer bei uns sein
Im Kopf
Im Schwanz
Das wird ein heißer Tanz
Ins Jahr
Ins Leben zurück
Verzückt, verrückt, beglückt!
Wir haben uns zu lange mit fremden, alten Helden geschmückt
Zu lange, war uns bange, viel zu lange…
Nun sind wir endlich wild entschlossen, Genossen.

Teufelschor

Nur ein einfacher Gedanke
Eine goldene Schranke
Ein silberner Schlüssel
Zum letzten Tor
Ich bin mir ganz Ohr
Es wird kein Versuch bleiben
Ich werde die Teufel vertreiben
Auch wenn sie wieder singen im Chor
Eine weitere Niederlage kommt mir nicht vor
Bis Fastnacht ist es vollbracht
Hier ist der Schwur
Der mich zurück bringt in eine gute Spur
In ein Leben wie Wasser pur.

Sanfte Flöte

Ein feiner Text, ein gutes Buch
In sanfter Seelensprache
Hier wird gewoben die Fiktion ein Abbild jeder Reaktion
Noch nie hat ein Märchen solche Kraft entfacht
mit sanfter Wucht
Warum hab ich 20 Jahre
dies Größe nicht entdeckt?
Verrückt, doch heute endlich hat es mich beglückt.

Superhelden

Das Feuer brennt
Risse ziehen durchs neue Haus
Die Kälte machten den Gar uns aus
Du schreibst und erzählst wunderbare Geschichten
Und ich möchte ganz einfach wieder dichten.

Aber einfach ist es nicht
Ein neuer Weg hat begonnen
die Zeit rast
und unsre Kinder wachsen unaufhaltsam
Das Alter zeichnet mir einen Bart ins Gesicht
Du sagst: Schön ist das nicht
Ich lebe zum Teil schon virtuell.

Als Superheld
als Multisexuell
Bin ich oder bin ich nicht
Ein Gig wie es ihn niemals gab
Eine neue Welt, die uns unsterblich macht
Wie Engel, Götter, Teufel…
Eine endlos potente Schlacht
Bis wir erwacht.

Wild

In die Wildnis in mir
Steig ich täglich hinab
Bleib an der Oberfläche hier
Lebe wirklich zu knapp
Man könnte viel erleben
In der Wildnis eben
Doch ganz alleine
Findet man keine Wahrheit
Auch nicht in Filmen
Oder in Worten
und an noch einsameren Orten.

Nur in den Augen eines anderen Menschen, sieht man sie glänzen.

Change

Yes we can!

Aber können wir es wirklich?
Aus dem Nichts kommt der Wandel
Doch im Chor der Skeptiker schleichen schon die Prakmatiker mit
Schwarz und jung ist eben hipp
Aber auch erfolgreich
Keine Kriege
Keine Diskriminierung
Keine Todesurteile
Keine Armut
Keine Ungerechtigkeit
mehr….?
Der Zweifel nagt sehr
Doch was tun wir selbst
Bequem im Sessel des Alltags
Wir verabschieden die Welt
Wir träumen höchstens von den persönlichen Problemen
Mal schlecht mal gut
Alles bleibt
Und Abschottung befreit.
Good Luck! Mr. Obama!
Noch haben sie Zeit.
Depression

Zugleich wird schwarz gemalt
und auch gewählt
Was glauben die Menschen?
Sie wollen festhalten was sie haben
Unerbittlich
Unvernünftig
Bloß kein Chaos! Oh Gott!

Aber nur Chaos aus dem wirklich Neues entsteht könnte noch helfen…

La revolution!

Oder die Liebe
Aber wer liebt schon seinen Nächsten?

Jesus ist tot
Weil er ein Träumer war
Seine Ideen instrumentalisiert
bis ins Mark pervertiert

Geld regiert die Welt
Banken fallen danieder
Doch sie entstehen wieder
gottlos böse aber erfolgreich

Wir müssen wild entschlossen küssen
und unser leben geniessen
denn ….es gibt wahrscheinlich keinen „guten“ Gott.

Vielleicht einen grausam Gerechten
Doch der kann mir dann auch getsohlen bleiben.

Altes Leben

Rippenstoß
Schmerzen groß
Doch wo findet man zur Ruhe?
Babyturnen
Sohngeschrei
Alles ist am Tag dabei
Lesen, Schreiben, Überdenken
Wohin uns unsre Füße lenken
Und die Gedanken erst
Andre schweben über den Boden
Kleine Prinzessin, entdeckt die Welt
Und sie gefällt!

Alte Zeiten faszinieren mich auf allen Seiten
Und der Tag ist wieder nah, an dem ich geboren war
Alte Freunde melden sich
Haben viel erlebt, genau wie ich – so bringt das Leben manchmal etwas wunderlich.

Wie die Welt sich weiter dreht
Spielen, spielen lenkt uns ab von unsrem Auf und Ab
Das ist so ob arm, ob reich
Menschen sind sich alle gleich
Vielleicht?
Oft genug denk ich anders.

Egal ob heute oder morgen
Jeder hat die gleichen Sorgen
Das bleibt dem Dichter nicht verborgen, aber auch nicht die Verschiedenheit
Paradox ist es zugleich
das alte Leben.

Unter dem Kreuz

Wer wollte konnte glauben
Sie ritten für Ehre und Gott
Ihr Leben sollten sie geben
Ihr Preis war immer der Tod.

Wer glaubte lebt heute im Paradies
Noch immer sie hoffen darauf
Doch nur ihre Knochen
Sind Zeuge des wahren Verlauf.

Die Fahnen und Kreuze trugen sie stolz
Wie jeher und später in jedem Krieg
Heute leben wir und klopfen auf Holz
Der ewige Friede ist unser Sieg.

Legt die Symbole nieder
Reißt die Kirchen ab
Nur dann gibt es Kriege niewieder
Nur dann ruht ihr friedlich im Grab.

Doch immer und immer wieder
Die Menschen suchen das höhrer Sein
Als Geist kam es auf uns nieder
Die Weisheit ließ es daheim.

Alte Freunde im Karneval

Wir fahren in die Heimat
Mein Herz sagt macht einen Sprung
Wir leben einige Tage in der Vergangenheit
Die Stadt ist so wie gestern erst
Die Freunde sind wie immer
Nur Stefan R. hält sich verborgen
Eine alte Freundschaft ohne Morgen
Aber kaum sind wir im grauen Köln
Ziehen uns die Berge heim
Neue Heimat wir sind auch im Herzen mehr schon dein
Nur die Niederlagen des FC tun noch weh.

Black Jack

Ein trauriges Spiel
Mit freudigem Ziel
Es fallen die Würfel
So offt wie man will
So weit wie man weg
So dicht wie man spürt
So hart wie man sich rührt
So weich wie Gefühl
So unbekannt das Spiel, es hat doch nur das eine Ziel.

Don Juan

Was ist die Liebe?
Was macht das Gefühl mit uns?
Was treibt die Triebe?
Wir töten wie wir Lieben
Von Leidenschaft getrieben
Und offt hinter unsren Masken sind wir verletzt zurück geblieben
Ein Schatten der Vergangenheit
Ein Gedicht der Vollkommenheit
Ein Flüstern das klingt Lüstern
Und doch befreit
Gesteuert von Erhabenheit
Auf der Suche nach Erlösung
Von dem Bösen
Das in uns ist, wie ein Geschwür
Das finstere archaische doch so geliebte Tier.

Winnenden

Wie ihr den Ort auch nennt
Die Erde verbrennt
Der Atem gefriert
Kein Mensch die Stecknadel fallen hört
Junges Leben löscht junges Leben aus
Im Wahn der Jugend, wie im Rausch.

Ein Schicksal aller Menschen
Das Wandeln an den unfassbaren Grenzen
Ein Leben lang, haben wir beinah, selbst soetwas getan
Doch nur beinah
Der Zufall verfehlte die Gelegenheit und hat uns von der Schuld doch nur scheinbar befreit.

Die jener auch jetzt wie alle Zeit nicht, alleine trägt
Das wäre allzu einfach
Auch nicht die Annonymität der Masse, Zeit und wirre Realität können wir hassen
für die verfluchte Gelegenheit, die sich ergab.

Nichts führt unsre Trauer heraus aus diesem finstren Grab
Es gibt keinen sichren Weg vorbei an dem was vor uns liegt, egal ob morgen oder später
Am Ende sind wir alle Opfer, alle Täter.

AMOK (2)

Ihr wisst nichts
Obwohl ihr es wissen solltet
Ihr verschließt die Augen vor dem menschlichen Gemüt
Was ihr auch denkt
Was ihr auch glaubt
Die Wahrheit ist mir längst vertraut
Mein Spiegel hängt mir grausig an der Wand
Damals in meiner Jugend,
hat das Zerrbild auch keiner erkannt.

Deadline

Nonstop im Galopp
Durch die Tage, Wochen, Jahre
Finanzkrise ganz privat
Im Dauerabo
Wo ist der Weg aus dem Dilema?
Um uns dämmert das finstere Fiasko
Ein Albtraum
Ein schwarzes Loch
Über das wir balancieren
Ein Schwitzen mit dem wir erfrieren
Doch endlich muss es eine Lösung geben, nach der wir streben
Kein Sprung von der Brücke
Kein Eisenbahngleis
Wir kämpfen um unser Glück
Um jeden Preis!

Träumer

Los gelöst von der Fahrlässigkeit
Los gelöst von der Dummheit
Wie wäre dies ein Königreich
Ein Paradies
Den Träumen gleich
Eine Welt voll süßer Unschuld
Statt ungeduld
Mein Glück zu versuchen
Bin ich berufen
Meinen Lebensweg zu bestimmen
Muss mir gelingen
Ein Gebet an die Götter
ist der Hohn aller Spötter
Und doch menschlich
seit jeh her
Im Menschenmeer.

Tödliche Jugend

Kein Feuer brennt mehr
Keine Seele erleidet mehr Qualen
Kein Hass ist unversöhnlicher
als der
Männlicher Atlaten
Ob gegen sich selbst oder andere
gerade in unserer Zeit
Zwischen Zukunft und Vergangenheit
Sterben nutzlos Opfer
Auf dem Altar der Jugend
Die so orientierungslos wie stets in ihre Leuterung rennt
unverstanden von uns Alten
Auf ewig…

Hauslyrik mit Musik

Lesen ohne Buch
Musik fühlen im Bauch
Wippen mit dne Füßen auch
Der Beat in mir
Der Blues in dir
Wir sind beschwingt
Und träumen von der Matinee
ganz ohne Renome
Ohje!

Aber warum nicht
Glücklich ist wer immer von seinen Träumen spricht
Sie sind das Lebenslicht
Schreiben ohne zu bleiben
Ist meine Sache nicht
Ich will hinaus posaunen
Meine üblen Launen
Ohje!

Einen Ort erfinden müsste man
Oder finden dann und wann
Wo man ganz sich selber seien kann
Warum nicht hier?
Warum nicht dort?
In mir, in uns schlummert der Zauberort
und wartet auf das Zauberwort: Jetzt!

In mir ein Haus
In mir ein Willhinaus
Und auf Papier ist dieser Tieger längst ein Raubtier
Das wühlt uns ich gefangen fühlt im Hier
Doch irgenwann ist diese Freiheit auch mal drann
Ich kann, ich will, ich muss rebelieren
Ohje!

Doch, was hab ich zu verlieren?

Motherday

Regen im Mai
Sehnlichst wartet der Garten
Die Grillfeuer rauchen
Neue Nachbarn auftauchen
Mit alten Freunden essen
Probleme vergessen
Wochenende
Und schauen eben auf ein Kinderleben
Kinderleicht
Schwer wie Stein
Was red ich mir ein?
Muskelschmerz
Todessehnsucht
Während endlose Diskussionen im TV Betroffenheit betonen
Über den Untergang unsrer Gesellschaft
Es ist wie immer
Keiner ist Schuld
Die Schweigende Mehrheit klotzt nur zu
Aber ein lähmendes Gefühl hält mich im Gewühl
Sonnentage im Mai, sind schwer wie Blei
Mutter! Hörst du meinen Schrei?

Orientalische Wucht

Wilde Verse
Schwarze Suren fließen durch mich durch
Und hinterlassen tiefe Spuren
Der Frieden in Le Verge
erscheint mir trügerisch und
doch echt…

Unruhe im Puls der Zeit
verborgen nur schlecht
Daheim holt mich die Welt ganz leicht wieder ein
Mit tausend Gefühlen nur…

Lesen, tauchen nach dem Leben dass wir brauchen
Hinab, hinauf, ein Husten, Schwitzen und Aussitzen aus dem Bauch
Fremde Zeiten, Welten
Wir sind was wir wollen gelten
Und die Götter denken auch
was sie wollen, wenn wir wollen, dass sie es sollen :O)

Mannsein

Verlockende Augen
Ein Lächeln, das die Gedanken will rauben
Durch Brillenglas ein verzückter Blick
Oder spielt mir mal wieder die Phantasie verrückt?
Vermutlich, und doch
Verlockend bleibt das fremde süße Weib
Vorbei ist die Gemütlichkeit
Ihre Nähe, ihre Lieblichkeit
Sich mir als Verheißung zeigt
Ich bin Mann
Und weiß, dass ich nicht anders kann.

In die Welt tauchen

Durch den Fluß
In den Wald
Auf die Berge
Auf der Suche nach dem Lebenshauch
Weit, weit weg
Ganz nah drann
Auf dem Balken balancieren
Zwischen Siegen und verlieren
Schreiben, schreiben, schreiben…
Surch die Zeit
doch irgendwie befreit
Auf den Wolken
Durch den Wind
Ich träume durch den Tag
wie ein kleines Kind
Doch jetzt bin ich entschlossen
Wild entschlossen…
in die Welt zu tauchen.

R.A.F 2.0

Man muss das System mit den Mitteln des Systems bekämpfen
Vollständig
Von Innen heraus
Absolut

Im Namen der vielen Genossen

Der KAPITALISSMUS ist endlich tot………….

Er hat sich selbst entlarvt

Das schlimmst ist, er ist in die Menschen eingesickert
Er durchdringt ihr Sein total

Daher begreifen sie nur in Zeitlupe was geschehen ist

Aus ungeahnten Quellen fließen Mittel um das System und ihre Proviteuere zu stützen

Öffnet es euch die Augen?

Der Mensch ist immer wieder Opfer seiner eigenen Ignoranz und Dummheit

Egal in welcher Zeit und und in welchem Land

Gewalt ist keine Lösung
Aber sie befreit
Ob gegen sich selbst oder gegen andere

Ich weiß, das meine Kinder eine bessere Welt verdient hätten .- vielleicht finde ich eines Tages den Mut mehr als jetzt dafür zu tun

Ich war schon mal weiter
I.G.A.F

Geliehene Zeit

Geliehenes Leben
Geliehene Liebe
Geliehene Zeit
Mit geliehenem Geld
Auf den Köpfen unserer Kinder
Wie lange noch?
Schon stehen wir am Abgrund
Doch nur ich scheine hinab zu blicken
Während du naiv und ahnungslos auf ihm herumtänzelst
Es ist noch immer jut gegangen!
Aber der Westphale in mir schüttelt sich bei soviel rheinischem Frohsinn – Unsinn!
Irgendwann geht es mal nicht mehr gut …. und dann?!
Die Fassade bröckelt – wir brauchen ganz viel Glück!
Und dann muss endlich, endlich die Vernunft in unseren Verstand zurück.

Durch atmen

Freie Texte
Freie Gedanken
Stumme Schranken
Warum schalten und walten überall die Alten?
Zungenbruch
Wagenbruch
Graben, Graben
Klauen wie die Raben
Was wir uns auch auf den Buckel laden
Das sind sie
Die mit denen wir nur telefonieren
Oder e-mailen
Die anonymen Namen
Gesichtslos und Spurlos
Was werden wir wirklich erreichen
Außer beschriebenes Papier
Außer Worthülsen
Was erreichen wir hier
Ihr Scheintieger!
Projekte, Projekte
Alles dem Tode geweiht
Das Leben nach Beständigkeit schreit
Aber nicht in dieser Zeit.

Ich Atheist

Gott ist echt
doch nicht gerecht
Gott ist Schwein
verschmutzt und klein
Gott ist wahr
doch nicht immer wunderbar
Gott ist da
Ganz unverkennbar
Aber glauben kann ich nicht
Denn zu menschlich ist sein Angesicht
Zu fehlbar seine Welt
Zu furchtbar seine Grausamkeit
Gott ist nicht
Gott war nie
Er ist ein Traum, eine Phantasie
Und weil in seinem tiefsten Verstand
Jeder diesen Fakt erkannt
Ist der Mensch damit allein
Und will es doch nicht sein
Er sucht Schuld
Er sucht Trost
Und erschafft sich ein Bild
Wie ein schützendes Schild
Aber eigentlich ist
das alles Mist
Darum bin ich glücklich Atheist.

Im Herzen mein Glück

Hochzeiten – Sturmzeiten
Hochgefühle – Gemeinsamkeiten
Immer Geborgenheiten
Zwei Kinder – Zwei Hunde
Familie sein – werden
Liebe – Alltag
Ortswechsel, Ortswechsel, Ortswechsel
Im Haus angekommen
Beisammensein – getrennte Welten
Aber nicht im Herzen
Tag – Abend
Mann – Frau – Sein
Bällchen – Yoga
Das liebe Geld – Böse Welt
Streiten bitte gerne
Und Versöhnen schön
Wie die Jahre vergehen
Aber in unseren Herzen
Bleibt die Zeit stehen.

Serafina 1

vor einem jahr
warst du endlich da
in deinem eignen leben
hast viel gelacht seitdem
manch unsinn schon gemacht
ein bischen auch geweint
weil nicht immer nur die sonne scheint.

du bist eine entdeckerin
jeden tag versuchst du mehr
auf eigenen beinen schon
im haus, im garten, in der welt
so klein sie auch noch scheint
nichts gibt es, was dir nicht gefällt.

es wird ertastet, ausprobiert
bei dir, das haus kein geld verliert
du liebst das wasser
hast ungehemmten appetit
und erblickst du wen, ganz einerlei
begrüßt du ihn mit einem lauten schrei!
papa!

ganz klar, damit bin ich gemeint
und glaub mir, ich bin immer für dich da
auch in den jahren die noch kommen
du hast mein herz für alle zeit gewonne.

Grand Torino

Keine Wahrheit
Hut ab Mr. E
Wann leben wir schon die Wahrheit?
Selten
Und doch sind Gefühle so stark
So unzerrbrechlich
Sie zeichnen uns fürs Leben
Sie machen uns alt und lassen uns alt aussehen
Was wollt ihr
Bilderschänder
Ich weiß es sind nur Utopien
Ich weiß wir jagen ihnen nach ein Leben
Und doch gibt es Dinge die bleiben
Auch wenn ein Stück von uns täglich stirbt
Ein Auto, ein Haus, ein Satz…
Scheiß auf die Sentimentalität
Dafür ist es in diesem Leben viel zu spät
Vielleicht hab ich ja noch
eins 😀

Blaue Pflaumen
(Herr C. es ist vorbei)

Wie die Bilder lügen
Auch die Augen trügen
So Gedanken irren
Ganze Leben schwirren
Durch die Zeit und Unendlichkeit davon…

Wie die Meister täuschen
Wie die Tiere schleichen
Sich einrichten im Ich
So überlebt man nicht
Sondern wird vergessen
Weil man nie besessen
Was Liebe ist…

Doch vielleicht da war ein Funke
Spät und doch besser als nie
Und im Licht betrachtet
sieht man neue Punkte
Pigmente einer Seele
Tief verborgen unter…

Und ganz plötzlich
sieht man Tulpen
wo zuvor nur blaue
Pflaumen waren
Wie auf dem Bild
in unsrem Rücken
Wir müssen uns dafür nur bücken…

Deine marlonische (magische) 6 (sechs)

Achtung!
Nicht öffentlich
lol ( laughing out loud )
Ich lach mich tot
Dein Alter ist so ober cool
Aber wirst du das auch noch wissen?
Irgendwann
Du führst jeden S. Im Mund
Lachst dich durchs Leben
Ärgerst uns eben, ärgerst uns eben
Das macht deine Tage bunt
Waren wir auch so?
War ich auch so?
Du steckst so voller Energie
So voller Drang
Tötest uns täglich so nebenbei
bestialisch, gemein
und denkst nichts dabei
Auch deine Schwester muss leiden!
So soll es sein
Du tobst und schreist!
Für jedes Gummibärchen
Das Chaos dir niemals reicht
Den Tag mit dir durch zu bringen ist nicht leicht
Und doch bist du so voll Gefühl
Ganz wunderbar authentisch,
auch wenn ganz ohne Ziel
Diese Jahre sind so wunderbar
Vergiss bitte nie, wie es heute war.

Toskana Rückkehr

Hitze
Pool
Weit weg vom Alltag
Entfernte Gedanken
Sterne am Himmel
Brennender Wald
Trockenheit
Kindergeschrei
Wein & Mückem
Einsamkeit
Wilde Hunde
Müde Hunde
Leben und Sterben
Schreiben
Lesen
In ferne Welten
Schlafen
Träumen…

Ohne Verstand

Sex vergessen
Sex besessen
Wilde Ängste
Wage Träume
Unfühlbar
Unberührbar
Unfassbar
Und doch denkbar?
Knochenhart
Ohne Bart
An allen Fronten
wie gewohnt
Frauenblicke belohnt
Fanatsie rettet mich
Doch jeder Tag endet gleich wiederlich
Beliebig sinnlos
Ohne häres Ziel
Tauge ich nicht viel
Ist das Leben wie ein endlos Onlinespiel
Und ganz ohne Verstand
fahr ich es immer öffter an die Wand.

KUNST

Kunstraum
In uns
In mir
In dir
Der Kunst ein Raum
künstlich
kunstlerisch
kunstvoll
kunstreich
Gedankenkunst
Netzkunst
Räume schaffen
ständig und immer wieder
Träume schaffen
KUNST werden
ewig….

Politik 09

Wie gut das wir hinhören
Wie gut das wir weghören
Was wir auch hören
Wir wissen immer noch nichts
Was wir auch glauben
Wir können nicht sicher sein
Was wir auch wählen
Der Nutzen ist, für uns mindestens, klein.

MARLO lebt

Wenn die Gedanken kommen möchte man sie fangen
Wenn sie entfleuchen
möchte man sie vergessen
Doch irgendwo sind sie versteckt und werden irgendwann wieder entdeckt
Gedankendetektiv!

Ganoven und schöne Liebchen, alte Autos in Schwarz-Weiß
Verganenheit hat seinen Reiz
Besonders wenn sie Gegenwart beweißt
Schieß mich tot, ich fühle unsere Gefühle sind in Not.

Was ist passiert?
War es der Gärtner?
Versteckt der Milchmann sich im Schrank?
Ist es der wüste Nachbar?
Oder ein Mister Elegant?
Du machst mir nichts vor
Da steht doch wer vor deinem Tor.

Ich spreche es nicht gerne aus
Doch lass die Katze aus dem Sack heraus
Sonst ist es aus!
Marlo hilf mir, die Wahrheit ist ein Irrenhaus
Das Leben, Lieben wie ein Zwang – viel zu lang.

Beredetes Schweigen

In mir sprechen die Worte und Gedanken
Doch sie wollen nicht raus
Auf Papier, in digitale Form
Viele Dinge
Viel Geringe
Viel Geschehen
Worte die bererdet sprechen
Sind in mir vergessen
Auf immer?
Was bedrückt mein Schreiben
Läßt mich stumm bleiben?
Ich weiß es nicht
Ich muss mich überwinden
diese Zeilen zu finden
Vielleicht geht mir mein Talent verloren
Entrinnt in die Zeit
Dem Alter gezeit
Dem Alltag begraben
Über mir fliegen die Raben
Ein dunkler Orden der Beliebigkeit
Ich gehe verloren im Spiel der Zeit
Und verliere die Hoffnung, das mich ein Knall mal befreit
eine Prinzessin mich küßt
Ein Zauber sich löst
Doch nur fast
Denn mein Herz schlägt wild und glaubt an das Bild
An das was mein Leben schon immer bestimmt:
Wer wagt gewinnt!

Freiheit 010

Tote, Spiegel, Bomben, fliegende Engel
Träumende Bengel
Wo ist das System?
In dem wir gehen, für das wir stehen
Wir kämpfen, wir schwimmen im Sumpf
Wir schreien nur dumpf
Unheimlich ist es hier im Jetzt
Unheimlich ruhig
Wir laufen, wir saufen und fressen
Wir nutzen unsre Freiheit zum brechen
Was jetzt?
Wohin führt das Rad?
Ins Nirgendwo und irgendwo ist die Freiheit vorbei
Ihr werdet es nicht merken.

Zukunftsliedchen

1
Ein wilder Ritt ins Irgendwo
Ein tapfrer Fluch auf den Lippen
Niemals geb ich auf
Niemals werd ich das schnelle Ende erstreben
Ich zwinge das Glück
Ich zerre die Kraft aus mir raus
Ich baue das Haus
Ich träume weiter und bleibe verrückt.

2
Egal wie das Leben auch in den Ohren mir braust
Egal wieviel Türme einstürtzen
In mir ist ein Eisenherz
In mir reitet John Wayn
Ich kenne keinen Schmerz
Aufgeben ist mir fern
Trompete erklinge!
Fanfare erschalle!
Ich führe Euch alle :O)

3
Und was ihr auch sagt
Und wenn ihr auch lacht
Es klingt mir wie Honig im Sinn
Wer Trübsal bläßt, wer krank sich macht
Der schwindelt sein Leben dahin
Ist mir alles Wurscht
Hab Hunger, hab Durst
Ein Hoch auf das ewige Leben!

4
Ich hoffe und bange
Ich kämpfe und range
So ist es nun mal auf der Erde
Es gibt die Verrückten, es gibt die Beglückten
Und immerzu wird es auch Menschen geben
Verlassen, gefunden, geliebt und gebunden
Kein Gefühl bleibt ewig,
jeder Schmerz wird einmal überwunden.

5
Ein wilder Traum
Ein großes Ziel
Ich fühle die Kraft durchzuhalten
Meine Haus, mein Baum, mein Hund und was noch?
Wir leben für was wir lieben
Lalala, lalala, lalala….
Trompete verstumme
Fanfafre sei ruhig
Gedanken ihr werdet einfach geschrieben ~~~~~~.

Jetzt Vaterlos

Nur das…
Trennung ist besser als ewiger Hass.
Aber welcher Fluch belegt die Seelen der Menschen
Ich verstehe deinen Schmerz
Seiner ist noch nicht groß genug
Aber vielleicht irgendwann doch
Hoffnung ist der Balsam der Herzen
Nur bleibt keine Ewigkeit zur Verzeihung
Und davor, muss man sich selbst erkennen
Ich fürchte aber,
das wird ihm nie gelingen.

Geister

Verschloßen
Entschloßen
Entrückt
Durch die Zeit gebückt
Vorhanden
Verschwunden
An das Sein ewig gebunden
Unsinniger Grusel
Finsteres Seelenlied
Leise Melodien die
es nicht gibt
Leises Raunen
Lautes Staunen
Zurück im Hier
Doch kalter Atem bleibt im Raum
Man sieht ihn kaum.

Erzähl weiter!

Endlose Geschichten
Verzauberte Welten
Entrückte Gedanken
Versonnen, ersponnen
Mit tausenden Helden
Gekämpft, gelitten, gestritten
Drachen und Magier
Stürme und Untier
Otto und Hundi fast immer dabei
Löwe und Hasi und großer und kleiner Bär
müssen auch manchmal her
Welten entstehen,
durch Raum und Zeit gehen
In Sonne und Mond
fliegen und tauchen
Schiffe, Piraten und Räuber im Garten
Gewaltige Berge, tausende Zwerge
Feuer die rauchen und Feuerwehr brauchen
Prinzen und ganz schreckliche Gespenster
lauern am Fenster
Petterson, Findus, Lukas, Jim Knopf,
geistern dabei sowieso ihm im Kopf
Egal wo er ist,
sobald das Auge am Morgen sich öffnet
und bis es sich schließt
Endlos Geschichte an Geschichte,
aus seinem Köpfchen fließt
Und auch wenn der Vater,
schon längst nichts mehr weiß
Schreit er noch heiter oder flüstert es leis:
Erzähl weiter!

Schlaf ein!

Wenn ich noch voll im Wirken
sägst du schon heftig Birken
Ich höre dich Bewegen
Auf traumeregten Wegen
Dein Rücken liegt
dank neuem Teil nun weich genug
Weswegen von mir derweil nur noch die Nase
aus dem Teile luckt
So unterschiedlich wir die Nacht verbringen
So will ich dies nebst keiner andren tun
Ich liebe es, Dein Wälzen und Um-meine-Decke-ringen
Und fühl mich auch auf meinem schmalen Eckchen gut
Und wenn auch noch so spät ich komme
Du grunz auf Deinen wahren Namen voller Wonne
Und bis zur ersten Sonne sind wir nah uns
wie sonst immer weniger
Auch wenn die Brut schon öfter sich dazwischen drängt
Sie sind nur das Band unsrer Gefühle
das die Familie fest umspannt
Eine immerwährende Wärme, so wohlig schön
Und darum wissend sollst Du nun wieder schlafen gehen
Denn wenn ich einmal öffter heim zu Dir heut finde
weiß ich, ganz unbewußt,
hast Du von meinem Kommen schon gewusst
und empfängst mich voller Lust an deiner Brust.

Ein Bierchen

Es ist was in der Gemeinsamkeit
Im Trinken und Reden
steckt mehr Leben als hier
Es beglückt die Seele mit Bier
Aber da ist mehr…
Irgendwer lebt dann in mir
Ein anderer Mensch
eine andere Kraft, die das Wohlbefinden schafft
Immer wieder
Aber doch vergesse ich es so offt im Alltag
Die Freude, die Lust, den Antrieb
Welch Verlust!
Ich sollte auf mich höhren
Denn manchmal kann man den Geist in der Flasche ganz einfach beschwören
So einfach :O)

Weisheit der Steine

Man soll sich an Dingen erfreuen die der Moment bringt
Den kleinen Dinegn
Den keleinen Momenten
Den Alltag, die Zeit bezwingen
Den Unwillen
Die Unbill
Das Weitertreiben vertreiben
In Momment bleiben
Verweilen
Sich für das Jetzt entscheiden
Die Anziehungskraft des Drängens bezwingen
Und doch dem Stillen das Einmalige abringen
Besonnen die Steine betrachten
Und sie an sich achten
Ihre Ruhe und Kraft, die sie in sich erschafft.

Lieb Erd

lieb vaterland mags ruhig sein
bei diesem possenspiel?
will man lieber nix mehr hören
auf taube ohren schwören.

was kann man machen
ist man dem lande schuldig
außer drüber lachen
mit den Zähnen knirrschen.

lieb mutterland wo bist du hin
das deutsch sein stirbt in uns drin
wofür einst sangen deine dichter
welch kraft und mut du gabst.

heute gehen aus die lichter
sie verschwimmen im lichtermeer
im weltgefühl sind wir nur noch global
banal…

und jene die an der macht
sind puppen zwischen geld und pracht
wie immer schon
doch heute sitzen wir vor der bildschirm-soop spalier.

alles ist spiel
mit dem leben, mit dem geld, mit der welt
die bald schon unter geht!
für umkehr ist es längst zu spät.

lieb geistesturm
im müll wird man finden die nation
als weltalltrümmer kreisen wir schon bald
und alle letzten worte sind dann auch verhallt.

Weihnacht 09

Im Streit der Minarette
Im political Geschrei
Singen wir Duette
Klingt die Kasse einerlei
Bankentürme wanken
Doch Bänker leben fett
Politiker bedanken sich
Bei dänischer Christmet
Talibane sind zumindest noch authentisch
Spießbürger erst recht
Schweigen wirkt ganz umweltmännlich
Steht auch der Kanzlerin nicht schlecht
Wir feiern hier in Scherben
Wir wissen es besser,
es besser nicht
Wir träumen und kämpfen ohne Gesicht
Schöne Nacht Welt
Geschenke für die Nachwelt
Aber die machen es garantiert auch nicht besser
Also weiter so!

2010

Brandneues Jahr

Fast wäre das Jahr in Rauch auf gegangen
Advent, Advent, das Häuschen brennt!
In eisiger Glätte und kalter Zeit
Ist so ein Feuerchen Geborgenheit
Aber lieber nicht morgen in der Zeitung stehen
Verdammte Unaufmerksamkeit
Ein Tisch hinüber, die Wände schwarz
Am Boden Wassertümpel
Der Teppich nur noch ein nasses Etwas
Zum Glück wartete der volle Eimer neben dem unschuldigen Baum
Die Kerzen brennen immer kleiner, man weiß es aber denkt es kaum
Es ist noch einmal gut gegangen
Nicht auszudenken was passiert wäre
Ein bodenloser Alptraum.
Frohes Neujahr!

Stumme Worte

Indische Märchen sind wie alle Märchen
Ein Blick in eine andere Welt
Nur so lernt man Menschen zu verstehen
Sie mit anderen Augen zu sehen
Stumme Worte sprechen zu unserer Seele
Auch wenn sie noch so tief verborgen scheint
Schönheit spricht unhörbar laut
Zu jedem der es zulässt
Ob Millionär oder Slumdog
Der Zufall ist unser Gott.

Auszeiten

Tief im Erfahren
Steckt ein Offenbaren
Die Worte zu finden
Sie auf Papier zu binden
Ist eine Kraft die sich stetig neu erschafft
So träumt sie vom Werden
Sie läuft mit den Herden
Sie springt mit den Katzen
Sie leckt sich die wunden Tatzen
Bevor sie erneut erwacht
Und in die Gedanken kracht
Ein Erinnern
Ein Gelingen um das Ringen
Und dabei ein leises Flüstern
Im Hellen wie im Düsteren
Manchmal sanft und manchmal mit unbändiger Wucht
Schafft es eine neue Schlucht im Lebensgebirge
Schön und zugleich furchtbar tief
Ausgetrocknet und voller Leben
Ein Weg und ein Irrweg zugleich
Darin ein Schaffensfluss brodelnd und unerreicht befreit.

Hau Wau Hau

Wir tanzen und wir singen
Wir brüllen und wir ringen
Um den Mummenschantz
Wir toben und wir stoben
Und wollen lauthals unsre wilden Götter loben
Mit dem verrückten Abendtanz

Hau Wau Hau
Hau Wau Hau
Hau Wau Hau….

Kalt

Eisig in den Morgenstunden
Laufen wir die alten Runden
ich und meine alten Hunden.

Es ist nicht leicht
Der Tag beginnt doch immer gleich
Was ist am Abend dann erreicht?

In der Nacht fällt dann der Schnee
Und bedeckt den Lebenssee
An dessen Ufer ich schon lange im Gedanken steh.

Die Zeit verrinnt
Mein Spiegel ist mein Kind
Ich werde alt
schon ganz bald.

Lebenslüge

Der Friede macht uns faul und fett
Das ist nicht nett
Der Krieg würde uns sterben sehen
Wenn wir durch die Jahrhunderte gehen
Der Reichtum macht uns satt
Das Glück uns hier geboren hat
Doch das ist nicht gerecht
So vielen geht es schlecht
So viele müssen auch heute noch leiden
Wir sehen es und wir hören es und doch will es uns aus unsren Sesseln nicht treiben
Aber der Zweifel nagt
Welch gute Tat wäre möglich?
Dies wäre wahre Menschlichkeit, die uns von jeder Lüge in unsrem Hirn befreit.

Winter schied

Was wollt ihr hören
Worauf soll ich schwören
Ich bin der Erfolg
Gewollt oder ungewollt
Ich rebelliere
Weil ich euch beneide
Um eure Kohle
Um eure Bildung
Und um euren goldenen Arsch.

Keiner will frieren
Immer nur verlieren
Darum schreien sie es raus
Sie schlagen und sie prahlen
Sie johlen und sie aalen
Doch in Wahrheit
Sind sie traurig
verborgene Seelen
Die sich ihr Leben lang quälen.

Euch ist kalt
Mir ist heiß
Und ich sag euch aller der Mist hier ist Scheiß
Ich bin unverbesserlich verrückt
Ich bin wütend und cool
Und ich säge euren Stuhl
Lachend von dann ich schleiche.

Ihr seit doch bloß Reiche…

Verbissen

Es ist bloß ein Spiel
Doch ihr wollt zu viel
Ihr beißt euch hinein
In die Gegner
Wollt keine Freunde sein
Kameraden
Leicht und Locker
Offen und Freundschaftlich
Nein ihr wollt nur siegen
Egal mit welchen Mitteln
Wollt ihr die andern unter kriegen
So seit ihr zurück geblieben
In der Steinzeit
Menschlich und doch unmenschlich
doppeldeutig
doppelläufig
Gefährlich unangenehme
Gesellen
Keine schöne Erinnerung
Kein Wunsch nach Wiederbegegnung
Unschön verbissen seit ihr
Und ihr solltet es wissen
jetzt und hier.

Verstrichene Zeit

Was soll man noch schreiben
Wovon noch berichten
Die Zeit ist voll Worte
Die Luft voll geschrieben
Wir werden von Worten vertrieben.

Als wir noch jagten
Als wir noch kämpften
Als es noch ging ums Leben
Waren wir stärker
Waren wir echter eben.

Heute sind wir irgendwie falsch
Darum verdrehen viele den Hals
Suchen nach Leben
Suchen danach es zu spüren
Und ich muss sagen ich kann sie verstehen.

Schreiben oder träumen reicht nicht
Nur wer was tut, lebt gut.
Und versteht worum es im Leben geht
Manche merken es aber zu spät.

Luftsprünge

Was wollen wir fangen
Im Verlangen
Was wollen wir fischen
An vollen Tischen
Warum müssen wir leiden
Durch alle Zeiten
Warum will uns jeder Frühling den Blues nicht wirklich vertreiben?

Wenn wir die Trommel hören
Wenn die Trompeten erschallen
Wenn die Chöre singen
Wenn wir um Fassung ringen.

Intensives Leben
Intensives Schweben
Im Eben
Im Heute
Im Jetzt
Wird unterschätzt.

Wir gleiten durch den Moment
Wo die Seele verbrennt
Aber angenehm schön
So springen wir gerne
Im Nahen und bis in die Ferne.

Doch keiner will unser Glück verstehen.

Das weiße Nichts

Es hängt an der Wand
Wird nicht gefunden
Wird nicht erkannt
Es birgt eine stumme Kraft
Die heimlich Worte schafft
Sie fängt Gedanken
Einfach so
Und lässt Blumen wachsen irgendwo
Und lässt Träume fliegen in ein Drüben
Und hält verborgen alle Sorgen
Da bin ich froh.

Blumenkraft

Wisst ihr was schöner ist?
Wisst ihr was allen Regen trinkt?
Jeder dunklen Wolke winkt
Freudig, farbig die Sonne tankt
Im warmen Frühlingswind
ein wenig lässig wankt
Uns graue Augen zum xten Male dieses Gefühl erlauben
Da fühlt man sich ganz glücklich
Obwohl das Leben uns bedrängt
Die Welt an allen Ecken brennt
Ein kleines bisschen Gottespracht…
Wär doch gelacht 😀

Glücksspiel

Noch hab ich der Sucht widerstanden
Aber die Not ruft!
Kein guter Antrieb
Darum zögere ich
Und zaudere ich
Die Vernunft, man höre lässt mich zweifeln an FORTUNA
Auch sagte man wer Glück in der Liebe habe, den ereile im Spiel nur Pech
Mir scheint die Weisheit recht
Und doch!
Die Hoffnung keimt gelegentlich
Träume wachsen in den Himmel
Nein, mir wäre das Ende aller Sorgen genug
Was übrig bliebe sollte Gute Taten vollbringen
Und meine Seele ein wenig zumindest dem Fegefeuer entringen
Wie wunderlich das Euch jetzt mag auch klingen.

Erster Schmetterlingsflug

Ausschlafen
Willkommen in der Welt!
Mein Sohn :O)
Würde ich auch noch mal gerne
Zuletzt als ich selbst Sohn war
Ist nicht lustig
Wenn ich dich laufen sehe
Wenn ich dich lachen sehe
Wenn du in deiner eigenen Welt bist
„Und was sagt er dazu?“
Wer????????????????…
Du weißt es bestimmt,
mein Kind
Ich weiß es auch ein bisschen
Denn ein bisschen bist Du wie ich
Und doch sehe ich mich in dir irgendwie neu
Befremdlich und auch schön ist das
Wie ein Jungfernflug in die Welt
Deiner und meiner
Flieg Schmetterling, flieg!

Weil halt!

Manchmal möchte man auch
keine Fragen mehr gestellt haben
möchte man einfach nur
alles so tun wie man will
warum auch nicht?
viel zu viel denkt man darüber nach
im späteren Leben
In deinem Alter mein Sohn
ist vieles leichter
obwohl es dir so schwer erscheint
schon am morgen
bist du zu müde für den Tag
Tausend Dinge spuken durch deinen Kopf
dieses und jenes kommt Dir in den Sinn
und du träumst vor dich hin
Warum ist die Welt wie sie ist?
Stets verfolgt dich die Frage auf Schritt und Tritt
und wächst mit dir mit
Doch manchmal ist es dir einfach egal
Die Gründe der Erwachsenen lassen dich kalt
Warum?
Weil halt!

Finstere Instinkte

Furcht ist es
Und Niedertracht
Stiller Neid
Und böser Wille
Der uns Männer
Über die Weiber stellt
Sie sind hingegen die Liebe der Welt
Denn sie verstehen die Schöpfung mehr wie wir
In uns regiert das Tier
Das töten will aus purer Gier
So ist es!
Aber ich weiß wohl das ungerecht bin in meiner Verallgemeinerung
Ungerecht und dumm
Versteht ihr…

Blind

Schwanz in der Hand
Schrei in der Nacht
Spatz in der Hand
Schwalbe auf dem Dach
Tiefe Furcht
Ahnungsvolle Stunden
Wie kommen wir über die Runden
Ein ewiges Glücksspiel
Ein Tanz um das brennende Kalb
Sinnlose Kreise halt
Die Flucht in die Hoffnung
Aber ohne Verstand
Mit dem Rücken zur Wand
Geistern wir durch den Tag
Spielsüchtig
Kaufsüchtig
Und blind wie wir sind,
ins Verderben!
Schwanz im Kopf
Keine Nacht ohne Schreie
Kratzende Hand an der Wand
Und die gnadenlose Zeit zerrinnt im Sand
unerkannt…

So schwere Worte

Du versuchst es
Immer mehr
Doch es ist noch so schwer
Jedes Wort, jeder Satz
Kaum mit den Lippen zu formen
Und auch die Zunge will nicht so recht
Dann ist das einfach nur Schreien, doch nicht so schlecht
Verstehen ist leicht
Doch wie nur verständlich sich machen
Wie gerne würde sie Worte singen oder mit Worten lachen
Doch noch ist es nicht so weit
Noch sind die Wort, in ihrem Kopf schon bereit, von den Fesseln der Technik nicht befreit
Aber schon bald,
sie weiß es,
ist es soweit
Dann kommt die Zeit,
da wird es dir gelingen
Dann wird deine Stimme
im ganzen Haus erklingen
Und ich bin der Erste,
der sich mit dir freut.

Mai Trommel

Schwere Tropfen auf die Fenster
Wolkenbrüche
Dunkler Mai
Schwemmt Krise um Krise herbei
Amageddon über Europa
Geld kostet die Welt
Und der Regen
Und der Vorhang fällt
Aus dem Himmelszelt
Was ist wahr
Was ist Traum
Unterscheiden kann man kaum mehr
Trommeln auf die Fenster
Luftgemälde zeichnen Monster in den Himmel
Und auf der Erden nur Gewimmel
Welch Jammerbild
Welch Einerlei
Und dazu auch noch dein Geschrei!

Heimliche Pläne

1
Stets kommt es zum Konflikt
Weil Du einfach machst Termine
Weil Verabredungen du triffst
Und mit mir darüber nicht wirklich sprichst
Oder nur so nebenbei
Alles unklar, alles unbestimmt.

2
Doch dann plötzlich steht es fest!
Schon lange, wird von dir behauptet
Ich rufe was!
Du schreist ja wohl!
Aber uns beiden ist es klar,
das ist nicht wahr.
3
Ich seufze tief, denn wieder einmal lief was schief
Und du bist ganz alleine schuld, du weißt es wohl.
Du willst es nur nicht eingestehen
Darum schreist du herum
Doch das Kind im Brunnen steckt
Und die Krise ist perfekt.

Flucht

Denken sie auch manchmal an ein Verbrechen?
Für den guten Zweck natürlich
Wundern sie sich auch manchmal über sich selbst?
Nein?
Ich schon
Und dann wieder springe ich im Gedanken von der Brücke
Überfalle Banken
Denen geschieht das sowieso recht
Oder meinen sie nicht
Gibt es überhaupt irgendein Geschäft wo man viel Geld bekommt ohne dass man andere ausbeutet?
Nicht in dieser Welt
Den Dummen hilft nur Glück
Als spiele ich im Gedanken auch schon mal Rollet oder seit kurzen in Wirklichkeit sogar Lotto
Ist es nicht banal?
Die blanke Verzweiflung
Also denke ich auch an Flucht, vielleicht nach San Salvador?
Die Welt ist verrückt und unehrlich
Da hilft nur Flucht in die Lüge
Tja, selbst K.M. War schwul,
lesen sie mal seine Texte anders
Mir hilft es :O)

Blogger Ich

Wind im Garten
Regen im Haar
Hungern für das immer dar
Öffentliches Sein
Verstand zu klein
Wir finden den letzten Kick
Und er bricht uns das Genick
Cool genug?
Oder ist alles Betrug
Spiegel der Hoffnung
Pegel der Verzweiflung
Offenes Tor zum Ich
Spinner gesucht
Nur die Blumen verraten ihre Schönheit
Die Menschen schweigen hässlich
Oder posaunen verlässlich
Mit dem Zug fahren wir zu denkenden Kindern
Und tanzen im Geiste mit goldenen Rindern
Ich schreib Euch zu!
Und weiß nicht wirklich was ich tue.

Elf Stein

Unsichtbar und kraftvoll doch
Schön und bindend immer noch
Sanft und edler grüner Stein
Soll mit Dir verbunden sein.

Farbe der Hoffnung und Konstanz
Edler Tand mit tollem Glanz
Stein für Stein hält im Verbund
Wie alle Tage schon im elften Rund.

Gefunden im Verborgenen einst
Unverhofft vor langer Zeit
Trägst Du die Kette unsichtbar
Ihr Licht nur mir die Elfe zeigt.

Ich, der Dich als erstes sah
Den Deine Zauberkraft
Mit aller Wucht erfasst
Steh immer noch voll Staunen da.

Was auch geschieht
Ich sehe Dich und hör süß Dein Elfenlied
Vergess es nicht, in jedem Stein
sein Klang wird ewig bei mir sein.

Und grüne Lichter tanzen um Dich her
Sie leuchten durch die Zeit
Und wenn das Leben noch so schwer
Das grüne Band dein Herz befreit.

Sei mutig und voll Tapferkeit
Sei gewiss das meine Liebe ist bei Dir
Die Fessel der Gemeinsamkeit
Sei unsre sanfte Zier.

Sichtbar und verwoben doch
Frei und einfach immer noch
Hart und leichter grüner Stein
Soll auch mir verbunden sein.

Verspielt

Verzockt
Verschlampt
Verspielt
verdammt
gottlos
glücklos
aber nicht mutlos
nicht traumlos
und nicht spurlos
oder sinnlos
Auf der Suche
Im Spiel zu bleiben
Es weiter zu treiben
Und alles auf zu schreiben.

Eisenherz

Öffentliches
Heldenhaft
Es verändert mich
Nicht unbedingt zum positiv
Ich weiß es noch nicht
Ich werde erst
Und denke schlicht
Ein Eisenherz
Unverwundbar
Erfolgreich universal
Bekannt
Vielleicht folgenreich
Erkannt
Ein Weg ins Unbekannt
Ein Weg zum Inselstrand
Aber nicht nur ich bin
Auch ihr werdet sein
In meinen Text
Dort passt ihr alle rein
So bin ich virtuell
Und trage zum Markt mein altes Fell.
Einmal dafür entschieden
Ging es schnell
Ihr werdet mich schon noch lieben
Den mein Stern, ich weiß es leuchtet hell
Ich bin euer Held,
kein Scherz
Nennt mich Eisenherz.

Vollmond

Ich sehe die Lichter
Häuserwand
Dort leben die Dichter
unerkannt
Sie schreiben vom Bleiben
Und schreiben vom gehen
Doch ihre Gedanken will niemand sehen
Doch sind sie Juwelen, in der Galaxie
Ihre Geister unsterblich
Ihre Text vererblich
Zerfallen zu Staub
Verborgene Hoffnung vertrocknet wie Laub
Ich sehe die dunklen Höhlen dort
Sie sind wie ein niemals erleuchteter Ort
Der Zauber ist fort
Nur noch ein runder, einfältiger Mond am zitternden Himmel thront.

Ratten

Ferne Lichter
Sturm im Fenster
Schattendichter
Kühle Nacht
Vor dem Computer zugebracht
Das ist das moderne Leben
Schreiben eben
Umgeben von Technik
Umschwirrt von Gespenstern
an den Fenstern
Und wie dunkle Schatten, leuchten die Augen der Ratten.

Hitze 10

Während ich schwitze
bloggen andere Witze
Hunde laufen schon davon
Einer jedenfalls
Der andere hinkt hinterher
Auch nicht gerecht
Der Rasen verbrennt
Gut so muss man nicht mehr grasen
Die Fans sind auch endlich leise
Also Wasser Marsch
Aber bitte nicht den Keller voll
Denn da ist die Pumpe defekt
Nach der Heizung verreckt
Prima! Das Haus,
sowieso zu teuer,
ist auch noch längst nicht mehr geheuer.

Abschied

Ein letzter Tanz mit Blumenkranz
Ein Schritt aus dem Kreis
In ein Werweis
Ein Ungewiss
Mit neuen Namen
Ein Hoffnungsvoll
Mit strengem Rahmen
Du ahnst es nur
Vielleicht schon mancher finstere Traum dich plagt
Sich aber noch nicht über deine Zunge wagt.

Was für immer geht
Was auch immer kommt
Mein Sohn
Wir sind bei dir
Das ist was ganz gewiss
dir bleibt
Durch alle Zeit
So tanze in den Abschied nur befreit, in eine Neubeginn hinein
Es wird noch nicht der Letzte sein.

Beschnitten

Sprachlos
Die Augen voller Tränen
3000 Jahre grausames Ritual
Warum nur diese Qual
am eignen Blut?
Warum nur dieser Wahn?
Warum schweigen die Männer?
Warum tun die Mütter ihren Töchtern an was sie selbst erdulden mussten?
WARUM?!

Tausende Opfer
Ein Leben lang
Düsteres Afrika
Frauen sterben oder leben in Sklaverei
Auch nicht nur dort allein
Warum?
Welche Angst treibt die dummen Männer?
Welcher Virus den Menschen
Geschlagen mit heilloser Fantasie
Warum diese Ideotie?

Verstümmelt
Verraten
Vergessen von der Welt
Ende der Duldung!
Geht endlich und rettet sie
Es wird Zeit
Höchste Zeit
Für mehr Menschlichkeit
und Gerechtigkeit.

Einklang

Im Einklang mit der Welt sind wir nicht
In Harmonie waren wir nie
Nur wenige Momente im Leben sind wir ein Teil von ihm
Ein Ast im Baum des Seins
Ein Weg zum Ziel des Ganzen
Wir sind Disharmonie
Wir sind Misstöne der Natur
Ein Virus dieser Welt sind wir nur
Das unser Schicksal und unser Wahn
Das ist unser Irrsinn und unser Untergang
Irgendwann.

Ewige Probe

Alles ist eine Probe
Das ganze Leben lang
Manchmal merkst du es
Auch mal vergisst du es dann und wann
Doch man entkommt dem nicht
Es sitzt ständig über dich Gericht
Wie der Regen, der sicher irgendwann auf dich fällt
Wie die Wüste die Oasen dir nur begrenzt, zur Verfügung stellt
Auch wenn du auf der glücklichen Seit bist, von dieser Welt
Der Kampf tobt in deinem Sein
Hier bist du gefangen und allein
Du bist dir selbst die ewige Probe
Bist du erlöst, am Tage X,
vor deinem Schöpfer stehst.

Fliegen fliegen

Die Anziehung der Brüste
Wenn sie wüsste
Doch sie weiß es vielleicht
Die Sehnsucht schon lange reicht
Regen, Pilze, Kindergeschrei
Bin ich dabei?
Oder abwesend?
Allein im Wald mit meinem Gefühl
Im Urlaub grübelt man viel
Die Fantasie ist ein verrücktes Spiel
Das Leben hingegen ist ernst
Wir vergessen es manchmal
Haben wir eine Wahl?
So wunderbar könnte es sein
Wäre unsere Vorstellungskraft nur nicht so klein
Darum fliegen Fliegen, bis wir sie kriegen.

Glatte Steine

So kenne ich keine
Wieso gibt es hier so andere Steine?
Andere Welt
Wo andere Wahrheit zählt
Es gibt eben nicht nur eine Wahrheit
Es gibt nicht nur eine Logik
Es gibt nicht nur eine Schönheit
Es gibt nicht nur eine Liebe
Aber die, dass dies die eine Erkenntnis ist
Ein Stein wie ein Fossil
Er erzählt uns jeden Meter viel, über das Land, das Jura genannt.

Vergesslichkeit

Vergangenheit
Dunkelheit die nach mir schreit
Alte Wege gehen
Neben der Erinnerung stehen
Über Drachen lesen
Über Drachen schreiben
Und am Menschsein leiden
Wofür ewig kämpfen
Womit ewig hoffen
Immer sind wir doch von irgendwas betroffen
Von Liebe oder Hass
Von Wahrheit oder Falschheit
Von Tod oder Überleben
Von Furcht oder Freude
Wir fliegen über unser Fantasiegebäude
Und vergessen viel zu schnell
Auch wenn der letzte Geistesblitz war noch so hell
Unsre Welt vergeht
Für Umkehr ist es längst zu spät.

Bei Lotti

Narzissenwälder
Pilze im Dunkel
Hexengeflüster
Steinkreis der Trolle
Geflatter, Gezeter, Gehoppel und mehr…
um mich her.

Regen und Frösche
Liebliche Täler und Auen
Reißende Bäche
Historische Städte
Im Kopf nackte Frauen.

Genießen wir den Abend auf französisch
Ertrinken im Wein den schönen Schein
Hören Musik bei innerem Krieg
Was soll sein, was hab ich lieb?

Die Sehnsucht nach dem Kick
Ist nicht weg zu leben
Vielleicht nur eine Episode?
Oder eine Mode eben?

Stumme Worte
Dumme Taten die auf mich warten
Wer kann es erraten
Das weitere Schicksal
Das Leben ist viel
Nur eben kein Spiel.

Rillomanie

Klare Sternennacht
Viele Seiten, die mich begleiten
Von Nahem oder von Weitem
Lauschen in so manche Dunkelheiten
Horchen auf eigenen dunkle Seiten
Der Dampf steigt in den Himmel
Gedanken folgen ihm
während sie von dannen ziehen
Verspielte Zeit in der wir sinnlos Burgen bauen
Steinhäuser um uns herum
So offen liegen die Gefühle
Zu feige ist mein Herz
Vernunft ist hier kein Scherz
Aber in den Lenden ist sie Schmerz.

Andersartig

Nicht nur ein Gefühl
Ein Missverstehen!
Ein stetes Unbehagen!
Wie oft wir es mit einander nicht ertragen
Selten sind Menschen sich grün
Selten können Menschen sich verstehen
Gemeinsamkeit ist so verschieden definiert
Der Unterschied wird tausendfach gelebt
Gelitten!
Verärgert und verstritten
Der Mensch ist reich an Unterschied
Der Geist zu arm das zu begreifen
Wir sterben lieber Vorurteile als zuzuhören eine Weile
So schwer ist es sich selbst zu disziplinieren
Lieber tun wir
in der Beziehungskälte miteinander frieren
Und die unsichtbare Hand der Liebe aus dem Auge verlieren.

Was will ich sein?

1
Wenn ich es wüsste
Weiß es nicht
Wenn ich es finden würde
Weiß nicht wo
Wenn ich meinen Zorn verhindern könnte
Vielleicht ein bisschen
Wäre ich weiter
Aber so schwanke ich und bin doch innerlich ganz nebelig
Verschwommen bin ich durch den Regen geschwommen
Und schwimme noch im Leben
Werden meine Kinder mir das irgendwann vergeben?

2
Im Wald ist die Stille laut
Wenn sie mir durch dumpfe Gedanken auf die Birne haut
Verirrt im Geäst, verwirrt im Gestrüpp der Tage
Und immer wieder kreuzen Esel meine Welt
Wohl bis der Hammer fällt
Könnte ich nicht über meine Gefühle schreiben
Ewig müsste aller Schmerz in meinem Herzen bleiben
Könnte ich keine Worte zu Daten machen
Es verginge mir das Lachen
Ab Morgen aber ist es wieder Zeit und all Euer falscher Ernst tut mir nur noch Leid
Ich hab mich gerade davon befreit

Mein Wunsch ist klein, ich will nur glücklich sein.

Wolfsmond

Von Wolken geleitet
Licht, Schatten Gedanken
Durch die Nacht wanken
In Rauch gehüllt
Den Stimmen gelauscht
Einsame,
In mich getauchte
Inspiration
Getrieben, gehetzt, gewonnen
In den Wolken gefundene Dunkelheit
Die irgendwie befreit
Sehe den Mond, der mein inneres Heulen belohnt.

Harte Worte

Sie treffen mich zurecht!
Bin ein schöner Specht
Vergeude mein Talent
durch Hudelei im Schreibevent.
Fertig bin ich immer,
eins , zwei, drei
So kann es nix werden
mit der Qualitätsschreiberei
Meine Text bleiben damit Stückwerk
Und ich ein Rechtschreibzwerg
Oh du tödliche Kritik
Brichst mir aus eigener Dummheit das Knick
Schludrig geht meine Welt zugrunde
So bin ich, ich weiß es…
Als Autor bin ich vor die Hunde :O(

Leben auf Französisch

So leicht und hektisch
So verliebt und ungewöhnlich
So andersartig
Vielschichtig
Intensiv und wichtig
Amüsant und richtig
Traurig und verstockt
Ganz ohne Ordnung
Ganz ohne Sytem
Ein „c’est la vie“
Ganz einfach schön.

Bella Italia

Einfach weg
Nie mehr hin
Der Murks ist in uns drin
Geboren werden
Aufwachsen und sterben
Alles hat irgendwie Sinn
Egal wo
Egal mit welchem Scheiß man gerade kämpft
Das Gefühl frisst dich auf?
Scheiß darauf!
Genieße die Momente
Den jeden Tag,
ist es vielleicht zu ende
Theater zeigt den Spiegel uns
Das ist die feine Kunst
Und wir suchen und suchen
nach dem schönsten Stück vom Kuchen
Aber die Arbeit macht uns blind
So ist es leider schon immer, mein Kind.

Kleine Kastanien

1
Wenn die Dunkelheit kommt
Der regen fällt
Auf diese finstere Welt
Dann nützt auch kein Geld
Kein Frohsinn mehr
Das Schicksal wiegt schwer.
2
Wenn die Helligkeit blendet
Die Zeit sich umwendet
Im Licht dieser Sonne
Uns endlich verblendet
Unsere Seele verbrennt
Die Angst davon rennt.
3
Wenn die Kraft uns verlässt
Die Welt stinkt wie die Pest
Keine Spiele mehr nützen
Steht das Blut uns in Pfützen
Unsere Träume wie Bäume, den Himmel aufschlitzen.
4
Wenn das Feuer hell brennt
Niemand, niemand mehr kennt
Tiefe Gruben im Sand, decken das ganze Land
Unsre Triebe uns treiben
Bis ans Ende der Leiden.

Auszeit

Tief im Erfahren
Steckt ein Offenbaren

Die Worte zu finden

Sie auf Papier zu binden

Ist eine Kraft die sich 
stetig neu erschafft

So träumt sie vom Werden

Sie läuft mit den Herden

Sie springt mit den Katzen

Sie leckt sich die wunden Tatzen

Bevor sie erneut erwacht

Und in die Gedanken kracht

Ein Erinnern

Ein Gelingen um das Ringen

Und dabei ein leises Flüstern

Im Hellen wie im Düsteren

Manchmal sanft und manchmal 
mit unbändiger Wucht

Schafft es eine neue Schlucht 
im Lebensgebirge

Schön und zugleich furchtbar tief

Ausgetrocknet und voller Leben

Ein Weg und ein Irrweg zugleich

Darin ein Schaffensfluss 
brodelnd und unerreicht befreit.

Kunstwerk

Eigenartig

Andersartig

ist die moderne Kunst

Auf Teufel komm raus

Vielfältige

Schwerstarbeit

Massenproduktion

Und jeder ist ein Selbstverwirklicher

Künstliche Kunst

Wunderbar sonderbar

Schrecklich beliebig

Langweilig banal

Aber wer bestimmt was gefällt?

Wer beschreibt die kunstvolle Welt

In eigener Philosophie

Ist jeder ein Genie

Nur kostet es uns alle Energie

Den Sinn darin zu finden

und nicht wenig Geld.

Blogger Ich

Wind im Garten

Regen im Haar

Hungern für das immer dar

Öffentliches Sein

Verstand zu klein

Wir finden den letzten Kick

Und er bricht uns das Genick

Cool genug?

Oder ist alles Betrug

Spiegel der Hoffnung

Pegel der Verzweiflung

Offenes Tor zum Ich

Spinner gesucht

Nur die Blumen verraten ihre Schönheit

Die Menschen schweigen hässlich

Oder posaunen verlässlich

Mit dem Zug fahren wir zu denkenden Kindern

Und tanzen im Geiste mit goldenen Rindern

Ich schreib Euch zu!

Und weiß nicht wirklich was ich tue.

Immer Dichter

Dichter

Immer

Dichter

Immer dichter

Bis nicht vorhanden

Gestrandet im Alltag

Voll bis zum Rand

Verschlafen

Verdichtet

Im Hafen der Zeit

Verträumt

Verloren

Wer ist noch mit seinem Werk allein?

Im Schaffen vergessen

Urgewaltig gut

Und doch unentdeckt in der Welt

Kein Schöpfer für Geld und Ruhm

Dafür vielleicht postum :O)

Reimfrei

Im Netz der Worte

Gesucht

Gefunden

Zugehört

Zugeschaut

Worte geklaut

Worte leise

Worte laut

Auf Worte gebaut

Keine Worte verloren

Neue Worte auf die Ohren

Freie Reime

Reimfreie Zone

Aber nicht Sinnfrei

Im Worte-Einerlei
Sind wir dabei :O)

Leben

Monster

In der Dunkelheit

Von den Ängsten befreit mich wer?

Sie wiederholen sich

überollen mich

Nicht von ungefähr

Und wir streiten

Überschreiten Grenzen

Ungewollt

Von Gefühlen überrollt

Ist das das Leben?

So erwachsen

So wenig Kontrolle

So machtlos schrecklich

Die Worte fallen dabei bodenlos

lautlos

In eine schwere Stille hinab

Und fließen davon.

In der Dunkelheit lauert es…

Lautlos

Heillos

Rettungslos

Aus der Schwärze gefunden

Unheimlich

Mit dem Hier verbunden

Und doch nur eine Geschichte

Geschrieben

Gedacht

Über Pointen gelacht

Aber doch irgendwie gezweifelt

Am bösen Ende

So ein Schauer

Ist die beste Gute Nacht…

Wenn man auch wieder erwacht.

Sand der Zeit

Sand der Zeit
Licht der Unendlichkeit
Sonne der Fantasie
Spiele die enden nie…

Zeichen im Sand
Kämpfe im Morgenland
Schönheit der Fantasie
Intrige die endet nie…

Glanz der Paläste
Dunkelheit der Hütten
Armut die nie vergeht
Für alle Umkehr zu spät…

Hoffnung der Seelen
Frieden der goldenen Träume
Anmut der gemeinsamen Nächte
Sturm der Götter befreit…

…die Ewigkeit.

Die Kakophonie

Man möchte einstimmen mein Sohn

Über deine Zunge kommt es gesprudelt

Tag ein, Tag aus

Die ekelige Wahrheit über das Sein

Du führst es unschuldig im Munde

Du lebst es aus

Vorne und hinten raus!

Da hilft kein Verbot und kein Flippaus!

Sie treiben dich um

Die verbotenen Wörter

Je mehr wir leiden

Die Augen verdrehen

Je mehr wir toben

Weißt du sie zu loben

Du lässt sie aufsteigen

Ein Wortfeuerwerk

Bis uns endlich,
die SCHEIßE alle Aussicht versperrt

Das ist es dir wert.

CUT

Haare ab!

Wiedergeburt

Warum nur so lange verhaart ;O)

Verharkt, versumpft im Sein

Äußerlichkeit bildet den Menschen

So sieht es aus

Und doch, je mehr man kennt

Die Hässlichkeiten, 
die Eigenheiten

Je mehr kann man leiden

Schon verrückt was uns beglückt

Und was unsre Ängste schürt

Oder unsere Sinne verführt

So ist es auch mir, 
schon tausendmal passiert.

Dabei erwischt

Einfache Wort
verrückte

Orte der Fantasie

wir finden sie nie

wir suchen immer

kämpfen, träumen

Tag für Tag

Es findet sich was

Aber es wird auch gespart

An Atem zumindest

Doch niemals an Kraft

Leuchtkraft die uns Illusionen schafft

Unter Dampf sind wir stets

Eine hauchzarte Wut gefühlt

Und dabei sind wir gewühlt auf dem Tisch

Das Leben ist ein altes Hemd

Bis übermorgen vielleicht

Wenn das Geld reicht

Da werden wir dann aber erwischt.

My guitar

In den Augenblicken

Die entrücken

Höre ich sie singen

In mir klingen

Riff für Riff

Meine Seele schrubben

Wenn die Drums vibrieren

Sich im Bass verlieren

Ein Gefühl ganz wunderbar

In mir erklingt …
my guitar.

Hypatia

Ein Leben auf der Suche nach dem reinen Kreis
Was ich und du nicht weiß
Schönheit ist Gedankenlos
Dummheit die reine Lehre
Steine ersetzen deren Kraft
Und Sterne Leuchten uns den Pfad der Weisheit
Wenn wir es zulassen
Wenn wir immer wieder nach dem Neuen streben
Und nicht nur das alte bewahren
Werden wir Erkenntnis erfahren
Auch noch im geschändeten Tod.

Eisrose

Sie fängt die Blicke

Erstarrt das Gefühl

Und leuchtet aus dem Tode noch.

Eine vergängliche, doch ewige Schönheit

Gespenstisch einsam

Ewig tragisch nur.

Wie die Kapsel einer leidenden Seele

Vampir der Zeit

Ein Hauch bloß von Vergangenheit.

Zudem Ahnung der Beständigkeit

Die der Hoffnung Flügel verleiht

Und uns das banale Leben verzeiht.

Rose aus Eis

Blumengöttin in Weiß

Dein Bild uns ewige Lieb verheißt.

Thanks Muddy W.

Was wollt ihr hören
Musik die ins Herz fließt
Den Blues der vor langer
Zeit war
Die Kraft der Seele
Die Farbe des Südens
Ich hab sie erkannt
Sie fließt in meine Hand
Und swingt mit mir durchs Land.

Ich schreib euch den Soul
Mit Groov in den Beinen
Und Drogen im Kopf
Ihr sollt um sie weinen
Sie waren die Götter und Nigger in einem
Groß und doch nur Menschen
Aber verrückte Teufel über alle Grenzen.

Ich schreib euch den Blues
Oh, oh glaubt mir doch!
Ich hab ihn noch
Als letzter hier
Ich werde auch verrückt
Und bin doch beglückt
Er ist besser wie Sex
Und hat mich auf ewig verhext.

Oh year, ha, ha, ha…!

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