Lyrics 2017

WiRRRealität

Wirr und irrational
Liebe, Triebe, Irrsinn
Warum kann es nicht wahr sein
Was man sich wünscht
Selbst wenn man es real erlebt,
ist es schon morgen wie nie gewesen
Wie ein eigenlebiges Wesen,
Weil es da jemand anders interpretiert
und den Bezug zur Wahrheit verliert.
Menschen, Frauen kann man nicht vertrauen
Außer man belügt sie
Das wollen sie offenbar lieber
Wie verrückt ist das denn!
Wie unsere so wirre Zeit
Ein virtuelles Spiel, dass vor Schmerz schreit!
Wenn es könnte…
Aber vielleicht ist das Leben auch nur eine Ente.

50 [ FÜNFZIG ]

Eine wuchtige Zahl
Besonders?
Besonders zweistellig, zweiseitig, zweischneidig.
Fünf mal 10, Zehn mal 5
Geht es aufwärts oder abwärts?
Wie klingt das, nach viel oder wenig?
Wer hat das von Euch hier schon erreicht?
Denkt ihr etwa das sei leicht?
Und wenn, muss man das feiern?
500 das wäre was …
Doch Alter ist ja bekanntlich, wie man sich fühlt
Jugend bewahrt man in sich,
Was bleibt einem auch übrig.
Ja, es ist viel Zeit vergangen, geflossen, verflogen
Viel hat man erlebt.
Manches vergessen.
Schon fast die Hälfte davon ist man vergeben.
Versuche trotzdem mir selbst treu zu bleiben,
für mich Zeit zu nehmen und sie auch zu leben.
Ein Mensch voller Bilder, voller geschriebener Worte…
Ein Dichter freier Gedanken
Vater und auch noch Sohn, ganz lange schon und immer
Doch wer weiß schon was noch kommt
Das gilt im Übrigen für alle hier, drum trinkt und tanzt
und feiert mit mir jede und jeder diesen Tag,
solange sie, solange er noch kann und mag.
Denn heute seit ihr alle mit mir,
einen Tag näher am Sarg.

Kurz danach

Und danach ist davor
Schließen wir rasch das Tor
Sonst kommt es hindurch
Zusammen mit unserer Fantasie
Bedrohlich wie nie
Ein MonsTRUMP
Und nicht nur eines,
sie wachsen empor überall
Aus Hass und Sittenverfall
Ist es ein menschlicher Dämon
selbstgewählt
Ein dunkler Heiland,
der uns quält.
In unseren dicken Köpfen
In unseren Schwänzen
In unseren Zöpfen
Wohin geht es, zukunftslos
Wir streiten den Untergang ab
Wir fürchten ihn bloß
Das Eis schmilzt
Es gibt kein danach…

Wertschätzung

Wer schätzt uns?
Sind wir es wert?
So mancher schätzt seinen Wert zu hoch
Oder den der anderen zu gering
Das ist ein ganz menschliches Ding
Unschätzbar ist, findet man die Balance.
Aber selten trifft man darauf.
Ob Arbeit, Freundschaft oder Familie
Der Mensch erkennt sich selbst kaum
Sein Selbstbild ist ein Anderer,
als seine Wahrnehmung durch andere im Raum.
Wert ist es, mal darüber nachzudenken,
ob wir uns immer in Werten meßen müssen.
Denn wertlos ist man meist nur,
wenn man an den Werten anderer gemessen wird.
Was sowieso nie gleicher Maßstab sein kann.
Drum lasst uns lieber einfach wertfrei leben
Dann können wir endlich aufhören,
uns selbst und anderen, Bewertungen zu geben.
Ok, das ist Anarchie pur!
Aber, das ist mir lieber, als eine Wertediktatur.

FAKE BEBEN

Ein Land
Ein Volk
Ein Präsident
Alles FAKE!
Was wir lesen was wir glauben
Glauben wir auch was wir lesen?
USA, Russland, Türkei
Überall nur Tyrannei
Was fühlen die Gläubigen?
Wollen Sie wirklich lesen was sie glauben?
Jedenfalls nur die Wahrheit!
Aber wo steckt sie?
Wahrheit liegt im finsteren Auge des Betrachters
Oder zwischen den Zeilen
Ohjeh wird mich dann ein Schreibverbot ereilen
Ein Beben geht durch die Zeit
Das uns von aller Lüge befreit
Oder wenigstens die anderen
Noch haben wir die Wahl
Wo schlägt unser Puls?
Mir jedenfalls bis zum Hals!

EXIT

Bloß weg!
Was soll die Gemeinschaft
Wir sind allein stark
Wir wollen nicht teilen
Unseren Reichtum, den geilen
Wir setzen Zeichen
Wir wollen nicht mehr diskutieren
Wir wollen unsere Privilegien einfrieren
Wir sind wir und nicht ihr
Bloß weg hier!
Mit diesem Ungeist
haben wir schnell
alte Größe erreicht
Wir vor!
So klingt es knapp und schlicht,
in jedem Pub
Doch die Lösung, aller Probleme
ist das nicht.

Life to go

Wir suchen
Aber unsere Gedanken sind wie Schranken
Wir sehen
Aber unsere Gefühle sind tückisch wie Schlangen
Wir jagen
Aber die Zeit verrinnt vor unseren erblindenden Augen
Bevor wir das Leben spüren konnten.
Mit mir nicht mehr!
Ich geh in den Dschungel, auch wenn ich dann unter die Raubtiere falle
Aber bis dahin wars echt.

Blickwinkel

Vielleicht kann man anders sehen
Mit anderen Augen
Vielleicht würde man dann alles verstehen
Wie Andere es sehen
Vielleicht auch nicht
Denn was man versteht ist ein Ergebnis des Lebens
Ein Eindruck nur
Aber es ist vergebens sich selbst zu verstehen
Weil die anderen dich anders sehen
Das ist nicht schön
Aber um das zu ändern
Muss man sich ändern
Muss man die Dinge mal drehen
Der Mensch ist dazu in der Lage
Aber wir sind zu sehr abgelenkt
Von dieser Show, die man Leben nennt
Doch das kann man auch anders sehen…

Im Wald

Der Regen fällt und alles wächst
Auch Gefühle
Viele
Wer sich öffnet der versteht
Wer verschlossen bleibt dem entgeht…
Eine Welt, wie es sie bald nicht mehr gibt
Aller Fortschritt bringt uns um ein Stück
Bringt nie mehr den Zauber der Natur zurück
Schau hinaus, hier und da siehts noch so aus,
als sei alles wunderbar
Aber das ist trügerisch
Leider bleibt dem Planet nicht mehr viel Zeit
Es ist beinah soweit
Leg dich ins Gras und atme tief
Hör auf die Stimmen und das Gesumm
Liebe wen Du lieben kannst
Dann bring dich um.

Was ist Liebe?

Ganz individuell
Ganz Triebe
Jede und Jeder träumt etwas anderes
Etwas Schöneres
Wer geliebt wird weiß nicht immer warum
Wer liebt kann es nicht immer kontrollieren
Liebe wärmt, aber kann auch gefrieren
Liebe machen allein scheint echt
Keine Fantasie, keine Psychologie
Sich tief und innig fühlen
ist was bei jedem Tier ohne Denken funktioniert
Nicht so beim Mensch
Wir glauben zu fühlen und interpretieren noch jeden Kuß
Darum hält unsere Liebe nie ewig,
sondern macht mit uns immer wieder Schluß
Ist das nicht selten dämlich.

Ein Hauch…

Ein Hauch Leben
Ein Hauch Freiheit
Wir sind auf der Suche
Nach einem Leben, ausgefüllt
Nach einem Moment, ausgeruht
Nach einer Kraft die uns treibt
Nach einer Insel auf der wir sein können wie wir sind…
Oder mindestens nackt zu zweit
Aber wir Ruhe nicht, wir sind getrieben, auch von denen die wir lieben
Wir opfern all unsere Zeit wofür?
Einen Hauch…

Deine Augen

Ich kann lesen
Ich kann spüren dass Du ertrinkst
In Deinen Hoffnungen und selbst gewählten Untiefen versinkst
Du bist unterwegs manchmal
Aber oft bleibst Du auch hinter Deinen Mauern
Du bist optimistisch manchmal
Aber oft siehst Du auch überall das Negativ lauern
Du kannst Dich nicht befreien
Du kannst nicht den Moment genießen
Warum nur?
… kannst Du nicht ganz einfach, Deine Augen schließen…

Der Spielmann

Du weißt es schon
Ich spiele gerne
Für Dich ein Lied
Tief in Deinem Schoß
Wie auch aus weiter Ferne
Ich singe Dir von unsrer Liebe
Doch hörst Du nur wie rauscht Dein Blut
Du bist, Du weißt es schon sehr gut
Ein steter Quell Inspiration
Dein Lachen, Deine Brüste
sind mein Lohn
und keine mich im Leben je so küsste.

So sing ich jeder Jungfrau stets
Sie schmachten in meinen Armen
Sie betteln um mein heißes Herz
Doch kenn ich kein Erbarmen
Ich spiele immer nur mein freudig Lied
Das mich zur nächsten zieht
Mit Lust und fliegend Fahnen
Die Welt ist eben weit, die Frauen schön
und meine Freiheit müsst ihr verstehen
werd ich niemals leid.

Der Regen von oben

Jeden Tag fällt Nass
Auch wenn es trocken bleibt
Die Zweifel sind menschlich
Auch wenn sie kosten Zeit
Die Hoffnung sie quält uns
wie ein Gefühl
Dabei ist sie nichts als nacktes Kalkül
Und das ist nicht viel wert
Denn wird sie nicht erwiedert
Bleibt sie ein stumpfes Schwert.

Wir kommen immer ins Schwitzen
Wir wollen unsere Namen in den Lebensbaum ritzen
Aber die wachsen auch irgendwann zu
So wichtig sind wir nicht
Vielleicht bleibt von uns nur ein Gedicht
Regen wird es immer geben
Wasser ist der Stoff des Lebens
Wenn wir uns auch dann auflösen irgenwann
War doch nicht jedes Wort vergebens
Wenn wir es jetzt wagen,
der Welt unsere Meinung zu sagen.

Ich bereue

Alles und nichts
Es ist nur ein Gedanke für Dich
Auch wenn Du die Augen davor verschließt
Mein Spiel war stets nur ein Tanz auf der Angst
Eine Suche nach dem ganz besondren Gefühl
Ein verzweifelter Schrei
und ich hab Dich verletzt, verzeih…
Doch ich bereue niemals die Suche nach Dir
Ich bereue niemals was ich gefühlt
Ich bereue nicht das ich so bin
Ein sanfter, liebevoller Fuchs, so dumm
Doch ist mein rotes Fell nur Kostüm,
es steckt in Wahrheit Dein Löwe drin, brumm, brumm
Wie konntest Du das bloß nicht durchschauen
Nie Deinem Herz wirklich vertrauen
Mein Lied hat immer nur nach Dir gesucht
Und auf ewig traurig es Dich noch ruft
Meine Sehnsucht bereue ich wohl kaum.

Doch all meine Angst war immer auch ein Antrieb
Ein Quell von Poesie und Inspiration,
erhöht durch Deine Liebe, Deinen Blick,
durch Deinen Kuss und Dein Verlangen…
Meine Angst war mein größter Mut
und meine Hoffnung, mit Dir viel mehr davon zu erlangen.
Gemeinsam etwas zu finden und zu binden,
was wunderbarer ist, als alles je zuvor.
Hatten wir für dieses hohe Ziel,
nicht noch viel zu wenig Zeit…
Es machte uns beiden Angst ich weiß, doch wäre ich
niemals in die Vergangenheit zurück geflohen davor
Das auch Du mutig bleibst, hatte ich fest geglaubt,
doch seh ichs ein, ich wahr ein armer Thor.

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