Lyrics 2011 – 2013

2011

Immersein

Mit dem Schnee geht
die schöne Aussicht
Obwohl sie noch da ist
Irgendwo in mir
Neben der Verzweiflung
Der guten Bekannten
Mit dem neuen Jahr
ist sie auch wieder da
Wir rudern immer um die Welt herum
Und gucken dumm
wenn wir vorne wieder ankommen
Leicht benommen
von der zwecklosen Anstrengung
des endlosen Kreises
Immer gleich schön
Immer gleich dramatisch
Immer SEIN.

44

Zahlenspiel
Was will es sagen
Rechnen wir schon in letzten Tagen?
Nein, wir leben weiter
Zähneknirrschend und zäh
Trotz dem täglichen Ohweh
Und genießen unser kleines Glück
Mit den Kindern
Das lebt in uns
Drum schwebt mir vor jedem Schritt
Dies Gefühl wie ein Adler mit
Willkommen also ihr verrückten Jahre
Ein Schnaps der unglaublich hohen Zahl!
Glücklich kommen wir in Sicht der Bahre
Etwas mehr ein Jedesmal

Gespenster

Gedanken ohne Schranken,
die sich wie Gespenster,
durch mein Bewusstsein ranken
und von meinem Mana tanken.

Gefühle im Gewühle,
die wie Aale,
durch meine Adern schwimmen
und mein Blut verdünnen.

Worte voller Bedeutung,
die wie Störche,
laufen über meine Lebenszeitung
nisten mir im Haar.

Das ist doch wunderbar!

Schlaf

Verträumt
Erlöst
Gefallen in schmerzloses Nichts
Gedankenlos
Ganz ohne Last
Ganz ohne Alltagshasst
Tief
Glücklich
Gefangen im nackten Sein
Nur wenige Stunden
unschuldig und rein
Das ist der Schlaf allein.

FINA

Dein Blick
Dein Trotz
Die Nase ganz voll Rotz
Verschmitzter Augenaufschlag
Mein Papa, Mein Marlol…
Das ist dein Trick.

Man kann dir dann nicht böse sein
Denn du bist süß und klein
Auch wenn
vor deinen Grabscherhändchen,
nichts Sicher je kann sein.

Und du ein Nein nicht kennst
Du weißt unsre Herzen auf deiner Seite
Bist unermüdlich, omnipräsent,
auf jedem unser Nerven
schon vielfach uns herumgerennt.

Und wenn man dann dich oh Teufelchen
beim Namen nennt
Rufst du empört,
so ganz und gar:

„Ich nicht, Ich Fina!“

Sarah I

Allte Runde
Rosenmontag
Alte Freunde
Alte Bärte
Leicht ergraut
Cowboyhut und Kölsch
Tut der Laune gut.

Durch die Zone
Durch Latrinen
Arm in Arm
Und dazwischen Rillos zischen
So läuft man sich für das nächste Bützchen warm.

Irgendwann dann findet man
Die warmen Augen
Dicke Lippen
Die noch an den Mann fürs Leben glauben
Selber denkt man dabei aber nur an ihre Titten.

Doch sobald es könnt was werden
Muss die Fasnachtsliebe sterben
Und wie beinah jedes Jahr
schmeckt der Döner wunderbar.

Danach noch ein letzter Schlappentanz
Und man wankt nach Haus im Siegerkranz
Allein es bleiben Träumereien,
was alles hätte können sein…

Müde entschlossen

Müde der Katastrophen

Müde des Alltages

Aber es nützt mir nichts!

Auch wenn das Fernsehen schweigt
Die Nacht mit ihrer Dunkelheit die Träume nicht vertreibt.

Erschöpft, Erblindet, Gealtert, Mutlos, Kraftlos, Tatenlos
schauen wir bloß.

Aber es wirkt nicht!

Auch wenn die Droge aus dem Leib bleibt
Der Tag strahlt mit seiner Helligkeit die Ängste nicht weg

Entschlossen werden wir weiter hoffen…

Ende offen.

Nachtgedanken

Reden
Mit den Alten
Leben mit dem Neuen
Du erlebst und fühlst neu
Ich sehe hinter deine Stirn
Höre dein Gehirn
Deine Jugend ist nicht leicht
Aber voller Perspektive
Schweben
ist dein Zustand
Denken deine Kraft
In ein paar Monaten hast du es geschafft
Bist du ein neuer Mensch
Erwachsen kompetent
Ich kann es sehen
Wie sich deine Räder drehen
Will mich lächelnd selber reden sehen
Manchmal zu viel
Sei nicht böse
Auf Dauer bringt es dir viel
Vertrau deinem Gefühl
Das Leben ist ein lohnendes Ziel
und denk es dir als Spiel.

Ein geliehenes Leben

Was ist los?
selbstlos – mitelos – hilflos
Selbst schuld oder?

Ich schau auf mich herab
Dummheit nicht zu knapp

Wir feiern weil wir leben
Aus geliehenen Mitteln eben

Ein geliehenes Leben

So machen es auch die Großen
So machen es die Schlauen

Warum sollen wir Kleinen und das nicht trauen?!

Ich hab ein dickes Fell
Aber all das geht auf keine Kuhhaut :O)

Vielleicht hilft beten?
Oder schreiben

An wen? Da müssen wir schon selber leiden.

Lieber aber will ich dem Leben einen Vogel zeigen
Ich bin frei und pfeife auf den Weltenlauf

Ich werde kämpfen
Für mich und Euch auch.

5/8

Ein Versuch die Welt in Zahlen zu fassen
Muss scheitern
Glaub mir.
Das Bemühen ist zu loben
Aber dein Ehrgeiz verfrüht
Auch wenn er dabei süßen Mädchen Charme versprüht.
In nur zwei Zahlen fasst du zusammen
Was Philosophen in ganzen Bücher bannen
Entschlossen jedes Rätsel damit einzufangen.
Lässig
Wie selbstverständlich
Unbeschwert
Mehr als 5/8 ist es nicht wert
Und egal um welche Summe das Leben sich auch dreht
5/8 ist nie verkehrt. ;O)

Nur die Ruhe

Irgendwie flimmert mir der Kopf
Sollte Euch auch so gehen.

Doch ich sehe Euch vorbei laufen
Jeder mit eigenen Sorgen einkaufen.

Wir sind irgendwie zu viele
Wir sind irgendwie zu viele Geister.

Angetrieben von einer fremden Energie
Beladen mit verlorener Kraft
Mäandern wir durch das Lebenstal.

Mit aller Ruhe schau ich zu
Aber das alleine schon ist eine Qual.

candel

Kerze vor dem Abgrund
Götterfunke für den schnöden Mammon?

Kraft der Hoffnung
Überwindet den Zweifel

So ist es nicht!

So finster ist es um uns
Wir brauchen das Licht

Denn wir leben noch
Klein und unbedeutend

Und unbelehrbar
Für unser bischen Freiheit und Luxus

Wer ohne Sünde ist
werfe den ersten Stein auf uns!

Dein schöner Glaube mein Sohn

Kennen wir uns
Verstehen wir uns
Sind wir uns eigentlich nah
Vielleicht kehren wir wieder
und verstehen uns dann
Schrecklich und zugleich wunderbar
Wie Mama und Papa.

Immer Schreien

Sind wir an unseren Grenzen
Und wenn
Hätten wir es nicht schon damals wissen müssen

Leben wir nach unseren Wünschen
Und wenn hätten wir sie uns damals nicht wünschen sollen

Können wir uns nicht zügeln
Denken wir nur an uns
Haben alle Kräfte mobilisiert
Alle Lasten relativiert

Du lässt nicht locker
Kannst es nicht
Für dich hast nur du Gewicht
Das Leben ist rein deine Last

Diesen Standpunkt kenne ich nicht
Ich leide auch, aber ich kann mich selbst vor mir schützen
Ich lasse es nicht auf mir sitzen.

Aber was kann ich tun
Ich kann dir nicht nehmen die Last
Du musst sie anders verstehen
Und für dich selbst zum positiven Denken umdrehen.

Nur so kann es gehen.

Atem holen

Denke ich an den Tod
Denke ich an die vergangene Zeit
Und an die Zeit von der wir befreit sind.

Köpfe sterben
Werden durchlöchert
Andere sind auch so schon hohl genug.

Was ist bloß los?
Wer schüttelt uns?
Damit wir aufwachen!

Unsere Generation verliert sich im ON
Wer schaltet uns endlich ab
Bevor wir heiß laufen.

Aber tuen wir das?
Wir sind dazu zu weich gekocht
Wir sind mutlos deffensiv.

Warum?
Weil wir zu (halb)gebildet sind.
Weil wir unser Erreichtes schützen wollen
Denn wir haben uns schon erreicht.

Glauben wir zumindest.

Aber das stimmt nicht!
Wir sind verfahren und handeln genauso instinktiv
wie alle Generationen vor uns.

Keine Zeit also für uns Dichter
der Aufklärung 2.1
zum Atem holen…

Gar keine Zeit!

Gemeinsam allein
Gemeinsam sein
ist mehr als Worte sagen können
es ist einfach
und doch so selten
ein Etwas, ein Besonderes
und so kostbar
verletzlich und unersetzlich.

Gemeinsam sein
ist sinnreich
gewinnreich
und doch so achtlos
lässt man es oft fallen
missachtet es herzlos
und bleibt doch verfallen.

Gemeinsam sein
heißt nicht einsam sein
Allein sein
frei mit sich sein
ohne Schranken
Es hilft vor der endlosen Furcht
ganz gewiss.

Liebe ist…

Liebe ist
unscheinbar
unberechenbar
unbezahlbar
ungeheuerlich
unglaublich
unsagbar
schön.

Doch nur Du und ich
können das verstehen.

Mein Geist

Mein Gefühl ist nicht allein
Ich lausche es im Schreiben mit Dir rein
Wir sind zuzweien
Und doch weit weg Frau S. aus B.
Dein Charakter ist mir nah wie erster Schnee
Obwohl alles irgendwie ein Spiel
Wortspiele, so virtuelle
Echtes Gefühl ist es doch schnell
Dein Strahlkraft die ist schön
Das Du noch frei, ist die Illusion und zugleich wie Zauberei
Mein guter Nachtgeist im Tageseinerlei
Nur, werden wir jemals wirklich uns begegnen?
Wer an die Magie der Liebe glaubt
Wird seiner Hoffnung nie beraubt
Die Welt ist klein und Wunder können wirklich sein.

WUT

Wut
Mut
Glaube
Glut
Glück
Pest
Teufel
Regen
Hunde
Katzen
über Leben…

Phantomherz

Kennt ihr das?
Man sieht was
Man denkt an was
Und weg ist es
Wie nie gewesen
Weg geblasen
Fort gedacht
Wie ein Traum
Wie ein Gespenst
Ein Hirngespinst
Das dich aus holen Augenhöhlen angrinst
Wie ein Phantom
Es malt sich an die Wand
Und wirkt so sehr bekannt
Ist aber fremd
Weiß nicht ob ihr das wirklich kennt.

Ein zähes Ringen

Ich will nicht so sein
Ich will nicht mit euch kämpfen
Tag aus, Tag ein
Ihr seit noch so klein
Aber ihr bringt mich an meine Grenzen
Ich möchte manchmal nur schreien
Oder diese Zeit schwänzen
Und einfach abhauen
Aus euren Kinderklauen
Ihr wollt nicht verstehen
Ihr wollt einfach nur alles
und nichts ist genug
Das Leben ist zu kurz
Harmonie ein Betrug
Bei aller Liebe
Ihr seit nichts als Zeitdiebe
Das Vatersein ein schrecklicher Fluch
Was soll ich nur machen
Es ist nicht zum Lachen
Für heute jedenfalls,
habe ich von euch, mehr als genug.

Dunkler Spiegel

Dunkler Spiegel
Falscher Schmerzloses
Tief im Herz
Doch kann ich ihr zürnen?
Ahne die Zeichen
Spüre die Ahnung
Meine eigenen Verdammnis
Sei mir die Warnung
Irrsinnige Mischung
Aus Abgrund und Gefahr
Wilder Sturz in die Verheißung
Zugleich so sonderbar
So zeichnet der Weg sich ins Nirvana.

Fettes Brot im Mund

Ein Geschmack im Mund
Unzufriedenheit im Bauch
Das ist ungesund
Kennt ihr das auch?
Ganz bestimmt.

Wenn wir die Wörter spucken
Wenn die Gedanken unter der Kopfhaut jucken
Sind wir so glücklich
Und hören die Hühner,
die sich nicht selber hören gackern.

Sie sind jung und schön anzusehen
Da lernt man das Leben zu verstehen
Sie chatten und bloggen
Und wir sitzen wie Doggen hinter dem Schirm,
dabei hängt die Zunge aus unserem Hirn.

Das ist wie Leben
Könnte ich was für geben
Aber nur fast!
Ich glaube ich habe da irgendwann was verpasst
Und so bleibt mir ein Gefüh der Unrast.

Hoffnung

Hoffnung ist
wie das eigene Spieglbild
der Schein trügt
verzerrt
zerzaust
in sich verliebt
vergänglich
zu dick
zu länglich
unausgeschlafen
bis verhasst
hartnäckig auf der eignen Spur
ganz oft verpasst
Hoffnung ist wie man selbst
vergänglich wie die ganz Welt
und doch der Stoff
der uns am Leben hält.

Laus im Pelz

Irgendwie immer
Aber noch nie wirklich
Ein Krabbeln
Ein Jucken
Ein albernes Zucken
Wie bei den Affen muss man sich lausen lassen
Und es bleibt ein Phantom
Wer Kinder hat,
dem wird kaum was erspart
Das ist dann der Freude Lohn.

Hundeleben

Kein Grund
Aber man denkt doch daran
Das ein Hundeleben auch enden kann
Es zehrt an den Nerven
Es zehrt an den Kräften
Und man vergisst schon mal
wer eigentlich mehr leidet
Der Hund oder wir
Das arme Tier.

Die Ahnen

Wir ahnen es schon manchmal
Wir suchen und rufen im OFF
Was war damals?
Was kommt noch?
Die Kinder leben so sorglos
Zum Glück wir auch
Wäre da nicht das Grummeln im Bauch
Ich frage mich aber doch
Was dachten die Ahnen
Ich vermute sie hatten die gleichen Probleme
Und dazu auch noch schlechte Zähne
Was solls, das Leben ist einfach ein schwarzes Loch.

Stille

Woran noch glauben
Worauf noch hoffen
Alles ist offen
Nichts ist verborgen.

Kinderliebe allein ist rein

Wenn ich höre
In die Stille
Ist da nichts als mein Wille
Der mir Hoffnung verspricht.
Weite Welt
Kaum findet man Worte
Bilder die rauschen
Momente die vergehen
Auf nie mehr wiedersehen
Menschen wachsen
HUNGERN
Und vergehen
Leben wird, ist und versinkt in der Ewigkeit
GOTT ist die Vergänglichkeit
Jetzt und in aller Zeit
Ich glaub ich bin
zum Verstehen bereit.

Regen

Mit dem Wetter ist es wie mit dem Leben:
Nerven behalten!

Mit dem Schreiben ist es wie mit dem Wetter:
Es kann immer nur besser werden.

Regen, Regen, Regen…

Wer zieht für mich endlich das Schwert aus dem Stein?

Aber vermutlich habe ich es nicht anders verdient

Denn ich bin nur dumm und klein.

Frieden

Frieden im Gefühl
Frieden in der Erinnerung
Krieg im Gemüt.

Was werden meien Kinder glauben?
Wenn ich mein Leben lang friedlich war
Nichts unternommen habe gegen den Krieg der Welt
außer zu schreiben.

Manchmal von Blumen und harmlosen Dingen
Manchmal auch von meiner Wut von Innen.

Werden sie mich verachten?
Nein, denn sie werden wissen,
das jene die schreiben nicht schiessen.

Frieden im Leben von vielen
Ist der Anfang von Frieden für alle.

Krieg gegen Krieg ist die ewige Menscheitsfalle.

Internet

Nicht immer nett
Manchmal schon
Tor ins ON
Aus dem Leben
In den Draht
Manchmal hart
Und brutal
Voll normal
Aber am anderen Ende der Welt
Egal.

Anonym(us)

Geheimnisvoll
Suspekt
Schrecklich nah
Und ganz wunderbar
Freunde überall
Feinde verborgen
Kopflos verloren
Ohne Gesetz
FREI !

Und doch immer gehetzt
Die Augen sehen
Die Ohren hören
Bilder betören
Bis wir entsetzt
Oder verletzt
Nur virtuell
Doch echt ist es schnell
Der Hoffnung
Ein Quell.

Immer nett

Kurz vor dem Bett
Ein paar Zeilen
Die uns unsterblich machen
Über die andere lachen
Irgendwo in der Welt
Vielleicht für Geld
Müssen wir unser Sehnen verstehen?
Die Zeit
Sie bleibt nicht stehen.
Burnout
Rituale Tag für Tag
Wir hassen sie
Wir lieben sie
Ohne würden wir nicht funktionieren
Oder doch?
Manchmal beschleicht mich eine Ahnung
Im Kopf erscheint die Warnung
Bevor die Sicherung durchbrennt
Sollte wir die Reissleinen ziehen
Wie lange macht der Körper das noch mit?
Der Gedanken schon ist mir vertraut
Nicht mehr weit bis zum Burnout!

Schnee

Im Schnee
Tief durch
Kalt im Inneren
Gefühlte Luft
Feuchte
Dunkelheit
Blendendes Weiß
und glates Eis.

Wir treiben unser Verbleiben
durch die kalte Zeit.

Für neue Sorgen bereit
Irgendwie überleben wir die.

Gelber Hund

Weite
Wind
Freie Gedanken
Freies Leben
Wolf und Geier
Dunkle Wolken
Schaf und Ochse
Aber nach dem Sommer ziehen wir weiter
Und kehren nur vielleicht als Menschen wieder.

2012

Mutter, meine Erinnerung

Gut und schlecht
Nur wenige Tage machen diese Gefühle echt
Ich spüre deine LIEBE
Aber auch deinen STARRSINN
Du vereinst beides in dir
Das zieht mich magisch an
Ist aber auch der Grund für meine Flucht von hier.

Es ist nicht nur das Alter
Das dir und ihm so die klare Sicht auf die Dinge raubt
Deine Vorurteile sind so tief verwurzelt,
das Jahrzehnte des freien Denkens sie nicht ausreißen konnten
Nun bin ich in sicherer Entfernung
Doch die Trauer darüber bleibt in mir
Ich fürchte Ihr werdet beide sterben,
ohne die Menschen um ihrer selbst willen geliebt zu haben.

Da seit ihr nicht die einzigen
Aber für euch und ein bisschen für mich selbst
weine ich darüber.

Menschlich

Menschliches Versagen
Unmenschlich es zu ertragen
Sensationslüstern wie die Raben lauern die, welche gerade nichts verbrochen haben
Aber sie haben nun das Sagen
Kleines Schicksal
Große Dummheit
Doch vergessen wird die Zeit es nie
Ob man will oder nicht Geschichte schreibt nur die Vergangenheit
Unsre Kinder sitzen zu Gericht
Das fällt am meisten ins Gewicht
Menschlich ist dabei nur unsre Fehlbarkeit
Doch auch wenn der Schmerz, die Wut, die Trauer um uns schreit
Ist auch menschlich, das wir irgendwann, immer einen Menschen finden, der uns doch verzeihen kann.

Lichtblick

Trotz Kälte
Dunkelheit der Jahreszeit
Ist manchmal nur ein Wort,
ein Gedanke der befreit.
Trotz Sorgen
Schmerz im Bauch
Ist immer wieder eine neue Idee
das Ende der Qual.
Manchmal in mir
Manch mal kommt der
Lichtblick auch von dir
Und ich liebe dich dafür.

Über Liebe

Vielleicht in letzter Zeit
zu wenig Zeit
Für Zweisamkeit
Und doch leben wir verbunden
Jeden Tag
In allen so intimen Sekunden
In Gedanken
Im Gefühl
In jeder Berührung
Und in jedem wilden Liebesspiel
Wir sind eins
Und doch bleiben wir einander fremd
Das ist der Stoff
womit die Liebe ewig brennt.

Selbst Hoffnung

Weißt du
was du denkst
Wenn du dir selber Hoffnung schenkst?
Denkst du
du weißt alles
Denkst du über den Himmel hinaus
Kannst du aus deinem Leben heraus
Vielleicht
Vielleicht auch nicht
Ist hinter den dunklen Wolken ein Licht.

Lorinor & Selbadil

Ballade von der immer ersten Begegnung.

Schönheit im Dunkel
Hinter Bier und Gemunkel
Vertraute Nähe
Jahr für Jahr
Blicke, Sprüche und noch mehr
Die Verlockung wiegt so schwer
Tage lang wird sie getragen
Bis die Zeit sie löscht
Dann freut man sich wieder auf das nächste Mal
Träume gab es schon ohne Zahl
Denn die Gefühle sind doch immer echt.

Musketier

Mit Heldenmut
Übermut
Das Leben ist niemals gut
Nur Sieger siegen
Dummköpfe unterliegen
Oder hoffen auf Glück
Das Leben ist ein Kampf
Auf Väter folgen Söhne
Doch nur wer wagt gewinnt
Den Eiertanz
Und doch in falschem Glanz
Nicht allein, nur gemeinsam erringen wir den Glorienschein
Mit Heldenblut
Besiegen wir die böse Brut
Ich sag Euch, nur davon zu träumen ist schon gut
Besser noch ist es, wenn man es wirklich tut
Einer für Euch alle…
Jetzt werfe ich den Fedehut!

Dornröschen oder wer?

Schön
Aber hilflos und kalt
liegst du in einem Sarg im Wald
Sieben Zwerge beweinen dich alle
Nachdem du gingst in der bösen Königin Falle
Von Glück nur kannst du sagen da
Das dies alles nur
ein Märchen war
Das falsche auch noch
obendrein
So immerhin Du nicht in Wahrheit warten musst
Bis irgegendein Depp dich endlich küsst
Moderne Mädchen leben länger, auch ohne Prinzenmänner
Sie schnappen sich die Königin und mutieren glat zur Lesbierin
Das macht den Jäger ganz malad,
die Folge ist, er nimmt in deinem Blut ein Bad
versteckt sich dann im Dornenturm, der arme Wurm
Oh Graus, oh Graus!
Das Märchen jedenfalls ist aus
Oder war es keins,
war es nur eben
ein Spiegel von:
das ganz normale Leben.

Berlin

Berlin, kein Gedicht
Selbst auf der Pfaueninsel nicht
Zuviel unterwegs
Zuviel beschäftigt und benutzt
Keine Zeit für freie Gedanken
Ein Stadt die Geschichte hat
Aber mir zu plakativ,
zu ausgestellt für die Welt
Man muß Schlange stehen um sie zu sehen
Hinter den Kulissen ist…
vielleicht mehr
Doch ich verspühr keine Sehnsucht nach dem
Also muss ich wieder gehen.

Grauer Schwan

Mit der Angst im Bauch
tanze ich auch
Leicht, unbeschwert
Und doch ist was verkehrt
Es ist gewiss
Der schwarze Schwanenbiss
Mein Traum ist weiß
Meine wahren Träume heiß
Ich bin nicht süß, nicht zahm
Ich bin der graue Schwan.

Kampf mit dem Krampf

Was wisst ihr schon!
Jede Sekunde ein bitterer Schluck
Im Bauch, im Kopf der ewige Druck
Ein Schwimmen
Ein Rudern
Ein Hadern
Ein Hoffen auf endliches Glück
Warum ist man für das Leben zu dumm?
Man dreht sich irre im Kreis herum
Und Wumm!

Ausgrenzung auf Deutsch

Eine Mauer
dahinter Menschen
davor Menschen
heute keine Mauer mehr
dahinter Menschen
davor Menschen
unverändert…

Frühling

Frühling ich suche dich!
Du Schmetterling
flatterst in den Tag
Die Sonne zieht am Tagesring
wo gestern noch Schnee lag.

Und mit dir kommen neue Blüten
vertreiben das triste Grau
Wir hoffen auf den Samen
wissen um den Zweifel doch genau
Im Kopf das spüren wir, das stille Wüten.

Und auch im neue Jahr
setzen wir auf alte, neue Chancen wieder
War alles schon mal da
Wir ballancieren in die Zukunft
und singen dabei fröhlich neue Lieder.

Doch Schweißperlen auf der Stirn
Um uns herum überall Rauch
Denn Verluste gibt es gerne immer auch
Ich spür das Zittern auf dem Seil
Und die Einschläge tief in meinem Bauch.

Aber verdammt noch mal!
Die Zuversicht ist mein Immerlicht
Ich will von ihr nicht lassen
Ich will jedwedem Unglück trotzen
Und seinen Boten vor die Füße kotzen.

Frühling ich finde dich!
Ich bring den Nachtfalter ins helle Licht
Ich kämpfe das der Sommer kommt am Horizont
Will alle Kraft verwenden
Den düstren Winter endlich, endlich zu beenden!

Traum

Ich habe einen Traum…
Von Glück und Gerechtigkeit
Von Liebe und Menschlichkeit
Von einer Zeit ohne Angst.

Ich habe einen Traum…
Von einer Zeit ohne Geld
Von einer Hoffnung die verspricht was sie hält
Von einer träumenden Welt.

Aber wenn ich erwache ist da…
…was immer da war.

Man(n) trinkt

Man trinkt und beginnt
sich zu entspannen
Man kifft und verspürt das Verlangen
Was ist los in der Welt?
Man schreibt und verklebt das Gehirn
Man lebt unter dem gleichen Gestirn.

Doch es raucht
Es stinkt gewaltig
Es rechnet sich mannigfaltig
Nicht für mich.

Man glaubt
das es vorüber geht
Man weint aber kommt zu spät
Was bleibt von dieser Welt?
Man tut alles für Geld
Wie beruhigend.

Aber was will ich damit sagen?
WIR GEHEN ALLE BADEN.

Unerkannt schön

Im Blut, rot
Silber, gedankengrün
Grau und schön
Gegensatz
Ewige Hatz
Wohin
Was nun ist zu tun
Wer weiß womit
Schritt für Schritt
aus der Lethargie
wächst neue Energie
Doch ich lache darüber
wie nie !
Denn ich bleibe
unerkannt
In diesem alten Dichterland.

Wahrer Abgrund

Tief
tiefer
noch tiefer
ganz tief
Kein Echo mehr
Kein Licht
Kein Ende in Sicht
Doch zum Glück,
nur ein Gedicht.

Tote Fremde

Was von dir bleibt
Verweht die Zeit
Was aus dir kam
Bleibt unerkannt
Ist meinen Kindern doch verwandt
Der Tod kam
an einem ersten Mai
Ein Tag
der andren Leben gab
So wird es immer sein
So sein es es mag
Du bleibst mir trotz allem fremd
Aber dein Schicksal hat in deiner Tochters Tochter meinen Weg gekreuzt
Vielleicht, nur vielleicht dein Tod ist auch ein Neuanfang.

Schonkost

Naja, war alles schon mal da
Dein Leiden
Ganz furchtbar
Unendlich und so unheilbar
Doch wie immer, endet das Gewimmer schnell
Wenn irgendein schönes Bedürfnis tritt an seine Stell
Wie immer bist du Schonung, Tee und Zwieback schneller leid, als die vielen Ärzte prophezeit.
Wie immer häufen sich die Pillen, Tränke und was noch
Und genesen tust du doch
Von der Unlust zur Arbeit zumindest gar so lange, wie das Gewissen dich gebissen.
Aber schon bald, das ist mir klar, ist der Hypochonder in dir wieder da.

Ich hingegen buckle mich unterdessen krumm
Schön dumm, ich glaube es wird Zeit, will ich genau so lange Leben, darf es für mich ab jetzt, auch nur noch Schonkost geben :O)

Jandlei

Ein gutes Gedicht
ist wie ein gutes Gericht
Im Magen hat es Gewicht.

Was wollt ihr?
Glauben
oder Leben…

Geld ist,
virtuell verkauftes Fell
Und das geht ganz schnell.

Wir denken,
wir denken,
wir denken,
Denken wir wirklich?

Fliege tot

….

Oder doch nicht?
Das Mistvieh lebt!
und dort elegant von dannen schwebt :O(

Bad Sex

I hope for more,
always but a much
to long time.

It must be done.

Männertränen

Ja, mein Sohn, Tränen sind erlaubt!
Doch es gibt sie Außen wie Innen.
Schmerz und Hoffnung sind so eng verbunden wie
Freude und Angst.
Als Kind kannst Du weinen so oft du willst
Aber als Mann musst Du es auch lassen können
Dein Herz kann voller Tränen sein, aber deine Hand soll die Tränen der anderen trocknen
Deine Kraft ist die Hoffnung auf die Freude all jener die du liebst.
Dein Wille der Wall gegen all ihre Schmerzen.
Ihre Freudentränen trocknen dein Herz.

Und wenn alles nichts hilft, schwing dich auf dein treues Pferd und reite in den Sonnenuntergang.

Was man(n) so denkt

Was man so denkt
Welche Gedanke man dem Leben schenckt
Egal was man glaubt
Irgendeiner schreit immer: Nicht erlaubt!
Öffentlich oder privat
Besser ist immer der Kommentar,
den man sich spart.
Das ist mein Rat.

Uhhhuuu!

Was ein Lärm!
Uhhhuuu, nur Lärm
um mich
Nur Unruh
unruh……….

Schmerz im Bauch
Sommer im Regen

Keiner soll sich bewegen!

König Fußball, all überall
Fahnenmeer in
Schwarz, Rot, Gold

Der Mopp brollt
Geschmückt wie verrückt

Bin nicht gerade entzückt

Ohhoooooo!
All überall Lärm
All überall wie im Zoo
Ohhhhhhhhoooooo!

Uhhhhhuuuuuu!

NANU NANA – die rheinische Seele

Ja, singen wäre gut
Springen bedarf Mut
Bewegung allgemein ist fein
Aber Disziplin muss dafür sein.

Ohje! Daran haperts eh
Darum ich wieder seh
dass ich baden geh
So ein Schlamassel!

Doch es bleibt gut
Ein bisschen Traum,
ein bisschen Wut
Und ganz viel Herzensblut.

Es treibt mich an
Das ZAPZERANN
Das IMMERDA
NANU NANA.

Und das Leben ist gebont
Mit allem Sein und Schein
Mit allem Hin und Her
und kreuz und quer.

Was will man auch machen
Es ist wie es ist
und auch über uns selbst
kann man schließlich noch immer lachen.

Wenn es nicht so wär
Ja, dann wär das Leben wirklich schwer
Doch in welchem Netz wir uns auch fangen
Es ist noch immer gut gegangen :O)

Turm im Himmel

Ganz nah am Himmel
Windmühlen im Rücken
War ich wie Don Quichote
Mit finsterem Blick auf die Welt
Gedanken im Wind
Kampf gegen die täglichen Mühlen im Kopf
Helm auf!
Und dann Füße die uns tragen
Zu zwei wunderbaren Tagen
Frau P. und mich.

Unter einem schlechten Stern

Im Süden war es schön
So allgemein gesehen
Na gut es war sehr heiß
Es lief mir nur der Schweiß
Das Meer war blau,
die Berge hoch
Allein war man fast nie
Wo man auch hin fuhr
War schon einer da, aus Old Germany
Wo keiner war
Wurde die Scheibe einem eingeschlagen
Das trübte das Vergnügen in den Tagen
Teuer wars auch
Aber das ist im Urlaub ja so Brauch
Viele schöne Bilder gab es
Und 2 Wochen Familie-Hardcore obendrein
Hunderte von Mücken fanden das echt fein
Im Hotel blieben noch 3 „alte“ Jacken zurück
Mal ehrlich, ich bin eigentlich ganz gerne
wieder daheim.

Nette Affären

So wars!
Beim ersten Mal
Eigentlich anders als erwartet
Aber schön
Eine Erfahrung auf der Haut und der Seele
Die letzte nicht…
Denn ich fürchte
es mach süchtig!

Scheinwelt

Ein Geruch klebt an mir
Irgendwie
Man weiß es
Und ahnte es doch nie
Ein tiefes Verlangen
begleitet mich
Es ist befriedigt lange noch nicht
Aber ich lerne verstehen
Wie die Welt sich kann drehen
Ich schau in einen wunderbaren Schein
Und der Zauber ist nicht klein.

In der Schwebe

Ewige Sehnsucht
Tiefe Schlucht
Realität Du dumpfe Wucht
Was erleben wir Tag für Tag
Was halten wir aus
Die menschliche Fehlbarkeit
Steckt in uns
Und juckt uns wie eine lästige Laus
Angst und dunkle Gedanken, sind unsre inneren Schranken
Wo ist das Glück geblieben
Wir sind vom Tag getrieben
Und in der Nacht die Därme pfeifen
Das Lied vom Untergang
Ewige Schlacht geht über meine Kraft
Ach wenn ich die Fahne stets wieder hebe
Die Sehnsucht nach einem neuen Ziel
Liegt in der Schwebe.

Scheibenwelt

Mann muss es kaum sagen
Aber gute Worte können tragen
Böse Worte hingegen vernichten
Das braucht man nicht erst dichten.

Wenn man es schreibt
Es für immer haften bleibt
Wenn man es hingegen nur denkt
Wird es niemals geschehen.

Der Mensch ist so verschieden
Aber er kann sich selbst lieben
Der Mensch ist so schlau
Aber er bleibt eine Sau!

Was auch geschieht
Wie die Geschichte weiter geht
Für schon geschriebene Worte
ist alles zu spät…

Wir leben und lesen über uns im Spiegel
Und geben uns selbst dabei Brief und Siegel
Als eine Fußnote dieser Erde
Führen wir trotzdem stetig Beschwerde.

Was wir auch denken und schreiben
Wir liebe es zu leiden.
Als tragisch, komischer Held
Auf unserer einzigen Scheibenwelt.

Virus

Sind wir nicht alle Affen?
Was ist es was uns ansteckt?
Infiziert, indoktriniert
Angst oder was?
Ist es die Luft
Ist es die Nähe
Ist es das Wort
Gesprochen, geschrieben
Sind es die Menschen die wir lieben
Wer ohne Irrtum ist, werfe den ersten Stein
Meine Dummheit ist groß
Meine Hoffnung auf Heilung klein.

Warum?

Warum laufe ich immer gegen die Wand?
Wie ein Esel
Obwohl ich es sehe, gibt es kein Fettnäpfchen, in dem ich nicht irgendwann stehe.
Bin auch nur ein Mensch
Manchmal aber denk ich
einer ganz ohne Intelligenz
Ich geh jedes Risiko ein
Zu ehrlich, als dass es andere ertragen
Das kostet mir noch irgendwann Kopf und Kragen.

Geliebtes Tagebuch

Auch wenn Tage vergehen
Nur Du kannst mich verstehen
Jetzt weiß ich warum
Bisher war ich dumm
Aber Millionen Menschen schreiben
Und nun müssen sie es auch öffentlich tun
Wie ich schon lange!
Und sie schauen dabei in den Rachen der Schlange
Unschuldig wie Kinder
Die in Wahrheit alte Männer sind.
Doch die Seiten verweht kein Wind.

Anonym

Illusion schon
Vergnügen wohl
Spuren überall
Solche und solche
Lieber bleib ich geheim
Zumindest zum Schein
Will nicht ich sein
Oder doch
Das Ego schoss mir in den Kopf ein Loch
Da ist es noch
Es stinkt nach Pulverdampf
So bleib ich aber anonym
Den mein Gehirn,
das konnte fliehen.

Der Reiter

Ich muss mich immer in die Scheiße reiten
Das geht scheinbar nicht anders
Denn mein Verstand will mir entgleiten
Sobald der Bauch denkt, er denkt auch.
Dann fresse ich Zwiebel
Und ich rauche, aus jedem Giebel
Feueralarm, hält mich nur warm
An Ärger kann ich mir einfach nichts ersparen.

Was?

Was wollt ihr?
Was wollt ihr?
Was wollt ihr?
Was wollt ihr verdammt noch mal?

Lasst es geschehen
was ihr nicht könnt verstehen
Aber dann ist es zu spät….

Was denkt ihr?
Was denkt ihr?
Was denkt ihr?
Denkt schneller!

Das ihr schneller versteht
was jetzt vor sich geht

Und dann schreit es heraus
und schaltet es aus.

Horizont

Ich ahne etwas
Im neuen Jahr
Da ist was, noch nicht da
Etwas Gutes gewiss
Ein Pfeil durch die Zeit
Ein Weg heraus aus der Vergangenheit
Irgendwas geschieht
Was man noch nicht sieht
Ein Glück
Ein Wunderbar
Das Gefühl ist so nah
Ich bin ihm schon verbunden
Meinem Avatar
Ein Schimmer nur am Horizont
Dort wo die Zukunft näher kommt,
Die Welt verfällt
Doch Kreativität kommt nie zu spät
Sie ist es, die unser Schicksal dreht
Das geheime Steuerrad
hält uns schwankend, aber unbedingt auf einem goldenen Pfad.

Niveau

Im irgendwo ist mir bewusst
Ist nur Frust
Felle schwimmen
Sinn verliert sich in den Dingen
Wie im Niemandsland
Im düsteren Nebel
Versinkt meine Welt
Ich rudere schon
nach Motivation
Aber fühle mich wie ein Kadaver, nach der Exekution
Warum kann ich nicht dagegen auf begehren?
Was hält mich gelähmt?
Angst fressen Seele auf
Kraft versiegt im Alltags-dauerlauf
Wann endlich endet die Show
des Lebens?
Wann endlich steigt das Niveau?
Ich fürchte darauf hoffen wir vergebens.

Visionen

Visionen die in uns wohnen
Wir kennen sie alle
Unverzagt glauben wir an die treibenden Kräfte unserer Seele
Aber was lässt uns zweifeln
In der Düsternis in die wir manchmal uns begeben?
Der Zweifel ist unser Leben
Er bringt uns voran
Doch er hält uns auch zurück
So bewegen wir uns auf dieser Welt in Wahrheit,
kein einziges Stück.

Buch des Lebens

Wir schreiben alle in das Buch des Lebens
Und warten auf Erlösung vergebens
Einer Eingebung gleich
hat das Nichts uns geschaffen
Doch geworden, sind wir nur Affen.

Erster Schnee

Er legt ein Schweigen über die Welt
Geht hinaus und horcht in die Nacht
Ihr vernehmt nichts
und doch tobt sie die ewige Schlacht.
Die Dunkelheit ist schon lange erwacht!
Heilig bis unheimlich
durch schreitet man sie
Fühlt die Kälte, die Furcht und das zweifelhafte Glück zugleich
Allein ist die Welt
An fantastischen Momenten reich
Ein Himmel voller Licht
Mein Atem stockt
Die Hunde und Ich, kehren trotzdem ins Haus zurück,
so viele andere nicht.

Es kommen die 13

Der erste so finstere Gedanke.
Der Zweit tief traurig dazu.
Der Dritte beladen voll Kram
schielt auf des Vierten Gaben.
Auch der fünfte bringt kein Glück!
Und der Sechste schaut nicht zurück
Mit dem Siebten ist die Apokalypse perfekt.
Doch der Achte ahnt bereits,
was der Neunte schon sicher weiß.
Der Zehnte findet zurück ins Gleis.
Der Elfte schaut hinaus ins weite All
Der zwölfte sieht die guten Sterne ohne Zahl
Und der 13. endlich, kehrt voll Zuversicht,
zurück ins Lebenstal.

2013

Music of life

Wiederholung
Erholungsphasen
klick
Immer digitaler
Immer banaler
Doch in all unseren Seelen klingt Musik
Klick
Unaufhörlich fein
Es ist ein Blues der Zeit
Der beschwingt und irgendwie immer befreit
klick
Wieder ein Bild des Augenblicks
kein Zurück
Kein Delet ist mehr fair zu uns
Der Moment ist ein Speer
In unserer Brust
Ganz bewusst
Klick.

Zuhörer?

Denkt ihr meine Gedichte
sind Scheiße?
Ihr spült sie munter ins Klo!
Ehrlich gesagt,
bin ich darüber ganz froh
Das ist dann immerhin mal
irgendeine Ratio.

Kein Zufall

Ja, so irgendwie stimmt’s
Man sitzt durch die Nacht
Und denkt an eine Jahreswende, die man im Bett verbracht.
Wie im Schützengraben
Unter dem Dach begraben
Prasselte das Jahr herab
Und ich mach schlapp
De Zufall war hier im Spiel
Aber auch nicht allein
Es war mein eigenes
Ich-halte-durch-was-wolle- Schwein.
So beginnt das Jahr unglücklicher kaum
Was das wohl bedeutet für meinen Traum?
Aber ich will nicht zweifeln
Ich setzt auf mein Glück
Ach wenn ihr mich alle haltet für verrückt.

Der Blick in die innere Ferne

Weite Flucht
Entlang alter Mauern
Loch im Hier
Was ruft nach mir
Was wird überdauern
Mein zu hause ist hier
Blumenwechsel an der Wand
Verstopfte Tonnen
Löcher in den Handschuhen
Hat nichts mit Armut zu tun
Oder doch?
Einige Minuten zum Denken im Strass Cafe
Tristesse ade
Ich hoffe noch.

Strenge

Strenge, treibt mich in die Enge
Mein Gesicht kennt ihr nicht
Mein Sohn ist wie er ist
Ein unbekanntes Wesen und doch in seiner Seele so vertraut.
Ich sehe mich selbst
Mein kompliziertes Wesen lebt in ihm
Ein Fluch, ein Geist, der an ihm zerrt und reißt
Aber Strenge, treibt ihn in die Enge
Er braucht alle Kraft für den Tag
Jeden Schlaf der Nacht
Bevor er irgendwann
als normaler Mensch erwacht
So war mein Leben auch
Also wenn Du fällst mein Sohn, steh immer wieder auf!

Bekanntes Gefühl

Nackte Not
Der Preis für die geborgte Freiheit
Im Bier ertränke ich die im Fernsehen laufenden Wiederholungen
Angst im Nacken
Du bekannter Freund.
Wider willst Du mich Packen
Diesmal auch in Zelluloid
Sieger sind anders!
Und Du lebst seelenruhig weiter
Als hätten wir nur die üblichen Probleme
Die Nacht hält mich gefangen
Die Lichter blenden
Wie kann ich nur das Schicksal wenden
Das Leben beschleunigt einfach ganz brutal
Und doch leuchtet unser Stern im Meer der Welt
auch nur banal
Denn es geht allein ums Geld.

Überleben mit Tiger

Regen
Sorgen erleben
Überleben
Wir gemeinsam
Aber für drei Stunden einsam
An meinem Geburtstag
Du warst zurecht sauer
Meine Schwächen ein Mauer
zwischen uns
Erinnerung an einen Abend vor 10 Jahren
Beinah Schiffbruch
Eiszeit bei gutem Essen
Lesebrille vergessen
Und doch konnte ich in deiner Seele lesen
Verschieden sind wir schon immer gewesen
Auf unserem Boot
Aber trotzdem kamen wir durch jede schwere See
Frau P.

Gebrauchter Tag

Gebrauchter Tag
Fasnet Tanz vorbei
Augenblicke und Geschrei
Heute nur stille Lichter im Schnee
Auch wenn nur düster ich seh
Vater oh weh!
Kinderseelen toben und spüren es nicht
Das Ringen um das Irgendwas
Alle Kleider triefend nass
Freiburg ein Wintermärchen
Mit dem Schnee seht die Welt ganz still
Zumindest diese Nacht
Bevor der nächste Tag erwacht.

Mobbing me

Irgendwann bin auch ich am Ende meiner Nerven
Es stürmt soviel auf mich ein,
dass ich gerade nicht weiß wie ich das alles noch im Griff halten soll
Hab ich falsche Entscheidungen getroffen in der Vergangenheit?
Bin ich zu erschöpft um klar denken zu können?
Jedenfalls läuft einiges gar nicht gut zur Zeit
Ich lenke mich ab und brüte es aus, aber es kommt keine vernünftige Lösung heraus

Vielleicht hilft Humor, aber es schwebt da immer ein Galgen davor :O(

Verflixtes Jahr

Sturm im Kopf
Im Magen ein Grimm
Fliehende Gedanken, aber wohin?
Mittellos, Zwecklos, Sinnlos
Was mach ich bloß?
Und um mich herum nur über sich selber Gestöhne
Komme mir vor wie eine getriebene Hyäne
So schlimm war‘ s noch nie
Arbeit, Geld, Ehe, Kinder,
Verflixtes Jahr Herr Zebaot!
Und jetzt auch noch Vater Krankheit, du winkst mit dem TOD
Komme mir vor wie ein Keiler
In wilder Jagd durch den Wald
Doch die Bäume wachsen immer dichter
Der weg ist nur noch ein schmaler Spalt
Wäre da nicht meine ewige Zuversicht
Ich wäre wohl selber längst kalt.

Euer Himmelreich

Was auch geschieht
Was Gott auch sieht
Wer sieht ihn auch?
Wir bauen einen Tempel der Liebe
Unberührt von allem
Verführt von unserer Angst
Aber auch unserer Stärke
Dafür bete ich
Der ich nie bete
Dafür hungere ich
Der da sonst kein Maß kennt
Dafür weine ich
Der niemals weint
Um mein Leben und das Eure
Um den Untergang meiner Vergangenheit
Für Euch, Vater und Mutter
Gegen das Vergessen
Gegen das tödliche Schweigen
Aber nur weil ich weiß,
dort im Himmelreich,
werdet ihr nicht mehr leiden.

Sprache der Liebe

Wisst ihr was Bilder sind?
Wisst ihr was Bilder sagen?
Man kann sie kaum ertragen
Meine Augen sehen die Welt
Dunkel und hell
Langsam und schnell
Schwer und leicht
Doch meine Seele spricht oft eine andere Sprache
Sie ist zornig
Sie ist zärtlich
Sie ist stumm
Sie fühlt die Welt, doch ihre Liebe ist nicht genug
Nie genug!
Für all diesen Lug und Trug.

Schwarze Katze

Irgendwie im Wald
und kalt und überhaupt
Gedanken wandern
Beine ganz mechanisch auch
Sinne sind voraus gespannt
Wie ein Fallschirm
Wie ein Schild im Kleinhirn.

Ja, du Hoffnung,
trügerisches Weib
Unvermindert bleibst du
Niemals leicht erreicht
Immer wieder aber durch mein Leben schleichst
Wie eine schwarze Katze
Schön anzusehen
Doch meine Nackenhaare bleiben stehen.

Regenherz

Nun ja, nun sitze ich da,
Schmerz überall
Übelkeit und Schwindel sowieso
Schau aus dem Dach
Der Regen fällt aus der Welt
direkt in mein Herz.
Das Alter zeichnet sich auf meiner Haut.
Die Jugend um mich herum,
jede Sekunde mehr mir klaut
Der Spiegel spricht davon
mal leise, zu oft auch laut
Aber mein Wille ist noch am Leben
Depression darf es nicht geben!
Mein Sinn, mein Glück, mein Streben,
muss einfach weiterleben.

Sommerwesen

Heiße Schatten
Jagd nach matten Winden
Auf denen Hoffnungen treiben vorbei
Ihr frönt nur Eurem Jugendwahn,
möchte ich wetten
Alte Meister sind für Euch nur Schattengeister,
knorrige Trolle,
im Winter vergessen
Jurysieger hingegen sind Sommerwesen,
leicht wie Elfen.

Karikatur

Wut?
Leergut?
Was findet die Schnitzeljagd des Lebens,
ist sie nicht in Wahrheit vergebens?
Müll
ohne Wert.

Aber mit Sammlerleidenschaft,
sammeln wir weiter,
akribisch und fieberhaft
Eine Karikatur nur
im All
Weiter also,
im freien Fall.

Abtauchen

Abgetaucht!
Gelassenheit ist weit
Kraft erschlafft
Aber der Zorn ist verraucht
Widerstand wird gebraucht
Ohne Fluchtpunkt
Selbst erkannt
Im Niemandsland
Aber Schweigen ist nicht mutig, sondern dumm
Mein Auftauchen,
wird neue Ideen brauchen
Summ, summ…

Ärgerlich zurück gelassen

Ärgerlich
Wenn Er nicht ganz zuverlässig
unglaubwürdig ist
Wenn man hoffnungsvoll hofft
Und doch zappeln gelassen wird
Man allein im Sein
Mit dem Glauben an den Schein
den eigenen, heiligen besonders gern
Aber was soll es!
Unverdrossen
Wird man als Pudel begossen
Und im Regen steh gelassen
Man könnte sie alle hassen
Aber nein, man bleibt wie immer gelassen
Etwas anders würde auch zu uns nicht passen.

Vater

Das K-Wort
ist in der Familie angekommen
Alle Illusion zerronnen
Man hätte das Leben gewonnen
Vielleicht gut, vielleicht schlecht
In jedem Fall, die Angst ist echt
Sie wuchert im Gehirn und streut im Bauch
Therapie!
Aber wie?
Soll man sterben lassen
Oder am Leben bleiben
Wer kann das schon für sich,
gar nicht erst für andere entscheiden
Es fällt schon schwer, darüber nur zu schreiben
Aber Vater, in jedem Fall musst Du nicht alleine leiden.

Zapalot

Im Dienst
Ist es selten lustig
Manchmal aber
Hat man frei
Wenn die Füße wollen
Kopf unter dem Arm
In eine Weite hinaus
In der man verschwinden möchte
Ganz
Dann ist es aus
Mit dem täglichen Tanz
Um das Einerlei
Plötzlich, zapalot, ist man frei
Vielleicht sollte man dann
Immer weg bleiben
Aber, wer macht das schon.

Papa ich will…

Papa, ich spare mein Geld. Wenn ich groß bin, nehme ich es und dann will ich ein Haus, ich will ein Hotel nur für uns, ein Pool, ein Auto…
Ja, mein Sohn ich weiß, aber das alles kostet viel mehr Geld als Du dann gespart hast. Da reicht Dein Taschengeld nicht.
Das musst Du erst verdienen, durch viel Arbeit.
Schau, Mama und Papa arbeiten so viel und es reicht nicht um all das zu kaufen.

Mein Sohn, die Welt ist nicht gerecht.

Es gibt Menschen, die haben all dies, aber entweder sie arbeiten mehr als sie leben, oder sie leben von der Arbeit anderer.

Mein Sohn, die Welt ist schlecht.

Volles Risiko

Was haben wir zu verlieren?
Alles und nichts.
Wir schlafen schlechter
Wir hängen uns höher
Aber was soll es!
Wer wagt gewinnt
Denn Bescheidenheit ist unser nicht.
Wir sitzen gerne höher
Haben gerne volle Sicht
Ja nun, ihr braucht nicht
so zu tun.
Die Zukunft ist doch eh passe
Der Planet stoppt seine Gier wohl kaum
Ja, unsere Kinder sollen einmal schlauer sein
Für solche Fantasie ist in unseren Affenhirnen ganz viel Raum
Aber, mit Verlaub, ich glaub es kaum.

Im Garten

Welche Farben
Welche Pracht
Stehe im Garten
Mein Herz lacht.

Der Frühling trägt
schon Sommerkleid
Die Luft ist warm
Es wurd auch Zeit.

Allerseits hört man Bewegung
Es beginnt die Gartenpflegung
Schon erklingt der alte Chor
Rasenmäher fahren vor.

Eben noch war es so schön
Jetzt krieg ich doch gleich nen Fön
Denn es darf einfach nicht sein
Nachbars Grün ist schon fein.

Und bei mir wächst noch das Kraut
Schon eile ich zum Schuppen
Schwinge mich auf den Motor
Welcher Klang, Benzingeruch.

Das Gerät, mein Herz lacht
Welche Farbe, welche Pracht
Endlich Frühling, wunderbar
Davon träumt man(n) jedes Jahr.

Wir Bauern

Wir stehen im Bauerngarten

Tun auf den Bauern warten

Es kommt keiner…

Will keiner mehr Bauer sein?

Ich glaube, Nein.

Dichterland?

Ja, taube Ohren sind verbreitet
Auch wo man es nicht glaubt
Überall Kulturverfall
Technokraten warten
Verstehen keine Worte mehr
Nur unterhalten wollen sie werden
Literatur pur, Lyrik?
Verachten sie ganz und gar
Einzig schätzen sie den Kitsch
Loben ihn irrational
Einfach fatal!
Deutschland ein Dichterland?
Längst abgebrannt
Banalitäten Republik
Oberflächlich schick
Kehrt um!
Zur Vergangenheit zurück
Sonst bleibt doch jedem Dichter nur der Strick
Und die Kultur hier zu Lande
hängt gleich mit.

Gedichtemacher

Jetzt weiß ich was ich bin
Kein Künstler,
kein Dichter bin ich
Denn jene wollen Worte schmieden
Ihre Kunst ist modern
Ihre Kunst ist kryptisch, lebensfern
Ich gehöre sicher nicht zu diesen Herren.

Ich lebe meine Worte,
sie sind mein Leben
So kann man sie verstehen und lesen eben
Ich will mich verständlich machen, mir selbst und Euch
Ich will weinen und will lachen
Wie auch ihr es dürft
Ich will einfach nur,
einfache Gedichte machen.

Gesichter der Vergangenheit

Gesichter tauchen
aus der Vergangenheit
Trotz Gedankenschranken
hinter denen sie warten
Sie huschen dahinter vorüber
doch ich spüre sie immer wieder
Ich werde auch von ihnen erkannt
durch Raum und Zeit
Sie begleiten mich
ob ich will oder nicht
Sie sind meiner Zukunft
wie ein zweites Gesicht
Und ich weiß
ich bin nicht allein
Sie werden mir immer
ein Spiegelbild sein.

Heimat

Kehr ich zur Heimat wieder,
will ich bleiben
Aller Schwarzwaldschönheit
zum Trotz
Meine Seele wird immer rheinisch leiden
Muss ich aus meinem Westerwald, aus meinem Rengsdorf scheiden.

Auch wenn sehr vieles nicht mehr wie früher ist
Mein Herz doch die schönen Kindheitsjahre nicht vergisst
Je länger ich in der Fremde bin
Je mehr zieht es mich wieder zu der Heimat hin.

Kann nichts dagegen tun
Nur mein Verstand sagt lange schon,
dass die Erinnerung
mit der Wirklichkeit hat kaum noch was zu tun.

Also werde ich wohl nie mehr ganz heimkehren
Denn längst sind meine Kinder anderswo zu Haus
Doch in sich tragen sie meine Liebe zur Heimat allgemein
Die ihre aber, wird eine neue sein.

Am See

Es war schön
Doch der Regen
Trotzdem
konnten wir leben
und erleben
miteinander
Denn Familie ist
auch im Urlaube
ganz besonders
So einfach sein
miteinander
und mit Tieren
in der Natur
Es gibt Momente
die sind einfach pur
Und bleiben nicht nur
digital
sonder auch emotional
für immer.

Vorhaut

Nun ist es soweit
Vom besten Stück
Fehlt mir bald ein Stück
Ist das gut oder ein Unglück?
Hab mich lange damit getragen
Gedanken und Fragen
Noch immer kann ich zurück
Denn endgültig es wäre
Moslems und Juden zur Ehre
Aber kann ich damit leben?
Das wird die Zukunft nur ergeben.

Sintflut 13

Wie in biblischen Zeiten
Öffnet der Himmel seine Weiten
Auf uns fällt Wasser herab
und nicht zu knapp
Der Mai schwimmt schon vorbei
Und ob der Juni die Sonne wohl kennt?
Seit Oktober der Ofen brennt
Sind wir im Klimawandel?
Oder war alles schon mal da?
Das ist der Scheiß,
dass das eben keiner so genau weiß.

Alles egal

Warum kämpfen wir eigentlich
Wenn uns jede Sekunde ja doch was aus dem All erwischen kann?
Ist unser Strampeln um diese Erde nicht eigentlich ganz ohne Sinn?
Sie ist doch eh irgendwann hin
Zu nah an der Sonne, ein Todeskreislauf,
den hält keiner auf
In Millionen von Jahren werden wir bestimmt nicht mehr auf dem Planeten herum fahren
Egal mit welchem Sprit
Wir sind selbst nur ein Bazillus im All
Also, ist der Umweltfilter davor doch wohl ganz egal.

Götterdämmerung

Bin ich was ganz besonderes?
Wie mein Sohn, mein Sohn bin ich
Ein besonderer Junge
war auch ich.

Ich spiele mit Mädchen

Auch du treibst dein ewiges Spiel mit IHM.

Mein Götzenbild
Mein Selbstbildnis
Wird heute unwiderruflich
sich verändern
10. Juni 2013 – 13.00 Uhr
Zweifel pur.

Es ist wie Selbstverstümmlung
So kann es gehen mein Sohn
Nach 46 Jahren schon
Ist es nichts anders,
als meine Götterdämmerung.

Der Berg ruft

Der Berg ruft
Schöner als alle rauschende See
Ist der Berge Stille
Wenn ich in die Ferne sehe
Die Wolken ziehen
So kann auch mit Regen oder Schnee
Diese Schönheit nicht vergehen
Schon wer nur einen kurzen Augenblick
Dieses Gefühl, hoch oben auf den Schwarzwaldhöhen, erkennt,
wird meine Sehnsucht ganz verstehen.

Unsere Mütter, unsere Väter

Was ist die Vergangenheit?
Wenn wir sie sehen
Wenn wir sie hören
Das Schießen, das Lügen, das sich Verbiegen…
Bilder, Worte, Gedanken laufen vorüber
Immer wieder, immer wieder!
Zum Glück zu spät geboren
Aber doch sind auch wir verloren
Aus dem Schoß der Mörder geboren
Die noch Kinder waren
Als das mit ihnen geschah
Kein Recht
Keine Entschuldigung
Aber über den Gräber wächst Gras
Und das Vergessen gibt Gas
Wie makaber ist denn das.

Krieg

Krieg ist auch wenn man ihn nur sieht,
Faszination
Krieg ist Teil der Menschheit immer schon
Schmerz und Leid ist es was den Geist aus seinem engen Dasein befreit
Egal was ihr lehrt,
egal was ihr schreibt
Wie pazifistisch ihr auch immer seit
Krieg allein bringt uns Menschen die Unsterblichkeit.

Kulturverfall

Sturmzellen-Rhetorik
Kultur ist wo?
Vor der Wahl
Haben wir eine?
Wir leben sowieso
Auch irgendwie gut
Aber draußen in der Welt
hängt was schief
brennt eine Glut
Trotz gläsernem Netz
Mit dem wir unsere Kultur
verschießen
Alles wirkt wie vor dem großen Knall
Wir sollten jede Sekunde genießen
Denn die Welt ist einfach im Verfall.

Streit(falle)

Mann und Frau,
Eltern und Kinder
Wo ist die Notbremse?
Wo der Lösungsfinder?

Kinder brauchen Grenzen
Sonst sind sie nicht zu bremsen
Eltern auch!
Denn die leben und erziehen heutzutage
nur aus dem Bauch.

In Ratgebern sind auch nur tausend Meinungen
Argumente führen zum Streit um Alimente
Schickt man die Kinder ohne Essen ins Bett
wird der Abend vielleicht nett.

Aber dann kann man endlich selber wieder streiten
und auf den eigenen Prinzipien reiten
Da hilft ein bisschen Entspannung mit Musik
auch nur bedingt.

Am Morgen danach
beginnt der nächste Murmmeltiertag
Aber noch hoffen wir doch
Das wir nicht ganz verschwinden im schlechten Befinden.

Liebe

So urtümlich
wie flüchtig
So jung
wie alt
So verborgen
wie im Gesicht geschrieben
So gewonnen
wie hinter blieben
Liebe ist
sich lieben
Doch schwerer gelebt
wie geschrieben
Leichter gesagt
wie gefühlt
Bitter gekostet
um Kopf und Kragen
Liebe ist
es auch zu sagen.
Sturm BLOG
Im Hitze Schock
erzittern wir hier
Wir schwitzen auch sonst immer
Aber keiner merkt es
So verschieden sind wir
von da drüben
Mensch und immer
Wie drehen wir das Rad
Oder machen den Spagat
Während wir vor uns hin dampfen
Okay!
So ist es eben
im Auge des Lebens
Darüber schreiben ist fast vergebens.
Gegenwind
Giftgas
Hörten wir das schon mal
Hat doch funktioniert
wahr oder unwahr
beides schrecklich
Aber welche Wahl haben wir
welchen Tod sterben wir oder sie
Gewöhnt sind wir schon daran
Ferien vorüber
und dann?
Mit unseren kleinen eitlen Sorgen
verspielen wir das Morgen
Bei Wind, Fenster zu!

Wenn wir

Wenn wir singen
wenn wir singen
wenn wir singen
singen wir

Wenn wir schreiben
wenn wir schreiben
wenn wir schreiben
schreiben wir

Aber was?

Wenn wir beten
wenn wir beten
wenn wir beten
beten wir

Aber wofür?

Wenn wir lieben
wenn wir lieben
wenn wir lieben

Sind wir hier.

Blonde Frauen

Was ich sehr liebe
wegen der Triebe
Anderseits sind sie kaum zu ertragen
Wenn sie das Hirn, selten genug vorhanden,
ständig im Munde führen
Und das ohne dazwischen nur einmal zuzuhören.

Voller Bauch

Kennt ihr das auch
Frust muss wachsen
Weil er das braucht
Und mit ihm der Bauch
Jedenfalls weiß ich es im Nachhinein genau
Und hasse meine fehlende
Disziplin
Aber mal ehrlich, wo sonst soll der Frust denn hin.

Mittellos

Nicht unbekannt
Ist uns dieser Zustand
Wir können es einfach nicht
Mit Geld umgehen
Dabei ist das Prinzip doch eigentlich, gar nicht so schwer zu verstehen
Aber die Sucht, treibt uns zum Einkaufen gehen
Was immer noch wäre o.k.
Klebte nicht an jedem Jäckchen und jedem Schuh
noch Pech dazu
Nah gut, uns geht es zu gut
Wir spielen mit dem Feuer
Verjubeln das Erbe unserer
ungeborenen Enkel
Am Topf des Lebens ist das der goldene Henkel
Doch leben wir und sitzen nicht auf dem Geld
Das ohnehin hinten und vorne fehlt
Ich weiß genau, das ist es was zählt.

Gutes tun

das wäre gut
Mit etwas mehr Mut
Würde es vielleicht auch gelingen
Deine flackert gelegentlich auf
Meiner wartet noch darauf
Wie das Kaninchen vor der Schlang
Ist mir vor Heldentaten bange
Bin zu defensiv erzogen
Habe zugegeben zu oft mir was in die Tasche gelogen
Doch bis ans Lebensende
hoffe ich da noch auf eine Wende.

YES

Englische Nachgedanken

Nun hab ich erkannt
Engländer sind stinke normal
Freundlich, sympathisch, emotional
Und sie leben
in England eben
Warum in Gottesnamen!
Es trifft mich wie ein Geistesblitz hatte ich jahrzehntelang mit ihrer Sprache kein Erbarmen?
Sie heute perfekt zu sprechen
wäre doch ein schlechter Witz.
Es ärgert mich nun wirklich arg
Warum kam ich mein Leben lang nicht aus dem Quark
Die Welt mir heute wäre bedeutend näher
Ich nehme mich auch wenn sehr spät, vielleicht doch noch mal ins Gebet.

Dein Überleben

Zu Beginn, hab ich dem Werk hier diesen Namen gegeben
War wie immer eine Vorahnung eben
Noch ist es ein Kampf
Ein schwerer Ritt
Und wir kämpfen im Geiste immer mit
Aber Du weißt auch, irgendwann gibt es den letzten Hauch
Und dann wissen wir es auch
Die Angst ist das schlimmste dabei
Man will sie nicht hören in sich
Und doch ist sie, wie ein dauernder Schrei
Ich fühle mit dir und weiß genau, so ergeht es auch mir,
wenn meine Zeit irgendwann auch ist vorbei.
Denn was es im Leben auch so mach Schönes gab
Am Ende steigen wir alle doch, in die Hölle hinab.

Nachruf auf ein Insekt

Wir sehen sie krabbeln
Wir sehen sie zappeln
Sie schlagen die Flügel
Sie putzen die Fühler
Sie wimmeln und schimmeln als Leichen
in unseren Bereichen
Sie sind so verschieden
Wir wollen sie nicht lieben
Und doch sind es wir
die in all unseren Trieben
Ihnen aufs Haar gleichen.

Menschlich II

Ein Gefühl zu gleiten
Hinein, hinaus
Tag ein Tag aus
Vorüber, hinüber
Durch die Zeit
Von der Wirklichkeit
irgendwie befreit
Ist dies ein Teil unserer
Menschlichkeit?
Aber wer ist der Fremde
der in uns schreit:
Jetzt! Aus der Bahn!
Doch unser Elan
ist nur noch lauwarm
So ist die Freiheit der Wahl
nur eine Qual
Das Ergebnis
ist uns dann auch egal
Auch ohne Mut
geht es uns doch gut.
Wir sind zufrieden
uns selber zu lieben
Immerhin sind wir
dabei menschlich
geblieben.
Fuck!

Das verflixte H

Es begleitet mich
und auch nicht
Es wiegt mich oft in Sicherheit
Und doch erlebe ich
immer wieder diese Unsicherheit
Alt und doch jung
bleibe ich dumm
Kein Spiel ist es
verbaut mir jedes höhere Ziel
Schicksalhaft
wie Blei liegt es auf mir
und lauert immer
gleich einem wilden Tier
Was soll ich tun?
Es lässt mich nicht ruhen
Nur eins ist mir
ein gleichwohl schwacher Trost
So ist es doch
eine lässliche Sünde bloß
Aber gefühlt,
ist sie trotz allem Riesen groß.

Gelassen ist anders

Manchmal braucht es Könige
Manchmal Bettler
Manchmal Regen
Manchmal Ungeheuer die spucken Feuer
Manchmal weg
Manchmal ganz nah
Sehe sie schlafen
Bin für sie da
Manchmal unwichtig
Und doch so viel wert
Ich packe das Heft und ziehe am Schwert
Ich bin gerne Indianer
und sehe doch auch,
dass es dringend bessere Häuptlinge braucht
Aber in Gottes Namen,
wer hat mit meinen Nerven erbarmen
Manchmal braucht es Glück
Aber immer Kraft
Manchmal schon, habe ich beides zum rechten Moment geschafft.
In dieser Welt
Nun ja,
die Sonne scheint
Alles schein wunderbar,
bis der Regen kehrt zurück
Immer mehr
und dann stürmt es sehr
Tote gibt es auch,
irgendwann
Man berichtet dann
Man schaut
Manche werden laut
Aber wir sind zu viele
insgesamt
Man stirbt also unbekannt
in dieser Welt.

Ende der Wurst

Was glaubt ihr?
Wäre die Welt besser?
Irgendwie scheint ein Kreislauf die Menschheit wie im Hamsterrad zu halten.
Oder ein finsterer Gott ist es
Aber für sich selbst kann man sorgen
Man sorgt sich sowieso immer
Man kann sich entscheiden
Ob man die Welt ein kleines bisschen besser machen möchte
Wenn man nur will
Bewusster leben eben
Da muss dann irgendwann auch endlich die Wurst dran glauben
Denn weiter gedacht geht es langsam um die Wurst
Das werden unsere Kinder spätestens am eigenen Leib erfahren
Ein kleiner Schritt also nur,
der so viel bewegen kann
Das Zauberwort es heißt: VEGAN.

Vor dem Alter

Nicht mehr jung und schön
Aber immer ein besonderer Mensch
Auch wenn man irgendwann muss gehen
Bleiben die Augenblicke bestehen
Spuren die man hinterlässt
Gen für Gen
Im Spiegel sehen mich Augen an
Denen ich nichts verschweigen kann
Meine Sünden sind mir bekannt
Meine Ängste Janusköpfe meiner Eitelkeit
Nichts gibt es was mich von mir befreit
Und ich sehe in meinen Kindern was ich an mir liebe
Aber auch alle meine dunklen Triebe
Noch ist Gelegenheit
Doch ich fürchte sie verstreicht
Weil all meine Kraft, mein Wille dazu nicht reicht
Das Leben war zu gut zu mir
Mein Glück in mancher Hinsicht unerreicht
Doch zufrieden sein mit sich und ohne Neid
Das wäre wahrer Adel, währe Vollkommenheit
Dahin ist, der Weg für mich noch weit
Vielleicht zu weit, denn mein Leben zerrinnt mir durch die Finger im Stundenglas der Zeit.

Im Regen
Wasser auf meine Mühlen
Im Regen
Durch die Stadt
Vorgestreckte Hände
Wer welche hat
Wir haben ein gutes Leben
Andere stehen im Regen
Und in der Zeitung
Doch manchmal ist uns das egal
Wir leiden an der eigenen Qual
Im Regen
Das Wetter, die Arbeit und so eben…
Wer tut was dagegen?
Es gibt Menschen
Ich bewundere sie sehr
Die kommen mit Schirmen daher
Auch für die anderen mit
Ein verdammt großer Schritt.

Für Matsuyama
Es ist ein Weiß bis Berg
Wir werden mit Kaltem enthalten
Es bleibt schwierig, da.

Rotwein
Ein Jahr geht zuende
Da gibt es kaum was zu verstecken
Oder doch?
Alles läuft schief
Aber meine Gefühle leben
Werd mich nicht ergeben
Ein bischen Nostalgie
Zur Ablenkung roter Wein
Soll gut zum Überleben sein
Wenn nicht
Werd ich es mir nicht verzeihen
Aber wir sehen noch den Schnee
Ich bin gewiss
Das ich den Vater seh
Spätestens im Himmel
Näher geht nicht.

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